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Frauenmantel

Zusammenfassung

Heilpflanze, die bei Durchfall und Dsymenorrhoe hilft. Wird oft in der Form von Tee eingenommen.


Name

Deutscher Name: Frauenmantel, Alchemilla, Marienmantel, Alchemistenkraut, Frauenmänteli
Lateinischer Name: Alchemillae vulgaris , Alchemilla xanthrochlora
Englischer Name: Bear’s Foot, Lion’s Foot, Lady’s mantle
Französischer Name: alchémille
Italienischer Name: alchemilla

Famillie

Rosengewächse (Rosaceae)

Inhaltsstoffe

– Flavonoide
– Gerbstoffe (z.B. Gallotannine, Ellagitannine)
– Bitterstoffe
– Salicylsäure
– Linolsäure

​Verwendete Pflanzenteile

Kraut (Frauenmantelkraut oder Alchemillae herba)

​Wirkung

– Adstringent, gegen Durchfall, Tonikum, kräftigend, verdauungsfördernd, heilungsfördernd, antiseptisch, beruhigend, fördert die Wundheilung.

Anwendungsgebiete

Interne Anwendung (Tee usw.)
Durchfall, Magen-Darm-Störungen, Dsymenorrhoe, Hämorrhagien, Wechseljahrbeschwerden, Ausfluss.

Externe Anwendung (Bäder usw.)
– Mundhygiene (Anwendung in der Munddusche), Ausfluss und andere Vaginalbeschwerden (Anwendung als Sitzbad), Schwere Beine

Nebenwirkungen

Verstopfung.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit, Schwangerschaft.

Interaktionen

Keine bekannt.

Präparate (galenische Formen)

Frauenmantel Tee

– Frauenmanteldekokt

– Bad mit Frauenmantelextrakt zur externen Anwendung (50 g auf 1 l Wasser)

– Urtinktur

– Tinktur (Tropfen)

Wo wächst der  Frauenmantel?

Frauenmantel wächst hauptsächlich in Nordamerika und in Europa. In Europa gedeiht er sowohl im Flachland als auch in den Bergen (z. B. in den Alpen) bis in 2 600 Meter Höhe.
Man kann ihn auf Wiesen und Weideland finden, insbesondere am Wegesrand. Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze, d. h. um eine Pflanze, die über mehrere Jahre lebensfähig bleibt.

Kann diese Pflanze in der freien Natur geerntet werden?
Ja, insbesondere in Deutschland, in der Schweiz oder in Österreich ist sie in wildem Zustand anzutreffen. Sie können sie z. B. am Wegesrand finden. Wie auf dem Foto unten zu sehen ist, bestehen die Blätter aus 7 bis 11 runden Lappen. Die Blüten haben eine gelbgrüne Farbe. Übrigens stammt ihre Gattungsbezeichnung xanthochlora aus dem Griechischen und bedeutet gelb (xantho) und grün (chlora, wie Chlorophyll). Frauenmantel bevorzugt schattige Stellen.

Anmerkungen

– Trotz seiner Indikation gegen diverse Frauenleiden (Regelschmerzen usw.) hegen manche Spezialisten für Pflanzenheilkunde Zweifel an der Wirksamkeit des Frauenmantels, da keine ernstzunehmenden klinischen und wissenschaftlichen Studie vorliegen.

– Der Ausdruck Alchemilla, den man im wissenschaftlichen (oder lateinischen) Namen Alchemilla vulgaris findet, stammt aus dem arabischen Alchimila und bedeutet Alchemie. In früheren Epochen glaubte man, dass diese Pflanze magische Fähigkeiten habe.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 14.11.2017 verändert.

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