Home » Heilpflanzen » Teufelskralle

Teufelskralle

Zusammenfassung

Diese Heilpflanze wirkt entzündungshemmend und wird aus diesem Grund oft bei Rheumabeschwerden (Arthrose) verwendet. In der Regel wird die Teufelskralle in Form von Kapseln oder Tabletten eingenommen.

harpagophytum1
Name

Deutscher Name: Teufelskralle, Harpagophytum
Wissenschaftlicher Name: Harpagophytum procumbens
Englischer Name: devil’s Claw
Französischer Name: harpagophytum, griffe du diable
Italienischer Name: arpagofito, artiglio del diavolo, harpagophytum

Famillie

Pedaliaceae

Inhaltsstoffe

– Iridoide: Harpagosid
– Harpagid
– Phenylethanolderivateoligosaccharide: Stachyose

Verwendete Pflanzenteile

– Wurzeln (Genauer gesagt handelt es sich um Nebenwurzeln.)

Wirkung

– Entzündungshemmend (besonders bezüglich des Knorpels), schützt den Knorpel, analgetisch

Bemerkung: Die entzündungshemmenden Wirkungen dieser Pflanze treten sofort auf, die vollständige Wirkung macht sich hingegen erst nach mehr als drei Wochen Therapie bemerkbar.

Anwendungsgebiete (Anwendung des Teufelskralle)

– Rheuma: Arthrose (degenerative Erkrankung), Arthritis, Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen,

Sehnenscheidenentzündung,  Verdauungsstörungen: Magengeschwür.

harpagophytum-brute

Nebenwirkungen

Gastrointestinale Komplikationen wie Magenbrennen (Gastritis) und Magenschmerzen (in gewissen Fällen hämorrhagisches Brennen mit intestinalen Blutungen), Kopfschmerzen, duodenale Ulzera, Allergien wie das Auftreten von roten Eruptionen (manchmal beobachtet man schwere Allergien. Sie können auch verspätet auftreten, d.h. mehrere Stunden oder Tage später), Halluzinationen (Gemäss einer Internetuserin von creapharma.fr), usw. Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Kontraindikationen

Schwangerschaft und Stillzeit, gastrointestinale Ulzera, Allergien auf diese Pflanze, Kinder unter 3 Jahren. Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Apotheker um Rat.

Interaktionen

Gewisse Antikoagulantien, kardiovaskuläre Medikamente wie solche gegen Bluthochdruck (Risiko einer Hypotension), cholesterinsenkende Medikamente, NSAR (nichtsteroidale Entzündungshemmer). Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Apotheker um Rat.

Präparate (galenische Formen)

– Dekokt der Teufelskralle

– Teufelskralle Tabletten oder Teufelskralle Kapseln

teufelsrkalle-harpagophytum

– Teufelskralle Crème

– Teufelskralle-Tropfen

Wo wächst  die  Teufelskralle?

Die Teufelskralle (Harpagophytum) ist in Afrika heimisch. Die Pflanze gedeiht hauptsächlich in heißen und trockenen Regionen Afrikas, wie z. B. in Angola, Namibia oder Südafrika, und vor allem in der Savanne.
Da die Teufelskralle nahezu ausschließlich in Afrika wächst, muss sie nach Europa und Nordamerika importiert werden. Man muss wissen, dass die Teufelskralle eine vom Aussterben bedrohte Pflanze ist.
Namibia ist das wichtigste Exportland der Teufelskralle.

Bemerkungen

– Die Wirksamkeit der Teufelskralle wurde wissenschaftlich durch verschiedene klinische Studien gezeigt. Man konnte eine Wirkung gegen rheumatische Probleme wie Arthrose und schwere Rückenschmerzen zeigen Die Teufelskralle hat entzündungshemmende Eigenschaften, die insbesondere durch die Harpagoside (Wirkstoff der Teufelskralle) verursacht werden.

– Man sollte wissen, dass eine Therapie auf Basis der Teufelskralle mindestens 2 bis 3 Monate dauern muss, um wirksam zu sein (normalerweise nimmt man Teufelskrallentabletten 2x täglich). Es ist ebenfalls möglich, eine Kur von einigen Tagen zu machen, um die rheumatischen Beschwerden zu lindern.

Kritische Ansichten
Gewisse Wissenschaftler oder Journalisten, wie dieser der französischen Zeitschrift Prescrie vermuten, dass Teufelskralle nicht wirksamer sei als Placebo (Stand Juni 2013).

– Die Teufelskralle gehört wie der Ginko zu den meist verkauften Heilpflanzen der Welt. In der westlichen Pflanzenheilkunde wurde die Teufelskralle erst um 1900 bekannt, d. h. zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein südafrikanischer Farmer beobachtete, dass manche Stämme Südafrikas die Teufelskralle zur Behandlung verschiedener Krankheiten einsetzten. Schließlich sorgte er dafür, dass der Tee auf Teufelskralle-Basis bis nach Europa bekannt wurde. Heute wird diese Pflanze weltweit häufig eingesetzt, insbesondere in Deutschland.

– Die Teufelskralle wird normalerweise nicht äußerlich angewandt, sondern ausschließlich innerlich (in Form von Kapseln oder Tee). Man geht davon aus, dass diese Pflanze bei äußerlicher Anwendung keine Wirkung zeigt.

Siehe auch: Arthrose,  Hagebutte, Arnika

harpagophytum-racines
Article Name
Teufelskralle
Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 01.09.2016 verändert.

Themen