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Schafgarbe

Zusammenfassung

Heilpflanze, die bei Magen-Darm Beschwerden, Magersucht und bei Appetitlosligkeit hilft. Wird oft als Tee, Salbe oder Kapseln angewendet.


Name

Deutscher Name: Schafgarbe, Achilleskraut, Allheilkraut, “Soldatenkraut”, “Zimmermannskraut”
Wissenschaftlicher Name: Achillea millefolium L.
Englischer Name: milfoil, yarrow
Französischer Name: millefeuille
Italienischer Name: achillea

Famillie

Asteraceae

Inhaltsstoffe

– Ätherisches Öl
– Sesquiterpenlactone
– Flavonoide
– Tannine
– Gerbstofe
– Bitterstoffe

Anmerkung: Die Wirkstoffe bzw. Bestandteile der Schafgarbe sind mit den Inhaltsstoffen der Echten Kamille vergleichbar.

​Verwendete Pflanzenteile

Getrocknete Schafgarbeblüten

​Wirkung

Innerliche Wirkung 
– Bitter, spasmolytisch

Ausserliche Wirkung 
– Antiphlogistisch, wundheilend, hämostatisch

Anwendungsgebiete (Anwendung des Schafgarbe)

Innerliche Anwendung (Tropfen, Tabletten, Sirup)
– Bei Bauchschmerzen (bei Krämpfen), Krämpfen bei Monatsbeschwerden, Magersucht, Verdauungsstörungen, Blähungen, Sodbrennen, Allergien

Ausserliche Anwendung (Bad, Salbe)
– Bei Entzündeten Verletzungen, Schlecht vernarbende Wunden, Hämorrhoiden, Verbrennungen, Akne, Insektenstiche (gegen die Schmerzen)

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Nebenwirkungen

Allergie (verzögerter Typ). Bei Einnahme über einen langen Zeitraum oder in zu hoher Konzentration: Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Lebererkrankungen.

Kontraindikationen

Allergie gegen Schafgarbe. Lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Interaktionen

Gerinnungshemmer, Thrombozytenaggregationshemmer, Lithium, Eisen.

Präparate (galenische Formen)

Schafgarbentee

– Ätherisches Öl der Schafgarbe

Schafgarbetinktur (20 Tropfen 3 mal am Tag bei Verdauungsstörungen)

– Schafgarbenumschlag

– Schafgarbensalbe

Wo wächst die Schafgarbe?

Die Schafgarbe wächst in Europa und in Nord Amerika.

Wann blüht die Schafgarbe?

Die Schafgarbe blüht hauptsächtlich zwischen Juni und September.

​Bemerkungen

– Die Schafgarbe ist kein Wunderheilmittel bei der Bekämpfung der Magesucht, dennoch kann sie dank Ihrem bitteren Geschmack appetitanregend wirken. Da die Schafgarbe fast keine Nebenwirkungen hat, ist ein Versuch empfehlenswert.

– Die Schafgarbe wurde in der Vergangenheit sehr viel angewendet, da Ihre Anwendungsgebiete vielfältig sind (bei Wunden).

– Die Schafgarbe gehört zu den Bitterstoffpflanzen, ihr Bitterkeitsgrad liegt zwischen 3’000 und 5’000.  Zum Vergleich: Der Gelbe Enzian, der bitterer ist, weist einen Grad zwischen 10’000 und 30’000 auf. Die Bitterkeit fördert insbesondere die Verdauung. Außerdem muss man wissen, dass speziell die in der Schafgarbe enthaltenen Bitterstoffe leicht durch Hitze vernichtet werden. Wenn Sie einen Tee zubereiten möchten, der seine bittere Wirkung behält, darf die Flüssigkeit deshalb nur wenige Minuten lang erhitzt werden. Im Gegensatz dazu halten Tannine der Hitze etwas länger stand.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 10.04.2018 verändert.

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