Muskelkrämpfe

Definition

Definition_muskelkraempfeEin Muskelkrampf (oder Muskelkrämpfe) ist gekennzeichnet durch das plötzliche Auftreten von Schmerzen und einer Muskelkontraktion. Man unterscheidet zwischen Krämpfen bei Sportlern und gewöhnlichen Krämpfen die in der Nacht auftreten.

Von Krämpfen sind häufig Sportler und Schwangere betroffen, da bei diesen Gruppen häufig ein Mineralmangel (z.B. an Magnesium,..) vorkommt.

In seltenen Fällen können Krämpfe ein Hinweis auf eine ernste Krankheit (vaskuläre oder metabolischer Herkunft) sein. Sollten die Krämpfe häufig auftreten, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Ursachen

Muskelkrämpfe (nach körperlicher Anstrengung oder während der Nacht) treten durch ein Ungleichgewicht der Versorgung von Mineralien im Blut und Muskel (Magnesium, Calcium,…) auf. Dies führt zu einer Dysfunktion des Muskels (siehe Symptome), wodurch Krämpfe verursacht werden. Die genauen Ursachen sind jedoch bisher unbekannt.

Es ist außerdem davon auszugehen, dass Flüssigkeitsmangel, übermäßige körperliche Aktivitäten , die Einnahme bestimmter Medikamente (Neuroleptika, Diuretika, Statine, Steroide) oder Schilddrüsenprobleme ebenfalls Muskelkrämpfe verursachen können.

Symptome

Muskelkrämpfe sind durch eine plötzliche und schmerzhafte Kontraktion des Muskels gekennzeichnet. Dies kann während einer körperlichen Anstrengung (ausüben einer Sportart) oder nachts während des Schlafens geschehen.

Die Krämpfe dauern nur einige Minuten an und verschwinden dann wieder. Die Folgen eines Krampfs sind selten ernst, können aber sehr schmerzhaft sein. Die Symptome sollten stets aufmerksam beobachtet werden. Sollte eine Nervenerkrankung oder Diabtes vorliegen, sollte eine Arzt konsultiert werden.

Behandlung

Als erstes ist wichtig und notwendig die Ursachen für die Muskelkrämpfe zu finden. Diese können z.B. aufgrund einer Stoffwechselerkrankung oder kardiovaskulären Erkrankung verursacht werden. Sollte dies nicht der Fall sein, stehen folgende Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

– Eine Massage.

– Bei wiederholten Auftreten von Krämpfen, können Muskelrelaxantien wie Tizanidin oder Tetrazepam verwendet werden. Hinweis: Diese Medikamente müssen von einem Arzt verschrieben werden und können ein benommenes Gefühl verursachen.

– Bei häufigen nächtlichen Wadenkrämpfen, kann der behandelne Arzt Medikamente auf der Basis von Chinin (z.B. in Form von Chininsulfat) verordnen. Es handelt sich dabei um ein Medikament, welches zur Behandlung von Malaria, sowie von Muskelkrämpfen verwendet wird.

– Sollten die Muskelkrämpfe häufig auftreten, können Sie auch präventive Behandlungen ausprobieren.

Ratschläge

Nachfolgend finden Sie ein paar Ratschläge zur Behandlung von Muskelkrämpfen:

Ratschlaege_muskelkraempfe

– Bei Krämpfen sollte man sich auf den Rücken legen, und die Fußspitze zum Körper hinziehen. Das Bein sollte dabei gestreckt bleiben.

– Es kann eine Wärmeflasche auf die betroffene Stelle gelegt werden, wodurch die Muskelatur entspannt wird.

– Der Wirkstoff von Baldrian wirkt krampflösend.

Vorbeugung

Vorbeugung_muskelkraempfe– Probieren Sie Mittel auf der Basis von Magnesium aus, da dieses Mineral eine starke präventive Wirkung auf Muskelkrämpfe hat. Verkrampfungen treten bei Sportlern und Schwangeren in der Regel durch Magnesiummangel auf.

– Kalium kann ebenso eine präventive Wirkung auf Krämpfe haben.

– Eine gesunde Ernährung, die reich an Mineralien wie Magnesium oder Calcium ist, kann die Entstehung von Krämpfen verhindern. Der Verzehr von Sojakeimen, Reis und Brot kann dabei hilfreich sein.

– Trinken Sie viel Wasser (wenn möglich, reich an Magnesium).

– Treiben Sie häufig Sport und/oder Spaziergänge, um die Blutzirkulation zu aktiveren.

– Sportler müssen sich vor dem Sport gut aufwärmen.

Wie übersetzt man ​Muskelkrämpfe in andere Sprachen ?

 

Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 20.03.2015 verändert.

Themen