Raucherentwöhnung

Gründe rauchen aufzuhören

Rauchen vermindert die Lebenserwartung im Durchschnitt um 8 Jahre. Dies folgt aus einer belgischen Studie, die im August 2014 publiziert wurde.

– Nach 20 Minuten: die Herzfrequenz, die Körpertemperatur und der Blutdruck normalisieren sich.

– Nach 2 Stunden zirkuliert kein Nikotin mehr durch den Organismus.

– Nach 8 Stunden : mehr Sauerstoff und weniger Kohlenmonoxid im Blut

– Nach 24 Stunden: das kardiale Risiko beginnt zu sinken

– Nach 48 Stunden: die Atmung verbessert sich

– Nach einigen Wochen: bessere Atmung, der Duft und Geschmack verbessert sich (bessere Empfindungen)

– Nach einigen Monaten: Verminderung des Risikos für die Entwicklung einer Bronchitis oder Pneumonie

– Nach 2 bis 12 Wochen: die pulmonale Kapazität erhöht sich um 30%, die Blutzirkulation verbessert sich

– Nach 1 bis 9 Monaten: der Husten und die Müdigkeit nehmen ab

– Nach einem Jahr: Verminderung des Risikos für einen Herzinfarkt um 50%

– Nach 10 bis 15 Jahren: Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Lungenkrebs ist gleich hoch wie bei einem Nichtraucher

– Nach 15 Jahren: gleiches Risiko für einen Herzinfarkt wie ein Nichtraucher

– Nach 10 bis 15 Jahren ist die Lebenserwartung wie bei einer Person, die nie geraucht hat

Epidemiologie

Der Nikotinismus wird von der WHO als Epidemie eingestuft.

Fast eine Milliarde Menschen rauchen aktiv. 20% leben in reichen Ländern. Die grosse Mehrheit der Raucher lebt daher in armen Ländern.
Es gibt immer mehr rauchende Männer, aber die Anzahl scheint im Gegensatz zu dem Prozentsatz bei den Frauen (zunehmend) abzunehmen. In der Schweiz rauchen 32% der Männer und 24% der Frauen. In Frankreich ist die rauchende Population grösser: 42% der Männer und 31% der Frauen.

Es ist ebenfalls eine Tatsache, dass die Hälfte der Raucher an einer Komplikation im Zusammenhang mit Tabak sterben wird. Es gibt in einer Zigarette mehr als 4000 chemische schädigende Substanzen!
Gemäss den Daten der WHO, sterben mehr als 6 Millionen Menschen an den Folgen des Nikotinismus. Unter diesen Menschen sind sowohl aktuelle Raucher, wie auch Menschen, die früher Zigaretten geraucht haben. Wenn man es sehr dramatisch nimmt, muss man sogar die passiven Raucher zählen, da sie ebenfalls an Komplikationen von Tabak sterben können. Die letzte Kategorie umfasst einen Zehntel der verstorbenen Menschen aufgrund des Nikotinismus (etwa 600‘000 Menschen, gemäss den Zahlen der WHO).
Bei einem ehemaligen Raucher braucht es etwa 15 Jahre, damit sein Risiko für Lungenkrebs gleich hoch ist, wie für einen Nichtraucher.

Ursachen – Nikotinismus

Epidemiologie_Nikotinismus Der Nikotinismus ist nicht an und für sich eine Krankheit, aber es gibt viele Nebenwirkungen als Folge des Tabakkonsums. Die Zigarette enthält, abgesehen von Nikotin, mehr als 4‘000 chemische schädigende Substanzen.
Nikotinismus ist ein Ergebnis unserer Gesellschaft. Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass Menschen rauchen. In erster Linie sein direktes Umfeld (wenn es raucht): zuerst die Eltern, dann kommen die Freunde, weil man in der Jugend verbotene Sachen testet. Anschliessend kommen die Kollegen.
Dieselbe Umgebung erleichtert das Vorhaben, mit dem Rauchen aufzuhören, nicht. Wenn der Lebensgefährte ebenfalls raucht, ist es von Vorteil, dass das Pärchen zusammen aufhört.
Die stressigen Situationen können dazu führen, dass eine Person mit dem Rauchen beginnt (ist vor allem bei den ehemaligen Rauchern der Fall). Das inhalierte Nikotin geht schnell ins Gehirn und wirkt als Neurotransmitter für das Wohlbefinden.
Mit dem Tabakkonsum aufhören ist, auf das Wohlbefinden zu verzichten und sich den «Nebenwirkungen» des Rauchstopps auszusetzen. Dies sind z.B. Reizbarkeit, Angstzustände oder Kopfschmerzen.
Das Nikotin erhöht ebenfalls den Metabolismus, sowie die Gewichtszunahme. Es ist daher eine vernachlässigbare Ursache, dass ein Mensch nicht aufhören will, zu rauchen.

Risikopersonen

Risikopersonen_raucherentwoehnungIn den entwickelten Ländern nimmt die Anzahl der Raucher ab. In den armen Ländern hingegen ist es gerade umgekehrt. Weltweit gesehen, nimmt der Tabakkonsum jedoch nicht zu.
Nikotin ist definitiv toxisch, unabhängig davon, wie es aufgenommen wird: durch Inhalation, durch die Nahrungsaufnahme oder durch Kontakt. In den Entwicklungsländern schicken die armen Familien die Kinder zur Arbeit in die Tabakkulturen, wo sie dann an der grünen Tabakkrankheit erkranken.
Es gibt nur eine logische Schlussfolgerung. Rauchen tötet, auch in kleinen Mengen. Der Tabak tötet die Raucher und die Passivraucher. Dies führt zu hohen Kosten für die Gesellschaft, entzieht aber der Familie der verstorbenen Person ebenfalls das zusätzliche Einkommen.
Folgende Menschen sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt:

pilule•       Frauen mit oralen Kontrazeptiva (erhöhtes Risiko einer Thrombose)

•       Diabetiker (verminderte Wirkung von Insulin durch Nikotin)

•       Menschen mit hohem Blutdruck oder Patienten mit einer Herzkrankheit (erhöhtes kardiovaskuläres Risiko)

•       Schwangere Frauen (Risiko für Neugeborene: tiefes Geburtsgewicht, Risiko für respiratorische Probleme)

•       Menschen, die unter respiratorischen Problemen leiden (Raucherhusten, Asthma, Dyspnoe)

•       Menschen, die mit Rauchern leben

•       Menschen, die mit Rauchern arbeiten

Symptome

Symptome_raucherentwoehnungDie Anzahl der Entzugssymptome wird am Grad der Nikotinabhänigkeit manifestiert. Viele Raucher scheuen aus Angst vor den Symptomen eine Raucherentwöhnung. Die häufigsten Symptome sind:

– Nervosität, Reizbarkeit (Stress)
– Angst
– Schlafstörungen
Kopfschmerzen
– Konzentrationsstörungen
Müdigkeit
– Erhöhung des Appetites und Gewichtszunahme. Man weiss, dass 80% der Menschen, die mit dem Rauchen definitiv aufgehört haben, im Durchschnitt mindestens 7 Kilogramm zunehmen. Dies folgt aus diversen Studien. Diese Gewichtszunahme ist nicht auf eine erhöhte Kalorienzufuhr zurückzuführen, um etwas zu kompensieren. Gemäss Schweizer Forschern, die im August 2013 eine Studie publiziert haben, ist es aufgrund einer Veränderung der intestinalen Flora.
– Übermässiges Schwitzen
– Schwindelgefühl
Es ist interessant festzuhalten, dass eine Zigarette rauchen Teil einer ganzen Zeremonie ist, die schwierig aufzugeben ist. Die Gesten des Rauchens sind wichtig, manchmal sind sie an bestimmte Momente im Tagesablauf gebunden (z.B. nach dem Essen). Ein grosser Markt hat sich übrigens mit dem Verkauf von elektrischen Zigaretten entwickelt. Diese können ebenfalls Nikotin enthalten (in der Schweiz ist es verboten elektrische Zigaretten, die Nikotin enthalten, zu verkaufen).

Diagnose

Wir sprechen nicht über eine richtige Diagnose, wie es z.B. bei einer richtigen Krankheit der Fall ist. Jedoch können wir den Grad der Abhänigkeit einer Person bestimmen. Dadurch kann eine entsprechende Behandlung durchgeführt werden, die der Person beim Aufhören mit dem Rauchen helfen kann. Siehe auch: Behandlung zur Raucherentwöhnung.

Der Fagerström-Test wird häufig verwendet, um den Grad der Nikotinabhänigkeit zu bestimmen.

Fragen Antworten Punkte
1. Wie schnell nach dem Aufwachen rauchen Sie Ihre erste Zigarette? In weniger als 5 Minuten
Zwischen 6 und 30 Minuten
Zwischen 31 und 60 Minuten
Nach 60 Minuten
3210
2. Finden Sie es schwierig, auf das Rauchen zu verzichten, wenn es verboten ist (z.B. Kino, Bibliothek)? Ja
Nein
1
0
3. Welche Zigarette ist unverzichtbar? Die erste
Andere
1
0
4. Wieviele Zigaretten rauchen Sie pro Tag? 10 oder weniger
11 bis 20
21 bis 30
31 oder mehr
0
1
2
3
5. Rauchen Sie häufiger am Morgen? Ja
Nein
1
0
6. Rauchen Sie auch, wenn Sie krank zu Hause im Bett liegen? Ja
Nein
1
0

Ihr Ergebnis

Ergebnis zwischen 0-2: Nicht abhänig oder sehr gering abhänig

Ergebnis zwischen 3-4: Geringe Abhänigkeit

Ergebnis zwischen 5-6: Durchschnittlicher Grad der Abhänigkeit

Ergebnis zwischen 7-8: Hoher Abhänigkeitsgrad

Ergebnis zwischen 9-10: Sehr hohe Abhänigkeit

Komplikationen Raucherentwöhnung

Der Nikotinismus ist nunmehr als schädlich akzeptiert worden, sowohl für die Raucher wie auch für die Passivraucher.

Komplikationen des Tabakkonsums sind:

•       Gelbverfärbung der Zähne

•       Die Entwicklung von schlechtem Atem

•       Tabak hemmt die Wundheilung, z.B. nach Verletzungen

•       Kardiovaskuläre Risiken (Infarkt, usw.)

•       Erhöhtes Thromboserisiko bei Frauen, die Kontrazeptiva einnehmen.

•       Schwangere Frauen, die rauchen, erhöhen folgende Risiken für das zukünftige Kind: Wachstumsstörungen oder respiratorische Krankheiten wie Asthma. Es scheint so, dass Rauchen während der Schwangerschaft das Risiko für den plötzlichen Kindstod um das 3- bis 4-fache erhöht.

•       Respiratorische Beeinträchtigungen (Bronchtis, Emphysem)

•       Chemische Produkte in der Zigarette scheinen den Sexualakt zu beeinträchtigen. Die Blutgefässe des männlichen Gliedes, die sich bei der Erregung mit Blut füllen und so die Erektion ermöglichen, können verstopfen und so die Erektion verhindern.

•       Tabak vermindert die Zeugungsfähigkeit.

•       Die Entwicklung von verschiedenen Krebsarten: Lunge, Kehlkopf, Hals, Bauchspeicheldrüse, Nieren (der Urin wird sauer und kann Nierenkrebs verursachen).

•       Frühzeitiger Tod: sowohl bei Rauchern, wie auch bei Passivrauchern. Es scheint so, dass das Leben von Rauchern um etwa 10 Jahre verkürzt ist (im Vergleich mit der Population von Nichtrauchern).

Behandlung

Es existieren verschiedene Möglichkeiten, die verwendet werden können, um mit dem Rauchen aufzuhören.

Das Wichtigste ist, dass man ein positives Ergebnis erreicht. Die erste Bedingung ist, dass der Raucher den festen Willen hat, mit dem Rauchen aufzuhören.

Als erstes ist es notwendig, zu bestimmen, wieviele Zigaretten pro Tag geraucht werden sowie die Rauchgewohnheiten zu erfassen.

Es gibt eine ganze Reihe an Nikotinpräparaten wie z.B. Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis oder Nikotinlutschtabletten.

Diese Mittel gibt es rezeptfrei in der Apotheke zu kaufen. Lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten!

Sollten diese Möglichkeiten zur Raucherentwöhnung nicht wirken, so ist es möglich ein Rezept für Bupropion (Zyban®) oder Vareniclin (Champix®) zu erhalten. Jedoch erfordert dies einen Arzttermin, da der behandelnde Arzt über die Verschreibung der Medikamente entscheiden muss, da es zu Nebenwirkungen wie Depressionen oder Suizidgedanken kommen kann. Diese Mediamente sollten nicht von Menschen mit Depressionen oder psychiatrischen Erkrankungen eingenommen werden. Zudem soll beachtet werden, dass die rezeptfrei erhältlichen Medikamente sehr effektiv sind zur Behandlung der Raucherentwöhnung.

Man muss wissen, dass die gleichzeitige Einnahme beider Medikamente (Bupropion und Vareniclin) für die Raucherentwöhnung eine grössere Wirksamkeit hätte, als die einzelne Einnahme jedes Wirkstoffes. Fragen Sie Ihren Arzt um Rat. Einige Ärzte verbinden noch ein Antidepressiva aus der Klasse der SSRI mit der Therapie des übermässigen Tabakkonsums, vor allem wenn der Patient gleichzeitig an einer Depression leidet (Entzugssymptome nach Tabakentzug möglich).

Anmerkungen zur Behandlung mit Medikamenten (Nikotin, Bupropion oder Vareniclin)

– Alle diese medikamentösen Behandlungen funktionieren nicht zu 100%. Tatsächlich wird ein Teil der Patienten einen Rückfall erleiden (hat aufgehört zu rauchen und beginnt wieder), ein Teil wird ganz einfach nicht aufhören können aber ein Teil, trotzdem noch signifikant, wird dauerhaft das Rauchen aufgeben.
– Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Medikamenten für die  Raucherentwöhnung  wirksamer war, als auf eine medikamentöse Behandlung zu verzichten: Die Erfolgsrate des Entzugs war grösser. Diese drei Medikamente (Nikotin, Bupropion oder Vareniclin) für die Raucherentwöhnung haben gegenüber Placebo eine erhöhte Wirksamkeit gezeigt.
– Notieren wir uns, dass die Einnahme von Medikamenten zur Raucherentwöhnung nur ein Teil des Erfolges ist, um sich dem Tabak dauerhaft abzuwenden. Andere Aspekte wie die psychologische oder kognitive Seite sind ebenfalls sehr wichtig. Zum Beispiel werden gewisse Menschen während dem Kaffee trinken immer eine Zigarette wollen: Wie soll man diese Verbindung im Gehirn blockieren? Die Medikamente werden dieses Verlangen nicht immer unterdrücken können, andere Therapien müssen also in Betracht gezogen werden.

Eine Fachperson oder eine auf Tabak spezialisierte Institution wird Ihnen  wertvolle Ratschläge geben.

Es ist auch möglich, Symptome wie Nervosität oder Schlafstörungen natürlichen Methoden zu behandeln.

Einige Alternativen könnten sein: Gruppentherapie, Akupunktur, Elektronische Zigarette oder auch Hypnose.

Elektrische Zigarette

Die elektrische Zigarette gibt es auf den europäischen Märkten seit Ende der Jahre 2000. Ursprünglich wurde sie als Hilfe für den Rauchstopp vorgestellt, die für Menschen, die alle Nikotinersatzprodukte erfolglos getestet haben, gedacht war.
Der Aufbau dieser E-Zigaretten ist ganz einfach. Sie bestehen aus 3 Hauptelementen:
•       Die Batterie, normalerweise aus Lithium (wieder aufladbar oder auch nicht)
•       Der Heizkörper, der die Flüssigkeit in Dampf verwandelt (die Flüssigkeit wird in einer austauschbaren Kartusche gelagert).
•              Die Nachfüllung (Kartusche). Sie enthält die Flüssigkeit, die verdampft werden soll. Diese Lösung besteht aus Wasser und Propylenglykol. Manchmal wird sie auch aromatisiert. Gewisse Länder wie Frankreich erlauben den Verkauf von elektrischen Zigaretten, die Nikotin enthalten.

Gewisse Studien haben die Effizienz dieser E-Zigaretten in der Raucherentwöhnung gezeigt; sogar wenn diese kein Nikotin enthalten. Der Erfolg kommt vor allem daher, dass die elektrischen Zigaretten den normalen Zigaretten sehr ähnlich sind, aber nicht dieselben Inhaltsstoffe haben.
Die Forscher konnten folgende Punkte zeigen: auch wenn die elektrische Zigarette Nikotin enthält, ist die Konzentration, die in den Mund gelangt, geringer.
Bei Zigaretten, die nur Wasser und Propylenglykol enthalten, kann sich letzteres im Kontakt mit dem Heizkörper in eine toxische Substanz umwandeln. Diese Konzentration ist aber viel tiefer als die Konzentrationen, die beim Rauchen einer normalen Zigarette entsteht.
Es ist sicher, dass die elektronischen Zigaretten ein wachsender Markt sind und die ganze Welt versucht, sich diese streitig zu machen. Gemäss unserer Ansicht ist es das Wichtigste, dass Sie sich dieses Produkt bei einem spezialisierten Detaihandel kaufen. Dieser kann Ihnen zur Zusammensetzung genaue Angben machen. Ersetzen Sie nicht ein toxisches Produkt durch ein anderes!

Heilpflanzen

Für Menschen, die die alternative Medizin bevorzugen, sind einige pflanzliche Heilmittel möglich. Wir weisen auch darauf hin, dass Allopathie und alternative Heilmethoden kompatibel sind und sich ergänzen können.

Phytotherapie gegen das Rauchen

Die Phytotherapie wird verwendet, um den Körper zu entgiften und die häufigsten Symptomen des Rauchens zu reduzieren. Dies sind: Unruhe und Angst.

baldrian_raucherentwoehnungBei der Entgiftung können grüne Kaffeebohnen oder Baldrianwurzeln verwendet werden.

Die Nervosität, die durch die Abstinenz von Tabak bzw. Nikotin verursacht wird, kann dank Baldrian, Hopfen oder Marakuja in Form von Tabletten oder Infusionen verabreicht werden.

In der Homöopathie ist es möglich, Gelsemium CH9 einzunehmen. Man sollte 2 bis 3 Mal täglich 3 Globuli einnehmen. Diese lässt man unter der Zunge vergehen und sollte darauf achten, dass man noch nüchtern ist.

Die ätherischen Öle sind bei der Raucherentwöhnung ebenfalls sehr wirksam. Durch das Verbreiten von einigen Tropfen Mandarinenöl in der Luft, sind Sie ruhiger und entspannter und können sich von Ihren Ängsten und der Gereiztheit entledigen.
Tragen Sie immer Lavendelöl bei sich, das Sie auf Ihre Handgelenke auftragen können, um den Duft oft einzuatmen. Die entspannende Wirkung ist bewiesen.

Ratschläge

Um wirklich mit dem Rauchen aufzuhören, ist es wichtig, dass der zukünftige Nichtraucher auch wirklich diesen Wunsch hat.

Ratschläge zur Raucherentwöhnung

1. Tipps für Kaugummi

– Die Kaugummis sollten sehr langsam gekaut werden (10 mal kauen, dann den Kaugummi im Mund lassen, wieder 10 mal kauen und das etwa 30 Minuten wiederholen).
– Nehmen Sie keine sauren Getränke zu sich (Kaffee, Fruchtsäfte, Coca-Cola u.a.)

2. Tipps zur Nutzung des Raucherpflaster

– Ändern Sie regelmässig die Position des Pflasters
– Waschen Sie sich Ihre Hände nach Aufsetzen des Pflasters
– Die Behandlung wird in 3 verschiedenen Phasen durchgeführt: Maximale Dosis in den ersten 3-4 Wochen. Die Dosis sollte alle 2 oder 4 Wochen gesenkt werden. Die Behandlung sollte nicht länger als 3 Monate dauern, jedoch ist es natürlich immer noch besser, Sie verwenden Pflaster und ein paar Zigaretten, als keine Pflaster und dafür wieder die Menge an Zigaretten, welche Sie früher konsumiert haben.

3. Tipps die helfen, um mit dem Rauchen aufzuhörenµ

– Wenn Sie das Verlangen nach einer Zigarette haben, warten Sie einfach 3 Minuten, bis Sie die Zigarette anzünden
– Notieren Sie sich auf einem Stück Papier die Vorteile des Nichtrauchens und bewahren Sie dieses an gut sichtbaren Stellen auf.

Vorbeugung

Nikotinismus ist eine wichtige Ursache für den Tod bei Rauchern und Ihrem Umfeld (Passivraucher). Diese Ursache kann aber verhindert werden, insbesondere durch Prävention.

Staatliche präventive Massnahmen gibt es in Form der Taxe auf den Zigaretten. Diese Gebühr wurde eingeführt, um die Menschen vom Rauchen abzuhalten. Das Geld, das durch diese Gebühren eingenommen wird, wird für Programme oder auch Sensibilisierungskampagnen eingesetzt, die den Menschen die schädigenden Wirkungen des Tabaks aufzeigen sollen.
Das Verbieten der Werbung hat ebenfalls zur Verminderung des Tabakkonsums beigetragen.
Die Warnungen auf den Zigarettenpackungen sind zudem ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Tabakkonsum.
Neue Gesetze gegen das Rauchen an öffentlichen Orten helfen grundlegend mit, Nichtraucher vor dem Passivrauchen zu schützen. In den Restaurants schützt man nicht nur die Kundschaft, sondern auch das Personal.
Die WHO hat ein Überwachungssystem eingerichtet, um die Folgen des Tabakkonsums zu beobachten und auszuwerten.
Der Tabak bleibt aber eine legale Droge und hat eine wichtige Lobby. Man muss sich also, nebst den Folgen für die persönliche Gesundheit, selber klarmachen, welche Verantwortung man gegenüber den Mitmenschen trägt: der Familie, den Kindern und seinem nahen Umfeld.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 20.03.2015 verändert.

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