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Wermut

Zusammenfassung

Heilpflanze, die bei der Verdauung hilft. Wird oft als Tee verwendet.


absinthe
Name

Deutscher Name: Wermut (Wermutkraut), Absinth
Wissenschaftlicher Name: Artemisiae absinthium L.
Englischer Name: absinth, wormwood
Französischer Name: absinthe
Italienischer Name: assenzio

Famillie

Asteraceae

Inhaltsstoffe

– Aetherisches Öl
– Tuyon (achtung toxisch !)
– Sesquiterpenlactone
– Bitterstoffe

​Verwendete Pflanzenteile

Blätter oder Blut (Herba)

​Wirkung

– Amarum, Aromatikum, Magenstärkend

Anwendungsgebiete

– Bei Appetitlosigkeit (appetitanregend), Magersucht, dyspeptischen Beschwerden, Magen-Darm-Beschwerden.

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Nebenwirkungen

Bei hohen Dosen : Erbrechen, Kopfschmerzen,… Für weitere Informationen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Kontraindikationen

Keine. Für die Medikamente lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Wechselwirkung

Keine. Für die Medikamente lesen Sie bitte die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Namen der Präparate

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker (z.B als Tee in Sidroga® Wermut Tee)

Präparate (galenische Formen)

– Wermut Tee – Absinth Kräutertee (Wermuttee)

– Alkool (Absinth oder Wermutsabsinth)

– Dekokt aus Absinth (Kompressen)

– Urtinktur

Wo wächst Wermut?

Wermut wächst in Europa, Asien und in bestimmten Gebieten Nordamerikas. Er mag trockene Böden. Man findet das Kraut im Gebirge, beispielsweise in den Alpen bis zu einer Höhe von ca. 1400 m.

Wann erntet man den Wermut?

Der Werrmut wird im Sommer geerntet.

Kann diese Pflanze in der freien Natur geerntet werden?

Ja, man findet sie insbesondere in der Schweiz wildwachsend, bis in 1 400 Meter Höhe, manche Quellen sprechen sogar von 2 000 Metern Höhe. Sie können sie z. B. am Wegesrand antreffen, häufig an trockenen Stellen.

​Bemerkungen

– Die Wermutspflanze wird auch verwendet um Alkohol (Absinth) herzustellen. Vor allem im Jura ist der Absinth sehr beliebt und ist unter dem Namen “Fée verte” (grüne Fee) bekannt.

– Absinth wird in der Bibel mehrmals erwähnt. Insbesondere in den Sprichwörtern im Kapitel 5, Vers 4: „Aber am Ende ist sie bitter wie Absinth“. Die Bitterkeit dieser Pflanze ist also seit mehr als 2‘000 Jahren bekannt; vor allem beim jüdischen Volk.

– Die wissenschaftliche Gattungsbezeichnung Artemisia (Artemisia absinthium) geht auf die Göttin Artemis, die Tochter des Zeus, zurück. Eine andere Pflanze, der gemeine Beifuß (Artemisia vulgaris), trägt dieselbe Gattungsbezeichnung.
Der Begriff absinthium leitet sich von dem griechischen Wort apinthos ab und bedeutet „nicht trinkbar“. Aufgrund des extrem bitteren Geschmacks kostet das Trinken oder die orale Einnahme von Wermutkraut große Überwindung.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 07.02.2018 verändert.