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Pfefferminze

Zusammenfassung

Heilpflanze, die bei Verdauungsbeschwerden hilft. Wird oft als Tee verwendet.


Name

Deutscher Name: Pfefferminze, Minze, Katzenkraut
Lateinischer Name: Mentha x piperita
Hinweis: Der Begriff x bezieht sich auf die Hybridisierung, tatsächlich stammt die Pfefferminze aus 2 Arten von Minze: der Wasserminze (Mentha aquatica) und der Minze (Mentha spicata). Der Begriff Mentha stammt aus der griechischen Minze (eine Nymphe), piperita bedeutet Pfeffer als Hinweis auf die Kraft dieser Minzart.
Englischer Name: mint
Französischer Name: menthe poivrée
Italienischer Name: Menta

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Famillie

Lamiaceae

Inhaltsstoffe

– Ätherisches Öl (Menthol ist der Hauptwirkstoff von ätherischem Pfefferminzöl, Methylacetat und Menthon werden ebenfalls gefunden)
– Menthol

Verwendete Pflanzenteile

Blätter

Wirkung

– Spasmolytisch (gegen Krämpfe), Krampflösend, cholagog (hilft der Leber), aromatisch, verdauend, karminativ, analgetisch

Anwendungsgebiete

Innere Anwendung (Tee, Kapseln, Abkochung)
– Kolitis/Bauchkrämpfe und Verdauungsbeschwerden (Krämpfe, auch bei Verstopfung, ausführlichere Informationen siehe unter Bemerkungen unten), schlechter Atem, Halsschmerzen, Schmerzen im Gastrointestinaltrakt, Kolon irritabile (Reizdarm), Migräne, Muskelschmerzen, Husten, Erkältung, reisebeschwerden (in Form von Minzalkohol, in der Volksmedizin).


Äussere Anwendung (Tinktur, ätherisches Öl)
– Neuralgien, Muskelschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung (z. B. als Kompresse), Kopfschmerzen (z. B. als Kompresse)

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Nebenwirkungen

Keine, lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Kontraindikationen

Die äußerliche Anwendung von Pfefferminzöl bei Kindern unter 5 Jahren ist kontraindiziert, da sie ein Risiko für den Atmungsapparat darstellt (mögliche Entstehung von Krämpfen).
Bei Vorliegen der Refluxkrankheit oder bei Hiatushernie (Zwerchfellbruch) sollte die Anwendung von Pfefferminze vermieden werden, da diese Minzart diese beiden Krankheiten verstärken kann.

Interaktionen

Keine, lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Präparate (galenische Formen)

Pfefferminze-Tee

Pfefferminze-Dekokt

– Äthersiches Öl der Pfefferminze. Ätherisches Öl ist im Allgemeinen für kleine Kinder kontraindiziert.

– Bonbons (Pfefferminz Bonbons), Kaugummi

– Kapseln

– Tinktur

– Minzalkohol (gegen Reisekrankheiten, einige Tropfen in ein Glas Wasser oder auf einen Zucker geben)

– Minztalk (wie der Schweizer Drogist Claude Roggen in seinem Buch 2018 erwähnt, siehe Referenzen unten, um Mentholtalk bei Juckreiz zu verwenden, besonders bei Pickeln oder Masern).

Wo wächst die Pfefferminze?

Die Pfefferminze wächst in Europa, Asien und Nord-Amerika.
Wie alle Minzarten ist diese Pflanze pflegeleicht.
Da die Pfefferminze jedoch eine invasive Pflanzenart ist, ist der Anbau im Topf vorzuziehen.

Wann eerntet man die Pfefferminze?

Die Pfefferminze wird im Sommer (vor der Blütezeit) geerntet.

Bemerkungen

– Diese Heilpflanze besitzt einen angenehmen Geschmack. Sie wird in der ganzen Welt erfolgreich bei der Bekämpfung von Mundgeruch und bei der Milderung von Verdauungsstörungen eingesetzt.

Pfefferminze-2016

– Der erfrischende und allseits beliebte Geschmack der Pfefferminze trägt dazu bei den chemischen Beigeschmack oder den unangenehmen Geruch von gewissen chemischen Produkten zu neutralisieren. Aus diesem Grund wird die Pfefferminze bei der Herstellung von vielen verschieden Produkten (Zahnpasta, Lebensmitteln, Kosmetika) gebraucht. Es kommt in Kaugummi oder Schokolade vor.

– Es gibt viele Arten und Sorten von Minze. Es wird geschätzt, dass es weltweit mehr als 600 Minzarten gibt. In Europa wird geschätzt, dass es etwa zwanzig Arten von Minze gibt. Pfefferminze ist die am häufigsten verwendete Art in der Kräutermedizin.

– Das Kauen eines frischen Pfefferminzblattes nach einer Mahlzeit ist eine gute Idee, denn es fördert nicht nur die Verdauung, sondern sorgt auch für frischen Atem.

Wenn Muskelkrämpfe auftreten, z. B. bei Verstopfung
Das ätherische Öl der Pfefferminze (Mentha x piperita) in Kapselform (200 mg ätherisches Pfefferminzöl) beugt Muskelkrämpfen im Magen-Darm-Trakt vor, wenn es 15 bis 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen wird. Pfefferminze wirkt nicht direkt gegen Verstopfung, trägt aber zur Linderung von Begleitsymptomen wie Bauchschmerzen bei. Wählen Sie Kapseln mit einem Schutz gegen Magensäure, um zu vermeiden, dass der Kapselinhalt im Magen freigesetzt wird und Sodbrennen verursacht.

Pfefferminze; Mentha x piperita

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 22.05.2019 verändert.