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Koka

Zusammenfassung

Koka: Es handelt sich um eine Heilpflanze, welche eine anästhetische Wirkung aufgrund des Bestands von Kokain besitzt. Sie wird in einigen Fällen in der Zahnmedizin angewandt, jedoch erfolgt die Anwendung bezüglich der Gesetze gegen Kokain immer seltener.


Name

Deutscher Name: Koka, Koka-Strauch
Lateinischer Name: Erythroxylum coca
Englischer Name: Coca
Französischer Name: Coca
Portugiesischer Name

Famillie

Rotholzgewächse (Erythroxylaceae)

Inhaltsstoffe

Kokain, diverse andere Alkaloide, Flavonoide

​Verwendete Pflanzenteile

Blätter

​Wirkungen

Lokale Anästhesie (Wirkung vom Kokain), stimulierend (Wirkung vom Kokain), hilft gegen Hunger und Kälte (z.B. beim Kauen der Blätter).

Anwendung

Schmerzen (Zahnschmerzen, im Bereich der Nasenhöhle, etc.), zur Anästhesie, Erbrechen, Übelkeit und bei Asthma.

Hinweis! Das Kokain, welches in der Koka-Pflanze gefunden wird, ist ein Betäubungsmittel, welches nur unter der Aufsicht eines Arztes oder Apothekers erfolgen darf.

Nebenwirkungen

Konsultieren Sie einen Spezialisten (es handelt sich bei Kokain um ein Narkotikum). Ein erhöhter Konsum von Kokain kann Halluzinationen oder psychische Störungen hervorrufen.

Gegenanzeichen

Konsultieren Sie einen Spezialisten, da es sich bei Kokain um ein Narkotikum handelt.

Wechselwirkungen

Konsultieren Sie einen Spezialisten, da es sich bei Kokain um ein Narkotikum handelt.

Zubereitung auf der Basis von Koka

– In Form von Kokain extrahiert aus der Koka-Pflanze: nur für den äußerlichen
Gebrauch (von einem Apotheker zubereitet) für eine anästhetische Wirkung.
– In einigen südamerikanischen Ländern werden die Koka-Blätter gekaut und haben eine stimulierende Wirkung.

 

Wo wächst Koka?

Koka kommt ursprünglich aus Südamerika, genauer aus der Region der Anden in Peru oder Bolivien. Koka ist ein Busch, der 1.8m hoch werden kann, wenn er kultiviert wird. Zudem braucht er Schatten, um sich zu entwickeln.

Wann sollte man Koka Blätter sammeln?
Man sammelt sie, wenn sich die Blätter beginnen zusammen zu rollen (Quelle: Larousse, Enzyklopädie der Heilpflanzen, Ed.2001).

​Bemerkungen

Coca Cola
Koka ist historisch und politisch (Drogenschmuggel) eine interessante Pflanze. Dies vor allem durch das Bekanntwerden mit Coca Cola® (verantwortlich für das Wort Coca von Coca Cola. Die Nuss von Kola ist für das zweite Wort verantwortlich).

Ein Apotheker aus Atlanta, John Pemberton, hat dieses bekannte Getränk des 19.Jahrhunderts kreiert. Er suchte nach einem Getränk gegen Müdigkeit und hat daher die Blätter von Koka und die Nuss von Kola verwendet, die beide viel Koffein enthalten.

Seit 1903, d.h. einige Jahre nach dem ersten Markteintritt, enthält Coca Cola® keinen Extrakt aus Koka Blättern mehr (und daher auch kein Kokain). Allerdings hat die Koka Pflanze den Geschmack des meistverkauften Getränkes beeinflusst und in der moderne Geschichte ein Zeichen gesetzt. Coca Cola® ist zusammen mit Google eine der teuersten Marken der Welt. Gewisse Quellen vermuten, dass Coca Cola® das weltweit meist verkaufte Produkt im Jahre 2014 sei.

Kokain

Koka wird hauptsächlich in Südamerika (50% des Marktes der Kokainproduktion) geerntet. Das Ziel ist die Überflutung der Welt mit Kokain, eine gefährliche Droge und bei den Jugendlichen in Europa und Amerika, aber auch in Lateinamerika leider in Mode.

Der Kokainhandel ist ein riesiger Markt, der für Tausende Tote unter den Schiebern (z.B. in Mexiko) und für schlimme Gesundheitsschäden der Konsumenten verantwortlich ist (Depression, Gewalt). Kokain fördert die Freisetzung des Vergnügungshormons Dopamin im Gehirn. Dies erzeugt bei vielen Menschen eine starke Abhängigkeit (Drogensucht). Kokain wurde lange Zeit inhaliert. Seit einigen Jahren wird diese Droge immer häufiger als Crack konsumiert, d.h. nicht inhaliert sondern geraucht, was zu schlimmen Schäden führt. Crack zerstört das Leben von Millionen von Menschen und Familien weltweit, insbesondere auf dem amerikanischen Kontinent. Brasilien ist stark von Crack betroffen: ein grosses Problem der öffentlichen Gesundheit, das vor allem die unteren Bevölkerungsschichten betrifft.

Kokablätter, Anden
In Südamerika (z.B. Bolivien, Peru, Kolumbien), wo hauptsächlich Kokablätter für den Drogenschmuggel gesammelt werden, kauen die Einwohner Kokablätter. Es ist eine lange Tradition, die bereits in die Epoche der Inkas zurückgreift.

Weil das Kokablatt gekaut und nicht wie das Kokain gesnifft (inhaliert) wird, sind die Gesundheitsrisiken geringer. Die gekauten Kokablätter haben eine stimulierende Wirkung, die die Resistenz gegenüber Unterernährung, Kälte oder Müdigkeit verbessert (typische Probleme für diese armen Regionen in den Anden).

Gewisse Bolivianer sowie andere Bevölkerungsgruppen der Anden konsumieren auch Mate de Coca; ein Tee mit Kokablättern, der in Bolivien sehr weit verbreitet ist.


 Erythroxylum coca

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 30.01.2018 verändert.