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Grüner Tee

Zusammenfassung

Diese Heilpflanze, die bei Müdigkeit als Stimulans eingesetzt wird, aber auch zur Vorbeugung verschiedener Krankheiten, wie z. B. Krebs, dient, wird oft in Form von Tee verwendet.


Name

Deutscher Name: Grüner Tee, Grüntee
Lateinischer Name: Camellia sinensis (L.)
Englischer Name: Green Tea
Französischer Name: thé vert
Italienischer Name: tè verde

Famillie

Theaceae

Inhaltsstoffe

– Gerbsäure
– Flavonoïde und Polyphenole (Quercetin, Catechin)
– Koffeine
– Theanin (eine Aminosäure)

Anmerkung: Studien haben gezeigt, dass die im grünen Tee enthaltenden Polyphenole im Darmtrakt absorbiert werden und anschließend in der Lage sind, die Stoffwechselenergie im Leberbereich zu verändern. Wir weisen darauf hin, dass die im schwarzen Tee enthaltenen Polyphenole anders wirken, ausführlichere Informationen hierzu finden Sie auf unserer Spezialseite für schwarzen Tee

Verwendete Pflanzenteile

Blätter (kurz getrocknet und gerolt, nicht fermentiert)

Wirkung

– Anreger (Koffein), antioxidant (Flavonoide), fettverbrenner, diuretisch, adstringierend, entzündungshemmend

Anwendungsgebiete

Gegen Müdigkeit, als aktive Pflanze gegen Kardiovaskulären Probleme (Cholesterin), zum Abnehmen (zusätzlich zu anderen Massnahmen), Diät, gegen Zellulitis, manchmal gegen Haarausfall ( diese Eigenschaft des Grüntee muss noch durch Studien belegt werden), gegen Mundgeruch, als präventionsmassnahme gegen Prostatakrebs (gemäss einer japanischen Studie, vermindert die Einnahme von 5 bis 6 Tassen Grüntee am Tag das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken um die Hälfte).

Studien haben gezeigt, dass die tägliche Einnahme von 5 oder mehr Tassen Grüntee das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt senken.

Zur Verbesserung der Gehirnaktivitäten bei Menschen mit Down-Syndrom bzw. Trisomie 21 (ausführlichere Informationen unter Anmerkungen unten).

Wirkt aufgrund des L-Theanins (eine Aminosäure) gegen Angstzustände.

Nebenwirkungen

Übermässige Aufregung, Einschlafsschwierigkeiten wegen des Koffeins

Kontraindikationen

Keine bekannt

Interaktionen

Mit Nadolol (hypotensiv). Grüntee kann die Wirkstoffkonzentration im Blut um 75% senken.


Namen der Präparate

In der Schweiz : grosse Auswahl an verschiedenen Tees aus Grüner Tee.

Präparate (galenische Formen)

– Grüner Tee

tisane-thym

Wo wächst der Grüntee?

Der Grüntee wächst vor allem in warmen und feuchten Ländern (China..)

Bemerkungen

– Tee (einschließlich Schwarztee) ist, nach dem Wasser, aber vor dem Kaffee, das meist konsumierte Getränk der Welt. Die antioxidativen Wirkungen des Grüntees werden besonders geschätzt. Grüntee stellt in der chinesischen Kultur, aber auch in anderen asiatischen Ländern, wie z. B. in Japan, ein wichtiges Getränk dar. In China erfüllt Tee eine gesellschaftliche Funktion, da er bei bestimmten Zeremonien eine Rolle spielt (z. B. bei der Hochzeit).

– Grüntee enthält mehr Polyphenole (antioxidative Wirkung) als Schwarztee. Um eine Heilwirkung zu erzielen, empfehlen Spezialisten deshalb normalerweise, mehr Grüntee als Schwarztee zu trinken.

– In der traditionellen chinesischen und indischen Medizin wurden insbesondere Grüntee und Schwarztee zu medizinischen Zwecken eingesetzt.

– Die anregende Wirkung des Tees (aufgrund des Koffeins) ist wissenschaftlich nachgewiesen.

– Nach einer Studie, die am 7. Juni 2016 in der Fachzeitschrift The Lancet Neurology veröffentlicht wurde, kann Epigallocatechingallat (ein Wirkstoff des Grüntees) die Gehirnaktivitäten von Menschen mit Down-Syndrom bzw. Trisomie 21 erheblich verbessern. An dieser Studie nahmen 84 junge Erwachsene mit Down-Syndrom teil. Die Hälfte erhielt ein Medikament oder Präparat mit EGCG und die andere Hälfte ein Präparat ohne dieses Molekül. Die Gruppe, die die Substanz des Grüntees erhalten hatte, wies ein Jahr nach Behandlungsbeginn eine verbesserte Anpassung an die Umwelt sowie ein besseres Gedächtnis auf, d.h. eine verbesserte Fähigkeit, sich insbesondere Wörter zu merken. Je länger die Behandlung durchgeführt wurde, desto deutlicher waren die Wirkungen. Noch 6 Monate nach Ende der Studie waren die positiven Wirkungen erkennbar.
Die Leiterin dieser Studie, Dr. Mara Diersson betonte jedoch, dass es sich keinesfalls um die Aussicht auf Heilung dieses Syndroms handele.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 20.06.2018 verändert.