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Cannabis

Zusammenfassung

Es handelt sich um eine Heilpflanze, welche psychotropische und antimetische Effekte hervorrufen kann. Cannabis kann in bestimmten Ländern wie beispielsweise den USA oder Kanada als Medikament (synthetisches THC) verwendet werden.


Hinweis

Der Konsum von Cannabis (in der Regel in Form einer Zigarette), deren Hauptbestandteil normalerweise THC ist, ist in den meisten Ländern umstritten und wird debattiert. Einige Wissenschaftler sehen den Konsum von Cannabis äußerst kritisch, da es sich um eine Einstiegsdroge handelt, welche eine ganze Reihe von Komplikationen wie beispielsweise psychische Störungen wie einer Schizophrenie, Angstzuständen, Depressionen, etc. hervorrufen kann. Andere Wissenschaftler sehen den Konsum von Cannabis eher weniger kritisch, da der Wirkstoff von THC in Form von Arzneimitteln verwendet werden kann und somit gegen eine Reihe von Krankheiten bei Krebs (z.B. Übelkeit durch eine Chemotherapie) oder Multiple Sklerose zum Einsatz kommen kann.

Name

Deutscher Name: Cannabis, Hanf
Lateinischer Name: Cannabis sativa
Englischer Name: cannabis
Portugiesischer Name: Maconha
Französischer Name: Cannabis, chanvre indien, chanvre, marihuana, kif
Italienischer Name: Cannabis


Famillie

Cannabaceae

Inhaltsstoffe

THC (Delta-9 Tetrahydrocannabinol [THC]

​Verwendete Pflanzenteile

Marihuana Blätter, Blüten von Marihuana und Marihuana Stiele

​Wirkung Cannabis

Die Wirkungen von Cannabis hängen von der Art des Konsums des Produktes, sowie von der Konzentration vom THC-Gehalt ab.

Cannabis in Form einer Zigarette

Psychotrope, psychoaktive, schmerzlindernd

In Form eines Medikaments (mit THC-Gehalt)

Antiemetikum (lindert Übelkeit und Erbrechen).

Anwendungsgebiete

In Kanada und den USA sind bestimmte Medikamente auf der Basis von Cannabis (nicht als Zigarette, sondern in Form von medikamentösen synthetischen THC) erlaubt. Sie können gegen Rezept erhältlich sein und beispielsweise bei Krankheiten wie Übelkeit (z.B. durch eine Chemotherapie verursacht) oder bei Multiple Sklerose verwendet werden.

Nebenwirkungen

Cannabis-Zigarette

Psychosis (Schizophrenie), Angstzustände, Panikattacken, Depressionen, Halluzinationen, Übelkeit und Erbrechen, trockener Mund, hohes Risiko für den Konsum härterer Drogen (Kokain, Heroin, etc.), Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen, Krebs (bezogen auf das Rauchen von Marihuana, chronische Bronchitis, etc.

Medikamente auf der Basis von THC (erhältlich in Kanada und den USA)

Lesen Sie die Packungsbeilage gründlich und konsultieren Sie einen Arzt

Gegenanzeichen

Cannabis-Zigarette
Psychische Schwierigkeiten, seelische Schwäche, Schizophrenie, Schwangerschaft, Frauen die Stillen, Menschen mit Herzerkrankungen (ähnliche Wirkungen wie beim Tabakkonsum).

Das Rauchen von Cannabis kann zu schweren Erektionsstörungen führen. Vor allem junge Männer (20 bis 30 Jahre), die mehrere Joints am Tag rauchen, können vollständig impotent sein.

Medikamente auf der Basis von THC (erhältlich in Kanada und den USA)
Lesen Sie die Packungsbeilage gründlich und konsultieren Sie einen Arzt

Wechselwirkungen

Cannabis-Zigarette

Es kann die Wirkung von verschiedenen psychotropen Substanzen wie beispielsweise Alkohol, Kaffee, Schlaftabletten, etc. erhöhen.

Medikamente auf der Basis von THC, erhältlich in Kanada und den USA

Lesen Sie gründlich die Packungsbeilage und konsultieren Sie einen Arzt oder Apotheker.

Zubereitung auf der Basis von Cannabis

– Soft-Gelatine-Kapseln (es existieren 2 Medikamente auf der Basis von synthetischen THC, welches in Kanada erhältlich ist.
– In Deutschland ist der Gebrauch von Cannabis seit Mai 2011 für die Zubereitung von Arzneimitteln erlaubt.

Bemerkung:
– Mehrere amerikanische Bundesstaaten haben, insbesondere in den 2010er Jahren, die Verwendung von Hanf für den „Freizeitgebrauch“ (auf Englisch recreational use) legalisiert. Staaten wie Colorado, Washington und, seit November 2016, Kalifornien erlauben den Konsum von Cannabis zum Vergnügen.
Außer den oben erwähnten 3 Staaten erlauben weitere Staaten den Einsatz von Cannabis zu medizinischen Zwecken, wie z. B. bei Multipler Sklerose.

– Nach einer Studie der Forschungsgruppe Cowen, über die die Financial Times in einem Artikel vom November 2016 berichtete, geben 14 % der erwachsenen Amerikaner an, Cannabis zu konsumieren, während 70 % der Erwachsenen Alkohol trinken und 25 % rauchen. Mit anderen Worten, im November 2016 war die Anzahl der Personen, die Cannabis konsumieren, deutlich geringer als die Anzahl derer, die Alkohol trinken.

Quelle (Referenzen) : Financial Times

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 17.01.2018 verändert.