Bronchiolitis

Definition

Bronchiolitis Die Bronchiolitis (oder Säuglings-Bronchiolitis) ist eine virale Erkrankung, die normalerweise vom RSV (respiratory syncitial virus) ausgelöst wird. Es ist eine Form der Bronchitis, die vorwiegend Kinder unter 2 Jahren und insbesondere Kleinkinder zwischen 3 und 6 Monaten betrifft.


Es handelt sich um eine Entzündung der Bronchiolen (feine Bronchien), die verhindert, dass die Luft in den Lungen frei zirkulieren kann.

Es ist eine Infektion, die hauptsächlich Säuglinge und kleine Kinder betrifft, vor allem im Winter. Die Epidemie ist in Europa zwischen Dezember und Januar. 

Da die Bronchiolen von Babys winzig sind, genügt nur eine geringe Menge an Sekreten, um ihre Bronchiolen zu blockieren.

Übertragen wird diese Krankheit durch Niesen, Speichel, Husten und vor allem über schmutzige Hände. Es ist eine gutartige Krankheit, die aber bei Komplikationen eine Hospitalisierung notwendig macht.

Ursachen

Das RSV Virus ist der wichtigste Verursacher der Bronchiolitis. Aber es gibt ebenfalls andere Viren wie Metapneumovirus, Rhinovirus, Adenovirus, Influenzavirus oder HMPV (humanes Metapneumovirus), die auch eine Bronchiolitis auslösen können.

Ein einfacher Schnupfen kann bei Säuglingen ebenfalls eine Bronchiolitis auslösen. Schwächliche Kinder wie Frühgeborene sind stärker gefährdet.

Das Passivrauchen ist ebenfalls ein Risikofaktor. Eine rezidivierende Bronchiolitis ist oft eine Folge von langem Kontakt mit anderen kranken Kindern.

Am häufigsten ist es, wenn die verschnupfte Mutter sein Kind infiziert. Das Virus ist sehr ansteckend und verbreitet sich zwischen Kindern in Betreuungseinrichtungen oft epidemisch.

Es wird durch Husten und Sekretion übertragen. Kontaminierte Objekte wie Schoppen oder Utensilien sind ebenfalls eine Ursache. Das Virus kann mehrere Stunden auf beschmutzten Gegenständen oder Händen überleben.

Symptome

Die Bronchiolitis äussert sich durch eine Rhinitis, die durch einen trockenen Husten begleitet wird, der aufgrund einer Entzündung der Luftröhre und der Bronchien entsteht. Zudem ist die Nase verstopft. Das Kind kann ebenfalls leichtes Fieber aufweisen.

Die Bronchiolitis wird oft von Auswurf begleitet und das Kind kann eine beschleunigte Atmung aufweisen und leicht pfeifen oder in schweren Fällen keuchen. Das Kind hat 24 bis 72 Stunden vor dem Auftreten der klinischen Symptome der Bronchiolitis bereits eine Rhinopharyngitis.

Die Viren bebrüten innerhalb von 2 bis 8 Tagen und vermehren sich zahlreich in der Nasenschleimhaut, bevor sie die Bronchien befallen. Sie werden nach 3 bis 7 Tagen eliminiert, können aber noch bis zu 4 Wochen ansteckend sein.

Diagnose

Der Nachweis des RSV-Virus wird folgendermassen gemacht: man entnimmt etwas Schleimhaut des Rachens oder der Nase und untersucht diese anschliessend mit ELISA.


Eine Blutentnahme kann ebenfalls notwendig sein, wenn das Kind Anzeichen einer akuten Bronchiolitis zeigt, um die Sauerstoffsättigung im Blut zu bestimmen.

Die Lichtundurchlässigkeit des Lungengewebes, die Zunahme der Ausdehnung der Interkostalräume und die Senkung des Zwerchfelles (kann alles mit dem Röntgen der Lungen festgestellt werden), sind wichtige Anzeichen der Krankheit.

Komplikationen

Wenn es bei Säuglingen zu einer akuten Bronchiolitis kommt, ist eine Hospitalisierung angebracht. Die Neugeborenen unter 6 Monaten sind für Komplikationen besonders empfindlich.

In diesem Fall sind die berücksichtigten Kriterien eine zu schnelle Veränderung des Gesundheitszustandes des Patienten, eine sich wiederholende Apnoe oder Zyanose, das junge Alter, ein schweres chronisches Herzleiden oder Verdauungsprobleme.

Behandlung

Die Behandlung der Bronchiolitis variiert je nach Symptomen. Es gibt jedoch keine Behandlung zur Heilung der Ursache (Virus). Sofern nicht kompliziert oder in Ausnahmefällen, sind Antibiotika unnötig, da es sich um eine Virusinfektion handelt. Es ist zu beachten, dass Antibiotika nur bei bakteriellen Infektionen wirken. Das Freimachen und die Reinigung der Atemwege sind am wichtigsten. Dies geschieht mit Hilfe eines physiologischen Serums, das in jedes Nasenloch gespritzt wird. Die Säuglinge müssen auf dem Rücken liegen und den Kopf auf die Seite legen. Die Baby-Nasenreiniger sind nicht wirksam. Die Eltern müssen gut darauf achten, dass der Säugling genügend Flüssigkeit einnimmt, eine normale Ernährung hat und eine saubere Umgebung vorfindet. 

Bei andauernden Atembeschwerden, beim Auftreten von Erbrechen und Durchfall oder bei Verhaltensänderungen muss man einen Kinderarzt kontaktieren. Er kann ein Antibiotikum, einen Bronchodilatator, Kortikosteroide oder antivirale Medikamente verschreiben. Die Therapie ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung. 

Bei Fieber kann der Arzt Paracetamol mit einer Dosierung verschreiben, die auf dem Gewicht des Babys oder Kleinkindes basiert.

Die Atemgymnastik ist eine möglich Alternative. Das Zurückgreifen auf diese Behandlungsmethode hängt von der Überlastung der Bronchien des Neugeborenen ab. Meistens werden 3x täglich solche Sequenzen durchgeführt, was zu einer Freimachung der Atemwege führt. Diese Technik kann sehr wirksam sein. 

Im Falle eines Krankenhausaufenthaltes kann Sauerstoff verabreicht werden. 

Heilungszeit
Im Allgemeinen heilt die Bronchiolitis innerhalb weniger Tage.

Gute Ratschläge

– Geben Sie dem Kind genügen zu trinken und lüften Sie das Zimmer (ideale Temperatur bei 19°C).

– Empfehlen Sie dem Kind auf dem Rücken zu schlafen und das Kissen anzuheben (etwa 30°).

– Reinigen Sie häufig die Nasenhöhlen mit einem physiologischen Serum oder einer Salzlösung (1/2 Kaffeelöffel Salz in 240ml kühlem Trinkwasser lösen), um sie frei zu machen.

– Fragen Sie den Kinderarzt um Rat, bevor Sie Medikamente wie Hustensirup oder ähnliches verabreichen.

– Achten Sie darauf, dass Sie systematisch die Hände mit Seifenwasser (während mind.30 Sekunden) waschen, bevor Sie sich um das Kind kümmern.

– Vermeiden Sie es, dass das Kind einem Zigarettenrauch ausgesetzt ist.

– Vermeiden Sie wenn möglich die Nahrungsgabe an Orten, die stark frequentiert sind (z.B. Transportmittel, Spital, usw.)

– Desinfizieren Sie häufig die Spielsachen, um Mikroorganismen zu entfernen.

– Vermeiden Sie es, das Kind zu küssen, wenn Sie Schnupfen haben.

– Befeuchten Sie die Luft. Trockene Luft hat eine negative Wirkung auf die Nasenschleimhaut. Verwenden Sie einen Luftbefeuchter. 

– Teilen Sie die dem Kind gegebene Milchmenge in mehrere kleine Mahlzeiten.

Quellen & Referenzen : Mayo-Klinik, La Tribune de Genève, Folha de S.Paulo

Wie übersetzt man ​Bronchiolitis in andere Sprachen ?
  • Englisch: bronchiolitis

  • Französisch: bronchiolite

  • Italienisch:  bronchiolite

  • Portugiesisch: bronquiolite

  • Spanisch: bronquiolitis

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 02.11.2018 verändert.