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Löwenzahn

Zusammenfassung

Heilpflanze, welche einen harntreibenden und reinigenden, verdauungsfördernden Effekt aufweist und zum Beispiel  als Kräutertee oder Kräuterauszug (Abkochung).


Name

Deutscher Name: Löwenzahn
Lateinischer Name: Taraxacum officinale
Englischer Name: dandelion, blawball
Französischer Name: pissenlit, dent-de-lion (Dent-de-Lion), couronne de moine
Portugiesischer Name: dente-de-leão
Italienischer Name: piscialletto, dente di leone

Man muss wissen, dass es über 1000 Arten und Unterarten des Löwenzahns gibt.

Famillie

Asteraceae

Inhaltsstoffe

– Taraxine
– Terpene
– Flavonoide
– Phytosterole
– Inulin (hochkonzentriert in der Wurzel)
– Kalium
– Bittere Prinzipien

Verwendete Pflanzenteile

– Blätter und Wurzeln, manchmal auch die Blüten (insbesondere zur Zubereitung des Löwenzahnhonigs)

Wirkung

Harntreibend, cholagog, choleretisch, reinigend, appetitstimulans, Steigerung der Gallensaftsekretion, möglicher Effekt auf gewisse Tumorarten (Krebs), säureregulans, bitterstoffdroge, acnemittel, entzündungshemmend

Anwendungsgebiete

Verdauungsprobleme: Dyspepsie, Leberprobleme, Gallensteinprävention (jedoch nicht als Therapie), Appetitlosigkeit (Anorexie), Nierensteinvorbeugung, Akne ( Dank eines säurehemmenden Effekts, welcher bei Akne, idealerweise kombiniert mit der Klette, helfen soll.

Nebenwirkungen

Eine hohe Dosis kann zu Haut- und Magen-Darm-Problemen führen. Allergie. Löwenzahn kann aufgrund seiner harntreibenden Wirkung (die vor allem von den Inhaltsstoffen der Wurzel ausgeht) manchmal zu nächtlichem Bettnässen führen.

Kontraindikationen

Gallensteine, Allergie gegen diese Pflanze oder gegen andere Pflanzen aus der Familie der Korbblütler (Asterngewächse). Bei Nierenstörungen, Erkrankungen der Gallenblase und bei Gallensteinen lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten, bevor Sie diese Pflanze anwenden.

Interaktionen

Keine bekannt (unserer Meinung nach) , beim Kauf eines Medikamentes auf Basis dieser Pflanze, lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie ihren Spezialisten.

Präparate (galenische Formen)

Löwenzahndekokt (auf Basis der ganzen Pflanze)
Bemerkung: Effizienter als ein Löwenzahn- Kräutertee

– Kapseln des Löwenzahn

– Löwenzahnextrakt

– Löwenzahn- Urtinktur

– Als Salat in Form von Löwenzahnblätter (mit jungen Trieben), vorzugsweise im Frühling zu geniessen (nahrhaft, die Blätter sind reich an Vitaminen).

– Honig der Löwenzahnblüten (nahrhaft) – Löwenzahnhonig

Wo wächst der  Löwenzahn?

Der Löwenzahn wächst in Europa, sowie auch in anderen Regionen der Erde. Er ist in Europa bis in eine Höhe von 2’000 Metern anzutreffen. Die Pflanze ist etwa 50 cm hoch. Sie ist eine mehrjährige Pflanze, d.h. sie kann mehrere Jahre alt werden. Löwenzähne kommen vor allem auf Wiesen und Weiden vor.

Wann erntet man der Löwenzahn?

Die Löwenzahnblätter werden Anfang Frühling geerntet. Der Wurzelstock nach 2 Jahren im Herbst. In Europa (z. B. in Frankreich) blüht der Löwenzahn normalerweise von März bis Oktober.

Bemerkungen

– Der Löwenzahn spriesst im Frühling an vielen verschiedenen Orten in ganz Europa.


– Für einen Kräutertee auf Löwenzahn- Basis nimmt man getrocknete Pflanzenteile der gesamten Löwenzahnpflanze (auch die Wurzeln) und man kocht ungefähr 3 Kaffeelöffel Droge aus. Dabei kocht man das Teewasser samt des getrockneten Löwenzahns auf (Droge wird in kaltes Wasser gegeben!).
Viele bereiten auch Salate aus frischen Löwenzahn- Blättchen zu, indem sie sie einfach im Garten pflücken gehen. In diesem Fall ist die medizinische Wirkung nicht bewiesen.

– Diese Pflanze kann ausserdem auch bei diversen gastro-intestinalen Problemen oder bei Leberproblemen (siehe oben) speziell auch als Entschlackungsmittel eingesetzt werden. Letzterer Effekt wird von Wissenschaftlern manchmal auch kritisiert, weil es sich dabei um einen sehr weiten Begriff handelt. Es wird bevorzugt von einer Wirkung auf Gallensteine oder auf den Lebermetabolismus zu sprechen.

Weitere nützliche Informationen über Löwenzahn

– Die Ureinwohner Amerikas setzten Löwenzahn zur Behandlung verschiedener Leiden und Krankheiten, wie z. B. Nierenstörungen, Hautprobleme oder auch Verdauungsprobleme, ein. Löwenzahn wird auch in der traditionellen chinesischen Medizin insbesondere gegen Verdauungsprobleme eingesetzt.

Löwenzahnsalat
– Häufig werden Löwenzahnblätter vor der Blütezeit der Pflanze in den Gärten gesammelt, um daraus sehr beliebte Salate zuzubereiten. Um den bitteren Geschmack zu umgehen, wird der Verzehr der jungen Blätter empfohlen. Löwenzahnsalat weist keine besondere Heilwirkung auf, was z. B. beim Löwenzahn-Aufguss der Fall ist. Außer der Verwendung von Löwenzahn und einem Dressing (z. B. Öl, Essig und Senf) wird die Zugabe von hart gekochten Eiern und Speckwürfeln zu diesem Salat empfohlen.

– Löwenzahn ist reichhaltig an Eiweiß, Ballaststoffen, Vitamin C, Vitamin A, Lecithin, Calcium usw.

– Die Gattungsbezeichnung des Löwenzahns, „Taraxacum“ (Taraxacum officinale), leitet sich von den griechischen Wörtern Taraxis für Entzündung und aeko für „ich werde gesund“ ab.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 19.11.2018 verändert.