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Himbeere

Zusammenfassung

Heilpflanze, welche bei Verdauungsbeschwerden und im letzten Trimenon einer Schwangerschaft zur Entspannung der Uterusmuskulatur, als Tee eingesetzt wird.


Name

Deutscher Name: Himbeere
Wissenschaftlicher Name: Rubus idaeus L.
Englischer Name: Raspberry
Französischer Name: framboise, framboisier
Italienischer Name: lampone

Famillie

Rosaceae

Inhaltsstoffe

– Tannine
– Flavonoide
– Folsäure
– Vitamin C (Früchte)
– Fruchtsäure (Früchte)

Verwendete Pflanzenteile

– Getrocknete Blätter (als pflanzliches Heilmittel), Früchte oder Beeren (überwiegende Nutzung als Nahrungsmittel)

Wirkung

Unterstützt die Verdauung, krampflösend, spasmolytisch, adstringierend, tonische Wirkung auf die Gebärmutter (gegen Ende der Schwangerschaft, während der Wehen oder bei schmerzhafter Menstruation.

Anwendungsgebiete

Gastrointestinale Probleme, kräftigende Wirkung auf den Uterus während der Schwangerschaft (in den letzten drei Monaten) und bei der Geburt, Schmerzen während der Geburt, schmerzhafte Blutungen (Dysmenorrhoe) mit unregelmässigem Zyklus, Durchfall, Halsschmerzen (als Tee).

Nebenwirkungen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Kontraindikationen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Interaktionen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Namen der Präparate

Als Tee in der Apotheke erhältlich (siehe weiter unten).

*Achtung : Die oben erwähnten Medikamente stellen nicht alle existierenden Heilmittel dar und sind nicht repräsentativ. Es handelt sich um eine Auflistung, welche auf keinen Fall vollständig und als indikativ zu betrachten ist. Bei Fragen zu den Medikamenten konsultieren Sie bitte die Packungsbeilage oder fragen Sie ihren Spezialisten.


Präparate (galenische Formen)

Himbeerblatt- Kräutertee (findet sich auch im Schwangerschaftstee).

– Kapseln aus Himbeeren (eine Kapsel enthält 500 bis 600mg getrocknete Blätter). Dosierung: 2 bis 4 Kapseln pro Tag.

– Himbeertinktur. Die Dosierung lautet 2x täglich 5ml.

Wo wächst die Himbeere?

Der Himbeerstrauch wächst in Europa und in anderen Regionen der Welt, wie z. B. in Nordamerika und in Asien.
Ursprünglich war der Himbeerstrauch in Kleinasien (vereinfachend dargestellt, mehr oder weniger in der Türkei) heimisch.
Spätestens im 4. Jahrhundert n. Chr. begründeten die antiken Römer den Anbau dieses Strauches, der später von mehreren anderen Völkern geschätzt und weiter verbreitet wurde, wie z. B. von den Engländern, die diese Pflanze vor allem in die amerikanischen Kolonien (die heutigen USA) exportieren.

Der Himbeerstrauch gedeiht gut auf reichhaltigen und eher feuchten Böden.

Bemerkungen

– Die entspannende Wirkung der Himbeerblätter auf den Uterus wurde bereits 1941 in der angesehenen Medizinfachzeitschrift The Lancet beschrieben. Weitere Studien, die in der Folgezeit veröffentlicht wurden, bzw. zumindest einige davon, stellten fest, dass sich diese Pflanze günstig auf die Entbindungsphase auswirkt, besonders auf die Wehen. Es handelte sich hierbei meist um nur leichte, aber dennoch spürbare Wirkungen.
Wissenschaftlichen Studien zufolge führen Himbeerblätter nicht zu einer Frühgeburt, wie manchmal angenommen wurde. Mit anderen Worten: Den jüngsten Studien zufolge haben Himbeerblätter keine Nebenwirkungen.

– Beachten Sie auch, dass die Himbeeren (Beeren der Himbeerstaude) einen sehr angenehmen Geschmack haben und reich an Folsäure sind, welche für das gute Funktionieren des Nervensystems unerlässlich ist. Vorallem schwangeren Frauen und älteren Personen (gemäss einer Studie aus dem Jahre 2005 soll Folsäure eine positive Wirkung gegen verschiedene Demenzformen, wie z.B. Alzheimer haben) sind Himbeeren sehr zu empfehlen.

Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 27.06.2016 verändert.

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