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Schwarzer Holunder

Zusammenfassung

Heilpflanze, welche bei Erkältungen (Blüte), Fieber (Blüte), Husten (Früchte oder Beeren), Schnupfen (Früchte oder Beeren). Oft wird diese Pflanze in Form von Kräutertees und Sirup angewendet.


Name

Deutscher Name: Schwarzer Holunder, Holunder
Wissenschaftlicher Name: Sambucus nigra L.
Englischer Name: elder (elderberries)
Französischer Name: sureau, sureau noir
Portugiesischer Name : sabugueiro
Italienischer Name: sambuco

Famillie

Caprifoliaceae

Inhaltsstoffe

– Flavonolglykoside (Flavonoide und Glykoside)
– Steroide
– Tannine
– Fettsäuren
– Alkaloide
– Ätherische Öle (vor allem in den Blüten)
– Triterpene

Verwendete Pflanzenteile

Blüten und Beeren

In der Volksmedizin, besonders in Deutschland, werden oder wurden Wurzel und Rinde gelegentlich gegen Rheumatismus eingesetzt.

Wirkung

– Fiebersenkend, schweisstreibend (Blüte), Diuretikum (Blüte), Antitussivum (Blüte und Beere), Antioxidans

Anwendungsgebiete

– Fieber (Blüten), Husten (Blüten und Beeren), Erkältung (Blüten und Früchte), Halsschmerzen, Schnupfen und gewisse Viruserkrankungen (Früchte oder Beeren und Blüten)

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Nebenwirkungen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Kontraindikationen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Interaktionen

Keine bekannt (unserer Meinung nach)

Präparate (galenische Formen)

– Holunderblütentee

– Holunderbeeren-Sirup

– Holunderblüten-Sirup

– Holunderbonbons

– Saft (diente früher als Hausmittel gegen Verstopfung, aber auch gegen Kopfschmerzen)

Wo wächst  der  Holunder?

Der Holunder wächst in ganz Europa. Er bevorzugt sonnige Standorte, deshalb ist er hauptsächlich an Wald- oder Wiesenrändern anzutreffen.

Wann sollten die Holunderblüten geerntet werden?

Holunderblüten werden im Frühjahr geerntet (Mai-Juni), und die Beeren oder Früchte im Herbst (z. B. im Oktober-November in der Schweiz und im Norden der USA eher im August-September).

Bemerkungen

– Aus dieser Pflanze kann man einen Tee sowie auch Sirup gewinnen und stellt sich in ihrem Indikationsgebiet (siehe weiter oben) als sehr effizient heraus. Man kann die Holunderstaude in der freien Natur leicht finden und erleichtert so seine Zubereitung früher wurde der Holunder als das « Heilmittel des Armen » bezeichnet, da er ein bisschen überall zu finden ist und viele unterschiedliche Leiden therapiert und dies auch noch sehr kostengünstig.

– Man sollte es vermeiden, die Blätter des Holunders oral einzunehmen, da diese ein toxisches, zyanogenes Glykosid enthalten. Man kann die Holunderblätter aber äusserlich als Kataplasmen verwenden. Außerdem sollte der Verzehr der frischen Früchte oder Beeren vermieden werden. Tatsächlich sollten diese vorzugsweise gekocht und z. B. zu einem Sirup verarbeitet werden.

– Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. empfahl der berühmte griechische Arzt Hippokrates Holunder zur Behandlung verschiedener Krankheiten.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 06.02.2018 verändert.