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Goldrute

Zusammenfassung

Heilpflanze mit einer stark harntreibenden Wirkung, welche bei Nieren- und Blasenproblemen (z.B. Harnsteinen) als Kräutertee eingesetzt wird.


Name

Deutscher Name: Goldrute, echte Goldrute
Lateinischer Name: Solidago virgaurea L.
Englischer Name: Golden rod
Französischer Name: Verge d’or, solidago
Italienischer Name: Verga d‘oro

Famillie

Asteraceae

Inhaltsstoffe

– Flavonoide (Hyperoside)
– Quercetin
– Phenolische Glykoside
– Kampferöl
– Saponine
– Ätherische Öle
– Tannine
– Bitterstoffe

Verwendete Pflanzenteile

Kraut: Blüten, Blätter, Stengel

Wirkung

Harntreibend, krampflösend, entzündungshemmend, antimykotisch

Anwendungsgebiete

Nieren- oder Blasenentzündung (harntreibende Wirkung, durch Steigerung der Urinmenge), Harnsteine, Harnblasenentzündung, Albuminurie, Prostatabeschwerden, Pyelonephritis (Nierenbeckenentzündung)


Nebenwirkungen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Kontraindikationen

Gewisse Herzbeschwerden, Lungenödeme, chronische Nierenleiden, etc.

Interaktionen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Präparate (galenische Formen)

Goldrutentee

Siehe auch: Nieren- und Blasentee

– Goldruten- Urtinktur

Wo wächst die Goldrute?

Die Goldrute wächst in Europa, Asien, Nordafrika und Nordamerika.

Die Goldrute blüht häufig im Spätsommer (im August /September in Europa). In den Alpen ist sie bis in eine Höhe von 2500 Metern anzutreffen.

Wann sollte die Goldrute geerntet werden?

Das Goldrutenkraut wird von Juli bis Oktober geerntet. Nach den Angaben des schweizerischen Heilpflanzenexperten Claude Roggen ist es empfehlenswert, die Goldrute vor Einsetzen der Blütephase zu ernten und direkt über dem Boden abzuschneiden. Anschließend sollte sie zu einem Strauß gebunden und an einer trockenen, luftigen und lichtgeschützten Stelle aufgehängt werden, wie Roggen in seinem Buch „Die Geheimnisse des Druiden“, das beim Verlag Éditions Bois carré im Jahr 2016 erschienen ist, erläutert. Weiter führt er aus, dass die Pflanze, sobald sie getrocknet ist, klein geschnitten und in einer Schachtel, einem Stoffbeutel oder einer Papiertüte aufbewahrt werden sollte. Zuletzt muss sichergestellt werden, dass sich kein Ungeziefer eingenistet hat, soweit die wertvollen Empfehlungen von Roggen.

Bemerkungen

– Die Goldrute spielt in der Pflanzenheilkunde eine wichtige Rolle, da sie eine starke harntreibende Wirkung aufweist. Aus diesem Grund eignet sie sich hervorragend zur Behandlung von Nieren- und Blasenbeschwerden. Insbesondere bei Nierensteinen und bei Harnblasenentzündung ist die Goldrute angezeigt.

– Heute wird die Goldrute hauptsächlich wegen ihrer herantreibenden Wirkung eingesetzt, während ihre wundheilenden Eigenschaften kaum noch eine Rolle spielen. Im Mittelalter wurde sie jedoch häufig zur Behandlung von Wunden und Verletzungen verwendet.

– Der Begriff Solidago, der in der wissenschaftlichen Bezeichnung Solidago virgaurea enthalten ist, leitet sich von dem lateinischen Wort Solidare ab und bedeutet „vervollständigen“, als Anspielung auf seine vernarbungsfördernde Wirkung.

– Die amerikanischen Ureinwohner setzten die Blätter der Goldrute in äußerlicher Anwendung (z. B. in Form von Kompressen) gegen verschiedene Hautprobleme, wie z. B. Ekzeme, ein. In Nordamerika wird hauptsächlich die Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) verwendet. Die nordamerikanische Art ist oft deutlich größer, da sie eine Wuchshöhe von bis zu 2 Metern erreichen kann.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 23.01.2018 verändert.