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Verbrennungen


Ich habe mich verbrannt, was tun?

Verbrennungen1. Als Erstes sollte festgestellt werden, um welche Art von Verbrennung es sich handelt und ob es nötig ist, einen Arzt zu konsultieren: Überprüfen Sie, ob Ihre Verbrennung Punkt a) oder b) entspricht:

a) Sie sollten einen Arzt konsultieren, wenn die Verbrennung ersten oder zweiten Grades ist und:
- die Fläche der Verletzung grösser als die Fläche einer Hand ist.
- die Verbrennung sich auf einem Gelenk befindet.
Ein Arzt ist in jedem Fall aufzusuchen, wenn es sich um eine Verbrennung dritten Grades handelt. Bei diesen Verbrennungen erfolgt oft eine Behandlung in einem Krankenhaus.

b) Handelt es sich um eine Verbrennung ersten oder zweiten Grades und keine der aufgezählten Punkte unter a) trifft auf Ihre Verbrennung zu, dann können Sie eine Selbstbehandlung der Verletzung durchführen. Fahren Sie mit Punkt 2 fort.

2. Als Zweites muss die Verbrennung sofort gekühlt werden. Dazu halten Sie die betroffene Stelle unter kühles (nicht eiskaltes!) Wasser (ca. 15°C) und lassen Sie so die Verbrennung während 15 bis 20 Minuten kühlen. Bei einer Verbrennung der Haut, brennen die inneren Schichten "innerlich weiter". Aus diesem Grund ist es wichtig, die verbrannte Stelle lange genug unter kaltem Wasser zu kühlen, damit auch die inneren Schichten gekühlt werden. Halten Sie also Ihre Verbrennung lieber etwas zu lange als zu kurz unter kaltem Wasser!

3. Als Drittes muss die Verbrennung mit Medikamenten behandelt werden. Nachdem Sie die Verbrennung lange genug gekühlt haben, muss die Verbrennung gereinigt werden. Verwenden Sie dazu physiologisches Serum oder eine antiseptische Seife. Desinfizieren Sie anschliessend die Verletzung mit Natriumhypochlorid oder mit einer verdünnten Form von Hexetidinum oder Octenidin und trocknen Sie die Verbrennung vorsichtig, indem Sie die Wunde leicht abtupfen.

Schliesslich behandeln Sie die Verbrennung mit einer schützenden und narbenfördernden Salbe wie zum Beispiel Silbersulfadiazin oder Chlorocresol. Verbinden Sie die Wunde mit einem sterilen Verband, der nicht an der Verletzung haften bleibt.

Falls Schmerzen im Zusammenhang mit der Verbrennung auftreten, können diese mit einem Analgelikum gelindert werden z.B Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen.

Bemerkung: Eine Alternative ist die Behandlung mit einer Heilpflanze: Aloe Vera.

Definition Verbrennungen

Verbrennungen sind Verletzungen der Haut. Diese entstehen vor allem dann, wenn die Haut einer extremen Hitze ausgesetzt ist oder durch den Kontakt mit gewissen Chemikalien. Man unterscheidet drei Stufen von Verbrennungen:

- Verbrennungen ersten Grades: In diesen Fällen ist nur die oberste Hautschicht (Epidermis) betroffen. Beispiel : Sonnenbrand.

- Verbrennungen zweiten Grades: Sie sind oberflächlich, wenn nur die oberen Hautschichten verbrannt sind (Epidermis und ein Teil der Dermis). Wenn die Epidermis und die Dermis hingegen vollständig durch die Verbrennung zerstört wurden, dann handelt es sich um eine tiefe Verbrennung. In diesen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Eine Verbrennung kann ein medizinisches Problem sein, das durch Selbstmedikation behandelt werden kann oder aber ein wichtiger medizinischer Notfall mit Lebensgefahr.

Ursachen Verbrennungen

Es gibt viele Ursachen von Verbrennungen, die häufigsten jedoch sind die folgenden:

Ursachen Verbrennungen- Die Ursache für eine Verbrennung ist das Aussetzen der Haut einer Wärmequelle (z.B. Sonnenbrand, kochendes Wasser); daneben kann aber auch eine Kältequelle Ursache für eine Verbrennung sein.

- Intensive Reibung

- Kontakt mit einer chemischen Substanz

- Aussetzen radioaktiver Elemente (Strahlen)

- Elektroschock

- Kontakt mit Quallen oder anderen marinen Tieren und Mikroorganismen

Symptome Verbrennungen

Die Symptome hängen vom Grad der Verbrennung ab:

- Verbrennungen 1.Grades beinhalten Rötungen der Haut (werden unter Druck weiss), manchmal eine Entzündung oder eine leichte Dehydrierung. In gewissen Fällen kann es zu Fieber oder Schmerzen kommen. Man beobachtet keine Blasen. Es ist nur die Epidermis betroffen, das heisst die oberste Schicht der Haut.

Leichter Sonnenbrand ist ein klassisches Beispiel einer Verbrennung 1.Grades.

- Verbrennungen 2.Grades kennzeichnen sich durch Blasen, die eine gelbe Flüssigkeit enthalten und Rötungen (werden unter Druck weiss). Die Haut ist oft entzündet. Wenn die Verbrennung tief ist, kann es zu einem kardiovaskulären Schock und einem Blutdruckabfall kommen (in diesem Fall sollten Sie schnell einen Arzt konsultieren). Bei Verbrennungen 2.Grades ist nebst der Epidermis auch die Dermis betroffen.

Es treten oft mittlere bis moderate Schmerzen auf.

Diese Verbrennungen werden oft durch Kontakt mit kochendem Wasser verursacht (Pfanne, die umfällt) oder mit einem Bügeleisen.

Die Vernarbung braucht mehr Zeit als bei Verbrennungen 1.Grades.

- Verbrennungen 3.Grades sind ebenfalls sehr tief: sie können Muskeln, Fett und Sehnen zerstören, sowie den Knochen schädigen. Die Farbe der Verbrennung ist normalerweise weiss und wechselt unter Druck die Farbe nicht. Die Verbrennung kann in gewissen Fällen auch schwarz sein.

In diesen extremen Fällen, kann es zu Todesfällen kommen. Vor allem wenn es sich um Kinder oder ältere Menschen handelt (bei Verbrennungen 3.Grades, sofort einen Arzt kontaktieren. Dies ist ein medizinischer Notfall).

Bei Verbrennungen 3.Grades kann man unter starken Schmerzen leiden. In gewissen Fällen jedoch sind die Nervenendigungen zerstört und der Patient verspürt gar keine Schmerzen mehr.

Bemerkung: Achtung, bei Verbrennungen 3.Grades sollten Sie nie jemandem zu trinken oder Medikamente geben, bis die Hilfe kommt. Zudem sollte man den Patienten auf die Seite legen, auf der er keine Verbrennungen hat. Im Notfall müssen Sie die Zeit bis zum Eintreffen der Ärzte gemäss mit Erster Hilfe überbrücken.

verbrennung symptome

Behandlung Verbrennungen

Wie wir bereits auf der Empfangsseite dieses Themas gesehen haben, ist die erste Massnahme nach einer Verbrennung ersten oder zweiten Grades das sofortige Kühlen der betroffenen Stelle, wobei die Temperatur ungefähr 15°C betragen und die Kühlung während 15 bis 20 Minuten erfolgen sollte.

Bei Verbrennungen ersten Grades, wie beispielsweise bei einem Sonnenbrand, ist es ratsam ein kaltes Bad zu nehmen oder sich kalt abzuduschen und sich danach mit einem Frottiertuch vorsichtig abzutupfen. Es ist wichtig, die Haut möglichst wenig zu berühren (meistens ist es auch schmerzhaft).

Bei Verbrennungen zweiten Grades dürfen die Blasen auf keinen Fall mit einer Nadel durchstochen werden, denn so können sie sich infizieren und entzünden.

Bei Verbrennungen ersten oder zweiten Grades verfügt der Arzt über folgende Medikamente:

- Physiologisches Serum oder antiseptische Seife. Diese Medikamente werden zu Beginn der Behandlung verwendet, um die Verletzung zu reinigen.

- Natriumhypochlorid, Octenidin oder Hexetidinum in verdünnter Form, um die Verbrennung zu desinfizieren.

- Salben mit Silbersulfadiazin oder Chlorocresol, um die Verbrennung zu schützen und die Narbenbildung zu unterstützen.

- Analgelika mit Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder auch mit Ibuprofen, um allfällige Schmerzen zu lindern. Als Tablette einzunehmen.

Behandlung von Verbrennungen 2.oder 3.Grades

Bei Verbrennungen 3.Grades oder bei gewissen Fällen 2.Grades (lesen Sie unsere Zusammenfassung über Verbrennungen), muss man immer möglichst schnell einen Arzt konsultieren.

Phytotherapie Verbrennungen

Bei einer Verbrennung ersten und zweiten Grades (ausser bei einigen Ausnahmen), ist, nachdem diese mit kaltem Wasser gekühlt und auch gereinigt und desinfiziert worden ist, eine Behandlung mit einer Aloe vera-Creme empfehlenswert.

Diese erweist sich hilfreich bei der Verhinderung von Narbenbildung und ist zur Desinfizierung der Verbrennung sehr wirksam.

Zudem spendet sie der Haut wichtige Feuchtigkeit.

Ratschläge Verbrennungen

Achtung, die unten genannten Ratschläge eignen sich nur für Verbrennungen 1.Grades und in gewissen Fällen 2.Grades, insbesondere wenn sie kleinflächig sind. Bei Verbrennungen 3.Grades sind sie nicht anzuwenden. In dem letzten Fall handelt es sich um einen medizinischen Notfall und Sie sollten schnellstmöglich einen Arzt konsultieren (Feuerwehr, Ambulanz, Arzt, Polizei).

- Kühlen Sie die Verbrennungen schnellstmöglich während 15 bis 20 Minuten mit Wasser um die15°C. Nehmen Sie auch ein Bad oder eine kalte Dusche, vor allem nach Verbrennungen ersten Grades wie einem Sonnenbrand. Das kalte Wasser kühlt die Verbrennung und wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend. Es ist ebenfalls möglich, gegen die Schmerzen kalte Kompressen aufzulegen.

- Schützen Sie sich vor der Sonne (Sonnencreme, Hut, …), um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Entdecken Sie unser Dossier über Sonnenbrand und die Haut.

- Rauchen Sie nicht in der Nähe von entzündlichen Substanzen (Tankstelle,.usw.).

- Stechen Sie nie eine Blase auf, diese schützt den Grund der Verbrennung. Wenn Sie aufgeht, sollten Sie sie sofort desinfizieren. Spülen Sie die Blase mit Wasser oder Seife aus und tragen Sie eine desinfizierende Creme auf, normalerweise auf Basis von einem Antibiotikum.

- Vermeiden Sie Hausmittel wie Butter, Zahnpasta oder Eis (trägt man auf die Verbrennung Eis auf, kann es zu Erfrierungen kommen). Diese Tricks sind meistens viel gefährlicher als sie wirksam sind. Lesen Sie: natürliche Behandlungen bei Verbrennungen.

- Wenn Sie kochen, sollten Sie den Stiel der Pfanne gegen hinten stellen, um zu vermeiden, dass die Kinder daran ziehen können. Versuchen Sie alle Geräte, an denen sich Kinder verbrennen können, zu sichern.



Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 23.11.2014 verändert.
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Letzte Aktualisierung:
23.11.2014

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Letzte Aktualisierung : 19.12.2014