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Curcuma

Zusammenfassung

Es handelt sich um eine Heilpflanze mit antioxidativen Effekten, welche eine vorbeugende Wirkung gegenüber Krebs hat, und in Pulverform und Kapseln eingenommen werden kann.


Name

Deutscher Name: Curcuma, Kurkuma
Lateinischer Name: Curcuma aromatica, Curcuma longa
Englischer Name: curcuma
Französischer Name: curcuma, safran des Indes
Portugiesischer Name: açafrão, açafrão-da-terra, açafrão-da Índia, curcuma

Famillie

Zingiberaceae

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Curcumin, Ätherisches Öl, Polyphenole wie Curcumin (mit antioxidativer Wirkung)


Verwendete Pflanzenteile

Getrockneter Wurzelstock

Wirkung

Antioxidant, entzündungshemmend.

Anwendungsgebiete

– Vorbeugende Maßnahme gegen Krebs.
– Gegen Rheuma, wegen einer starken entzündungshemmenden Wirkung.
– Gegen Arthrose (Arthroseschmerzen)
– Gegen einen erhöhten Cholesterinwert
– Gegen Morbus Crohn und Darmentzündungen
– In der Dermatologie (z.B. bei Kataplasma). Curucuma kann bei der Behandlung von Psoriasis und Ekzeme helfen, leichte bis mittelschwere Verbrennungen (Die Anwendung in Form von Kurkumin-Gel lindert die Symptome und fördert die Heilung, ausführlichere Informationen siehe unter Anmerkungen.)
– Mögliche Prävention der Alzheimer-Krankheit (siehe unter Bemerkungen)

Nebenwirkungen

Magenbeschwerden (in einer erhöhten Dosis)

Gegenanzeichen

Magen-Darm-Beschwerden wie beispielsweise dem Verschluss der Gallenwege oder Gallensteine.

Wechselwirkungen

Mögliche Wechselwirkungen mit gerinnungshemmenden Arzneimitteln (die das Blut verflüssigen). Tatsächlich soll Kurkuma eine gerinnungshemmende Wirkung aufweisen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Gerinnungshemmern besteht theoretisch das Risiko einer Überdosierung, was zu Blutungen führen kann.
Bei Einnahme bestimmter Krebsmedikamente können Wechselwirkungen mit Kurkuma auftreten. Eine geringere Wirksamkeit der Krebsmedikamente kann die Folge sein.

Zubereitung auf der Basis von Curcuma (Curcuma longa)

– Curcuma-Kapseln

Normalerweise sollten täglich 2-3 g Kurkuma verzehrt werden, was einem Gehalt an Curcumin von 60-100 mg entspricht. Um das Gedächtnis zu verbessern und der Alzheimer-Krankheit vorzubeugen (siehe unten), werden zwei 500 mg Kapseln Curcumin pro Tag für einen gesunden Erwachsenen empfohlen.

– Kurkuma-Tee

– Curcuma-Dekokt

– Curcuma-Tinktur

Curcuma- Breiumschlag

Wo wächst der Curcuma?

Curcuma kommt ursprünglich aus Asien und wächst prinzipiell in der Region Indien und in Südostasien. Die Curcuma benötigt ein feuchtes und warmes Klima, um sich entfalten zu können.

Hinweis:

– Bei Curcuma handelt es sich um eine klassische asiatische Heilpflanze (indisch oder chinesisch). In den letzten Jahren sind westliche Medien auf diese Heilpflanze wegen ihrer vorbeugenden Wirkungen gegenüber Krebs aufmerksam geworden.

– Curcuma wird in der indischen Küche verwendet. Es dient für eine gelbliche Färbung. Zum jetzigen Zeitpinkt wird Curcuma jedoch mehr als Gewürz genutzt.

– Um die Aufnahme von Kurkumin, eines Inhaltsstoffs der Curcuma-Pflanze, zu steigern, wird der gleichzeitige Verzehr von Piperin, das in schwarzem Pfeffer enthalten ist, empfohlen.

– Man muss wissen, dass die Curcumine für die antioxidativen (gegen Krebs) und entzündungshemmenden Eigenschaften von Curcuma wichtig sind. Konsumenten können beim Einkauf von kulinarischem Pulver in die Irre geführt werden: bei 3/4gr. pro Kaffeelöffel, titriert 5/6% Curcumin, verspüren die Leute keine positiven Wirkungen auf die Verdauung. Um eine entzündungshemmende Wirkung zu erreichen, müssen die Curcumin Dosen sehr stark erhöht sein.

– Bei einer Arthrose wird empfohlen, zwei Mal täglich 1 Kapsel mit 500mg Curcuma einzunehmen. Es wird ebenfalls empfohlen, jeden Tag 4 Gramm Fischöl einzunehmen.

– Indien und China sind die beiden wichtigsten Erzeugerländer von Kurkuma.

– Kurkumin als Gel. Tatsächlich bewies eine im Februar 2017 in der frei zugänglichen Zeitung BioDiscovery veröffentlichte Studie, dass die Anwendung eines Gels aus Kurkumin, einem Wirkstoff der Kurkuma (Curcuma aromatica oder Curcuma longa) bei Verbrennungen oder Verbrühungen den Schweregrad der Verletzungen verringert, den Schmerz und die Entzündung lindert, die Heilung fördert und die Narbenbildung an der betroffenen Stelle einschränkt oder ganz verhindert. Kurkumin wirkt angeblich hemmend auf das Enzym Phosphorylase-Kinase, das bei Entzündungen aktiv ist. Diese Studie wurde von Prof. Madalene Heng von der David Geffen School of Medicine, die an die angesehene University of California in Los Angeles angegliedert ist, durchgeführt.

– Kurkuma, insbesondere Curcumin, verbessert das Gedächtnis und kann auch zur Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit beitragen. Ein Beispiel ist eine am 19. Januar 2018 im American Journal of Geriatric Psychiatry (DOI: 10.1016/d.agp.2017.10.010) veröffentlichte Studie, die zeigte, dass der tägliche Verzehr einer bestimmten Form von Curcumin in Curry das Gedächtnis und die Stimmung verbessert.  Diese Studie, die von Forschern der renommierten University of California in Los Angeles (UCLA) durchgeführt wurde, zeigte auch eine Verbesserung des leichten und altersbedingten Gedächtnisverlustes bei Menschen, die täglich Curry konsumieren. In dieser UCLA-Studie konsumierten die 40 Teilnehmer kein Curry, sondern nahmen während 18 Monaten zweimal täglich ein Nahrungsergänzungsmittel auf Basis einer Form von Curcumin, einem wichtigen Kurkuma-Wirkstoff. Keine Teilnehmer litten an Demenz wie Alzheimer, hatten aber leichte Gedächtnisprobleme. Sie waren zwischen 40 und 90 Jahre alt. Die Studie war doppelblind. In Gedächtnistests verbesserten die Teilnehmer, die Curcumin einnahmen, ihre Ergebnisse über einen Zeitraum von 18 Monaten um 28%. Diejenigen, die Curcumin einnahmen, hatten auch eine leichte Stimmungsverbesserung, und ihre zerebralen PET-Scans zeigten deutlich weniger Amyloid-Signale und Tau-Proteine in den Mandeln und im Hypothalamus als die, die ein Placebo einnahmen.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 21.11.2018 verändert.