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Kaffee

Zusammenfassung

Pflanze wird in der Medizin als Stimulans genutzt, weil es die Absorption anderer Moleküle beschleunigt (Verschnellerung der Arzneimittelwirkung, z.B. Paracetamol). Weiter wird die Pflanze gegen Kopfschmerzen und Migräne eingesetzt.


Name

Deutscher Name: Kaffee
Lateinischer Name: Coffea arabica, canephora
Englischer Name: coffee
Französischer Name: café
Italienischer Name: Caffé

Famillie

Rubiaceae

Inhaltsstoffe

Koffein, Chlorogensäure

Verwendete Pflanzenteile

Kaffeebohnen

Wirkung
– Stimulierend (aus einem chemischen Gesichtspunkt blockiert Koffein das Adenosin), fördert die Konzentration, Erhöht die Kapazität neue Informationen zu speichern und Wissen zu verknüpfen (Kreativität), stimmungsaufhellender Effekt, Antioxidans, antibakterieller Effekt, gefässverengend, schützt die Leber, Diuretikum

Anwendungsgebiete

Müdigkeit, Migräne (alleine, oder ev. in Verbindung mit einem Schmerzmittel), Kopfschmerzen (alleine oder in Verbindung mit einem Schmerzmittel), Gliederschmerzen, Gedächtnisprobleme (Wirkung wurde noch nicht bestätigt), Karies (in der Prävention), Diabetes (Prävention), Parkinson (in der Prävention, vermindert das Erkrankungsrisiko um 80%), Leberkrebs (in der Prävention), Kolonkarzinom (in der Prävention, vermindert das Risiko einen Dickdarmkrebs zu entwickeln um 25%), Krebs des Muttermundes (siehe weiter unten), Schützt die Leber bei Alkoholabusus (präventiv), bei schlechter Laune (depressiver Verstimmung), Gicht (präventiv).
Bluthochdruck (eine Tasse Kaffee pro Tag soll bei manchen Menschen den Blutdruck um bis zu 9 mmHg senken, weitere Informationen unter Tipps bei Bluthochdruck)

– Vorbeugung gegen die Bildung eines Melanoms (ausführlichere Informationen unter Anmerkungen).


Nebenwirkungen

Erregtheit, Nervosität, Schlafstörungen, Erektionsstörungen (bei hohen Dosen, bei 10-12 Kaffeetassen pro Tag), Halluzinationen (bei hohen Dosen, mehr als 7 Kaffeetassen pro Tag), Mineralabsorptionsprobleme, Deshydratation, Panikattaken oder Angstzustände. Herzprobleme, Inkontinenz (vorallem bei der Frau), Abhängigkeit (Droge, Risiko einer Arzneimittelabhängigkeit mittels Erhöhung der Zahl an Adenosinrezeptoren), Verdauungsprobleme vorallem des Magens, Toleranzentwicklung, bei den Kindern (Koffeinspiegel vorallem von Limonade) mögliches Entwickeln einer Hyperaktivität.

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Kontraindikationen

Herzprobleme, Leistungssport (vermindert die Sauerstoffversorgung), Schwangerschaft (unserer Meinung nach handelt es sich nicht um eine zwingende Kontraindikation, doch es ist besser während der Schwangerschaft auf Kaffee zu verzichten, Osteoporose, Schlafstörungen.

Interaktionen

Keine bekannt (unserer Meinung nach).

Präparate (galenische Formen)

– Als Kaffeegetränk ist der Kaffee am beliebtesten und die günstigste Form, pro Tasse sind im Schnitt 45 mg Koffein enthalten (Schwankungen sind möglich je nach Kaffeesorte ungefähr 35 bis 150 mg Koffein).

– Als Tablette (auf Koffeinbasis), in Verbindung mit anderen Substanzen (Paracetamol), z.B. in Contre-douleur® oder Panadol® Extra

– Koffein wird ebenfalls als einfache Tablette angewendet, um eine verzögernde Wirkung zu erzielen (der Koffein wird nach und nach aus der Tablette freigesetzt). Diese Medikamente werden unter anderem von Düsenjet- Piloten benutzt, um in Kriegssituationen wach und konzentriert zu bleiben.

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Wo wächst der  Kaffees?

Der Kaffee wächst vorallem in warmen Ländern wie Zentralamerika, Afrika und Brasilien.

Bemerkungen

– Der Kaffee ist ein in Europa sehr beliebtes Getränk, welches in vernünftigen Dosen (3-4 Tassen pro Tag) konsummiert wird und sehr wenige bis gar keine Nebeneffekte aufweist.

– Für sensible Personen (wie z.B. Kinder) und in hohen Dosen, kann der Kaffee seine negativen Nebenwirkungen zeigen : Angst, Panikattaken, Nervosität, Hyperaktivität, Durchfall, Herzprobleme, Kopfschmerzen, Vielgeschäftigkeit (Hyperaktivität) >> Siehe auch unter Nebenwirkungen UAW’s. Falls Sie bei sich solche Symptome beobachten, verringern Sie ihre täglich zugeführte Kaffeemenge.

Wenn sie an einer der genannten Nebenwirkungen leiden, reduzieren Sie bitte ihren Kaffeekonsum oder trinken Sie gar keinen Kaffee mehr. Warum nicht auf Schwarztee oder Grüntee umsteigen? Auch diese beiden Teesorten haben einen stimulierenden Effekt, doch ist die Konzentration an Koffein (Thein) in diesen Getränken weniger konzentriert.

In der Apotheke findet man den Koffein (Hauptwirkstoff des Kaffees) in zahlreichen Präparaten, wie z.B. um einen schlaffördernden Effekt eines Arzneimittels (z.B. bei Antihistaminika gegen Allergien oder bei Medikamenten gegen die Reisekrankheit) zu kompensieren oder um die Wirkung von gewissen Schmerzmitteln (Paracetamol, Acetylsalicylsäure) zu aktivieren und zu verstärken, damit sie einen schnelleren Wirkungseintritt haben.

Es sollte auch erwähnt werden, dass gemäss einer Studie Frauen weniger oft schwanger werden, welche mehr als 5 Tassen Kaffee pro Tag trinken. Allerdings (siehe Anwendung weiter oben) spielt der Kaffee bei der Prävention zahlreicher Krankheiten eine wichtige Rolle (z.B. Krebs) und so schneidet der Kaffee bei der Nutzen- Risiko- Analyse positiv ab und kann (aus unserer Sicht) empfohlen werden, da der Nutzen für den Konsumenten überwiegen (ausser bei sensiblen Personen, siehe weiter oben).

– Der Genuss von 1-4 Tassen Kaffee pro Tag soll das Risiko eines Melanoms, einer schweren Hautkrebsform, um 25 % verringern. Diese Metaanalyse (Untersuchung von Studien) wurde im November 2015 in der Fachzeitschrift American Journal of Clinical Dermatology veröffentlicht. Dabei wurden Kaffeetrinker und Personen, die dieses Getränk nie konsumieren, miteinander verglichen. Anscheinend sind im Kaffee mehrere Antioxidantien enthalten, welche die UV-Strahlen der Sonne auf zellulärer Ebene abblocken, was die Tumorbildung eindämmt.

– Um das Speiseröhrenkrebs-Risiko zu senken, sollte die Trinktemperatur von Kaffee nicht höher als 65 °C sein. Diese Empfehlungen der WHO, genauer gesagt des International Agency for Research on Cancer (IARC) mit Sitz in Lyon (Frankreich), wurden im Juni 2016 herausgegeben.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 13.10.2016 verändert.

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