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Mariendistel

Zusammenfassung

Leberschützende Heilpflanze, welche bei Leber- und Verdauungsproblemen in Form von Tropfen oder Kapseln eingesetzt wird.

Name

Deutscher Name: Mariendistel
Lateinischer Name: Silybum marianum
Englischer Name: marian thistle
Französischer Name: Chardon Mariechardon-Marie
Italienischer Name: cardo mariano
Portugisischer Name: cardo-mariano

Chardon_marie_bauchschmerzen

Famillie

Asteraceae (Korbblütler)

Inhaltsstoffe

– Flavonoide (Silymarin, Silibilin)
– Phytosterol

Verwendete Pflanzenteile

Früchte (als Trockenextrakt)

Wirkung (Wirkung des Mariendistel)

Leberschützend (Wirkung hauptsächlich auf Grund des Silymarin), Leberdrainage, Cholagogikum

Anwendungsgebiete (Anwendung des Mariendistel)

Leberprobleme (Leberinsuffizienz, Leberschäden, Hepatitis, Alkoholhepatitis, Leberzirrhose), Alkoholismus, Gallensteine, Sodbrennen, Bauchschmerzen.

Nebenwirkungen

Risiko des Erbrechens bei hohen Dosen, … lesen Sie die Packungsbeilage.

Kontraindikationen

Schwangerschaft (vorallem in hohen Dosen, da Risiko des Erbrechens möglich ist), … bitte lesen Sie die Packungsbeilage.

Interaktionen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Namen der Präparate

Phytopharma® Mariendistel (43 mg), Arkocaps® Mariendistel, Legalon® 70 (in Kapselform auf Mariendistelextrakt-Basis) in Tropfenform in einem Gemisch mit anderen Pflanzen, Simepar-Mepha® (auf silymarine Basis, welches aus der Mariendistel kommt angereichert mit Vitaminen der Gruppe B).

*Achtung : Die oben erwähnten Medikamente stellen nicht alle existierenden Heilmittel dar und sind nicht repräsentativ. Es handelt sich um eine Auflistung, welche auf keinen Fall vollständig und als indikativ zu betrachten ist. Bei Fragen zu den Medikamenten konsultieren Sie bitte die Packungsbeilage oder fragen Sie ihren Spezialisten

Präparate (galenische Formen)

– Mariendisteltropfen

Wir müssen darauf hinweisen, dass alkoholhaltige Tinkturen bei Leberproblemen kontraindiziert sind.

– Mariendistelkapseln

Mariendistelkräutertee

Wo wächst der  Mariendistel?

chardon-marie-uneDie Mariendistel wächst in Europa. Auf unserem Kontinent steht die Pflanze meist unter Naturschutz, was ihre Ernte unmöglich macht. Deshalb stammen die meisten Heilmittel auf Mariendistel-Basis (z. B. in Form von Extrakten) aus Nordafrika oder Südamerika.
Ursprünglich war die Mariendistel in der Mittelmeerregion heimisch.
Sie gedeiht an Stellen mit starker Sonneneinstrahlung und auf gut entwässerten Böden, sowie auf nährstoffarmen Böden.

Bemerkungen

– Die Mariendistel eignet sich besonders zur Behandlung von Vergiftungserscheinungen oder zur Linderung der Folgen eines übermäßigen Lebensmittel- bzw. Genussmittelkonsums (z. B. Alkohol), beispielsweise nach einer Feier oder bei Bauchschmerzen aufgrund von Leberbeschwerden.
Ihr Apotheker kann Ihnen ein Heilmittel auf Mariendistel-Basis, das zu Ihren Bedürfnissen passt, empfehlen.

Durch zahlreiche Studien wurde nachgewiesen, dass Silymarin (ein Bestandteil der Mariendistel) nicht nur eine heilsame Wirkung bei Leberbeschwerden besitzt, sondern auch gegen verschiedene Arten von Vergiftungserscheinungen eingesetzt werden kann.
Nach Aussage der deutschen Website aponet.de (Seite der deutschen Apotheker) soll die Mariendistel gegen Vergiftungen helfen, die durch den Grünen Knollenblätterpilz verursacht wurden. Eine Vergiftung durch den Grünen Knollenblätterpilz führt in 30-50 % der Fälle zum Tod. Wenn jedoch nach einer Knollenblätterpilz-Vergiftung eine Silibin-Injektion (ein weiterer Bestandteil der Mariendistel) verabreicht wird, soll sich mehreren medizinischen Berichten zufolge das Todesfallrisiko auf weniger als 10 % verringern.

– Die Mariendistel kann insbesondere zum Schutz der Leber bei einer Paracetamol-Behandlung eingesetzt werden, vor allem bei erhöhter Dosis und regelmäßiger Einnahme, die bei Arthrose erforderlich sind.

– Bereits im Mittelalter wurden die medizinischen Eigenschaften der Mariendistel genutzt, besonders in den Regionen, die das heutige Deutschland bilden.

– Der Vorname Maria, der in der landläufigen deutschen Bezeichnung, aber auch in der Bezeichnung anderer Sprachen, wie z. B. in der englischen (St. Mary’s thistle) enthalten ist, spielt auf die Mutter Gottes an.

– Bereits die antiken Römer, die die Pflanze hauptsächlich als Gemüse nutzten, begründeten ihren Anbau in Europa.

Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 27.06.2016 verändert.

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