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Zecken


ZUSAMMENFASSUNG ZECKEN

Zecken (lateinisch: Ixodes ricinus) gehören zur Gattung der in der Natur vorkommenden Spinnentiere. Sie leben vor allem im Unterholz, in Waldlichtungen und in Wäldern. Ein Zeckenbiss kann unter Umständen schwerwiegende Krankheiten zur Folge haben, so dass eine ärztliche Behandlung erforderlich wird. Die Zecken haben einen hochentwickelten Stechapparat, der ihnen dabei hilft, sich auf der menschlichen Haut festzuklammern und sich durch Blutsaugen zu ernähren. Zecken können auf diesem Weg Bakterien oder Viren übertragen. Die eigentliche Zeckensaison dauert normalerweise von März bis Oktober. Ab etwa 10°C werden die Zecken aktiv. Sie halten sich am häufigsten in Gebüschen oder auf Bäumen bis zu einer Höhe von 1.50 m auf.

Zecken können Viren oder Bakterien übertragen und so zwei schwerwiegende Infektionskrankheiten hervorrufen:

1. FSME (Zeckenmeningitis oder Zeckenenzephalitis)
2. Borreliose (Lyme-Krankheit)

In der Schweiz wurden im Jahre 2006 246 Fälle von FSME beobachtet, im Jahre 2007 waren es 111 Fälle von FSME (Quelle: SDA). Rund 1% davon verliefen tödlich. In der Schweiz wurden in den Jahren 2006 und 2007 jährlich rund 3'000 Fälle von Borreliose beobachtet. Im Jahre 2008 waren es 2'000 bis 3'000 Fälle (Quelle SDA). Diese Infektion endet normalerweise nicht tödlich, kann jedoch zu schwerwiegenden Komplikationen führen.

Ein Zeckenbiss bleibt häufig unbemerkt, weil dieses Spinnentier anästhetische Substanzen abgibt, die den Bissschmerz unempfindlich machen. Aus diesem Grund ist es wichtig, nach jedem Waldspaziergang (besonders in den Risikozonen) die ausgesetzten Hautregionen auf allfällige Zecken zu untersuchen, um festzustellen, ob Sie möglicherweise von einer Zecke gebissen worden sind und, falls ja, diese Zecke zu entfernen.

Die Symptome der FSME (die Symptome treten im Allgmeinen 1 oder 2 Wochen nach dem Zeckenbiss auf) ähneln zunächst häufig den Symptomen einer Grippe: Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Fieber.

In der Folge (rund 2 bis 4 Wochen nach dem Zeckenbiss) kann es der Fall sein, dass bei einem Drittel der durch das FSME-Virus infizierten Erkrankten ernsthaftere Symptome auftreten, wie stark erhöhtes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackenstarre, Erbrechen und sogar Lähmungserscheinungen.

Überprüfen Sie nach einem Waldbesuch, ob Sie von einer Zecke gebissen worden sind. Falls ja, muss die Zecke so schnell wie möglich entfernt werden. In der Apotheke sind spezielle Pinzetten erhältlich, um die Zecken zu entfernen. Falls Sie die Zecke nicht ohne Hilfe entfernen können, kann Ihnen Ihr Apotheker oder Arzt dabei helfen. Dabei können Sie abklären lassen, ob eine Behandlung erforderlich sein könnte.

Definition

Zecken (lateinisch: Ixodes ricinus) gehören zur Gattung der in der Natur vorkommenden Spinnentiere. Sie leben vor allem im Unterholz, in Waldlichtungen und in Wäldern. Ein Zeckenbiss kann unter Umständen schwerwiegende Krankheiten zur Folge haben, so dass eine ärztliche Behandlung zwingend erforderlich wird.

Die Zecken haben einen hochentwickelten Stechapparat (scherenartiges Mundhandwerk; Stech-Saugrüssel genannt), der ihnen dabei hilft, sich auf der menschlichen Haut festzuklammern und sich durch Blutsaugen zu ernähren. Gelegentlich gelangen auf diesem Weg Bakterien oder Viren in den menschlichen Körper.

Die eigentliche Zeckensaison dauert normalerweise von März bis Oktober. Ab etwa 10°C werden die Zecken aktiv. Sie halten sich am häufigsten in Gebüschen oder auf Bäumen bis zu einer Höhe von 1.5 Meter auf.

Zecken können Viren oder Bakterien übertragen und so zwei schwerwiegende Infektionskrankheiten hervorrufen:

1. FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), ebenfalls Zeckenmeningitis oder Frühsommer-Zeckenenzephalitis genannt, kann durch das Zeckenenzephalitisvirus übertragen werden, was zu verschiedenen, ziemlich schwerwiegenden neurologischen Symptomen führen kann. In diversen Regionen der Schweiz liegt die Zahl der durch dieses Virus verursachten Zeckeninfektionen zwischen 0.5% und 2% (Quelle SDA, August 2007) pro Zecke. Diese Prozentzahl an Zeckeninfektionen ist weit geringer im Vergleich zu bestimmten Regionen in Europa, insbesondere in den Ostländern, wo die Zahl der Zeckeninfektionen, verursacht durch das Zeckenmeningitisvirus, bis zu 40% erreichen kann. Bei einer so hohen Prozentzahl muss eine Impfung fast zwangsläufig durchgeführt weden.

2. Borreliose oder Lyme-Krankheit (oder ebenfalls Lyme-Borreliose-Krankheit), ausgelöst durch das Bakterium Borrelia burgdorferi, kann verschiedene Haut- oder Gelenkprobleme verursachen. In bestimmen Regionen der Schweiz liegt die Zahl der durch diese Bakterien verursachten Zeckeninfektionen bei rund 50%. Im Durchschnitt scheint die Zahl der Zeckeninfektionen, verursacht durch diese Bakterien, bei 5% bis 30% zu liegen: Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle infizierten Zecken zwangsläufig die Krankheit übertragen. Laut Beobachtungen tritt die Borreliose aber häufiger auf als die FSME.

Halten wir fest, dass die infizierten Zecken die Borreliose nur übertragen, wenn sie relativ lange an der Haut fixiert sind, wahrscheinlich mehr als 24 Stunden. Daher ist es wichtig, die Zecken möglichst schnell von der Haut zu entfernen.

Epidemiologie

In der Schweiz wurden im Jahr 2006 246 Fälle von FSME beobachtet, im Jahr 2007 waren es 111 Fälle von FSME (Quelle SDA). Rund 1% davon verliefen tödlich.

In der Schweiz wurden in den Jahren 2006 und 2007 jährlich rund 3'000 Fälle von Borreliose beobachtet. Im Jahr 2008 waren es 2'000 bis 3'000 Fälle (Quelle SDA). Diese Infektionen enden normalerweise nicht tödlich, können jedoch zu schwerwiegenden Komplikationen führen (z.B. chronische Müdigkeit, Arthritis). Leider fehlen derzeit genaue Statistiken über solche Komplikationen.

Ursachen

Zecken halten sich hauptsächlich in Wäldern oder an Waldrändern auf (Unterholz, Waldlichtungen).

Die Zonen, in denen sich Zecken befinden, die Träger des FSME-Virus oder der Borreliose-Bakterien sind, werden endemische Zonen oder Risikozonen genannt.

Seit 2004 werden in der Schweiz wieder vermehrt Zeckenenzephalitisfälle beobachtet. Grund dieses Phänomens ist die derzeitige Klimaveränderung.

Die Zecke beisst den Menschen, um sich so von dessen Blut zu ernähren. Es ist nicht die Zecke an sich, die Komplikationen verursachen kann, sondern die Zecke ist zuständig für die Übertragung von Krankheitserregern, wie das FSME-Virus oder die Bakterie (Borrelia burgdorferi, Verursacher der Borreliose-Krankheit).

Alle Gruppen von Personen, die sich in den endemischen Zonen des Waldes aufhalten (Spaziergänger, Förster, Sportler) sind der Gefahr eventueller Zeckenbisse ausgesetzt.

Risikozonen – Regionen, in denen ein Risiko für Zecken besteht
Ihr Arzt oder Apotheker wird Ihnen Informationen zu den Risikozonen in Ihrem Land geben können. In der Schweiz zum Beispiel ist es eher der alemannische Teil (Deutschschweiz) des Landes, in dem die grösste Anzahl von möglicherweise gefährlichen Zeckenbissen beobachtet wird, wie es zum Beispiel der Fall ist für die Kantone Bern, Zürich oder Aargau.

Bemerkung: In der französischen Schweiz sind es die Regionen der 3 Seen: die Kantone Neuenburg, Bern und Freiburg sowie die Region der Ebenen von Orbe und Yverdon im Kanton Waadt, wo es Wälder gibt, in denen Trägerzecken von FSME oder Borreliose vermehrt vorkommen.

In Frankreich ist dies eher im Elsass der Fall, auch wenn laut bestimmten Internetbenutzern von Creapharma.ch in Frankreich ebenfalls zahlreiche weitere Regionen (z.B. die Region von Paris miteinbezogen) von Zecken betroffen sind.

Im restlichen Europa ist es eher der östliche Teil des Kontinents, der von möglicherweise infektionsübertragenden Zecken bewohnt wird, insbesondere Österreich, Norditalien, der Süden von Deutschland und alle Länder westlich von Österreich (Rumänien, Ungarn) bis Russland.

Symptome

Ein Zeckenbiss bleibt häufig unbemerkt, weil dieses Spinnentier lokalanästhetische Substanzen abgibt, die den Bissschmerz unempfindlich machen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, nach jedem Waldspaziergang (besonders in den Risikozonen) die ausgesetzten Hautregionen auf allfällige Zecken zu untersuchen, um festzustellen, ob Sie möglicherweise von einer Zecke gebissen worden sind und, falls ja, diese Zecke zu entfernen.

In den meisten Fällen (ca. 80% bis 90%) treten durch infizierte Zeckenbisse keine Komplikationen auf. Dennoch kann es in etwa 10% aller Fälle sein, dass sich durch einen Zeckenbiss eine FSME oder Borreliose entwickelt:

1. Symptome der FSME

Die Symptome der FSME (die Symptome treten im Allgmeinen 1 oder 2 Wochen nach dem Zeckenbiss auf) ähneln zunächst häufig den Symptomen einer Grippe, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Fieber.

In der Folge (rund 2 bis 4 Wochen nach dem Zeckenbiss) kann es der Fall sein, dass bei einem Drittel der durch das FSME-Virus infizierten Erkrankten ernsthaftere Symptome auftreten, wie mentale Störungen, stark erhöhtes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackenstarre, Erbrechen und sogar Lähmungserscheinungen.

Für rund 1% der erkrankten Personen mit ernsthafteren Symptomen endet dies tödlich (insgesamt 1 von 2'000 der Gesamtzahl der von Zecken gebissenen Personen). Dies sollte jede Person dazu ermahnen, bei verdächtigen oder alarmierenden Symptomen unverzüglich einen Arzt aufzusuchen (starkes Fieber, eine ringförmige Ausbreitung der Hautrötung an der Stelle des Zeckenbisses).

2. Symptome der Borreliose (Lyme-Krankheit)

Diese Krankheit kann Haut- und vor allem Gelenkprobleme (Arthritis) verursachen. Der Patient kann ebenfalls eine chronische Borreliose entwickeln, wenn eine Behandlung mit Antibiotika nicht wirksam ist, mit Symptomen, die länger als 6 Monate nach dem Zeckenbiss andauern.

Zusammenfassung: Allgemeine Warnzeichen, die auf Komplikationen infolge eines Zeckenbisses (FSME oder Borreliose) hinweisen, sind Fieber sowie eine verbreiterte (bis zu 10cm) rötliche Verfärbung der Hautregion, wo sich der Zeckenbiss befindet. In diesem Fall suchen Sie umgehend einen Arzt auf!

Behandlung

Man unterscheidet zwischen zwei Behandlungsrichtungen:

1. Zur Vorbeugung einer allfälligen FSME (eine durch Zecken übertragene Krankheit) – Zeckenimpfstoff

Für Risikogruppen (Förster, Bewohner in endemischen Zonen, Pfadfinder, Camper) wird in der Schweiz seit März 2006 für Personen über 6 Jahren eine Schutzimpfung empfohlen (einzig wirksames Mittel).

Die Impfung gegen FSME umfasst 3 Impfungen (Monate 0, 1 und nach 6-12 Monaten), je nach Marke des Impfstoffes (bei einem Notfall besteht die Möglichkeit, eine Schnellform der Impfung durchzuführen).

Wichtig: Bei einer bereits ausgebrochenen FSME hilft die Therapie einzig zur Behandlung der Symptome. Eine vorbeugende Impfung bleibt deshalb das einzige, wirksame Mittel, um diese Infektion wirksam zu verhindern.

2. Zur Behandlung nach einem Zeckenbiss

Was Sie in jedem Fall nach einem Zeckenbiss als Erstes tun sollten: Entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich mit einer Zeckenzange (in der Apotheke erhältlich) oder mit einer gewöhnlichen Pinzette (es ist bekannt, dass eine Zecke für die Übertragung der Borreliose oder Lyme-Krankheit mehr als 17 Stunden braucht, um die menschliche Haut zu infizieren; die FSME-Krankheit [viral] überträgt sich leider schneller). Desinfizieren Sie nach der Entfernung der Zecke den Biss und beobachten Sie dessen Weiterentwicklung: Im Fall einer Vergrösserung der Bissstelle oder bei Fieber, suchen Sie umgehend einen Arzt auf!

Im Fall von Krankheiten, die nach einem Zeckenbiss ausbrechen (FSME oder Borreliose):
- FSME: Die Ärzte werden die Symptome behandeln: Es gibt für diese Krankheit zum jetzigen Zeitpunkt unserer Meinung nach keine ursächliche Behandlung.

- Borreliose oder Lyme-Krankheit: Behandlung der Ursache mit Antibiotika (weil es sich um Bakterien handelt). In Deutschland verschreiben die Ärzte üblicherweise eine tägliche Doxycylin-Behandlung von 200 mg während 20 Tagen.

Wenn die Borreliose nach dieser Behandlung bestehen bleibt, spricht man von chronischer Borreliose (wenn die Symptome länger als 6 Monate nach dem Zeckenbiss andauern). In diesem Falle werden die Ärzte im Allgemeinen die Symptome behandeln.

Ratschläge

- Wenden Sie bei Waldspaziergängen in endemischen Zonen wirksame repulsive Produkte gegen Zecken an (dennoch Vorsicht, weil sich nicht alle Produkte als wirksam erwiesen haben; informieren Sie sich bei einer Apothekerin oder einem Apotheker, um ein gutes Produkt zu finden).

- Tragen Sie helle Kleidung, da man die Zecken auf hellem Grund besser sehen kann.

- Überprüfen Sie nach einem Waldbesuch (vor allem in endemischen Zonen), ob Sie von einer Zecke gebissen worden sind. Falls ja, muss die Zecke so schnell wie möglich entfernt werden. In der Apotheke sind spezielle Pinzetten erhältlich, um die Zecken zu entfernen. Falls Sie die Zecke nicht ohne Hilfe entfernen können, kann Ihnen Ihr Apotheker oder Arzt helfen.

- Vergessen Sie auch nicht, die Bissstelle gründlich zu desinfizieren. Notieren Sie sich, zu welchem Zeitpunkt der Zeckenbiss erfolgt ist und beobachten Sie dessen Weiterentwicklung an der Bissstelle.

- Stecken Sie Hemde und Pullover in die Hosen, ziehen Sie bei Waldbesuchen in endemischen Zonen die Strümpfe über die Hosenbeine.

- Das Auftragen von Öl oder Äther auf die Zecke (gelegentlich empfohlen) und deren Bissstelle scheint weder einen negativen noch positiven Einfluss auf die Übertragung der Lyme-Krankheit oder FSME zu haben. Zusammengefasst: Diese Form von Produkten nicht anwenden!

- Informieren Sie sich über den Zeckenbestand in Ihrer Region. Falls Sie innerhalb einer endemischen Zone im Wald arbeiten oder Sie sich häufig in solchen Zonen aufhalten, lassen Sie sich gegen FSME impfen. Fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Ihren Arzt um Rat.



Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 22.12.2013 verändert.
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Letzte Aktualisierung:
22.12.2013

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Letzte Aktualisierung : 15.04.2014