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Kakao

Zusammenfassung

Heilpflanze mit einem stimulierenden Effekt auf das Nervensystem, welcher vorallem zur Behandlung eines Stimmungstiefs oder einer leichten Depression nützlich ist. Der Kakao spielt auch eine günstige Rolle in der Prävention von Herz- Kreislauf- Erkrankungen und wird in Form eines Nahrungsmittels (Schokolade) konsumiert oder als Kapsel eingenommen.


Name

Deutscher Name: Kakao
Lateinischer Name: Theobroma cacao L.
Englischer Name: cacoa, cacoa tree
Französischer Name: cacao, cacaolier
Portugiesischer Name: cacau
Italienischer Name: cacao

Famillie

Malvaceae

Inhaltsstoffe

– Xanthine [Theobromin,…]
– Phenylethylamine (welches für den antidepressiven Effekt verantwortlich sein soll)
– Flavonoide
– Endorphine
– Polyphenole

Verwendete Pflanzenteile

Kakaobutter, die insbesondere reich an Ölsäure ist, wird vor allem in der Kosmetik und in der Dermatologie eingesetzt.

Wirkung

– Wirkung auf das Nervensystem (leichtes Antidepressivum), Antioxidans, zur Gewichtsabnahme, Diuretikum.

Anwendungsgebiete

– Der Kakao als Schokolade konsumiert, kann eine positive Wirkung auf Niedergeschlagenheit und leichte Depressionen haben. Dank der antioxidativen Eigenschaften des Kakaos wird auch eine positive Wirkung auf das Herz- Kreislaufsystem beschrieben.

– Als Kapsel hat Kakaopulver eine positive Wirkung bei Übergewicht und hilft unterstützend bei überschüssigem Fett. Achtung bei Kakao in Form von Schokolade (Nahrungsmittel), denn da tritt eher das Gegenteil auf, vorallem wenn Sie mehr als zwei Stückchen pro Tag zu sich nehmen.

– Der Konsum von Schokolade zwei oder mehrere Male pro Woche nach einem bereits erfolgten Herzinfarkt vermindert das Risiko um den Faktor drei an einer Herz- Kreislauf- Krankheit zu versterben (Quelle : ATS, gemäss einer im August 2009 veröffentlichten Studie).
Eine englische Studie, welche im August 2011 erschien und an welcher 114 Tausend Personen teilgenommen haben, konnte zeigen, dass Personen mit einem Schokoladekonsum (vorzugsweise schwarz) von 2 Stückchen pro Tag ein um 37% niedrigeres Risiko später an einer Herz- Kreislauf Krankheit zu leiden (z.B. Herzinfarkt), 29% niedrigeres Risiko für einen Schlaganfall und 31% niedrigeres Risiko für Diabetes.

Die Flavonole des Kakao, die man in der schwarzen Schokolade findet, könnten das kognitive Nachlassen aufgrund des Alters bremsen. Dies hat eine amerikanische Studie im Oktober 2014 gezeigt. Diese Arbeit, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Nature Neuroscience“ publiziert wurde, wurde von Forschern der Universität von Columbia erarbeitet. Die schrittweise Abnahme des Gedächtnisses, die im Erwachsenenalter beginnt, wird vor dem 50. oder 60. Lebensjahr nicht bemerkt. Da diese Studie nur mit einer kleinen Anzahl von Menschen (37 Freiwillige zwischen 50 und 69 Jahren) durchgeführt wurden, müssten diese Resultate durch neue Studien bestätigt werden, die eine grössere Anzahl Teilnehmer beinhaltet. Scott Small, der Hauptautor dieser Studie, sagt, dass man aus dieser Studie nicht die Schlussfolgerung ziehen darf, dass es ausreicht, mehr Schokolade zu essen. Die Menge Flavonole, die in der Schokolade vorkommt, ist im Gegensatz zu der Menge, die von den Freiwilligen in der Studien eingenommen wurden, sehr gering.

Nebenwirkungen

Migräne, Verdauungsstörungen, Gewichtszunahme (im Falle eines übermässigen Schokolade- Konsums)

Kontraindikationen


Interaktionen

Präparate (galenische Formen)

– Als Nahrungsmittel : Schokolade

– Kakaotee

– Kakaokapseln

– Kakaobutter (gegen trockene Lippen)

Wo wächst der Kakaobaum?

Der Kakaobaum wird etwa 15 Meter hoch. Er braucht ausgiebige Regenfälle, um sich gut zu entwickeln und benötigt fruchtbaren Boden. Der Kakaobaum kommt ursprünglich aus den tropischen Regionen des amerikanischen Kontinentes. Dieser Baum wächst zurzeit auch in anderen tropischen Regionen wie in Afrika oder Asien.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde der Kakao von den Spaniern aus Zentralamerika importiert.

Bemerkungen

– Der Kakao stellt die Basis von Schokolade dar und wird weltweit in Massen konsumiert. Speziell im Westen, wobei der Ursprung des Kakao bei den Mayas liegt. Für sie war der Kakao « die Nahrung der Götter ». Etwa um das Jahr 600 bauten die Mayas erstmals Kakao an.
Einige Quellen gehen jedoch davon aus, dass die Anfänge des Kakaoanbaus eher auf die Olmeken, die ebenfalls auf dem Gebiet des heutigen Mexikos lebten, zurückgehen. Sie sollen bereits vor der christlichen Zeitrechnung (um 1500 bis 400 v. Chr.) Kakao angebaut haben.

– Aus der medizinischer und ernährungswissenschaftlicher Sicht kann der Kakaokonsum (schwarze Schokolade) eine vorübergehende Niedergeschlagenheit behandeln und der Zustand des Herz- Kreislauf- Systems verbessern. Diese positiven Effekte von Kakao wurden regelmässig mittels verschiedener Studien bestätigt.

Die Kakaokonzentration in der schwarzen Schokolade ist höher als in normaler Schokolade, wenn Sie spürbare Effekte erzielen möchten, sollten Sie schwarze Schokolade bevorzugen.

– Kakao und die Schokolade haben sich vor allem im 19. Jahrhundert sowohl in Europa wie auch in den USA durch Geschäftsmänner wie Hershey, Lindt, Cailler oder Cadbury durchgesetzt. Alle diese Markennamen sind auch im 21.Jahrhundert noch sehr bekannt. Gewisse Marken wie Cailler wurden aufgekauft, in diesem Fall durch die Schweizer Firma Nestlé. Im Jahr 1875 führte ein schweizerisches Unternehmen die erste Milchschokolade auf dem Markt ein.

– Wenn dieses Nahrungsmittel in Form von Kakaopulver konsumiert wird, schmeckt es sehr bitter und ist im Allgemeinen nicht besonders beliebt. Deshalb fügen die Schokoladenindustrie und die Chocolatiers dem Kakao insbesondere Zucker und Milch hinzu, was seinen Geschmack deutlich verbessert.

Quellen: NPR (amerikanischer öffentlich-rechtlicher Radiosender).

News: Studie: Wirkstoff aus Kakao hilft gegen Vergesslichkeit

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 18.01.2017 verändert.

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