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Bärlauch

Zusammenfassung

Heilpflanze, die bei Bluthochdruck und Atherosklerose hilft. Wird oft in der Form von Kapseln oder Tropfen eingenommen.


Name

Deutscher Name: Bärlauch
Lateinischer Name: Allium ursinum L.
Englischer Name: bear’s garlic
Französischer Name: ail des ours
Italienischer Name: aglio orsino

Famillie

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Frühere Bezeichnung: Liliengewächse (Liliaceae)

Inhaltsstoffe

– Alliine
– Flavonoide

​Verwendete Pflanzenteile

Kräuter (Blätter). Manchmal werden auch Blüten und Zwiebeln verwendet.

Wirkung

– Blutdrucksenkend
– Steigung des (gesunden) HDL-Cholesterinspiegels und Senkung des (schlechten) LDL-Cholesterinspiegels (durch Hemmung der Cholesterin-Biosynthese)
– Entwurmend, galletreibend (Cholagogum)

Anwendungsgebiete

Hypertonie (Bluthochdruck)
– Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
– Magen-Darm-Beschwerden: Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall

Zur äußerlichen Anwendung (Breiumschlag):
Akne, Furunkel

Nebenwirkungen

Keine bekannt

Kontraindikationen

Keine bekannt

Interaktionen

Keine bekannt

Präparate (galenische Formen)

– Tabletten (Bärlauch Tabletten)

– Kapseln (Bärlauch Kapseln)

– Tinktur

– Tee (auf der Basis der frischen Blätter) zur Anwendung bei Verdauungsbeschwerden. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, denn ein übermäßiger Verzehr dieses Tees sollte vermieden werden.

– Urtinktur

– Breiumschlag (z. B. gegen Akne, als äußerliche Anwendung)

Wo wächst der Bärlauch?

Der Bärlauch wächst in Europa (in den Bergen). Diese Pflanze gedeiht vor allem an feuchten Stellen, wie z. B. in der Nähe von Gewässern.
In Europa ist sie bis in eine Höhe von fast 1000 Metern anzutreffen.

Wann wird der Bärlauch geerntet?

Man erntet Bärlauch im Frühling (März-April, vorzugsweise in der nördlichen Hemisphäre), wenn möglich vor der Blütezeit, um einen bitteren Geschmack zu verhindern.
Achtung, vergewissern Sie sich, dass es sich wirklich um Bärlauch handelt (Knoblauch- Duft), da er leicht mit anderen toxischen Pflanzen (Herbstzeitlose, Maiglöckchen) verwechselt werden kann. Lesen Sie auch unten stehenden Abschnitt.

Wie kann man Bärlauch (Allium ursinum) von der Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) und dem Maiglöckchen (Convallaria majalis) unterscheiden?
Zuerst einmal riecht der Bärlauch nach Knoblauch, die beiden anderen Pflanzen haben keinen Geruch. Zudem ist es hilfreich, die Blätter zu beobachten:
Bärlauch: die Oberseite ist glänzend, die Unterseite matt, die Beschaffenheit des Blattes ist zierlich.
Maiglöckchen: die Oberseite ist matt und die Unterseite glänzend, die Beschaffenheit des Blattes ist fein.
Herbstzeitlose: die Blätter haben eine feste bis zähe Beschaffenheit.
[Quelle: Pharmavista.net, April 2013]

Bemerkungen

– Bärlauch ist eine europäische Frühjahrspflanze. Offensichtlich hat er ähnliche Wirkungen wie Knoblauch (weißer Knoblauch). Allerdings mangelt es erheblich an klinischen Studien über diese Pflanze. Deshalb sollte vorerst bei kardiovaskulären Beschwerden (Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte) der weiße Knoblauch bevorzugt werden, da seine Wirksamkeit in diesem Bereich durch verschiedene Studien nachgewiesen wurde.

– Bemerkenswert ist die zunehmende Verwendung von Bärlauch in der Küche. Zum Beispiel kann ein Pesto auf Bärlauchbasis zubereitet werden.


Bilder: Fotolia.com

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 21.09.2018 verändert.