Meningitis

Definition

brain_meningitisDie Meningitis ist eine manchmal folgeschwer verlaufende Infektionskrankheit, die eine Entzündung der Hirnhäute und der Cerebrospinalflüssigkeit (CSF) auslöst. Die Hirnhäute (für Fachpersonal: zusammengesetzt durch die harte Hirnhaut, die Spinnwebenhaut und die zarte Hirnhaut) sind Hüllen, die das Gehirn schützen (das Hirn und das Rückenmark). Die Cerebrospinalflüssigkeit ist eine klare Flüssigkeit, in der das Gehirn und das Rückenmark schwimmen. Sie erlaubt die Dämpfung von Schocks und den Abtransport von Abfällen. Die Analyse dieser Flüssigkeit durch eine Lumbalpunktion, erlaubt den Nachweis von Keimen bei einer bakteriellen Meningitis.

Die Meningitis kann einen bakteriellen oder einen viralen Ursprung haben. Die verursachenden Bakterien bei Jugendlichen und Erwachsenen sind Meningokokken oder Pneumokokken. Bei den Säuglingen und kleinen Kindern findet man eher Streptokokken oder E.coli. Der infektiöse Herd betrifft oft die ORL Region (Hals, Nasen, Ohren).

Eine Meningitis kann schwerwiegende Konsequenzen haben (vor allem bei bakteriell verursachten Meningitiden), wie z.B. eine Blutvergiftung (Sepsis). Der Tod kann bei fehlender oder falscher Behandlung innerhalb von einigen Stunden auftreten.

Es ist interessant festzuhalten, dass die Krankheit zu lebenslanger Immunität führt.

Der Welt-Meningitis-Tag ist am 24. April. Dieser Tag hat das Ziel, die Bevölkerung über diese gefährliche Krankheit, die tödlich verlaufen oder zu schweren Folgenschäden führen kann, zu informieren. Die Menschen werden dadurch für die Symptome sensibilisiert und über die Impfung informiert.

Übertragung von Meningitis

meningitis_definitionDie Übertragung der Meningitis erfolgt häufig von Mensch zu Mensch auf dem Atemweg (Husten, Niesen), vor allem wenn viele Menschen in engen, geschlossenen Räumen zusammenkommen (Schule, Armee, Krippe, Kindertagesstätte…).

Epidemiologie

In den meisten Ländern ist eine Meningitis meldepflichtig. Schätzungsweise gibt es weltweit 1.2 Millionen Fälle von bakterieller Meningitis (Meningokokken, Pneumokokken), wobei 135’000 Erkrankungen tödlich verlaufen. Diese Form tritt häufig bei Jugendlichen und Kleinkindern (bis vier Jahre) auf.

Epidemiologie_meningitis

In den Industrieländern variiert die Häufigkeit zwischen 2.5 und 10 Fälle auf 100’000 Einwohner.

Am häufigsten sind Regionen in Afrika von dieser Krankheit betroffen. Hier starten die Epidemien zwischen Dezember und Juni und enden während der Regenzeit.

In Brasilien wurden 2010 laut Gesundheitsministerium 2’983 Fälle von Meningitis und 605 Todesfälle registriert.

Bei einer bakteriellen Meningitis ist die Todesrate abhängig vom Bakterientyp. Bei Meningokokken sterben gemäss französischer Statistik 1 von 10 Personen. Die Überlebensrate ist beim Auftreten einer Purpura fulminans sehr schlecht. Dies ist eine sehr schwere Komplikation einer Meningokokken-Meningitis, die bei Kindern häufiger auftritt.

Hingegen ist bei einer Pnemokokken-Meningitis die Mortalitätsrate verdoppelt, evt. sogar vervierfacht. Bewusstseinsstörungen sind ein schwerwiegendes Symptom dieser Pneumokokken-Meningitis.

Ursachen

Virale Form

Ursachen_meningitisVirale Meningitis (z.B. Herpes, Myxovirus). Diese Form der Meningitis tritt in 70-80% der Fälle auf. Mumps-Patienten entwickeln teilweise eine virale Meningitis. Die Meningitis kann eine Komplikation von Mumps (virale Kinderkrankheit) sein.

Die Übertragung kann auch von Zecken erfolgen. Durch Gliederfüssler wie Zecken übertragene Viren (Arboviren) können neben einer Enzephalitis auch eine Meningitis hervorrufen. Daher ist besondere Vorsicht geboten, da schwerwiegende gesundheitliche Schäden die Folge sein können. Eine Impfung ist vorhanden.

Bakterielle Form

bacteria_meningitisDie bakterielle Meningitis ist für 20-25% der Erkrankungen verantwortlich und kann gravierende Folgen haben. Hauptsächlich sind folgende Bakterien verantwortlich:

Neiseseria meningitidis (Meningokokken)
Verursacher sind die Serogruppen A,B,C und D, wobei der Typ C am häufigsten verbreitet ist. Ca. 5-10% der Menschen tragen diese Bakterien im Körper – ohne zu erkranken. Diese Bakterien werden per Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen oder Küssen) übertragen.

Haemophilus influenzae
Es handelt sich hierbei um die schwerste bakterielle Infektion der ersten 5 Lebensjahre. Der Serotyp B ist der häufigste Krankheitserreger. Der Erreger wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und kann vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern eine Meningitis hervorrufen.

Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae)
Es handelt sich um Bakterien, die schwere Infektionen verursachen. Heutzutage handelt es sich um den Hauptauslöser für eine bakterielle Meningitis. Die Bakterien können sehr gefährlich für Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen werden, wobei eine Lungenentzündung verursacht werden kann.

Andere Ursachen können eine Krebserkrankung, Lupus erythematodes, eine nicht ausreichend kurierte Masernerkrankung u.a. sein.

Risikopersonen

Meningitis kann in allen Altersgruppen auftreten, vom Neugeborenen bis zu älteren Menschen, sowie das männliche als auch das weibliche Geschlecht betreffen. Die Meningitis kann durch verschiedene Keime, Bakterien oder Viren verursacht werden. Diese Krankheit ist sehr ansteckend.
Risikopersonen für eine Meningitis sind Menschen in Kontakt mit kranken Personen oder gesunden Trägern, was die Notwendigkeit einer präventiven Behandlung unterstreicht. Bei Meningokokken C kann die Übertragung durch gesunde Träger asymptomatisch, via infizierte Tröpfchen, erfolgen. In der Schweiz sind z.B. 10% der Bevölkerung gesunde Träger.
Da es in der Welt infektiöse Herde gibt, sollte man sich vor der Einreise in gewisse Regionen (z.B. Brasilien), impfen lassen. Bevor man also eine Reise unternimmt, ist es wichtig, sich bei seinem Hausarzt oder Apotheker zu informieren.
Die Seite safetravel.ch gibt ebenfalls sehr interessante Hinweise bezüglich Impfempfehlungen und auch zu akutellen medizinischen Informationen. So dauert in Afrika, südlich der Saharawüste, die Periode der Meningitisepidemie von Dezember bis Juni (Trockenzeit). Mehr als 6’000 Fälle wurden in dieser Region verzeichnet. Reisen in dieser Region, auch “Meningitisgürtel” genannt, sind sehr risikoreich (Burkina Faso, Benin, Elfenbeinküste, Kamerun, Ghana, Guinea, usw.). So wurden seit Januar 2013 in Guinea 40 Todesfälle gezählt.
Menschen, die häufig im Wald oder durch hohe Gräser spazieren, können ebenfalls an einer Meningitis erkranken. Dies folgt aus einer Übertragung von Keimen durch einen Zeckenbiss. Es ist einerseits wichtig, sich mit angepasster Kleidung zu schützen, andererseits sollte man sich nach jedem Spaziergang untersuchen. Wenn Sie in Begleitung eines Hundes spazieren, muss das Tier auch untersucht werden, da es ebenfalls ein Opfer der Zecken sein kann. Zecken, die noch nicht gestochen haben, können nach Hause transportiert werden und dort andere Familienmitglieder stechen.

Symptome

Folgende Symptome treten bei einer Meningits auf:

Symptome_meningitis

– Hohes Fieber

– Kernig-Zeichen: Dies ist ein neurologisches Symptom. Es beschreibt die Unfähigkeit des Patienten, die Beine beim Sitzen gestreckt zu lassen. Auch beim Wechsel vom Liegen zum Sitzen, muss der Patient die Beine und Oberschenkel Richtung Becken anziehen und beugen.

– Brudzinski-Zeichen: Dies ist ein neurologisches Symptom. Wenn man dem Patienten im Liegen den Kopf passiv vorbeugt, wird er reflexartig die Beine in den Kniegelenken anwinkeln.

– Die Symptome einer Meningitis: Starke Kopfschmerzen, Erbrechen, Schmerzen, Nackensteifigkeit und Lichtempfindlichkeit (Photophobie).

– Hautausschlag (kleine rote Flecken), die sich zu Blutbläschen entwickeln können, weisen auf eine Sepsis (Blutvergiftung) hin.

Bei Säuglingen und Kleinkindern sind die Symptome oftmals sehr schwer zu erkennen. Die Erkrankung äussert sich durch Fieber und Erbrechen. Bitte konsultieren Sie Ihren Arzt bei Zweifeln.

Hinweis: Diese Seite ist nicht vollständig und soll nicht eine Abklärung bei einem Arzt ersetzen, sondern dient als Information zur Krankheitsvorbeugung für die Bevölkerung.

Diagnose

Wenn ein Verdacht für eine Meningitis besteht, sollte sofort und in jedem Fall ein Arzt kontaktiert werden.

Bei einem Meningitisverdacht (Anwesenheit von Meningitissymptomen: Steifheit des Nackens, Fieber, Kopfschmerzen), kann der Arzt einen Scan, eine Lumbalpunktion (auf Höhe der Wirbelsäule) oder eine Blutanalyse verlangen.

Cerebralscanner

Der Scanner wird z.B. bei mentaler Verwirrung, Bewusstseinsverlust und sobald man einen intrakraniellen Bluthochdruck vermutet, durchgeführt. Mit diesem Scan kann man mögliche Schäden und Komplikationen des Gehirns feststellen.

Die Lumbalpunktion

Die Lumbalpunktion wird am Rücken zwischen 2 Wirbeln durchgeführt. Es erlaubt das Sammeln von Cerebrospinalflüssigkeit. Das zentrale Nervensystem, zusammengesetzt aus dem Gehirn und dem Rückenmark, schwimmen in dieser Flüssigkeit. Die Probenentnahme erlaubt die Bestimmung der Bakterien und den Druck der Flüssigkeit.

Bei einer bakteriellen Meningitis ist der Hirndruck erhöht und die Flüssigkeit getrübt, was auf die Anwesenheit von Keimen und neutrophilen Polynuklearen (Zellen des Immunsystems) zurückzuführen ist. Man findet in dieser Cerebrospinalflüssigkeit ebenfalls Antigene.

Bei einer viralen Meningitis, ist die Flüssigkeit klar, da keine Bakterien anwesend sind. Allerdings gibt es auch in diesem Fall einen erhöhten Hirndruck.

Die Blutkultur

Die Blutkultur ist das Kultivieren von Blutbestandteilen, die vom Patienten abgenommen wurden. Diese Untersuchung erlaubt es, die verantwortlichen Bakterien zu identifizieren und gibt eine Orientierung, welche Antibiotika der Arzt in diesem Fall einsetzen soll.

Komplikationen

Eine Meningitis (insbesondere die bakterielle Form) kann schwere Komplikationen verursachen und in einigen Fällen tödlich enden. Sollte der Verdacht einer Meningitis-Infektion bestehen, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden. Wenn Säuglinge oder Kleinkinder betroffen sind, ist besondere Vorsicht geboten, da die Symptome nicht immer leicht zu erkennen sind.

Eine schwere Komplikation der Meningitis ist die Sepsis (eine schwere Infektion des gesamten Organismus durch Krankheitserreger, in diesem Fall Bakterien). Die Bakterien, die die Meningitis verursachen, können sich sehr rasch ausbreiten und eine starke Entzündung des Organismus hervorrufen, die dann zur Sepsis führt.

Bei einem Verdacht auf eine Purpurea fulminans (schwere Komplikation der Meningitis), wird die Antibiotikatherapie vor Bekanntgabe der Resultate der Blutanalyse begonnen. Dies ist der Fall, weil man bei dieser Komplikation die Therapie schnellstmöglich beginnen muss, das heisst innerhalb von 12 Stunden nach den ersten klinischen Symptomen. Es besteht ansonsten das Risiko, den Patienten zu verlieren.

Behandlung

Man unterscheidet die präventiven Behandlungen (um eine Meningitis zu verhindern) und die heilenden Behandlungen (um die Krankheit , einmal entdeckt, zu therapieren). Im Folgenden sehen Sie diese Behandlungsmethoden:

1. Prävention Meningitis

Impfung (inklusive Kinder unter 4 Jahren)

Für Kleinkinder verfügt der Arzt, bei bakterieller Meningitis und bei Notwendigkeit auch für Erwachsene und Kinder (Reise in kritische Regionen, deklarierter Fall in der Umgebung,etc.) über eine Impfung. Lesen Sie unsere Dokumentation zu Impfung.

– Für Kleinkinder unter 4 Jahren wird eine Impfung gegen die durch Hämophilus influenza B ausgelöste, bakterielle Meningitis sehr empfohlen. Dabei wird sie häufig zusammen mit den Impfungen gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten, DTPHae verabreicht. Die durch einen Spezialisten durchgeführten Impfungen werden oft 3 mal (2ter, 4ter und 6ter Monat) wiederholt.

– Für Risikopersonen (Kinder bis  4 Jahre, Gemeinschaften) und im Falle einer Endemie kann oder muss eine Impfung empfohlen werden.
Es gibt eine Impfung gegen Meningokokken C- Stämme (welche bis zu 70% der bakteriellen Meningitis-Fälle auslösen), sie muss nach einer ärztlichen Untersuchung und Diagnose von einem Arzt verabreicht werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, welche Dosis zu nehmen ist, welche Kontraindikationen existieren, etc.

– Es existieren andere Impfungen gegen Stämme, welche Meningitis auslösen : Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt, um mehr Informationen über diese Impfungen zu erhalten oder besuchen Sie die Internetseite über Meningitis: www.meningite.info oder in der Schweiz auf: www.bag.admin.ch  (Empfehlungen für die Typ C- Meningitis)
Achtung wie bei allen Impfungen gibt es auch bei dieser Kontraindikationen : Immunreaktionhemmende Therapie und progressive akute Erkrankungen, Schwangerschaft, Allergie auf Bestandteile der Impfung, angeborene oder erworbene Immunschwäche (AIDS) und Fieber.

Mögliche Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Impfung können leichtes Fieber und/oder eine Rötung an der Einstichstelle sein.

Bitte lesen Sie die Anweisungen und fragen Sie Ihre Fachperson bei der Verabreichung einer Impfung.

– Vorbeugende Behandlung (keine Impfung)
Der Arzt kann Personen, welche mit dem Kranken Kontakt hatten (selbst wenn sie am selben Ort waren) eine Antibiotherapie verschreiben. Die therapeutische Wahl ist die ärztliche Arbeit.

2. Behandlung Meningitis

Die Meningitis ist eine komplexe und mitunter schwer zu behandelnde Infektionskrankheit. Wenn Meningitis-Symptome auftreten, muss der Betreffende so schnell wie möglich einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Bei der Behandlung einer bakteriellen Meningitis und insbesondere einer Sepsis (schwere potenzielle Komplikation) zählt jede Minute. Die antibiotische Behandlung sollte in den ersten 3 Stunden nach Einweisung ins Krankenhaus begonnen werden, unabhängig davon ob die bakterielle Meningitis wirklich diagnostiziert ist oder nur vermutet wird.

Die Behandlung der Meningitis ist daher immer Sache des Arztes (vermeiden Sie eine Selbstmedikation). Meistens handelt es sich, in Abhängigkeit der Ursache der Meningitis, um eine antibiotische Behandlung (bei einer bakteriellen Infektion).

Im Allgemeinen werden die Antibiotika als Injektion verabreicht.

Ratschläge

– Sollten Gesundheitsbehörden oder Ärzte eine Impfung gegen Meningitis empfehlen, sollte man sich unbedingt impfen lassen. Es exisitieren verschiedene Impfstoffe, jedoch nicht gegen alle Arten von Bakterien, die eine Meningitis verursachen. Nachfolgend finden Sie die Impfstoffe aufgelistet:

Ratschlaege_meningitis

1. Impfung gegen Haemophilus influenza Typ b: Diese Impfung findet zusammen mit anderen Standardimpfungen wie z.B. Tetanus, Diphtherie oder Keuchhusten statt und wird in mehreren Schritten verabreicht. Es gibt insgesamt 3 Termine (2, 4 und 6 Monate).

2. Impfung gegen Pneumokokken: Erwachsene Personen ab 60 Jahren und Kinder (nach Vollendung des zweiten Lebensjahr) sollten sich dieser Impfung unterziehen. Bei Säuglingen und Kleinkindern erfolgt eine mehrmalige Impfung. Bei Erwachsenen ist eine einmalige Impfung ausreichend.

3. Meningokokken-Polysaccarid-Impfstoff (Serogruppe A und C): Durch diesen Impfstoff werden vom Körper Antikörper gebildet. Dadurch kann eine spätere Infektion nicht mehr stattfinden. Ab dem 2 Lebensjahr kann dieser Imfpstoff verabreicht werden. Eine Nachfrisching muss nach 3 – 5 Jahren erfolgen.

4. Konjugat-Impfstoff-Meningokokken C (gegen Serogruppe C): Dieser Imfpstoff kann für Säuglinge ab 2 Monaten verabreicht werden. Es werden verschiedene Bestandteile aus der Kapsel des jeweiligen Bakteriums genommen, wodurch ein dauerhafter Infektionsschutz gegeben wird.

– Bei Fragen über Symptome und Verlauf der Krankheit, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, besonders wenn es sich um Kinder handelt. Wie bereits im Abschnitt “Behandlung der Meningitis” erwähnt, muss vor allem die bakterielle Meningitis so schnell wie möglich behandelt werden. Man sollte also schnell einen Arzt konsultieren, damit eine entsprechende Diagnose gestellt und bei Bedarf eine Behandlung eingeleitet werden kann.

– Waschen Sie Ihre Hände mit Seife und Wasser oder Alkohol. Dadurch verhindert man die Ausbreitung von Viren und Bakterien.

– Vermeiden Sie die gemeinsame Nutzung Tellern, Gläsern und Bestecken.

– Schicken Sie Ihr Kind nicht mit hohem Fieber zur Schule – konsultieren Sie den Kinderarzt

Vorbeugung

Vorbeugung_meningitisEs wird dringend empfohlen, Kinder bis zum vierten Lebensjahr gegen eine bakterielle Meningitis und Haemophilus Influenza B impfen zu lassen. Diese Impfung kann gleichzeitig mit den Impfungen für Diphtherie, Keuchusten und Tetanus verabreicht werden und enthält einen mehrjährigen Schutz. In der Regel wird die Impfung 3-mal verabreicht, um den maximalen Schutz zu erlangen. In einigen Fällen gilt dies auch für Erwachsene, die z.B. in Regionen, in welchen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko besteht, reisen.

Für Risikogruppen (Kinder bis zum 4 Lebensjahr u.a.) wird ebenfalls eine Impfung empfohlen. Nach einer gründlichen Untersuchung kann eine Impfung gegen Menigokokken C verabreicht werden.
Es exisitieren auch andere Impfstoffe gegen Meningitis. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Mögliche Nebenwirkungen im Zusammenhang der Impfung können sein: Fieber und/oder Rötungen an der Injektionsstelle.

Als Normalbürger ist es schwierig, sich vor einer Meningitis zu schützen. Wir sprechen eher von der Prävention des Umfelds der erkrankten Person und von der Impfung.

Die Meningitis ist eine sehr ansteckende Krankheit. Es ist daher wichtig, dass das nähere Umfeld des an einer Meningokokken-Meningitis erkrankten Patienten, das in den letzten 10 Tagen seit dem Ausbruch der Krankheit in Kontakt war, ebenfalls zu behandeln. Man denkt an Klassenkameraden, Kollegen, das nähere Umfeld, Familie und Freunde. Das Ziel ist es, die Übertragung der Bakterien zu verhindern, da die Kontaktpersonen schwer erkranken, aber auch zu gesunden Trägern werden können und so die Krankheit weiter übertragen. Es bilden sich wahre Infektionsherde.
Die vorbeugende (= präventive) Behandlung ist in diesem Fall eine antibiotische mit Rifampicin. Dieses Medikament gibt allen Körperflüssigkeiten eine rötliche Färbung: Urin, Tränen, Schleimauswurf. Man sollte als Kontaktlinsenträger daran denken, dass sich diese dauerhaft verfärben können. Bei einer Einnahme von Rifampicin wird jungen Frauen empfohlen, nebst mit der hormonalen Kontrazeption noch zusätzlich zu verhüten, da es bei der Interaktion mit dem Antibiotikum zu einer Abschwächung der Pille kommen kann.
Die Impfung ist oft Gegenstand von grosser Polemik. Halten wir aber fest, dass seit der Einführung der Impfung gegen den Keim Haemophilus influenzae b im Jahre 1992, die Infektionsrate stark gesunken ist.

Zudem würde eine Impfdeckung von mindestens 80% gegen Meningokokken C (verusacht eine Meningitis) ausreichen, um die Krankheit auszurotten.

Wie übersetzt man ​Meningitis in andere Sprachen ?
  • Portugiesisch: meningite

  • Spanisch: meningitis

 

Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 20.03.2015 verändert.

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