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5 Nahrungsmittel zur Vorbeugung gegen Alzheimer

Epidemiologie_blasenkrebsIn Anbetracht der steigenden Lebenserwartung und einer oftmals ungesunden Ernährung stellt Alzheimer eine echte Bedrohung für die westlichen Gesellschaften dar. Da bisher, wie wir wissen, keine nachweislich wirksame Behandlung existiert, mit der die Krankheit gestoppt werden könnte, spielt die Vorbeugung eine entscheidende Rolle. Ein gutes Mittel, um das Auftreten dieser Krankheit zu verringern, ist der regelmäßige Verzehr bestimmter Nahrungsmittel. Diese sind vor allem in der mediterranen Küche anzutreffen. Eine Anfang August 2016 in der Fachzeitschrift Frontiers of Nutrition veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass diese Ernährungsweise zur Verringerung des kognitiven Verfalls bzw. zur Verbesserung der kognitiven Leistungen beiträgt und auf diese Weise das Auftreten von Alzheimer verringert. Zu diesen Schlussfolgerungen gelangten Roy Hardman und sein Team an der Swinburne University of Technology in Melbourne, Australien, nach der gründlichen Analyse von 18 Studien, die sich zwischen 2000 und 2015 mit diesem Thema befasst hatten. Nach den Angaben der Forscher ist die positive Wirkung der mediterranen Ernährungsweise auf das Gedächtnis besonders auffallend. 

Hier werden 5 Nahrungsmittel aufgezählt, von denen wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass sie zumindest teilweise vorbeugend gegen Alzheimer wirken.

1. Salzwasserfische. Bekanntermaßen enthält Fisch eine hohe Anzahl an Omega-3-Fettsäuren. Diese Substanzen, die für das einwandfreie Funktionieren des Gehirns unverzichtbar sind, finden sich in hoher Konzentration in Salzwasserfischen, wie z. B. Lachs oder Sardinen. Abgesehen von Omega-3-Fettsäuren enthalten diese Fische auch Selen, das das zur Verbesserung der kognitiven Funktionen beiträgt.
Eine Studie, die von der University of California in Los Angeles (UCLA) mit 260 Personen durchgeführt wurde, hat nachgewiesen, dass Fisch das Volumen der grauen Substanz im Gehirn, einer Region, die für die Merk- und Lernfähigkeit zuständig ist, vergrößert. Doch Vorsicht: Der Fisch darf nicht gebraten werden, denn dabei verliert er seine Ernährungseigenschaften.
In einem Interview für Creapharma erklärt Roy Hardman, der Leiter der am Anfang dieses Artikels beschriebenen Studie, dass folgende Fische zur Gewährleistung einer einwandfreien Gehirnfunktion besonders empfehlenswert seien: Fettreiche Fische wie Sardinen, Hering und Sardellen sowie große Fische wie Lachs, Forelle, Thunfisch und Makrele.
Praktischer Ernährungstipp: Wenn möglich, setzen Sie mindestens einmal pro Woche Fisch auf ihren Speiseplan (dreimal pro Woche wäre ideal).

2. Grünes Blattgemüse. Zu dieser Nahrungsmittelfamilie zählt man insbesondere Salat und seine verschiedenen Varianten, Rucola, Kreuzblütler, Kohl oder Spinat. Nach einer Studie mit der Bezeichnung Mind erlebten Menschen, die täglich 1 bis 2 Portionen grünes Blattgemüse verzehrten, eine Verjüngung ihrer kognitiven Funktionen um 11 Jahre. Diese Studie umfasste 950 Teilnehmer. Es ist wichtig, das grüne Blattgemüse frisch zu verzehren, damit alle seine Moleküle, die seine Ernährungseigenschaften garantieren, wie z. B. Vitamin K oder Beta-Karotin, erhalten bleiben.
Praktischer Ernährungstipp: Der tägliche Verzehr von einer Portion grünes Blattgemüse wäre ideal.

3. Rote Früchte. Rote Früchte wie Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren und zahlreiche andere Beerenfrüchte enthalten eine hohe Anzahl an Anthocyanen. Dabei handelt es sich um Moleküle mit antioxidativen und neuroprotektiven Wirkungen. Bei einer Studie der Universität Harvard verjüngte der Verzehr von 2 bis 3 Portionen roter Früchte pro Woche die kognitiven Funktionen der Studienteilnehmer um 2,5 Jahre.
Praktischer Ernährungstipp: Der Verzehr von 2 bis 3 Portionen roter (Beeren)Früchte pro Woche wäre ideal. Denken Sie daran, alle Früchte zu waschen, um Schädlingsbekämpfungsmittel und andere Giftstoffe zuverlässig zu beseitigen. Wenn möglich, verwenden Sie bevorzugt Früchte aus biologischem Anbau.

4. Nüsse. Ölhaltige Früchte wie Nüsse, Haselnüsse und Mandeln wirken aufgrund einer hohen Konzentration an pflanzlichem Fett, wie z. B. Omega-3-Fettsäuren, buchstäblich wie ein „Schmieröl“ auf das Gehirn, was eine spanische Studie nachgewiesen hat, die vor kurzem vom Klinischen Krankenhaus Barcelona durchgeführt wurde. Dieser Studie zufolge, die am 11. Mai 2015 in der Fachzeitschrift JAMA Internal Medicine veröffentlicht wurde, soll der verstärkte Verzehr von Nüssen und Olivenöl (siehe Punkt 5.) die Gehirnleistungen von älteren Menschen verbessern, indem er den kognitiven Verfall hinauszögert. Nüsse und Olivenöl sind unverzichtbare Bestandteile des mediterranen Speiseplans.
Praktischer Ernährungstipp: Verzehren Sie täglich 30 g Nüsse (einschließlich Mandeln). Besonders empfehlenswerte ist die Paranuss, da sie ebenfalls reich an Selen ist.

5. Natives Olivenöl extra. Wie wir unter Punkt 4. oben gesehen haben, hat eine vor kurzem durchgeführte spanische Studie seinen Nutzen für eine einwandfreie Gehirnfunktion nachgewiesen. Olivenöl ist insbesondere reich an Ölsäure, einer Fettsäure, die in der Ernährung eine wichtige Rolle spielt. Andere Moleküle, die in Olivenöl enthalten sind, weisen auch eine antioxidative Wirkung auf.
Der Nutzen des Olivenöls und der Nüsse für die einwandfreie Funktion des Gehirns soll mit der Myelinscheide, welche die Nervenfasern schützend umhüllt, zusammenhängen. Um die einwandfreie Funktion der Myelinscheiden zu gewährleisten, benötigt das Gehirn hochwertige Fette aus Nahrungsmitteln, wie sie ihm z. B. durch Nüsse und Olivenöl geliefert werden.
Roy Hardman (Foto), der Leiter der am Anfang dieses Artikels erwähnten Studie, antwortet auf die entsprechende Frage von Creapharma, dass das native Olivenöl extra auf dem mediterranen Speiseplan die wichtigste Fettquelle darstellt, was sich für ein gesundes Gehirn als wichtig erweist.
Praktischer Ernährungstipp: Verzehren Sie täglich mindestens 2 bis 3 Esslöffel Olivenöl. Scheuen Sie sich nicht, beim Kochen die Butter durch Olivenöl zu ersetzen. Doch Vorsicht: Kalt verzehrtes Olivenöl (im Salat) ist wirksamer als erhitztes Olivenöl.

Bonus. Welche Nahrungsmittel es zu vermeiden gilt
Wie die im August 2016 in der Fachzeitschrift Frontiers in Nutrition veröffentlichte Studie erwähnt, enthält der mediterrane Speiseplan wenig Fleisch. Um dem Auftreten von Alzheimer wirksam vorzubeugen, sollte folglich ein zu häufiger Verzehr von Fleisch (einschließlich Huhn) vermieden werden. Pflanzliches Eiweiß und Fischeiweiß sollten bevorzugt werden. Auch Milchprodukte, die auf dem mediterranen Speiseplan ebenfalls kaum vorkommen, sollten vermieden oder zumindest verringert werden.

Artikel aktualisiert am 18. Januar 2017. Von Xavier Gruffat, Pharmazeut. Quellen (Referenzen): Frontiers of Nutrition, im August 2016 in englischer Sprache durchgeführte Interviews mit Roy Hardman. Fotos: Fotolia.com. Diesen Artikel in anderen Sprachen lesen, z. B. auf Italienisch oder Französisch.

Um welche Zeit sollte man die Medikamente einnehmen?

Woman having pills and tablets.PARISNormalerweise müssen die Medikamente an jedem Tag zur selben Zeit eingenommen werden. Ist es aber besser, wenn man sie am Morgen, abends, vor dem Schlafengehen, nüchtern oder während dem Essen einnimmt? Creapharma erörtert oft verwendete freiverkäufliche (OTC) und rezeptpflichtige (RX) Medikamente.
Halten wir fest, dass man immer die Empfehlungen des Arztes oder Apothekers einhalten sollte. Es gibt aber keinen Grund, nicht nach der genauen Zeit zu fragen und den Einnahmezeitpunkt eventuell zu verändern, um die Behandlung zu optimieren.

Warum gibt es verschiedene Einnahmezeitpunkte?

Aufgrund des zirkadianen Zyklus, der den Organismus reguliert (insbesondere den Schlafrhythmus und der Hormone), kann die Einnahme des Medikamentes an einem bestimmten Zeitpunkt des Tages mehr Sinn machen als an einem anderen. Sei dies um die Wirkung zu verbessern, Nebenwirkungen zu vermindern wie bei gewissen Antidepressiva, usw. Die Wissenschaft, die diesen Ablauf studiert, nennt sich Chronobiologie oder Chronotherapie.

Kortikoide. Am Morgen

Weil das Kortison vom Körper vorzugsweise am Morgen produziert wird, macht es Sinn, die Kortisontabletten ebenfalls am Morgen einzunehmen. Es gleicht sich somit dem natürlichen Zyklus des Hormons an. Es wird empfohlen (ausgenommen medizinische Ausnahmen), 2/3 der Kortisondosis morgens nach dem Frühstück einzunehmen. Den Rest kann man dann anfangs Nachmittag einnehmen.

Antidepressiva. Am Morgen

Normalerweise empfehlen die Ärzte oder Psychiater die Einnahme der Antidepressiva am Morgen, da es gewisse Wirkstoffgruppen wie z.B. die selektiven Serotonin Wiederaufnahmehemmer (Fluoxetin, Citalopram) gibt, die als Nebenwirkung zu Schlafstörungen führen.

Bisphosphonate. Morgens nüchtern.

Diese wirksamen Medikamente zur Behandlung und Vorbeugung der Osteoporose, müssen morgens nüchtern eingenommen werden. Achtung, oft werden sie nur 1 Mal pro Woche oder Monat eingenommen. Fragen Sie Ihren Apotheker um Rat. Diese Medikamente werden durch den Gastrointestinaltrakt nur schwer absorbiert. Deshalb müssen sie nüchtern eingenommen werden. Oft empfiehlt man die Einnahme 1 Stunde vor dem Essen, um eine gute Absorption zu gewährleisten.

Antiallergikum. Abends

Man empfiehlt die Einnahme des Antiallergikums, insbesondere von Antihistaminika, abends. Diese Medikamente können bei der Einnahme während des Tages zu Schläfrigkeit führen. Die Einnahme am Abend ist ebenfalls von Vorteil, da die Symptome des Heuschnupfens oft morgens am stärksten sind. Mit der Einnahme am Abend kann der Patient von allen Wirkungen dieser Wirkstoffklasse profitieren, wissend, dass die maximale Wirkstoffkonzentration oft 8 bis 12 Stunden nach der Einnahme ist.

Aspirin. Abends

Um mögliche Nebenwirkungen des Magendarmtraktes zu vermindern, sollte Aspirin abends eingenommen werden. Wenn möglich zusammen mit einer Mahlzeit.

Wachstumshormone. Abends

Weil die Wachstumshormone natürlicherweise vor allem in der Nacht produziert werden, wird empfohlen, die Medikamente abends einzunehmen.

Statine. Vor dem Schlafengehen.

Die Leber produziert in der Nacht viel mehr Cholesterol als z.B. am Nachmittag. Daher wird empfohlen, die Statine vor dem Schlafengehen einzunehmen.

Antibiotika. Verschieden.

Gewisse Antibiotika wie Makrolide, Fosfomycin oder Cefalexin werden besser absorbiert, wenn sie ohne Nahrung eingenommen werden. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, wann Sie die Antibiotika einnehmen sollen.

Andere Wirkstoffe wie z.B. Amoxicillin werden normalerweise mit dem Essen eingenommen.

Antazida. Nach dem Essen, vorzugsweise abends.

Um mit der Wirkung der Medikamente im Einklang zu sein wird empfohlen, die Antazida 2 Stunden nach dem Essen einzunehmen. Medikamente gegen Ulzera hingegen nimmt man 1 Stunde nach dem Essen ein.

Die Einnahme nach dem Essen oder vor dem Schlafengehen ist eine gute Idee, da der Magen vor allem zwischen 22 Uhr und 2 Uhr morgens Magensäure produziert.

Achtung bezüglich Interaktionen mit anderen Medikamenten wie Eisen oder gewissen Antibiotika (z.B. Tetrazykline). In diesem Fall muss ein Abstand von 2 Stunden zu dem Medikament eingehalten werden.

Entzündungshemmer. Normalerweise mit dem Essen.

Nichtsteroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen werden oft besser vertragen, wenn man sie zusammen mit der Nahrung einnimmt.

Bei Kopfschmerzen (Lumbalgien) oder Arthrose, sollten Sie das NSAR etwa 6 Stunden vor dem Schmerzhöhepunkt einnehmen. Wenn Sie z.B. immer anfangs Nachmittag unter Schmerzen leiden, sollten Sie das Medikament morgens einnehmen.

Update: 13.10.2016. Geschrieben von Xavier Gruffat (Apotheker, ETH Zürich).

10 Ratschläge für den besten Umgang mit der Menopause

menopauseBei der Menopause handelt es sich um keine direkte Krankheit, sondern um einen weiteren Lebensabschnitt bei der Frau. Dieser ist durch den Rückgang der weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron gekennzeichnet. Es kann zu unterschiedlichen Symptomen wie beispielsweise Hitzewallungen, Reizungen, Depressionen, Gewichtszunahme kommen.

Wie Frauen wissen nicht mit diesem Lebensabschnitt umzugehen, welcher ein paar Monate

bis zu ein paar Jahren andauern kann. Nachfolgend finden Sie 10 Ratschläge aufgelistet, die bei der Menopause behilflich sein können.

1. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Die Ernährung sollte reich an Früchten, Gemüse und kalorienarmen Lebensmitteln sein. Vermeiden Sie fettige Speisen, überschüssigen Zucker, Getränke wie Cola oder Brause und salzige Speisen. Eine gesunde Ernährung reduziert die Gewichtszunahme während der Menopause.

2. Kontrollieren Sie Ihr Gewicht. Während der Menopause verändert sich der Stoffwechsel der Frau. Aus diesem Grund kann es leicht zur Gewichtszunahme kommen. Durch die Gewichtszunahme verschlechtern sich die Symptome wie beispielsweise Hitzewallungen, sowie erhöht sich das Risiko für die Entstehung von Herzerkrankungen.

3. Lassen Sie regelmäßige ärztliche Untersuchungen durchführen. Studien geben an, dass etwa 80% der Frauen während der Menopause an Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck (Hypertonie), Schilddrüsenerkrankungen erkranken. Aus diesem Grund wird eine regelmäßige ärztliche Untersuchung empfohlen.

4. Üben Sie körperliche Aktivitäten aus. Sport hilft nicht nur zur Gewichtskontrolle, sondern auch gegen Hitzewallungen. Viele Frauen bewerten den Sport während der Menopause als eine Verbesserung der Lebensqualität.

5. Erfrischen Sie sich. Hitzewallungen können während der Menopause äußerst unangenehm sein. Vermeiden Sie den Konsum von heißen Getränken während dieser Zeit. Es sollten kalte Fruchtsäfte, Wasser oder kalte Milch getrunken werden. Hinweis: vermeiden Sie den Konsum von Getränken wie Cola, Brause oder alkoholischen Getränken.

6. Vermeiden Sie das Rauchen. Der Konsum von Zigaretten kann dem Körper schaden. Dies ist besonders während der Menopause der Fall. Die Hitzewallungen können stärker auftreten und es kann zu einem erhöhten Risiko für das Auftreten von einem Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Krankheiten, welche des Lebens des Patienten gefährden können, kommen.

7. Achten Sie auf Ihre Stimmung. Die hormonelle Veränderung, die während der Menopause auftreten kann, können zu Reizbarkeit, Empfindlichkeit und zu Depressionen führend. Sprechen Sie mit Freunden oder einer anderen vertrauten Person, um diese Stimmungsschwankungen zu verstehen. Konsultieren Sie einen Gynäkologen oder Psychiater, wenn Sie Anzeichen von Depressionen haben.

8. Wissen, wann die Menopause beginnt. Das Alter bei der Menopause kann von Frau zu Frau variieren. In der Regel tritt sie von 50 Jahren auf. Wenn bei Ihnen Hitzewallungen, Reizbarkeit und andere Symptome auftreten, sollten Sie einen Arzt konsultieren.

9. Es muss eine angemessene Behandlung erfolgen. Frauen können keine Hormon-Ersatz-Therapie durchführen, wenn ein erhöhtes Risiko für einen Krebserkrankung oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht. Aus diesem Grund existieren andere Behandlungen auf der Basis von Naturstoffen wie beispielsweise Soja-Isoflavon-Extrakten. Darüber hinaus können Medikamente gegen die Hitzewallungen angewendet werden. Konsultieren Sie einen Arzt, um weitere Informationen zu erfahren.

10. Konsumieren Sie Vitamin C. Die tägliche Zufuhr von 400 IE Vitamin E hilft bei der Reduzierung der Symptome die bei einer Menopause auftreten können. Konsultieren Sie einen Arzt, um weitere Informationen zu erfahren.

Erfahren Sie mehr über die Symptome und Behandlungsformen bei der Menopause.

10 Ratschläge bei einem heißen Sommer

cystite-boire-frZÜRICH – Der Sommer nimmt jetzt erst so richtig Fahrt auf. In diesem Zeitraum ist die Sonnenstrahlung besonders intensiv und die Temperatur steigt stetig. Einige Menschen haben das Glück das warme Wetter am Pool oder Strand zu genießen, wobei andere Menschen besonders in den großen Städten Ihrer Routine wie beispielsweise der Arbeit nachgehen. In diesem Fall kann die wärme ein ernsthaftes Problem darstellen, welches sich häufig durch Müdigkeit, Reizbarkeit und Schlafproblemen bemerkbar macht.

Um Müdigkeit und Unwohlsein durch übermäßige Hitze zu vermeiden, können folgende Ratschläge angewendet werden:

1. Trinken Sie in der warmen Jahreszeit besonders viel Wasser und Fruchtsäfte, welche im Idealfall zuckerfrei und ohne Eis sind. Kokoswasser und Eistee zählen auch zu den Optionen. Hinweis: Vermeiden Sie den Konsum von alkoholfreien Getränken (Cola, Limonade, etc.), da diese sehr zuckerhaltig sind und zur Gewichtszunahme führen können.

2. Eine leichte Nahrung zu sich nehmen. Hierbei sind besonders Früchte und Gemüse zu empfehlen. Darüber hinaus können Salate, Vollkornprodukte und weißes Fleisch wie beispielsweise Geflügel, Fisch oder Meeresfrüchte konsumiert werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass diese gekocht oder gegrillt werden. Hinweis: Achten Sie immer auf die genaue Herkunft von Fisch und Meeresfrüchten, da diese bei Hitze schnell verderblich werden können.

3. Wenn Sie sich bei der Arbeit oder in der Schule befinden, sollte Sie versuchen das Gesicht, Hals, Arme und die Hände regelmäßig anzufeuchten. Die genannten Regionen helfen bei der Abkühlung des Körpers. Eine gute Möglichkeit ist die Aufbewahrung von Wasser in einer Sprühflasche im Kühlschrank.

4. Wenn Ihr Auto in der Sonne steht, sollten Sie vor dem Einsteigen die Türen und Fenster öffnen, damit die Wärme austreten kann. Darüber hinaus wird empfohlen die Windschutzscheibe abzudecken.

5. Wenn Sie am Strand oder Pool sind, sollte Sie die übermäßige Sonnenbestrahlunge zwischen 10 bis 15 Uhr meiden, da diese in diesem Zeitraum am stärksten ist. In diesem Zeitraum ist es sinnvoll sich mit einem Hut oder einem Sonnenschirm zu schützen.

6. Wenn Sie im Freien arbeiten und keine Möglichkeit vor Schutz vor der Sonne zu haben, können Sie eine Kopfbedeckung (z.B. Hut, Cap, etc.) wählen, sowie helle Kleidung. Tragen Sie regelmäßig Sonnencreme auf.

7. Zuhause sollten Fenster und Türen zum Lüften geöffnet werden. Achten Sie jedoch auf Insekten. In diesem Fall können Sie Insektizide zur Vermeidung von Insekten verwenden.

8. Beim Sport sollten Sie eher

leichtere Übungen ausführen. Achten Sie auf eine ausreichende Zunahme von Flüssigkeit.

9. Vermeiden Sie den längeren Gebrauch von der Klimaanlage. Diese trocknet die Luft aus und führt darüber hinaus zu Atemirritationen, und kann Halsschmerzen verursachen. In diesem Fall sind Deckenventilatoren zu empfehlen.

10. Duschen Sie mehrmals täglich. Sie sollten darauf achten, dass die Wassertemperatur nicht zu heiß eingestellt ist. Das Badezimmerfenster sollte dabei geöffnet sein, damit der Dampf abziehen kann.

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Muss man Vitamin D systematisch im Blut messen

osteoporoseWASHINGTON, D.CMit der zunehmenden Mediatisierung von Vitamin D und insbesondere durch den grossen Vitamin D Mangel der Bevölkerung der Weststaaten, wird diese Frage von den Patienten bei einem Arztbesuch immer häufiger gestellt. Gemäss einer Studie, die im Jahre 2008 publiziert wurde, haben 80% der Franzosen eine Vitamin D Insuffizienz und 20% einen Vitaminmangel. Sollte man systematisch bei allen Erwachsenen den Vitamin D Spiegel im Blut messen, wie man es beim Blutzucker und Cholesterin bei einer Vorsorgeuntersuchung ebenfalls tut?

Für die U.S. Preventive Services Task Force, eine Gruppe von amerikanischen Referenzexperten, ist die Frage weder mit Ja noch mit Nein zu beantworten. Nach dem Analysieren von mehreren Studien über Vitamin D kamen sie zur Schlussfolgerung, dass es zu wenig Beweismaterial gibt, um abzuwägen, ob die Vorteile die Risiken bei einer systematischen Suche nach einem Vitamin D Mangel bei Erwachsenen überwiegt.

Diese ausweichende Antwort hilft weder den Patienten noch den Ärzten, aber zumindest ist es wissenschaftlich ehrlich.

Diese Empfehlung gilt nur für Erwachsene mit guter Gesundheit und keinen Anzeichen eines Vitamin D Mangels (z.B. schwache Knochen oder Muskelschmerzen). Für Menschen mit Vitaminmangelsymptomen, sowie schwangeren Frauen und älteren Menschen in Altersheimen, wird die systematische Messung oft empfohlen.

Für Dr. Lina Baumann, Mitglied dieser Expertengruppe «Task Force» erkennt die zunehmenden Interessen, die Wirkung von Vitamin D auf die Gesundheit zu messen. Zurzeit gibt es zu wenige Daten, um Vitamin D zu empfehlen oder systematisch Vitamin D Mangel nachzuweisen. Die endgültige Antwort sollte gemäss der Expertengruppe vom Arzt kommen, der das Bedürfnis für jeden Patienten individuell bestimmt.

Vitamin D

Die wichtigste Quelle von Vitamin D ist die Exposition gegenüber UVB-Strahlen der Sonne. Gewisse Nahrungsmittel wie Fisch, Lebertranöl oder Eier sind ebenfalls eine Quelle. Es ist zudem möglich und oft empfohlen, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen: vor allem im Winter.

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Obwohl Vitamin D den Namen Vitamin trägt, agiert es in Wirklichkeit wie ein Hormon. Insbesondere in der Regulation des Calciumstoffwechsels für die Knochen. Vitamin D ist vor allem in die Osteoporose (eine Krankheit, die die Knochen zerstört) Prävention indiziert. Die letzten Jahre vermuten verschiedene Ärzte und Wissenschaftler, dass Vitamin D in der Prävention vieler Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose und Lupus wirken könnte. Lesen Sie auch: Bilanz über Vitamin D gemäss den letzten Studien (2014).

Ausser in der Osteoporose Prävention, die einstimmig in der wissenschaftlichen Gesellschaft anerkannt ist, sind alle anderen Indikationen Gegenstand laufender Studien und sind z.T. eventuell sogar kontraindiziert. Deshalb hat wohl die „Task Force“ zu einer gewissen Vorsicht gemahnt, wenn man systemisch einen Vitamin D Mangel bestimmen will.

Wie soll man Vitamin D messen?

Die Ärzte können den Vitamin D Spiegel im Blut messen, indem Sie den Metaboliten Vitamin D3 25OH (sehen Sie untenstehende Infografie) bestimmen. Eine Konzentration von Vitamin D 25OH zwischen 30 und 100ng/ml sind normal. Zwischen 20 und 30ng/ml ist der Wert im Grenzbereich und zwischen 10 und 20ng/ml ist es eine Vitamin D Insuffizienz. Unter 10ng/ml ist es ein gewichtiger Vitaminmangel. Dies folgt aus einer Studie von 2005, die im Journal Clinic Endocrinology Metabolism publiziert wurde.

Für die Wissenschaftler dieser Task Force bleibt ein Problem in der Bestimmung eines Vitamin D Mangels bestehen. Anders gesagt: Der Wert zwischen 10 und 20ng/ml

Vitamin D3 25OH als Wert für eine Karenz ist bei den Wissenschaftlern nicht einstimmig angenommen. Für einige sind weitere Studien notwendig. Sie zweifeln auch daran, oder möchten zumindest weitere Daten zur Genauigkeit der aktuellen Messmethoden von Vitamin D.

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Update: 24.05.2016. Von Xavier Gruffat (Apotheker). Quellen: Pressemitteilung der Task Force (U.S. Preventive Services Task Force).

10 Ratschläge zur Stärkung der Immunität

pneumonieDurch ein schlechtes Immunsystem kann es leicht zu einer Erkältung, Grippe, Sinusitis, Fieber oder

Gliederschmerzen kommen. Mit einem guten Immunsystem können viele Krankheiten und Infektionen vorgebeugt werden. Besonders im Winter ist unser Körper für unterschiedliche Krankheiten anfällig, jedoch können viele Erkrankungen (z.B. Sommergrippe) auch in anderen Jahreszeiten auftreten. Nachfolgend finden Sie 10 Ratschläge zur Stärkung des Immunsystems aufgeführt:

fruits-femme-une-janvier2008-une1. Gesunde Ernährung. Das Immunsystem besteht aus Zellen und Antikörpern. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist besonders wichtig, und sollte mehrere Nährstoffe beinhalten. So sollte versucht werden, durchschnittlich etwa 5 Portionen Obst und Gemüse zu konsumieren. Wenn möglich sollten Sie Ingwer in den Ernährungsplan mit aufnehmen. Ingwer

kann als Mahlzeit oder in Form eines Tees konsumiert werden. Die Wurzel dieser Pflanze hat eine wirksame Wirkung gegenüber der Behandlung von Infektionen gezeigt.

2. Verwendung von Zink. Dieses Mineral ist äußerst wichtig für die Immunität des Körpers. Zink findet man in unterschiedlichen Nährstoffen wie beispielsweise rotem Fleisch, Austern, Pilzen und Bohnen. Kalzium ist ebenfalls ein wichtiges Mineral, und wird vor allem in Milchprodukten und Gemüsen (Blattgemüse) gefunden.

Stress-B3. Vermeidung von Stress. Stress und Ängstlichkeit bewirken, dass unser Körper die Hormone „Korikosteroide“ freigibt, welche eine immunsuppressive Wirkung besitzen. Versuchen Sie sich mehr zu entspannen und in vielen Situationen weniger gestresst zu reagieren. Körperliche Aktivitäten (z.B. Sport) helfen dabei den Stress abzubauen und den Zustand des Organismus zu verbessern.

4. Ausreichender Schlaf. Ein ausreichender nächtlicher Schlaf ist einer der wichtigsten Faktoren für einen gesunden Zustand des Organismus. In der Regel bewirken schlaflose Nächte oder ein nur kurzer Schlaf, eine Belastung für den Organismus und eine Reduzierung er Immunität. Es wird zwischen 7 und 8 Stunden Schlaf pro Nacht empfohlen. Wenn Sie Probleme beim Schlafen haben, so lesen Sie unsere Ratschläge gegen Schlafstörungen.

5. Konsumieren Sie Vitamine. Einige Vitamine bewirken die Stärkung des Immunsystems. Zu diesen zählen unter anderem Vitamin C (findet man in Orangen und Zitrusfrüchten), Vitamin A (findet man in Karotten und Kürbissen) und Vitamin E (findet man in Getreide, Mais und Raps).

6. Konsumieren Sie ausreichend an Omega-3. Diese essentielle Fettsäure hat eine positive Wirkung auf das Immunsystem und kann dabei behilflich sein verschiedene Krankheiten, wie beispielsweise kardiologische Erkrankungen und sogar einige Krebsarten vorzubeugen. Omega-3 findet man in Fisch (z.B. Lachs) und in Oliven.

7. Trinken Sie viel Wasser. Wasser hilft bei der Zellerneuerung und schmiert die Atemwege, wodurch verhindert wird, dass Infektionen und Allergien in den Körper gelangen. Trinken Sie etwa 2 Liter Wasser pro Tag.

8. Achten Sie auf eine ausreichende Hygiene. Waschen Sie vor jeder Mahlzeit oder nach der Benutzung der Toilette die Hände. Darüber hinaus sollte auf eine ausreichende Mundhygiene und regelmäßiges Duschen geachtet werden. Eine gute Hygiene hilft bei der Vermeidung von diversen Krankheiten und Infektionen.

9. Achten Sie auf einen ausgewogenen Lebensstil. Vermeiden Sie den übermäßigen Konsum von fetthaltigen Lebensmitteln, Alkohol, Zigaretten, körperlicher Anstrengung und schlaflosen Nächten. Dies kann schädlich für den Körper sein und die Immunität verringern.

10. Vermeiden Sie den unnötigen Gebrauch von Medikamenten. Viele Medikamente wie beispielsweise Kortikosteroide, haben eine immunsuppressive Wirkung und verringern die Produktion von Immunzellen und Antikörpern. Die unnötige Verwendung von Antibiotika kann sich negativ auf das Immunsystem auswirken und kann die Resistenz gegenüber Bakterien erhöhen.

Viele der oben genannten Ratschläge zur Verbesserung der Immunität sind auf der Basis eines ausgewogene Lebensstils und einer gesunden Ernährung.

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Ernährung bei Gicht

Pflanzliche Purine ja, tierische Purine nein

Definition_gichtEine hohe Menge an Harnsäure im Blut kann zu sehr schmerzhaften Gichtanfällen führen. Weil die Harnsäure ein Abbauprodukt von Purinen ist, ist es wichtig, möglichst wenige zu konsumieren (tierische). Die Purine stammen aus dem Metabolismus

von DNS, die man im Zellkern von Tieren und Pflanzen findet.

Man unterscheidet bei den Purinen solche von tierischer und solche von pflanzlicher Herkunft.

Mehrere wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der Konsum von Purinen tierischen Ursprunges, das Risiko für Gichtanfälle erhöht. Diese purinreichen Nahrungsmittel sollten vermieden werden:

  • rotes Fleisch, Schwein und Lamm
  • Gewisse Organe wie Leber, Nieren oder Milke
  • Meeresfrüchte, Krevetten, Hummer, Muscheln, Sardellen oder Sardinen

Alkohol sollte ebenfalls vermieden werden, da es den Harnsäurespiegel im Blut erhöht, weil die renale Ausscheidung dieser Substanz vermindert wird.

Allerdings haben Purine pflanzlichen Ursprungs keine Erhöhung der Gichtanfälle zeigen können.

Halten wir fest, dass Milchprodukte, die Purine enthalten können, das Risiko für Gicht eher senken könnten.

Nahrungsmittel, die wenige Purine enthalten sind:

  • Milchprodukte mit wenig Kalorien (z.B. light)
  • Frische Früchte und frisches Gemüse
  • Nüsse
  • Getreide

Stark fruktosehaltige Nahrungsmittel vermeiden; vor allem solche mit industriellem Ursprung

Wissenschaftliche Studien haben eine Verbindung zwischen einer stark fruktoselastigen Ernährung und der Gicht untersucht. Die Fruktose ist ein

Zucker, der natürlicherweise in Früchten, Gemüsen und Honig vorkommt. Die Fruktose, als Maissirup, wird oft vielen Nahrungsmitteln und industriellen Getränken beigefügt (wie dies in

den USA der Fall ist). Man findet diesen Zucker oft auch in grösseren Mengen in Sodas und anderen gezuckerten Getränken.

Um die Gicht einzudämmen, sollten Sie folgende Nahrungsmittel und Getränke vermeiden:

  • gezuckerte Getränke wie Sodas und Jus
  • Getreide, industrielles Brot, Glace und Bonbons
  • Industrielle Ernährung, insbesondere solche, die man in Fastfood Restaurants findet (Schnellverpflegung)

Gewisse Früchte enthalten eine grössere Menge Fruktose. Deshalb sollte der Konsum auf 1 bis 2 Portionen pro Tag beschränkt sein. Dies sind:

  • Äpfel, Pfirsiche, Kirschen (gewisse Studien haben allerdings eine positive Wirkung bei Gicht gezeigt), Datteln, Birnen, Trauben, Zwetschgen,…

Um Gichtanfälle zu vermeiden, sollte man auch den Zucker- und Salzkonsum einschränken.

Definitives Verbot für trans-Fettsäuren in den USA

Definitives Verbot für trans-Fettsäuren in den USAWASHINGTON – Die Administration um Obama wird den Einsatz von trans-Fettsäuren in Lebensmitteln definitiv verbieten. Die amerikanische

Lebensmittelindustrie hat 3 Jahre Zeit, um alle diese ungesunden Fette aus den Lebensmitteln zu entfernen. Die trans-Fettsäuren werden kurz auch Transfette oder im Englischen trans fat genannt. Diese Entscheidung soll in den USA jedes Jahr Tausende von Herzinfarkten vermeiden. Die trans-Fettsäuren fördern eine Obstruktion der Arterien und Blutgefässe, was das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht. Man findet diese Fette in vielen Lebensmitteln wie Eis, Pizza, Snacks oder Kekse.

Entscheidung der FDA

Die FDA, die amerikanische Gesellschaft zur Regulation von Lebensmitteln und Medikamenten hat entschieden, diese trans-Fettsäuren aus allen Lebensmitteln zu verbannen. Dies folgt aus einer Mitteilung vom 16. Juni 2015. Die Industrie und Produzenten haben 3 Jahre Zeit, diese neue Regelung umzusetzen.

Die trans-Fettsäuren sind eine wichtige Ursache für Übergewicht in den USA und für die grosse Anzahl an Amerikanern, die unter kardiovaskulären Erkrankungen leiden. Man vermutet, dass diese Massnahme etwa 7‘000 Todesfälle pro Jahr in den USA verhindern könnte.

Trans-Fettsäuren

Die Lebensmittelindustrie hat begonnen, diese trans-Fettsäuren in den 1950er Jahren zu verwenden und somit die gesättigten tierischen Fette zu ersetzen. Die trans-Fettsäuren, die man durch einen chemischen Prozess der Hydrierung erhält, wiesen die ähnlichen Merkmale wie die tierischen Fette auf, was den Lebensmitteln eine solide und knackige Struktur verlieh, sowie die Konservierungszeit erhöhte.

Dies ist bei gewissen pflanzlichen Fetten, die flüssig sind, nicht der Fall.

Die Industrie hat also begonnen, massiv diese trans-Fettsäuren wegen Marketinggründen (dem Lebensmittel einen besseren Aspekt bieten), aber auch aus Kostengründen zu verwenden. Man weiss, dass die trans-Fettsäuren billiger sind als die tierischen und pflanzlichen Fette. Die WHO empfiehlt ein Maximum von 2 Gramm trans-Fettsäuren pro Tag einzunehmen. Gewisse Eissorten beinhalten 1,7 Gramm trans-Fettsäuren pro 60 Gramm.

Die Wissenschaft hat gewonnen

1957 war der amerikanische Forscher Fred Kummerow einer der Ersten, der beobachtete, dass Menschen, die an einem Herzinfarkt gestorben sind, oft trans-Fettsäuren im Gewebe enthielten. Während Jahrzenten haben die Gesundheitsbehörden und die Lebensmittelindustrie diese wissenschaftlichen Resultate nicht gewertet. Im Jahr 2015 hat die Wissenschaft endlich gewonnen. M. Fred Kummerow hat in einer brasilianischen Zeitung Folha de S.Paulo in einem Exklusivinterview gesagt: „ Die Wissenschaft hat gewonnen“.

Michael Bloomberg, das Beispiel aus New York

Im Jahre 2006 hatte der berühmte Bürgermeister aus New York, Michael Bloomberg, die Verwendung von trans-Fettsäuren in der meist bevölkerten amerikanischen Stadt bereits verboten. Er ist ein reicher Geschäftsmann, der sein Vermögen mit einer Kommunikationsfirma im Finanzbereich aufgebaut hat, die seinen Namen trägt: Bloomberg. Diese Firma ist sehr aktiv in der Verbesserung der Gesundheit in den USA und auch weltweit. Er hat insbesondere dazu beigetragen, dass die Verwendung von Sodas in Mexiko eingeschränkt wurde (Creapharma hat berichtet). Im Jahre 2008 hat Kalifornien diese trans-Fettsäuren ebenfalls verboten. Man musste aber bis 2015 warten, dass diese Entscheidung auch national gefällt wurde.

Situation in anderen Ländern

In anderen Ländern, insbesondere in Europa, hat man bereits Massnahmen ergriffen, um die Verwendung von trans-Fettsäuren in der Ernährung einzuschränken oder zu verbannen. Im Jahre 2003 hat Dänemark entschieden, dass die Verwendung von mehr als 2% Fettsäuren in einem Produkt verboten ist. Die Schweiz, wie in Dänemark, hat eine maximale Konzentration dieser trans-Fettsäuren in Lebensmitteln bestimmt.

21. Juni 2015. Von Xavier Gruffat (Apotheker).
Quellen: sda, Folha de S. Paulo, France Télévisions. Bild: Fotolia.com

Studie: Wer mehr Schoggi isst, hat ein gesünderes Herz

Studie: Wer mehr Schoggi isst, hat ein gesünderes HerzABERDEENGute Neuigkeiten für Schokoholics: Wer bis zu einer Tafel Schokolade täglich isst, hat gemäss einer neuen Studie ein tieferes Risiko für Herzkrankheiten und Hirnschlag. Dies gilt auch für Milchschokolade.
Ein Forscherteam der schottischen Universität Aberdeen hat die Daten von 21’000 britischen Personen untersucht, die an einer gross angelegten Studie zum Einfluss der Ernährung teilgenommen haben (EPIC Norfolk-Studie). Ausserdem durchsuchten sie weitere wissenschaftliche Arbeiten zu Schokolade und Herzkrankheiten.
Unter den Teilnehmern der EPIC-Studie hatten jene, die mehr Schokolade assen, einen tieferen Blutdruck, weniger Entzündungsproteine im Blut und seltener Diabetes. Ein höherer Schokoladenkonsum war interessanterweise auch mit einem tieferen Body Mass Index (BMI), höherer physischer Aktivität und jüngerem Alter verbunden, wie es in einer Mitteilung zur Studie heisst.

Im Schnitt 7 Gramm pro Tag

Die Berechnungen zeigten, dass die Schoggi-Esser im Vergleich zu den Schoggi-Abstinenten ein 11 Prozent tieferes Risiko für Herzkreislauf-Krankheiten und ein 25 Prozent tieferes Risiko hatten, daran zu sterben, wie die Forscher nun im Fachjournal “Heart” berichten.

Die EPIC-Teilnehmer wurden im Durchschnitt 12 Jahre lang begleitet; währenddessen erlitten 14 Prozent eine Herzerkrankung oder einen Hirnschlag. Ein Fünftel gab an, überhaupt keine Schokolade zu essen, der tägliche Mittelwert aller Teilnehmer lag bei 7 Gramm – wobei manche bis zu 100 Gramm pro Tag verspiesen.

Sogar beim höchsten Schokoladenkonsum fand sich ein 23 Prozent tieferes Risiko für Hirnschlag – auch nachdem weitere Risikofaktoren berücksichtigt worden waren.

Risikopersonen vorsichtiger?

Die Forscher geben zu bedenken, dass dies eine Beobachtungsstudie sei, die nichts über Ursache und Wirkung aussage. So könnte es sein, dass Menschen mit hohem Risiko für Herzkreislaufkrankheiten aus Vorsicht generell weniger Schokolade essen. Auch würden bei Befragungsstudien zur Ernährung konsumierte Mengen häufig unterschätzt.

“Zusammengenommenen weisen die Daten jedoch darauf hin, dass ein höherer Schokoladenkonsum mit einem tieferen Risiko für zukünftige Herzkreislauf-Krankheiten verbunden ist”, schreiben die Forscher.

Dieser Zusammenhang fand sich nicht nur beim Essen von schwarzer Schokolade, sondern auch bei Milchschokolade, die von den EPIC-Teilnehmern häufiger verzehrt wurde. Die günstigen Effekte von Schokolade könnten sich laut den Forschern somit auch auf diese Art der Süssigkeit erstrecken.

Dies könne andeuten, dass nicht nur antioxidativ wirkende Substanzen wie Flavonoide den Zusammenhang mit Herzkrankheiten erklären, sondern auch Bestandteile der Milch wie Kalzium und Fettsäuren, mutmassen die Forscher. Ihr Fazit: “Es scheint keinen Hinweis darauf zu geben, dass Personen, die sich um ihr Herzkreislauf-Risiko sorgen, auf Schokolade verzichten sollen.” Wahrlich eine gute Nachricht.

Die Studienautoren geben keine Verflechtungen mit der Schokoladenindustrie an. Die Studie wurde vom Medical Research Council der britischen Regierung und der Nichtregierungsorganisation Cancer Research UK finanziert.

Quelle: SDA – 15.06.2015

Brasilien, der Weltmeister im Kampf gegen Tabak

Brasilien, der Weltmeister im Kampf gegen TabakSAO PAULOMit weniger als 11% Raucher, hat Brasilien zwar nicht die letzte Weltmeisterschaft im Fussball gewonnen, aber sie verdienen den Titel als Weltmeister im Kampf gegen Tabak. Jedenfalls wenn man der letzten Statistik vom 28. Mai 2015 des brasilianischen Gesundheitsministeriums glaubt. 2014 rauchten nur 10,8% der Brasilianer. Im Jahre 2006 waren es noch 15,6%, was einer Abnahme von 30,9% in 9 Jahren entspricht.
Um diese Resultate zu erhalten, hat der Gesundheitsminister das Umfrageinstitut Vigitel engagiert. Dieses interviewte per Telefon 40‘000 Personen über 18 Jahre, die in verschiedenen Regionen und Städten Brasiliens leben. Die Fehlerquote könnte bis zu 3% betragen.
Mehr Männer als Frauen
Wie fast in allen Ländern der Welt, rauchen mehr Männer als Frauen. In Brasilien waren es 2014 12,8% Männer gegenüber 9% Frauen, die laut dem Gesundheitsminister rauchten.
Halten wir fest, dass 1989 die Anzahl Raucher 35,4% betrug.

Brasilien, der Weltmeister im Kampf gegen TabakSchmuggelzigaretten
Der Gesundheitsminister M. Arthur Chioro stellt fest, dass die Erhöhung der Anzahl konsumierten Zigaretten, die aus einem Schmuggel stammen (insbesondere in Paraguay), keine gute Nachricht sei. Diese Tatsache, die in dieser Umfrage festgestellt wurde, schränkt die Arbeit der Gesundheitsinstitutionen im Kampf gegen den Tabakkonsum ein. Die Schmuggelzigaretten sind keiner Taxe unterworfen, was den Handlungsspielraum der Behörden einschränkt.
Gründe für den Erfolg
Die wichtigsten Ursachen für den fortgeschrittenen Erfolg der Spezialisten sind nachfolgend nach Wichtigkeit geordnet:
Erhöhung der Zigarettenpreise, Anti-Tabak Gesetze für öffentliche Orte, Kampagnen gegen das Rauchen in den Medien und eine Einschränkung der Reklame für Zigaretten. Ein anderer wichtiger Grund ist die bessere Anwendung der Anti-Tabak Gesetze.

Griechenland, schlecht erzogen- Frankreich auch nicht an der Spitze

Gemäss einer Rangliste, die im Jahre 2012 publiziert wurde, ist Griechenland

mit 38% Rauchern das Land mit den weltweit meisten Rauchern im Verhältnis zur Bevölkerungszahl. In Frankreich variiert die Zahl in Abhängigkeit der Quelle; man vermutet zwischen 25% und 32% Raucher.

In den USA schätzt man, dass etwa 18% der Bevölkerung rauchen (2013). In der Schweiz waren es im Jahre 2013 mehr als ein Viertel aller Schweizer (25,9%).

Gesundheit in Brasilien, aber weit weg davon, perfekt zu sein

Die guten Zahlen im Kampf gegen den Tabakkonsum sollten zwei andere problematische Statistiken nicht vergessen lassen: im grössten Land von Lateinamerika gibt es 55’000 Tötungen pro Jahr und fast so viele Tote durch Verkehrsunfälle. Etwa 100‘000 Menschen verlieren jedes Jahr in Brasilien ihr Leben aufgrund von Gewalt zwischen Individuen oder Fahrzeugen. Wenn wir aber von Statistiken sprechen, wird

eine Abnahme der Anzahl Raucher um 30% in 8 Jahren wahrscheinlich mehr Leben von Krebs und anderen kardiovaskulären Krankheiten retten, als die 100‘000 Toten pro Jahr. Halten wir fest, dass Brasilien mehr als 20 Millionen Einwohner hat, d.h. 20 Mal mehr als in der Schweiz und daher eine Verminderung der Rate um 30% in 8 Jahren eine riesige Wirkung auf das brasilianische Gesundheitssystem hat.

29. Mai 2015. Von Xavier Gruffat (Apotheker, MBA). Quellen: Mitteilung des Gesundheitsministers, Folha de S.Paulo (Referenz Tageszeitung).