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Wacholder

Zusammenfassung

Eine Heilpflanze, die bei Verdauungsproblemen, Blasenstörungen oder bei Rheumatismus eingesetzt wird und meist in Form von Tee oder Tinktur erhältlich ist.


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Name

Deutscher Name: Wacholder
Wissenschaftlicher Name: Juniperus communis L.
Englischer Name: juniper

Portugiesischer Name: zimbro
Französischer Name: genièvre, genévrier
Italienischer Name: ginepro

Famillie

Cupressaceae

Inhaltsstoffe

– Ätherische Öle
– Flavonoid
– Pinen
– Terpen
– Tannine
– Zucker

Verwendete Pflanzenteile

– Beeren (auf lateinisch: Juniperus fructus). Anmerkung: In der Botanik handelt es sich genauer gesagt um Zapfen und nicht um Beeren.

Wirkungen

– Diuretisch, antirheumatisch, karminativ (Wirkung auf die Verdauung), appetitanregend, antiseptisch, schleimlösend.

Anwendung

Innere Anwendung
Dyspepsie, Sodbrennen, Verdauungsstörungen (Kolik, …), Entzündung der Harnwege, Harnsteine, Mundgeruch, Gicht.

Äußerliche Anwendung
Rheuma

Wacholderbeeren Juniperus communis

Nebenwirkungen

Es kann bei längerer Anwendung dieser Pflanze zu Problemen mit den Nieren kommen.

Kontraindikationen

Schwangerschaft, verschiedene Nierenkrankheiten (Nierenstörungen und Niereninfektionen).

Wechselwirkungen

Keine bekannten Wechselwirkungen

Präparate

– Wacholdertee (nach sorgfältiger Zerkleinerung der Wacholderbeeren zur einwandfreien Extraktion des ätherischen Öles)

– Abkochen des Wacholders

– Wacholderextrakt

Wacholder-Kapseln. Die übliche Dosis liegt bei einer Kapsel dreimal täglich, und eine Kapsel enthält normalerweise 425 bis 850 mg Wacholderbeeren.


– Wacholdertinktur (zur äußerlichen Anwendung)

Verwenden Sie ungefähr 250 g Wacholderbeeren für 1 Liter Branntwein. 2 bis 3 Wochen einweichen lassen, täglich umrühren, dann sieben. Zum Einreiben bei Gelenkbeschwerden wie Gicht.

Wo wächst der Wacholer?

Der Wacholderstrauch ist ein kleiner Baum, der auf der Nordhalbkugel heimisch ist und hauptsächlich in Nordamerika, in Europa und in Asien wild wächst. Dieser Baum gedeiht gut in Regionen mit kalten Wintern, was auf Kanada, Japan und Nordeuropa zutrifft.

Der Wacholder hat meistens die Form eines kleinen Baumes, der bis zu 1000 Jahre alt werden kann.

Wann können Wacholderbeeren geerntet werden? 
In Europa werden Wacholderbeeren von September bis November geerntet. Wie der Heilpflanzenexperte Claude Roggen betont, ist das Tragen von Handschuhen bei der Ernte zwingend erforderlich, um sich vor den Dornen des Wacholderbaumes zu schützen.

Bemerkungen

– Bereits in der Zeit der alten Römer und Griechen wurden Wacholderbeeren bei Rheumatismus gegen die Schmerzen eingesetzt. Auf dem amerikanischen Kontinent wurde diese Pflanze von den nordamerikanischen Indianern gegen Blasenstörungen wie Harnblasenentzündung verwendet. Im Mittelalter wurden Wacholderzweige an Haustüren gehängt, um Hexen zu vertreiben.

– Es gibt mehrere Arten des Wacholderbaums (Juniperus communis), zu denen insbesondere der in Nordamerika heimische Juniperus communis var. depressa und der in Europa heimische Juniperus communis var. communis gehören.

– Die meisten Wacholderbeeren, die in der Pflanzenheilkunde verwendet werden, stammen aus der Beerenernte in den osteuropäischen Ländern.

– Frische Wacholderbeeren sind blau, und wenn sie getrocknet werden, nehmen sie eine rote Farbe an.

– Wacholder gehört zur Familie der Zypressen und Lebensbäume.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 07.02.2018 verändert.