Alzheimer

Definition

Alzheimer ist eine chronische, immer häufiger auftretende Erkrankung, welche sich für Demenzerkrankungen verantwortlich zeichnet und die kognitiven Leistungsfähigkeiten beeinträchtigt. Da im Verlaufe der Krankheit die Hirnmasse fortlaufend schrumpft und schliesslich in einer Demenz endet, handelt es sich bei Alzheimer um eine stufenweise, fortschreitende und unheilbare Erkrankung.


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Die am häufigsten auftretende Form von Alzheimer tritt in der Regel zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf und kann nicht diagnostiziert werden. Eine seltenere, die sogenannte vorzeitige, familiäre Form von Alzheimer tritt vor dem 65. Lebensalter auf und ist erblich bedingt.

Die Krankheit wurde 1906 von Dr. Alois Alzheimer entdeckt, daher auch der Name Alzheimer, der in den meisten europäischen Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch u.a.) zur Anwendung kommt.

Anmerkung: Mit der immer älter werdenden Bevölkerung in den industrialisierten Ländern (Europa, USA, Japan) nimmt die Häufigkeit von Alzheimererkrankungen zu. Angesichts dieser Tatsache entstehen in diesen Ländern schwerwiegende Probleme bezüglich finanzieller Hilfsmittel und Arbeitskräfte.

Epidemiologie

Pro Land

– In der Schweiz leiden gemäss der Alzheimer Stiftung Schweiz etwa 100’000 Menschen unter einer fortschreitenden und unumgänglichen Degenerierung des Gehirns. Die häufigste Art ist Alzheimer.

– In Frankreich schätzt man 860’000 Menschen, die unter Alzheimer leiden.

– Zur Information: in den USA (etwa 5 Mal stärker bevölkert): 4,5 Millionen Menschen leiden unter dieser Krankheit.

– Weltweit trifft Alzheimer 44 Millionen Menschen (Jahr 2014). „Diese Zahl wird sich in den nächsten 20 Jahren verdoppeln“, meint die WHO in einem Bericht vom Jahre 2012.


Pro Altersgruppe

– Man schätzt, dass in der Altersgruppe über 65 Jahren etwa 1 bis 6 % der Bevölkerung unter Alzheimer leidet. In Europa ist der Prozentsatz etwa 4%. Mit einer Erhöhung von mehr als 150‘000 Fällen pro Jahr, nur in Frankreich.

– Nach 85 Jahren schätzt man, dass 10 bis 30% der Bevölkerung unter Alzheimer leiden (variiert je nach Quelle).

– Nach 95 Jahren sind es bereits 50% der Frauen und 32% der Männer, die von dieser Demenz betroffen sind.

Pro Geschlecht

– Ab dem Alter von 70 Jahren sind die Frauen häufiger betroffen als die Männer. Man vermutet, dass im Alter von etwa 70 Jahren 4% der Frauen und 3% der Männer betroffen sind. Mit 95 Jahren sind es, wie wir bereits gesehen haben, fast 1 von 2 Frauen und 1 von 3 Männern.

– Zwischen 65 und 69 Jahren, sind die Männer häufiger betroffen als die Frauen (2% der Männer und 1,4% der Frauen). [Quelle: Zeitschrift Science & Vie, Ausgabe Februar 2014].

Ursachen

Man weiss, dass Alzheimer den Tod von Neuronen auslöst und auch die Anzahl der Verbindungen zwischen den Zellen vermindert. Die Untersuchung von Alzheimer Patienten zeigt 2 Arten von wichtigen Anomalitäten:

– Anwesenheit von beta-Amyloid Proteinen, was den Neuronentod auslöst

– Verwicklung von Tau-Proteinen. Dieses Protein bildet Fibrillen, die im Transportsystem der Nährstoffe Schäden anrichten. Dies führt anschliessend zum Zelltod.

Die Ursachen der Krankheit Alzheimer sind noch nicht eindeutig geklärt.

Es ist anzunehmen, dass es sich bei Alzheimer um eine genetisch veranlagte Krankheit (vererblich) handelt. Träger eines bestimmten Gens haben ein relativ erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Zu berücksichtigen sind auch Umweltfaktoren wie Alter, soziales Umfeld, etc., die das Auftreten von Alzheimer begünstigen.

Gemäss einer im November 2008 erschienenen Studie des Forschungsinstituts Karolinska in Stockholm, kann eine zucker-, fett- und cholesterinreiche Ernährung, typisch bei Fast-Food, das Auftreten von Alzheimer begünstigen. Alzheimer könnte aufgrund einer Insulinresistenz im Gehirn entstehen. Anders gesagt: bei Alzheimer ist das Gehirn unfähig, die Glukose vollständig aufzunehmen. Gewisse Spezialisten sprechen vom Diabetes Typ 3 oder von Diabetes des Gehirns. Eine amerikanische Untersuchung an Mäusen hat gezeigt, dass eine schlechte Ernährung (zu viel Zucker und gesättigte Fettsäuren) eine Zerstörung des Gehirns zur Folge hat. Diese Hypothese führt zu noch grösserer Polemik, wird aber durch die Wissenschaftler immer ernster genommen. Forscher denken an neue Behandlungskonzepte gegen Alzheimer: die Injektion von Insulin ins Gehirngewebe wäre eine solche.

– Die Verwendung von Schlafmitteln oder angstlösenden Medikamenten aus der Familie der Benzodiazepinen während längerer Zeit (mehr als 3 Monate), könnte das Risiko für die Entstehung von Alzheimer erhöhen. Dies wurde in einer Studie gemeldet, die im September 2014 publiziert wurde. Das Risiko kann bis zu 51% erhöht sein.

Biochemische Beobachtungen und Veränderungen bei Alzheimer:

Bei Alzheimer-Patienten nimmt die Konzentration des Botenstoffs Acetylcholin ab (daher die Anwendung von Anticholinergika bei der Behandlung von Alzheimer) und es entstehen Strukturveränderungen in der Hirnrinde (vor allem im Bereich des Hippocampus, Bereich des Gedächtnis im Gehirn). Im Juli 2011 zeigte eine amerikanische Studie, dass ein Gehirntrauma bei der Entwicklung von Alzheimer eine Rolle spielen könnte (dies sind vorläufige Resultate). Gehirntraumata kommen häufig bei Veteranen und bei Fussballspielern vor. AVC AlzheimerZusammenfassend (siehe auch Prävention von Alzheimer) hat eine Studie, welche im Juli 2011 erschien gezeigt, dass vor allem folgende 7 Risikofaktoren eine Entwicklung der Alzheimer- Krankheit begünstigen: niedriges Bildungsniveau (in 19% der Fälle), das Rauchen (14%), Bewegungsmangel (13%), Depression (11%), Bluthochdruck (5%), Fettleibigkeit (2%) und Diabetes (2%). Lesen Sie auch den Beitrag: Personen mit erhöhtem Risiko an Alzheimer zu erkranken.

Risikogruppen

Für folgende Personen besteht ein erhöhtes Risiko, an Alzheimer zu erkranken:

– Personen ab dem 65. Lebensjahr

– Personen, bei denen Alzheimer familiär gehäuft auftritt. Sicher ist, dass eine genetische Komponente eine grosse Rolle spielt.

– Personen, die an Depressionen leiden. Mentale Leiden können die Anfälligkeit für eine Alzheimererkrankung erhöhen.

–  Diabetiker oder Menschen mit Prä-Diabetes (gemäss den Studien von 2007, erhöht Diabetes das Risiko für Alzheimer um 75%). Das metabolische Syndrom (Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterin, Sesshaftigkeit) scheint ebenfalls ein wichtiger Risikofaktor für diese Krankheit zu sein

– Personen mit niedrigem Ausbildungsniveau

– Personen mit schlechter Ernährung

– Menschen, die eine schlechte Ernährung haben (lesen Sie unter Ursachen weiter oben)

– Die Frauen scheinen ein höheres Risiko für diese Krankheit zu haben; zum Teil natürlich auch weil sie länger leben

Symptome

Die Krankheit Alzheimer verläuft in verschiedenen Stadien, was eine Diagnose vor allem im Anfangsstadium erschwert. Streng genommen, kann Alzheimer erst nach dem Tod festgestellt werden.

Ein Warnzeichen, das auf Alzheimer hinweisen kann, ist Gedächtnisverlust. Jeder kann im Alter Wörter oder Ereignisse vergessen. An Alzheimer erkrankte Personen jedoch vergessen einfache Wörter (wie Haus), erinnern sich nicht mehr an kürzliche Ereignisse, verlieren ihre Orientierung oder erkennen Gerüche nicht mehr (beispielsweise den Geruch einer Zitrone).

Ein Neurologe kann mit Hilfe von Tests und Analysen abklären, ob es sich um harmlose Vergesslichkeit oder um Alzheimer handelt. Anmerkung:Zahlreiche von Alzheimer betroffene Personen leiden gleichzeitig an psychischen Störungen, eine häufige Folge der Erkrankung. Sich nicht mehr an einfache Dinge erinnern zu können, kann in der Tat Ängste auslösen und eine Depression begünstigen. Ein Alzheimer-Patient erlebt auch Phasen geistiger Klarheit, die zur Selbstkritik führen können. In diesem Fall ist es wichtig, dem Patienten gegenüber Verständnis zu zeigen, ihn zu beruhigen und ihm zu helfen.

Wenn die Krankheit fortschreitet, verliert der Patient immer mehr kognitive Fähigkeiten und es entstehen Schwierigkeiten bei folgenden Fertigkeiten:

– Räumliche Orientierung

– Fähigkeit zu sprechen und schreiben

– Fähigkeit zu denken und zu überlegen

– Fähigkeit zu beurteilen und Entscheidungen zu treffen

– Fähigkeit Haushaltsarbeit zu planen und zu erledigen

– Veränderung der Persönlichkeit und des Benehmens. In diesem Fall kann der Patient Anzeichen einer Depression, Ängstlichkeit, soziale Distanz, Änderung der Laune, Verwirrtheit, Schlafstörungen, Aggressivität und Irrfahrten aufzeigen.

Diagnose

In allen Fällen soll und muss Alzheimer von einem Spezialisten diagnostiziert werden. Das Stellen der Diagnose erweist sich jedoch nicht immer als leicht.

Bemerkung: Je früher die Krankheit “diagnostiziert” wird, umso effizienter kann die Behandlung erfolgen.


Mit Hilfe von psychologischen Tests und körperlichen Untersuchungen, Labortests u.a. kann der Spezialist herausfinden, ob es sich um Alzheimer handelt oder nicht. Nur ein spezialisierter Arzt kann Sie nach den neuesten medizinischen Erkenntnissen behandeln.

Eine im Juli 2011 erschienene Studie zeigt, dass der Sturz einer älteren Person ohne offensichtlichen gesundheitlichen Grund, ein auslösender Faktor für die Erwägung eines Alzheimer – Diagnoseverfahrens ist [Quelle:  Alzheimer’s Association International Conference (AAIC)].

Der Arzt kann auch eine Lumbalpunktion durchführen, um das Beta-Amyloid (wichtiges Molekül in der Entwicklung von Alzheimer) zu bestimmen. Es handelt sich um ein Protein, das aus 40 bis 42 Aminosäuren besteht.

Komplikationen

Alzheimer ist eine unheilbare Krankheit und kann daher nach einigen Jahren tödlich enden.

Alzheimer kann ebenfalls schwerwiegende psychische Komplikationen mit sich führen, wie Depressionen, Schizophrenie, Angstzustände u.a.

Alzheimer-Patienten verlieren verstärkt an Gewicht (bis zu 10% gemäss Fachliteratur). Mit ärztlicher Hilfe kann dem Gewichtsverlust vorgebeugt werden.

Alzheimer ist eine schwerwiegende Krankheit, die heute von pharmazeutischen Laboratorien in der Forschung nach neuen Medikamenten, politischen Behörden sowie auch vom Pflegepersonal ernst genommen wird. Man kann also bezüglich dieser Jahrhundertkrankheit ein wenig optimistischer in die Zukunft blicken.

Der Alzheimerpatient kann aufgrund von Komplikationen im respiratorischen System schneller eine Lungenentzündung entwickeln. Die Urininkontinenz kann auch eine wichtige Komplikation sein. Warum ist Alzheimer tödlich? Alzheimer ist eine degenerative Krankheit, bei der die Patienten (häufig ältere Personen) von verschiedenen Störungen betroffen sind: Depressionen, Paranoia, Angstzustände. Aber kennzeichnend für Alzheimer bleibt, dass die Betroffenen einfache, alltägliche Arbeiten nicht mehr verrichten können. Im fortgeschrittenen Stadium können sich die Patienten                  mehr selber fortbewegen. Auch kommt es zur Erschlaffung der Schliessmuskeln. Es treten ebenfalls Schluckstörungen auf bis zum Unvermögen zu kauen und zu schlucken. Letzteres führt leider häufig dazu, dass der Patient an seinem Speichel oder an der Nahrung erstickt.

Wann Zum Arzt Alzheimer

Wann zum arzt alzheimerWie bereits erwähnt, ist Alzheimer eine schwerwiegende Krankheit und erfordert in jedem Fall eine medizinische Untersuchung. Ein Neurologe kann eine genaue Diagnose dieser Krankheit stellen. Jeder sollte ab einem bestimmten Alter regelmässig einen Arzt aufsuchen, um sich einer vollständigen Untersuchung zu unterziehen. Verspüren Sie jedoch Anzeichen von Desorientierung oder vergessen Sie beispielsweise häufig einfache Wörter (z.B. Haus, Strasse, essen) sollten Sie über Ihren gewohnten Arztbesuch hinaus unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen.

Behandlung

Bevor wir die zur Behandlung von Alzheimer wichtigsten Medikamente näher beschreiben, hier einige wichtige Angaben über die medikamentöse Behandlung:

Mit der medikamentösen Behandlung sollte so früh wie möglich begonnen werden. Daher sind regelmässige Untersuchungen bei Ihrem Arzt ab einem gewissen Alter unbedingt erforderlich, insbesondere, wenn in Ihrer Verwandtschaft Personen an Alzheimer leiden.

Bislang weisen die Medikamente gegen Alzheimer noch keine ursachenbekämpfende Wirkung auf, es werden jedoch die Symptome abgeschwächt und das Auftreten der Krankheit kann (in bestimmten Fällen stark) verzögert werden.

Die Wirkung der Medikamente kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Bei einigen Patienten tritt eine positive Wirkung ein, bei anderen kann der Krankheitszustand trotz Medikamenten unverändert bleiben.

Nun folgen die wichtigsten Medikamente zur Behandlung von Alzheimer. Alle diese Medikamente sind nur auf Rezept in der Apotheke erhältlich:

Cholinesterase-Hemmer:
– mit Donepezil (in der Schweiz Aricept®)
– mit Galantamin (in der Schweiz Reminyl® Retard)
– mit Rivastigmin (in der Schweiz Exelon®)

NMDA-Rezeptor-Antagonisten:
– mit Memantin (in der Schweiz Axura®, Ebixa®)

Bemerkung: In bestimmten Fällen wird die Wirkung, im Vergleich zur Einnahme eines einzelnen Medikamentes gegen Alzheimer, durch eine Kombination zweier Medikamente (beispielsweise Memantin und Donepezil) erhöht.

Bei psychischen Symptomen kann der Arzt ebenfalls Antidepressiva, Anxiolytika oder Neuroleptika verschreiben.

Die Behandlung der Zukunft: In den kommenden Jahren sind Medikamente, sogenannte Anti-Amyloide zu erwarten, die eine noch stärkere Wirkung gegen Alzheimer aufweisen und mit welchen eventuell die Ursache der Krankheit bekämpft werden kann. Es ist zu hoffen, dass diese Medikamente sich als praxistauglich erweisen und sobald als möglich auf den Markt kommen. Weltweit wird die neue Behandlungsmethode von Millionen von Patienten erwartet.

Heilpflanzen Alzheimer

Heilpflanzen alzheimerEinige natürliche Behandlungsarten können den Krankheitszustand leicht verbessern oder Alzheimer vorbeugen.

1. Medizinalpflanzen  – Phytotherapie Alzheimer

Gi​nkgo: dank seinem antioxidativen Effekt, verbessert er die Gedächtnisleistung. Eine Pflanze, die interessant sein könnte, um leichter Alzheimer Demenz vorzubeugen und sie zu behandeln, als Ergänzung zu den klassischen Therapien, die man als Tabletten einnimmt.

Eine französische Studie, die 2012 erschienen ist, hat allerdings gezeigt, dass ein Extrakt aus Ginkgo biloba, gegen Alzheimer keine Wirkung aufweisen soll.

Der regelmässige Konsum von Kaffee über eine lange Zeit, könnte eine präventive Wirkung auf Alzheimer haben, wie die Studie bei Mäusen gezeigt hat. Die Studie wurde durch die Universität Bonn und Lille in Zusammenarbeit gemacht und im April 2014 publiziert.

2. Nahrungsergänzungsmittel

Die Einnahme bestimmter Nahrungsergänzungsmittel könnte gegen Alzheimer wirksam sein, wie z.B.:
– Vitamin B
– Nachtkerzenöl (reich an essentiellen Fettsäuren)
– Antioxidantien
– Folsäure

Ratschläge Alzheimer

Nützliche Ratschläge zur Behandlung von Alzheimer

Häufig ist sich eine von Alzheimer betroffene Person nicht über ihren Gesundheitszustand bewusst und benötigt Hilfe. Nachfolgend finden Sie einige nützliche Ratschläge für die Familie des Betroffenen oder für das medizinische Personal im Umgang mit dem Patienten:

Eine von Alzheimer betroffene Person hat oft Schwierigkeiten, mit den Personen in ihrer Umgebung verbal in Kontakt zu treten. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass sie nicht mehr fähig ist zu kommunizieren. Umso wichtiger ist es deshalb, der betroffenen Person gegenüber Zuneigung zu zeigen, sie beispielsweise sanft zu berühren, ihr sowohl Aufmerksamkeit zu schenken als auch Freundlichkeit und Mitgefühl entgegenzubringen.

Die Pflege einer an Alzheimer erkrankten Person kann sowohl zu einer psychischen als auch körperlichen Belastung werden. Wenn Sie sich überfordert fühlen, zögern Sie nicht, mit Ihrem Arzt über die Möglichkeit zu sprechen, den Betroffenen in einer Fachklinik teil- oder vollzeitig betreuen zu lassen.

Wichtige Anmerkung: Die Persönlichkeit einer an Alzheimer erkrankten Person kann sich enorm verändern. Eine solche Veränderung belastet die Angehörigen emotional sehr stark. Wenn Sie einen Vater oder eine Mutter haben, der oder die von Alzheimer betroffen ist, kann es sogar sein, dass der Patient im fortgeschrittenen Stadium Sie nicht mehr als Sohn oder Tochter erkennt, da alle Erinnerungen an die Kindheit und an die Vergangenheit in Vergessenheit geraten sind. Deshalb wird die Krankheit Alzheimer von einigen auch als “kleiner Tod” betrachtet. Wenn Sie durch Ihre Situation zu stark belastet werden, sollten Sie unbedingt fachmännische Hilfe hinzuziehen (Arzt, Psychologe, auf Alzheimer spezialisierte Zentren und Institutionen) und/oder Ihre Familie oder Freunde um Hilfe bitten.

-Patienten, die unter dieser Krankheit leiden, vergessen oft zu essen.

Es ist wichtig, ihnen gesunde, kalorienhaltige Nahrungsmittel mit vielen Proteinen vorzuschlagen.

– Es ist ebenfalls wichtig darauf zu achten, dass die Patienten regelmässig trinken. Das Umfeld oder Pflegepersonal muss sehr achtsam sein, vor allem wenn es heiss ist. Man sollte vermeiden, koffeinhaltige Getränke zu geben, da es den Schlaf der Patienten beeinträchtigt und sie aggressiv macht.

– Physische Übungen sind bei Alzheimerpatienten angesagt. Es verbessert die Gesundheit der Gelenke und Muskeln, die Schlafqualität, den Zustand des kardiovaskulären Systems und hilft einer Verstopfung vorzubeugen. Wenn eine Person Probleme mit dem Gehen hat, ist es möglich, verschiedene Übungen mit dem Hometrainer oder auf dem Stuhl zu machen.

– Es ist wichtig, verschiedene Änderungen in den Gewohnheiten der Patienten vorzunehmen. Man sollte vermeiden, dass sie zu viele Gegenstände und Möbel haben; vor allem, dass sie nicht zu eckig und spitzig sind. Bevorzugen Sie runde Kanten, um Verletzungen bei Stürzen vorzubeugen. Man sollte ebenfalls einen rutschigen Boden im Bad oder in der Dusche vermeiden. Installieren Sie einen Gleitschutz.

-Entfernen Sie Spiegel, sie können die Patienten stressen. Das Spiegelbild kann sie beängstigen.

Vorbeugung Alzheimer 

Studien haben gezeigt, dass durch geistige Tätigkeiten wie Lesen, Spiele (z.B. Kreuzworträtsel lösen) die Hirntätigkeit angeregt und gefördert wird, wie auch durch das Beibehalten körperlicher Aktivitäten (z.B. Spazieren gehen, Basteln). Diese Massnahmen helfen, Alzheimer zu verzögern. Interessant ist auch zu wissen, dass Aktivitäten, die immer neu sind, mehr fordern, als wenn “nur” Wissen abgefragt wird, d.h. ein Sudoku sollte einem Kreuzworträtsel vorgezogen werden.

Als wirksamstes Mittel zur Vorbeugung von Alzheimer gilt die konsequente Behandlung von Bluthochdruck (Ursache von Demenz bei falscher Behandlung) [France-Info, 16. Dezember 2008]

Durch eine regelmässige Einnahme von nicht-steroidalen Entzündungshemmern (NSAID) wie Ibuprofen kann eine vorbeugende Wirkung auf Alzheimer erzielt werden. Da solche Medikamenten Nebenwirkungen (z.B. Magengeschwüre, Nierenprobleme) verursachen, wird der Arzt dem Patienten keine unnötige, andauernde Behandlung mit Medikamenten mit dem Wirkstoff Ibuprofen verschreiben. Die Wirkung einer Behandlung mit NSAID ist nicht gesichert. Kreapharma.ch wird auf jeden Fall die Entwicklung dieses interessanten Themas zur Vorbeugung von Alzheimer weiter verfolgen.

Die Einnahme von Statinen (gegen Cholesterol) kann ebenfalls eine vorbeugende Wirkung gegen Alzheimer erzielen.

Eine an Früchten reichhaltige Ernährung hilft bei der Vorbeugung von Alzheimer. Früchte enthalten zahlreiche Antioxidantien, die eine stark vorbeugende Wirkung gegen die Krankheit erzielen können. Auch Rotwein, ebenfalls reich an Antiodixantien, kann vorbeugend gegen Alzheimer wirken.

Eine ausgewogene Ernährung zu haben ist ein wunderbares Mittel, der Krankheit Alzheimer vorzubeugen. Man muss insbesondere Fastfood vermeiden, d.h. den übermässigen Verzehr von schnellen Zuckern und gesättigten Fettsäuren. Wie wir beim Abschnitt Ursachen gesehen haben, könnte Alzheimer durch eine Insulinresistenz des Gehirns entstehen. Anders gesagt: bei Alzheimerpatienten ist das Gehirn unfähig, Glukose vollständig aufzunehmen. Man sollte also wie bei Diabetikern vorbeugen.

Man sollte die Einnahme von Benzodiazepinen (Medikamente gegen Ängstlichkeit und Schlaflosigkeit) über eine längere Zeit, d.h. länger als 3 Monate, vermeiden. Eine Studie, die im September 2014 publiziert wurde hat gezeigt, dass die Entwicklung von Alzheimer bis zu 51% erhöht war.

Vitamin D könnte der Alzheimer Krankheit vorbeugen. Man hat in mehreren Studien und insbesondere in einer grossen britischen Studie im August 2014 eine Verbindung zwischen einer Vitamin-D-Karenz und Alzheimer festgestellt. Gemäss dieser britischen Studie erhöht sich das Risiko für Alzheimer bei den Teilnehmern um 69%, wenn sie einen moderaten und um 122% wenn sie einen schweren Vitamin-D-Mangel haben. Halten wir fest, dass es sich um eine Beobachtung handelt und nicht notwendigerweise um einen ursächlichen Zusammenhang.

Zusammenfassung der Alzheimerprävention

Eine sehr interessante Studie, welche anlässlich der Internationalen Konferenz der Alzheimervereinigung im Juli 2011 publiziert wurde, konnte zeigen, dass gemäss eines mathematischen Modells, welches von Forschern der Universität von Kalifornien (San Francisco) erstellt wurde, eine Reduktion der beeinflussbaren Alzheimer- Risikofaktoren um nur 25% über 3 Millionen Fälle von Alzheimer weltweit verhindern könnte.

Diese Risikofaktoren, teilweise bereits weiter oben erwähnt, sind:
– ein niedriges Bildungsniveau (19%), in diesem Fall scheint die intellektuelle Aktivität eine schützende Wirkung auszuüben. Danach kommen
– das Rauchen (14%)
– Physische Inaktivität (13%)
Depression (11%)
Bluthochdruck (5%)
– Fettleibigkeit (2%)
Diabetes (2%)

Wie Sie sehen können müssen zur Prävention der Alzheimerkrankheit diese 7 Risikofaktoren, welche oben erwähnt wurden, maximal reduziert werden.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 18.01.2017 verändert.

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