Schuppen

Definition

Definition_schuppen

Schuppen sind feine Schüppchen, die weisslich sind und von der Kopfhaut stammen.

Manchmal sind sie ein Zeichen einer Mykose der Kopfhaut. Die Schuppen sind nicht ansteckend.

Man sollte wissen, dass Männer häufiger von Schuppen betroffen sind als Frauen, da die Männer mehr Talg produzieren.

Man unterscheidet zwei Arten von Schuppen:

– Trockene Schuppen: es handelt sich um eine beschleunigte Regeneration der Zellen der Kopfhaut. Man spricht von trockenen Schuppen, wenn sie sehr fein sind und sich leicht ablösen.

– Fettige Schuppen: es handelt sich um eine Überproduktion von Talg in den Haaren; man spricht auch von einer seborrhoischen Dermatitis. Man findet die fettigen Schuppen auf fettigen Haaren. Man kann sie einfach erkennen, da sie gelblich sind und auf der Kopfhaut kleben. Die fettigen Schuppen können Kinder treffen. Es bessert meistens zwischen 8 und 12 Monaten. Es trifft häufig auch bei Menschen jeglichen Alters mit fettigen Haaren auf.

Epidemiologie

Etwa 1 bis 3% aller Erwachsenen und 10% aller Babys unter 1 Jahr leiden unter der seborrhoischen Dermatitis.

Ursachen

Die Hauptursache von Schuppen ist die zu häufige Verwendung von reinigenden Shampoos, die nicht nur die Haare reinigen sondern auch die Kopfhaut reizen.

Übrigens sind Menschen mit eher trockener Haut häufiger diesem Problem ausgesetzt.

In gewissen Fällen wird das Auftreten von Schuppen durch eine Hautkrankheit ausgelöst, wie z.B. durch die seborrhoische Dermatitis (fettige Schuppen, vgl. unter Definition), durch Ekzeme (Kontaktdermatitis) oder die Schuppenflechte.

Das Fallen der Schuppen tritt häufig auch vor allem bei Männern, die grossen Stress haben, unter Hormonschwankungen leiden oder ängstlich sind, auf.

Neurologische Erkrankungen wie Parkinson erhöhen das Risiko unter einer seborrhoischen Dermatitis zu erkranken.

Gewisse Wissenschaftler denken, dass Pilze (Mykosen) vom Typ Malassezia im Zusammenhang mit Schuppen stehen. Diese Pilze kommen natürlicherweise auf der Kopfhaut vor, aber in gewissen Fällen entwickeln sie sich stärker. Studien konnten eine Verbindung zwischen der Erhöhung von Malassezia und dem Auftreten von Schuppen noch nicht beweisen. Aber Menschen mit Schuppen haben oft eine erhöhte Anzahl Pilze. Man hat diese Verbindung beobachtet, aber bisher ist es noch nicht als Ursache notiert.

Symptome

Was die trockenen Schuppen betrifft: man findet sie auf den Schultern oder Kleidern als weisse kleine Plättchen, die wenig ästhetisch aussehen.

– Fettige Schuppen sieht man nicht unbedingt, aber sie führen zu Juckreiz oder Irritationen auf der Kopfhaut.

Die fettigen Schuppen können von Rötungen begleitet werden.

In beiden Fällen werden die Schuppen von fettigen Haaren begleitet. Sie verschlimmern sich beide mit der Kälte, insbesondere bei einem trockenen Winter.

Schuppen können natürlicherweise vor allem bei Babys unter einem Monat verschwinden. Bei Erwachsenen sind Schuppen normalerweise eine chronische Erkrankung und erfordern eine Behandlung über eine lange Zeit.

Seborrhoische Dermatitis

Bei den Kindern löst die seborrhoische Dermatitis Rötungen, fettige Haare, Schuppung der Haut und Juckreiz aus. Nebst der Kopfhaut kann diese Krankheit auch andere Regionen wie das Gesicht, die Ohren, den Hals oder Hautfalten befallen.

Bei den Erwachsenen kommt es zu Rötungen, fettigen Haaren, Schuppung der Haut und Juckreiz. Bei den Männern kann es sowohl die Kopfhaut sowie auch den Bart betreffen. Andere Regionen, die betroffen sind, sind die Ohren, das Gesicht, die Augenbrauen und die Nase.

schuppen

Behandlung

– Trockene Schuppen treten als Folge einer beschleunigten Regeneration der Haarzellen auf. Es reicht daher, sie mit einem speziellen Shampoo zu pflegen und diese Regeneration zu normalisieren.

Beispiele: Squa-med® (auf Basis von Pyrithion Zink und Undecylenamid MEA-sulfosuccina, wird in der Schweiz verkauft), Antischuppen Shampoo von Charlieu, Shampoos mit Myrrhe oder Eukalyptus von Petit Marseillais oder Bain gommage von Kerastase.

Bemerkungen. Es wird empfohlen, diese Spezialshampoos mit normalen Shampoos abzuwechseln.

– Die Behandlung von fettigen Schuppen ist vergleichbar Sie werden durch übermässige Talgproduktion ausgelöst. Daher muss man diese Sekretion mit Spezialshampoos gegen fettige Haare regulieren.

Beispiel: Squamed® (auf Basis von Pyrithion Zink und Undecylenamid MEA-sulfosuccina, wird in der Schweiz verkauft)

Abgesehen davon, werden fettige Schuppen manchmal auch durch einen Pilz ausgelöst. In diesem Fall sollte man Antipilz-Shampoos anwenden, wie z.B. Terzolin oder Nizoral (Ketoconazol), die in der Schweiz verkäuflich sind. Fragen Sie in anderen Ländern nach vergleichbaren Produkten.

Bemerkungen: Zu häufiges Haare waschen mit einem Shampoo gegen fettige Haare verstärkt das Problem, da die Talgdrüsen dann noch mehr Talg produzieren. Man sollte daher zwischen einem Shampoo gegen fettige Haare und einem milden Shampoo abwechseln.

Behandlung seborrhoische Dermatitis

– Bei den Kindern mit seborrhoischer Dermatitis verbessert sich normalerweise das Krankheitsbild, auch ohne spezifische Behandlung, innerhalb von wenigen Wochen bis Monaten. In gewissen Fällen, ist eine Behandlung notwendig: in diesem Fall sollte man Baby Shampoo verwenden und die abschuppende Haut sorgfältig mit einem weichen Schwamm entfernen. Man kann auch ein Baby Öl auftragen, um die Schuppen zu entfernen und anschliessend das Shampoo verwenden. Wenn die Symptome persistieren, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Er kann eine spezifische Behandlung auf Basis von Kortison oder ein Antipilz-Shampoo verschreiben.

– Bei Erwachsenen ist die seborrhoische Dermatitis meistens chronisch und benötigt eine Behandlung über eine längere Zeit. Man beobachtet 5 Wochen nach Beginn der Behandlung die ersten Resultate. Die Shampoos muss man normalerweise 5 bis 10 Minuten einwirken lassen und anschliessend mit Wasser auswaschen. Fragen Sie Ihren Apotheker für weitere Informationen um Rat.

Wenn die Symptome fortbestehen, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Er kann eine spezifischere Behandlung z.B. auf Basis von Kortison oder ein Antipilz-Shampoo verschreiben.

Heilpflanzen

Es gibt Shampoos auf Basis von Pflanzen, um Schuppen zu behandeln: z.B. mit Myrrhe, Eukalyptus oder Huflattich (z.B. von den Rausch Shampoos).

Für weitere Informationen bezüglich der Dosierung, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen.

Teebaumöl hat eine positive Wirkung gegen Schuppen. Man sollte es natürlich als Shampoo verwenden.

Heilpflanzen_schnupfen

Hausmittel

– Dekokt für die Haare

Thymianlotion

Ratschläge

Wenn man nichts gegen Schuppen unternimmt, kann es langfristig zu einer Entzündung (mit medizinischen Konsequenzen) kommen. Daher sollte man sofort eine Behandlung starten.

– Wenn die Kopfhaut gerötet ist oder stark juckt, ist es von Vorteil, einen Arzt zu konsultieren.

– Wenn sich die Schuppen nicht nur auf dem Kopf, sondern auch sonst auf dem Körper bilden, sollte man sofort den Arzt konsultieren.

– Menschen mit trockener Haut sollten die Haare nicht zu oft waschen, vor allem im Winter nicht.

– Um die Kopfhaut zu pflegen, sollte man sich gesund ernähren (viel Zink und Vitamin B)

– Verwenden Sie sanfte Shampoos

– Verwenden Sie möglichst wenige Haarprodukte wie Gel, Haarspray, Schaum, usw. Die Haare werden fettiger, was wiederum eine Quelle für Schuppen ist.

– Die Sonnenexposition könnte die Schuppenbildung vermindern. Achtung, die Sonne kann für die Haut gefährlich sein (Hautkrebs). Man sollte sich deshalb nur moderat der Sonne aussetzen und Sonnencreme auftragen. Fragen Sie Ihren Arzt für weitere Informationen um Rat.

– Wenn Sie auf der Kopfhaut oder Kleidung Schuppen finden, wird empfohlen, Antischuppen-Shampoos (oder Antipilz-Shampoos wenn die Ursache ein Pilz ist) mehrmals monatlich zu verwenden, um neue Fälle zu vermeiden. Fragen Sie Ihren Arzt für persönliche Informationen um Rat.

– Waschen Sie Ihre Haare nicht mit zu heissem Wasser

– Schlafen Sie nicht mit nassen oder feuchten Haaren

Wie übersetzt man Schuppen in andere Sprachen ?
  • Portugiesisch: caspa

  • Spanisch: caspa

Bild: © adam88xx Fotolia.com

Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 20.03.2015 verändert.

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