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Borretschöl

Zusammenfassung

Heilpflanze, die bei Hauttrockenheit und Neurodermitis hilft. Wird oft als Salbe, Creme oder in der Form von Kapsel verwendet.


Name

Deutscher Name: Borretschöl, Borretsch, Gurkenkraut
Lateinischer Name: Borago officinalis L.
Englischer Name: borage, burage
Französischer Name: bourrache, huile de bourrache
Italienischer Name: borragine

Famillie

Boraginaceae

Inhaltsstoffe

– Fettes Öl
– Linolsäure
– Gamma-Linonelsäure
– Allantoin (vor allem in den Borretschblüten enthalten)
– Tannine

​Verwendete Pflanzenteile

Fettes Öl aus den Samen, Blüten, Kraut

​Wirkung

– Hemmung akuter und chronischer Entzündungen, Harntreibend

Anwendungsgebiete

– Neurodermatitis oder Atopische Dermatitis (gemäss einer Studie, die 2013 publiziert wurde, ist Borretsch nicht wirksamer als Placebo, lesen sie unter Bemerkungen), Ekzem (nicht wirksam, lesen Sie unter Bemerkungen), Falten, sensible Haut, trockene Haut, Schwangerschaftsstreifen, Alterung der Haut (vorbeugend), rheumatoide Polyarthritis, Arthritis, Menstruationsbeschwerden, Schnupfen.

Nebenwirkungen

Bei hoher Dosierung kann er sich im Leberbereich toxisch auswirken. Tatsächlich enthalten Borretsch-Blüten ein Pyrrolizidinalkaloid, das sich als giftig erweisen kann.

Kontraindikationen

Schwangerschaft, Stillzeit. Lesen Sie die Packungsbeilage.

Interaktionen

Mögliche Interaktion zwischen Warfarin und Borretschölkapseln.

 Präparate (galenische Formen)

– Kapseln

– Salbe


– Crème

Borretsch-Tinktur
Rezept zur Zubereitung dieser Tinktur:
Geben Sie 50 g Borretschblüten und -blätter in 250 ml auf 70 °C erhitzten Alkohol. Mischen Sie den Borretsch und den Alkohol in einem geschlossenen Gefäß und lagern Sie es 4 Wochen lang im Kühlschrank. Schütteln Sie das Gefäß alle 2 bis 3 Tage ein paar Sekunden lang. Übertragen Sie die Flüssigkeit in einen neuen sauberen Flacon. Dosierung: Geben Sie 20 Tropfen von dieser Tinktur in ungefähr 250 ml Wasser. Wenden Sie sie einmal täglich 1 Stunde lang in Form von Kompressen an den von Ausschlag betroffenen Stellen oder auf schlecht verheilten Wunden an.

Wo wächst der Borretsch?

Borretsch wächst in Europa, aber ebenfalls auf anderen Kontinenten wie Asien oder auf dem amerikanischen Kontinent. Borretsch stammt ursprünglich aus mediterranen Regionen und dem westlichen Teil von Asien.

Wann erntet man der Borretsch?

Die oberirdischen Teile (Blüten) des Borretsches werden im Sommer geerntet, in Europa normalerweise von Mai bis September.
Die Borretschblätter werden in Europa vorzugsweise im Juni geerntet. Man geht davon aus, dass die Konzentration bestimmter giftiger Substanzen (Alkaloide) zu diesem Zeitpunkt am geringsten ist.

Kann diese Pflanze in der freien Natur geerntet werden?
Ja, Borretsch kann direkt in der freien Natur geerntet werden, insbesondere am Wegesrand. Doch er wird auch häufig in Gärten angebaut.

​Bemerkungen

– Einige Ärzte verschreiben Salben aus Borretschöl. Der Apotheker fügt Borretschöl der Cold Cream (ein wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Salben) hinzu. Dieser Borratschpräparat ist sehr zu empfehlen bei Leuten die an Neurodermitis und empfindlicher Haut leiden.

– Gemäss Aussagen von einigen Patienten, bieten Salben oder Borretschölkapseln eine echte Alternative für die Behandlung von vielen Hautproblemen (Ekzem,…).

Dennoch ist gemäss einer Studie, die 2013 durch amerikanische Forscher der „Medical School of Minnesota“ und der „Essentia Health Systems Duluth“ publiziert wurde, Borretschöl (und Nachtkerzenöl) bei Atopischer Dermatitis oder einem Ekzem nicht wirksamer als Placebo.

– Der keltische Ausdruck von Borretsch bedeutet „froher Mut“.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 10.04.2018 verändert.