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Mutterkraut

Zusammenfassung

Heilpflanze, welche zur Migränebehandlung und bei Kopfschmerzen in Kapselform oder als Kräutertee eingesetzt wird.


Name

Deutscher Name: Mutterkraut
Lateinischer Name: Tanacetum parthenium (L.) Sch.Bip., 1844 (Synonyme der wissenschaftlichen Bezeichnung: Chrysanthemum parthenium, Leucanthemum parthenium, Pyrethrum parthenium)
Englischer Name: Feverfew
Französischer Name: grande camomille, partenelle, feverfew (nom anglais), tanaisie commune
Portugiesischer Name:  matricária
Italienischer Name: partenio

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Famillie

Asteraceae (Korbblütler)

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Sesquiterpene, Flavonoide

​Verwendete Pflanzenteile

Getrocknete Blätter und getrocknete Blütenstände

​Wirkung

Gegen Migräne, schmerzlindernd, fiebersenkend

Anwendungsgebiete

Bei Migräne, vor allem als Präventivmassnahme (Wirkung wurde von klinischen Studien bewiesen), Kopfschmerzen, Arthritis

Ursachen_sinusitis
Nebenwirkungen

Seltene Nebenwirkungen (Durchfall, Entzündung,…). In seltenen Fällen kann bei Anwendung auf der Haut eine Kontaktallergie auftreten.

Kontraindikationen

Schwangerschaft und Stillzeit

Interaktionen

Wechselwirkungen mit Blutverdünnern, wie z. B. Clopidogrel, sind möglich. Das kann zu stärkeren Blutungen führen, vor allem bei täglicher Einnahme.

Präparate (galenische Formen)

Mutterkrauttee

– Mutterkrautkapseln

– Mutterkrautdekokt

– Frische (oder getrocknete) Blätter. Die frischen Blätter können in der Migräne-Behandlung eingesetzt werden. Kauen Sie 2 bis 3 Blätter pro Tag (ungefähr 2 g), aber seien Sie vorsichtig, da das Risiko einer Aphtenbildung besteht. Alternativ können 0,1 g getrocknete Blätter pro Tag eingesetzt werden.
Als Vorbeugung gegen Migräne wird eine Behandlung auf der Grundlage frischer oder getrockneter Blätter über mehrere Monate oder, falls erforderlich, sogar über Jahre empfohlen.

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Wo wächst das Mutterkraut ?

Das Mutterkraut wächst in Europa und in Nordamerika. Mutterkraut ist insbesondere in Europa und Nordamerika sowie in Asien und in China heimisch. Es handelt sich um eine pflegeleichte Pflanze, die in einem gut entwässerten Boden gedeiht. Direkte Sonneneinstrahlung ist ideal (aber nicht zwingend erforderlich). Es handelt sich um eine mehrjährige Pflanze.

Wann blüht das Mutterkraut ?

Das Mutterkraut blüht hauptsächlich im Sommer (Juni bis August nördlicher Hemisphäre).

​Bemerkungen

– Das Mutterkraut gehört zu den wichtigsten Pflanzen in der Phytotherapie, was ihre Wirksamkeit betrifft. Forschungsergebnissen zufolge hat das Mutterkraut eine günstige Wirkung in der Behandlung der Migräne, einer der problematischsten und schmerzhaftesten Krankheiten unserer Zeit.

– Die Mutterkrautpflanze verströmt einen intensiven charakteristischen Geruch.

– Jahrhundertelang wurde Mutterkraut vor allem gegen Fieber eingesetzt, daher seine englische Bezeichnung feverfew. („Fever“ bedeutet „Fieber“).

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 30.11.2017 verändert.

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