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Heidelbeere

Zusammenfassung

Heilpflanze, welche wegen ihrer adstringierenden Wirkung bei Durchfall und gegen schwere Beine in Form von Kapseln oder als Saft verwendet wird.


Name

Deutscher Name: Heidelbeere
Lateinischer Name: Vaccinum myrtillus L.
Englischer Name: bilberry, whortleberry
Französischer Name: myrtille (baies de myrtille)
Portugiesischer Name: mirtilo
Italienischer Name: mirtillo

Famillie

Ericaceae

Inhaltsstoffe

– Tannine
– Vitamin A und C
– B- Vitamine
– Flavonoide
– Anthocyane

​Verwendete Pflanzenteile

Reife, getrocknete Frucht (Heidelbeer- Früchten)

myrtille1

​Wirkung

– Gegen Durchfall, Antibakteriell, adstringierend, entzündungshemmend

Anwendungsgebiete

Durchfall, virale Gastroenteritis, schwere Beine, Krampfadern, Hämorrhoiden, Kolitis (Schmerzen und Krämpfe), Blasenentzündung, Bauchschmerzen, Mögliche Verbesserung der Gehirnfunktionen (siehe Abschnitt Anmerkungen)

Nebenwirkungen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Kontraindikationen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Interaktionen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Präparate (galenische Formen)

– Heidelbeer- Kapseln

– Heidelbeer- Tablette

– Heidelbeer- Tee (sehen Sie auch unseren Heidelbeer- Tee)

– Heidelbeer- Saft

Wo wächst  die Heidelbeere?

Die Heidelbeere wächst in Europa und Asien, vorzugsweise in den Bergen. Die Heidelbeere ist eine Pflanze, die aus der nördlichen Hemisphäre stammt.
Da die Heidelbeere problemlos wild wächst, insbesondere in Europa, wird sie selten angebaut.

Wann sollte die Ernte der Heidelbeeren stattfinden?

Normalerweise sind Heidelbeeren in der nördlichen Hemisphäre von Mitte Juli bis Ende August reif. In Europa werden sie meistens von Ende Juli bis Anfang August gepflückt.

​Bemerkungen

– Die getrockneten Heidelbeeren werden im Allgemeinen als Saft oder Kapsel zur Theapie von Durchfall eingesetzt. Selbst wenn die effizienteste Therapie gegen Durchfall, hauptsächlich über einen kurzen Zeitraum, das Molekül Loperamid (Imodium®) ist, können Medikamente auf Heidelbeer- Basis (vorallem als Saft) sehr nützlich bei wiederkehrenden Durchfällen sein, und/ oder bei einer Kolitis.

– Die nicht getrockneten Heidelbeeren sind ebenfalls eine oft konsumierte Frucht im Sommer in den Schweizer und französischen Alpen. Man findet die Beeren hauptsächlich im August. Gemischt Gemischt mit Rahm und Zucker sind die Heidelbeeren ein Genuss für den Gaumen.

– In der Schweiz hat sich der Konsum von Heidelbeeren in den letzten 10 Jahren vervierfacht. Im Jahre 2004 waren es noch 500 Tonnen, im Jahr 2014 bereits 2200 Tonnen. Die kultivierten Grundstücke in der Schweiz sind in 5 Jahren von 40 auf 75 Hektaren angewachsen. Durch das Essen von Heidelbeeren, machen die Schweizer etwas für Ihre Gesundheit.


Gemäss Agroscope, enthalten diese Beeren viele Vitamine und Ballaststoffe. Diese Eigenschaften erklären ihre Beliebtheit in der Schweizer Bevölkerung.

– Diese Beere wird insbesondere in Nordamerika geschätzt. In der Schweiz konsumiert man im Jahr durchschnittlich 50 Gramm frische Heidelbeeren pro Person. Die Konsumation steigt auf 600 Gramm in Amerika. Agroscope erwartet, dass die Einnahme in der Schweiz weiter zunimmt.

– Bereits im Mittelalter wurde die Heidelbeere aufgrund ihrer medizinischen Eigenschaften eingesetzt.

Wirkung auf das Gehirn. Eine britische Studie der University of Exeter, die im März 2017 veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Heidelbeersaft (im britischen Englisch „blueberry“) die Gehirnfunktionen alter Menschen verbessert. Diese englische Forschungsarbeit hat die Wirkung dieser Frucht, die insbesondere eine Verbesserung der Gehirnfunktionen mit sich bringt, nachgewiesen. Die Heidelbeere weist eine hohe Konzentration an Flavonoiden auf, die antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Flavonoide für die positive Wirkung auf das Gehirn verantwortlich sind. Frühere Studien haben gezeigt, dass der Verzehr großer Mengen an Obst und Gemüse die kognitiven Fähigkeiten steigert und als Vorbeugung gegen Demenzerkrankungen, wie z. B. Alzheimer, dienen könnte.
In dieser Studie sollten gesunde Probanden über einen Zeitraum von 12 Wochen täglich 30 ml konzentrierten Heidelbeersaft (das entspricht 230 g Heidelbeeren) zu sich nehmen. Von den 26 Teilnehmern, die alle gesund waren, erhielten 12 den Saft und 14 ein Placebo. Die Forscher konnten bei diesen Teilnehmern eine Verbesserung der Hirndurchblutung, eine Aktivierung des Gehirns und bestimmter Funktionen des sogenannten Arbeitsgedächtnisses (working memory auf Englisch) beobachten. Diese Studie wurde am 1. März 2017 in der Fachzeitschrift Applied Physiology, Nutrition and Metabolism veröffentlicht.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 09.10.2017 verändert.

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