Depression

Definition

Definition_depressionBei einer Depression handelt es sich um eine psychische Erkrankung. Die Erkrankten leiden und Niedergeschlagenheit sowie körperlicher sowie psychischen Störungen. Die Betroffenen fühlen sich der Krankheit schutzlos ausgeliefert. Depressionen treten fast immer mit anderen Krankheitssymptomen wie z.B. Angststörungen oder Schlaflosigkeit auf.


Depressionen zählen zu den am meisten verbreiteten Krankheiten in der heutigen Zeit. Es wird geschätzt, dass knapp 5% der Bundesbürger an einer Depression leiden. Frauen sind fast doppelt so häufig von der Erkrankung betroffen.

Das erste Antidepressiva, Iproniazid (ein MAO-Hemmer), ist in den 1950er Jahren erschienen und 1958 zugelassen worden. Dieses Molekül wurde ursprünglich gegen Tuberkulose eingesetzt. Eine „unangemessene Glückseligkeit“ oder eine gewisse Euphorie der Patienten, die dieses Medikament einnahmen, haben die Wissenschaftler und Mediziner auf die Idee gebracht, dieses Molekül gegen Depressionen einzusetzen. Für weitere Informationen (auf Englisch) drücken Sie hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Iproniazid

Epidemiologie Depression

Epidemiologie_depression– Die WHO vermutet, dass 350 Millionen Menschen, d.h. etwa 5% der Weltbevölkerung, jedes Jahr unter einer Depression leiden [Quelle: WHO, Zahlen von 2012].
– Gemäss den Zahlen vom Juni 2013, hat die Schweiz eine jährliche Prävalenz von 5,1% (6,2% für Frauen und 3,9% für Männer). Dies entspricht etwa 360‘000 betroffenen Menschen bei den über 15 Jährigen.
– In der Schweiz haben sich 2007 etwa 8% der Bevölkerung (über 15 Jahren) bereits einmal gegen eine Depression behandeln lassen [Quelle: WHO].
– In den USA vermutet man, dass etwa 7% der Bevölkerung unter einer Depression leiden.
– In Frankreich vermutet man, das etwa 8% der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren unter einer Depression leiden. Die Frauen sind 2 Mal häufiger betroffen als die Männer.
– In Italien zeigt eine Studie, die im Oktober 2014 erschienen ist, dass etwa 8% der Bevölkerung unter einer Depression leidet. In 10 Jahren (2004 bis 2014) hat sich die Rate in Italien verdoppelt.
– In Japan sind etwa 4,5% der Bevölkerung von einer Depression betroffen.
– In Brasilien leiden etwa 10% der Bevölkerung unter einer Depression. Man muss aber festhalten, dass die Mehrheit dieser Patienten nicht wissen, dass sie von einer Depression betroffen sind. Die Konsequenz ist eine fehlende oder schlecht angepasste Therapie.

Ursachen Depression

Ursachen_depressionHinter einer Depression stecken viele verschiedene Gründe.
– Äussere Ursachen: Einsamkeit, Stress, Berufsprobleme, Schwierigkeiten im Privatleben wie z.B. eine Scheidung, Einsamkeit.
Anfangs 2012 hat eine britische Studie gezeigt, dass Beamte, die täglich mindestens 11 Stunden arbeiten, ein 2 Mal höheres Risiko haben an einer schweren Depression zu erkranken, als die Kollegen, die täglich zwischen 7 und 8 Stunden arbeiten. Die übermässige Arbeit ist also ein Risikofaktor für eine Depression.
– Hormonale Ursachen: Schwangerschaft, Menopause, Probleme mit der Schilddrüse
– Physische Probleme oder Krankheiten wie Schlaganfall, Infektionen, Gürtelrose,…)
– Genetische Faktoren (vererbt)
– Ein Mangel an Sonnenlicht. Lesen Sie auch unser Dossier über die Lichttherapie und die saisonale Depression
– Fortgeschrittenes Alter
– Die übermässige Einnahme von giftigen Substanzen wie Alkohol, gewisse Medikamente oder Cannabis (normalerweise nach einer Einnahme über mehrere Jahre)
– Eine Studie, die 2009 erschienen ist, hat ebenfalls gezeigt, dass die Depression bei Jugendlichen durch eine zu starke Exposition gegenüber dem Fernseher oder dem Computer entstehen kann. Dies scheint bei Männern bedeutender zu sein als bei Frauen.
– Eine schlechte Ernährung: eine spanische Studie, die im Januar 2011 erschienen ist, hat gezeigt, dass die Einnahme von trans-Fettsäuren und gesättigten Fetten (z.B. in Pommes Frites enthalten), das Risiko für eine Depression erhöhen. Das Olivenöl und andere Produkte, die ungesättigte Fette enthalten, senken im Gegenzug das Risiko für eine mentale Krankheit.
Nur ein Arzt kann eine genaue Diagnose einer Depression entsprechend der Ursache stellen und eine wirksame Therapie vorschlagen. Wir empfehlen Ihnen daher, schnellstmöglich einen Arzt zu kontaktieren, wenn der Verdacht einer Depression besteht.
– Eine Entzündung. Gewisse Forscher vermuten, dass die Depression bei gewissen Patienten eine entzündliche Ursache haben könnte. Die Wissenschaftler haben beobachtet, dass 40% der psychisch Erkrankten (inklusive Depression) einen erhöhten Spiegel eines typischen Entzündungsmoleküles im Blut hatten (z.B. Zytokin, reaktives C Protein).
Deshalb zögern die Psychiater nicht, nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Aspirin oder Celecoxib in der Behandlung von Depressionen zu verschreiben. Lesen Sie weiter unter Behandlung Depression.

Physiologische Ursachen einer Depression

Auf physiologischer Ebene, wird die Depression durch ein hormonales Ungleichgewicht im Gehirn verursacht. Einige Wissenschaftler vermuten, dass Neurotransmitter wie Dopamin, Serotonin (lesen sie auch den Abschnitt über die SSRI Antidepressiva) oder Noradrenalin im Gehirn eine Schlüsselrolle spielen. Andere Wissenschaftler sind vorsichtiger und hegen gewisse Zweifel bezüglich der Mechanismen und biochemischen Ursprünge der Depression, sie sind der Ansicht, dass über diese Krankheit noch immer wenig bekannt ist.

Risikopersonen Depression

Zu den Risikogruppen gehören u.a. Personen, die einen geliebten Menschen verloren oder (zu) viel Stress im privaten oder beruflichen Bereich haben.

Alkohol- und Drogensüchtige gehören ebenfalls zu den Risikogruppen.

Symptome Depression

Symptome_depressionEine Depression ist schwierig zu erkennen, da sie mit einer depressiven Stimmung oder vorübergehenden Traurigkeit verwechselt werden kann. Letztere dauert normalerweise nur einige Tage.
Eine Depression kennzeichnet sich vor allem durch die Dauer (mehrere Wochen oder Monate) und ist oft mit Ängstlichkeit verbunden. Daher ist es für den Arzt oft schwierig, eine Depression von Ängstlichkeit zu unterscheiden.

Schlafstörungen und Schmerzen sind bei einer Depression oft ebenfalls anwesend.
Nachfolgend sind die Hauptsymptome ausführlich beschrieben:
– Physische Zeichen: der Schlaf wird oft durch Schlaflosigkeit gestört, der Patient erwacht früh in der Nacht (zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens) und es können beängstigende Träume auftreten. Bei den physischen Symptomen sollte man auch einen Appetitmangel (kennzeichnet sich durch einen Gewichtsverlust), Verdauungsprobleme, Verlust der Libido, Müdigkeit und einen Energieverlust erwähnen.
– Psychische Zeichen (Änderung der Laune): man beobachtet oft ein andauerndes Gefühl von fehlender Freude (die Person verspürt einen Verlust an Interesse für die meisten täglichen Aktivitäten), eine Traurigkeit, eine gewisse Verzweiflung oder Schwierigkeiten, seine Gefühle auszudrücken. Die Ängstlichkeit ist oft sehr präsent.
Die Durchführung von täglichen Aufgaben wird schwierig und benötigt eine grosse Überwindung.
Man beobachtet auch ein soziales Verschliessen und Veränderungen in den Beziehungen mit dem persönlichen Umfeld.
Negative Gedanken: es entstehen immer wieder negative Gedanken, manchmal zusammen mit einer verminderten Wahrnehmung der Realität. In gewissen Fällen können suizidale Gedanken auftreten.
Eine frühe Feststellung der Krankheit (konsultieren Sie möglichst schnell einen Arzt) wird stark empfohlen. In vielen Fällen wird der Patient von der Familie oder dem näheren Umfeld zum Arzt geschickt, da er selber die Fähigkeit zu analysieren verloren hat.

Man muss wissen, dass es verschiedene Arten von Depressionen gibt und die Pathologie in jedem Fall verschieden sein kann: nebst der nervlichen Depression (klassische Depression) gibt es auch die post-partum Depression (baby-blues), bipolare Probleme (manisch-depressiv), die saisonale Depression oder saisonal-affektive Störungen (SAD), das prämenstruelle Syndrom, vitale Erschöpfung, usw.


Depression bei Senioren

Depressionen bei älteren Menschen verdienen es, separat beschrieben zu werden und mit anderen Bewertungskriterien zu versehen, als dies bei anderen Depressionen der Fall ist.
Bei älteren Menschen ist das Erkennen einer Depression oft sehr schwierig, da die Symptome oft mit dem Prozess des typischen und normalen Älterwerdens und mit Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer verwechselt werden.
Bei fortgeschrittenem Alter, wird die Aktivität des Gehirns verlangsamt. Dies geschieht durch die Verminderung des Sauerstofftransportes, was die Entwicklung einer Depression fördern kann.
Ältere Menschen sind oft mit schwierigen und schmerzhaften Situationen konfrontiert wie z.B. mit dem Verlust des Gefühls, wertvoll zu sein, dem Auftreten von physischen Krankheiten oder Schwierigkeiten, seinem Leben einen Sinn zu geben. Die soziale Isolierung, die Einsamkeit oder der Mangel an Unterstützung durch die Familienmitglieder sind ebenfalls verschlimmernde Faktoren in unserer modernen und immer westlicher werdenden Gesellschaft.

Diagnose Depression

Eine interessante Methode, die 2012 von einer Gruppe von Schweizer Ärzten ausgearbeitet wurde, beruht auf einem Schnelltest, der Allgemeinmedizinern ermöglicht, eine Depression mit Hilfe von zwei einfachen Fragen ausfindig zu machen: „Haben Sie sich während dem vergangenen Monat oft traurig, deprimiert oder hoffnungslos gefühlt?“ und „ Haben Sie einen Mangel an Interesse und Freude für Tätigkeiten verspürt, die Sie normalerweise geniessen?“.
Der Test wird als positiv angesehen (die Person leidet an einer Depression) wenn der Patient auf mindestens eine der zwei Fragen positiv geantwortet hat.
Gemäss den Ärzten, die diesen Test entwickelt haben, erlauben diese zwei Fragen in neun von zehn Fällen eine unipolare Depression ausfindig zu machen.

Komplikationen Depression

Eine Depression kann eine sehr gravierende Krankheit sein, die im schlimmsten Fall zum Selbstmord (Suizid) führen kann.

Aus diesem Grund besteht die absolute Notwendigkeit, diese Krankheit so schnell und effektiv wie möglich zu behandeln.


Andere Komplikationen einer Depression können sein:
– Erhöhtes Risiko von Herzkrankheiten
Kopfschmerzen und allgemeine Schmerzen
– Schlafstörungen (z.B. Schlaflosigkeit, Schwierigkeiten beim Einschlafen)
– Schwierigkeiten in der Sexualität

Behandlung Depression

Behandlung_depressionUm eine Depression zu behandeln, kann der Arzt Medikamente (Antidepressiva) verordnen oder psychologische Behandlungen(mit Schwerpunkt Reden) anwenden: Psychotherapie oder Psychoanalyse, sowie auch ursprünglichere Behandlungsmethoden (Schlafentbehrung, Sport, elektrische oder magnetische Impulse,…).

Der Arzt (oft der Psychiater) wird oft verschiedene Behandlungen wie Medikamente und Psychotherapie verbinden. Man sollte wissen, dass die Kombination von Medikamenten und der Psychotherapie bessere Resultate erzielt, um eine Depression zu behandeln (eine Studie bei jungen Amerikanern hat gezeigt, dass die Erfolgsquote 85% betrug, wenn zwei Therapien eingesetzt wurden. Im Gegenzug war der Erfolg nur zwischen 64 und 69%, wenn nur Antidepressiva oder nur Psychotherapie alleine angewendet wurden).
Man vermutet, dass 60 bis 80% der Patienten von einer Depression und deren Symptomen mit den aktuellen Therapien geheilt werden können.

Antidepressiva

Wir werden in diesem Abschnitt nun die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten der Depression (alle unter strenger ärztlicher Verschreibungspflicht, ausgenommen Johanniskraut, das frei verkäuflich ist) genauer erläutern. Man unterscheidet bei diesen Medikamenten im Allgemeinen folgende Antidepressiva:
– Trizyklische Antidepressiva, z.B. Amitryptilin, Clomipramin oder Doxepin. Diese Moleküle oder Medikamente sind ziemlich wirksam. Vorsicht bezüglich der Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Trockenheit der Augen, Verstopfung, Gewichtszunahme, Müdigkeit, usw.
– MAO-Hemmer (Hemmer der Monoaminooxydase). Moleküle dieser Klasse sind z.B. Iproniazid (erstes Antidepressivum auf dem Markt), Phenelzin oder Selegilin (MAO-Hemmer Typ B, wird vor allem bei Parkinson eingesetzt). Der Arzt sollte einen reversiblen MAO-Hemmer bevorzugen.
Diese Moleküle oder Medikamente sind ziemlich wirksam, achten Sie sich bezüglich den Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Müdigkeit, Ängstlichkeit, usw.
– Die SSRI (selektive Serotonin-Inhibitoren) wie z.B. Citalopram, Fluoxetin, Sertralin oder Paroxetin. Es handelt sich um sehr wirksame Medikamente, die häufig gegen Depressionen verschrieben werden. Diese Klasse von Wirkstoffen kann zu folgenden Nebenwirkungen führen: Schlaflosigkeit, Übelkeit und erektilen Dysfunktionen bei Männern.
– Bei den Antidepressiva der neusten Generation handelt es sich um Wirkstoffe, die meistens weniger Nebenwirkungen haben und bei denen sich die Wirkung schneller entfaltet. Man spricht auch von atypischen Antidepressiva. Zu dieser Klasse gehören Venlafaxin, Duloxetin, Bupropion, usw.
Die Nebenwirkungen unterscheiden sich bei jedem Molekül. Lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
– Johanniskraut: Eine Heilpflanze, die bei leichten bis mässigen Depressionen eingesetzt wird. Für weitere Informationen können Sie hier klicken.

Wichtige Bemerkungen zu den Antidepressiva

– Meistens führen die Antidepressiva zu keiner sofortigen Wirkung. Sie brauchen oft mehrere Tage (10 bis 20 Tage), um ihre Wirkung zu entfalten.
Bleiben Sie also geduldig und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wenn die Wirkung zu stark oder im Gegenteil zu schwach ist.
Zwischen den verschiedenen Medikamenten gibt es allerdings grosse Unterschiede, lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Spezialisten um Rat.
– Bei etwa 20 bis 40% der Patienten (Quelle: sda, 2007), haben die klassischen Therapien (Medikamente oder Psychotherapie) keine Wirkung. Deshalb muss der Arzt andere Behandlungsmöglichkeiten (elektrische oder magnetische Impulse,…) in Erwägung ziehen.
– Deutsche Forscher haben gezeigt, dass jede Person nach der Einnahme eines Antidepressivums verschieden reagiert, zumindest bei den getesteten Wirkstoffen (Citalopram, Amitryptilin). Dieser Unterschied ist auf die unterschiedliche genetische Expression zurückzuführen.

Neue mögliche Behandlung

Ketamin kann in der Behandlung der Depression interessante Wirkungen zeigen. Ein amerikanischer Psychiater, Dr. Carlos Zarate, hat mit dieser Substanz, die eigentlich vor allem als allgemeines Anästhetikum verwendet wird, gute Erfahrungen gemacht.
Ketamin wirkt auf die Regulation des Neurotransmitters Glutamat.

Behandlung der Depression auf Basis von Entzündungshemmern

Wie wir in der Rubrik Ursachen gesehen haben, liegt bei 40% der Patienten mit einer Depression eine entzündliche Ursache vor. Nur Patienten, die eine anormale Menge an Entzündungsmolekülen (Zytokine, CRP) im Blut haben, können von einer entzündungshemmenden Therapie profitieren. Anders gesagt, bei Patienten, die keine entzündungshemmenden Moleküle im Blut haben, ist eine Therapie mit NSAR nicht wirksam.

Die eingesetzten Wirkstoffe bei Depressionen bei Patienten mit einem Entzündungsprofil, sind oft Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Celecoxib. In gewissen Fällen haben Ärzte beobachtet, dass nach einigen Tagen der Behandlung mit NSAR die depressiven Symptome stark vermindert wurden.

Bemerkungen zur Behandlung der saisonal abhängigen Depression (SAD)

Eine der wirksamsten Therapien in der Behandlung der SAD, ist die Lichttherapie. Studieren Sie unser Dossier über die saisonal abhängige Depression.

Heilpflanzen Depression

Heilpflanzen_depressionMan verwendet Johanniskraut, eine Heilpflanze, um leichte bis mittelschwere Depressionen zu behandeln.

Achtung: Johanniskraut kann mit vielen Molekülen eine Interaktion machen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Lesen Sie auch: eine Studie erinnert an das Interaktionsrisiko von Johanniskraut (2014)

– Studien haben ebenfalls eine positive Wirkung der Melisse und Enzian (unser Foto) gegen leichte bis mittelschwere Depressionen gezeigt.

Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren könnte eine positive Wirkung auf die Depressionen haben. Die Tatsache, dass sie entzündungshemmend wirken, könnte Ihre Wirksamkeit erklären. Lesen Sie unter Ursachen und Behandlung, um den Zusammenhang zwischen Entzündung und Depression besser zu verstehen.

Hausmittel Depression

Hausmittel

Johanniskraut-Tee

Ratschläge Depression

– Halten wir nochmals fest, dass die Depression eine schwere chronische Erkrankung ist, die immer die Hilfe eines Arztes benötigt. Dieser verwendet normalerweise Medikamente und/ oder eine Psychotherapie. Die untenstehenden Ratschläge können die Behandlung ergänzen und Ihnen helfen, dieser Krankheit vorzubeugen.

– Bei leichten bis mittelschweren Depressionen kann man immer auf pflanzliche Heilmittel (Johanniskraut) zurückgreifen.

– Treiben Sie regelmässig Sport oder bewegen Sie sich. Dies ist gut für Ihre Gesundheit durch die positive Wirkung auf verschiedene Leiden wie kardiovaskuläre Krankheiten. Zusätzlich trägt es zur Freisetzung von Endorphinen (Hormon, das im Gehirn produziert wird, nahe an den Opiaten) bei. Diese Moleküle fördern eine gewisse Euphorie und wirken gegen depressive Symptome. Bevorzugen Sie physische Aktivitäten, die Sie mögen. Dies können Marschieren, Laufen, Schwimmen, usw. sein.     News: Grosse Übersichtsstudie belegt: Sport kann Depressionen lindern

– Manchmal helfen schon kleine Veränderungen im Alltag, um wieder die schönen Seiten im Leben zu sehen. Sehr hilfreich dabei sind neue Hobbies wie z.B. Sport, Freunde treffen, Gartenarbeit oder Zeit mit der Familie zu verbringen.

– Ausserdem kann man sich der Religion und Philosophie widmen, um ein Gleichgewicht zwischen Vergnügen und Problemen zu finden.

– Versuchen Sie sich neue Ziele in Ihrem Leben zu setzen. Achten Sie darauf, dass Sie ihre Ziele nicht zu ambitiös setzen

– Achten Sie auf gute Nächte mit genügend Schlaf; ein Schlüssel zur Verbesserung der Symptome einer Depression. In gewissen schweren Fällen oder bei Resistenzen gegenüber den klassischen Therapien, kann ein Schlafentzug eine verkehrte Wirkung aufzeigen und die Symptome verbessern (lesen Sie weiter unten).

– Zögern Sie nicht, um Hilfe zu bitten. Bei Verdacht einer Depression sollten Sie sich unbedingt an eine Person des Vertrauens wenden. Dies kann in erster Linie eine nahestehende Person sein, oder aber dann Ihr Apotheker oder Arzt, um über mögliche Behandlungen zu sprechen.

– Zögern Sie nicht, sich der Sonne auszusetzen (auf gemässigte Art und Weise und durch Einstreichen einer Sonnencrème). Man weiss, dass das Licht eine wichtige Rolle spielt.

– Zögern Sie nicht, bei erwarteten Depressionen um Hilfe zu fragen, insbesondere einen Arzt.

– Man muss sich den depressiven Patienten zuunterst in einem Loch vorstellen, das fast keine Chance zur Befreiung hat und man jemanden zu Hilfe rufen muss.

– Freund, ein Familienmitglied, religiöser Beauftragter (Pfarrer, Priester,…), usw.

– Versuchen Sie, sich mit Menschen mit positiver Einstellung zu treffen. Wenn möglich, sollten diese Ihre Erkrankung kennen. Vermeiden Sie es, sich mit pessimistischen Menschen zu befassen oder solche, die Ihnen Schmerzen zufügen. Sie können auch anderen Menschen helfen, ein gutes Mittel sich zu sozialisieren.

– Vermeiden Sie die Einnahme von Drogen oder Alkohol. Diese Substanzen können die Symptome einer Depression verschlimmern.

– Verwenden Sie gewisse Entspannungsmethoden wie Massagen. Sie werden insbesondere gegen Stress und Ängstlichkeit empfohlen.

Vorbeugung Depression

– Treiben Sie regelmässig Sport oder bewegen Sie sich häufig

– Versuchen Sie Stress des täglichen Lebens zu vermindern, da dies ein wichtiger Risikofaktor ist. Stress ist eine mögliche Ursache von Entzündungen im Körper (lesen Sie im Abschnitt Ursachen und Behandlungen über die Entzündung als mögliche Ursache einer Depression)

– Versuchen Sie genügend zu schlafen; ein guter Schlaf ist ein wichtiges Mittel in der Prävention einer Depression.

Wie sollte man sich Menschen gegenüber verhalten, die unter einer Depression leiden?

– Es ist wichtig, dass man die Patienten nicht zurechtweist. Man muss die Krankheit beschuldigen und nicht den Menschen selber, der darunter leidet (wie Sie es bei einem Diabetiker oder Patienten mit Hypercholesterinämie auch tun würden).
– Seien Sie vorsichtig, wenn Sie gute Ratschläge oder Empfehlungen verteilen. Man sollte es vermeiden, Standpauken zu halten. Dies könnte die Depression verschlimmern und zu einer Missempfindung des Patienten führen. Vergessen Sie nicht, dass der Patient leidet und gesund werden möchte. Wörter wie „man muss“ oder „man muss ja nur“ sind nicht sehr hilfreich.
– Finden Sie das richtige Gleichgewicht zwischen der Bereitschaft, aufmerksam zuzuhören und dem Patienten gegenüber Verständnis zu zeigen. Vermeiden Sie es aber zu übertreiben, damit sich der Patient (vor allem auch gegen Ende seiner Krankheit) in einer Gesellschaft, die gegenüber psychisch Kranken oft wenig tolerant ist, wieder eingliedern kann.
– Brüskieren Sie den Patienten nicht allzu fest. Ihn z.B. in die Ferien einzuladen, könnte für den Patienten mehr Stress auslösen, als wenn er bei sich zu Hause in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann. Vergessen Sie nicht, dass ein depressiver Patient oft unter Ängstlichkeit leidet.
– Haben Sie keine Angst, offen über Suizid zu sprechen, wenn der depressive Patient es sich wünscht. Der suizidale Gedanke gehört zu den Symptomen einer Depression dazu, darüber zu sprechen kann nur hilfreich sein und die Person kann sich erleichtert fühlen. Fragen Sie allerdings beim Arzt um Rat, wie Sie dieses Thema anpacken können.

News:
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Wie übersetzt man ​Depression in andere Sprachen ?
  • Portugiesisch: depressão

  • Spanisch: depresión

Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 04.05.2015 verändert.

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