Bulimie

Definition

Definition_bulimieIm Jahr 1979 wurde der Begriff Bulimie (Anorexie) definiert. Es handelt sich bei Bulimie um eine Essstörung, die durch unkontrollierte Überernährung (übermäßiger Konsum in kurzen Zeiträumen) gekennzeichnet ist. Die betroffene Person versucht durch Erbrechen, und Missbrauch von Medikamenten (Abführmittel, Diuretika, etc.) die Gewichtszunahme zu verhindern.


Epidemiologie Bulimie

Schätzungsweise leiden etwa 1,5 % der Frauen und 0,5% der Männer in den USA an Bulimie. Bulimie tritt bei Frauen etwa 3 Mal häufiger auf, als bei Männern.

Eine Studie ergab, dass schätzungsweise 78% der Personen mit Bulimie unter psychosozialen Problemen (zu Hause, bei der Arbeit, persönliche Probleme oder soziale Probleme) leiden. Etwa 16% der Betroffenen leiden sogar unter schwereren Problemen.

Ursachen Bulimie

Die genauen Ursachen für die Entstehung einer Bulimie sind bis zum heutigen Tag nicht bekannt. Es kann sich dabei um genetische Faktoren, psychologische Trauma, familiären Probleme, usw. handeln.

Einer der prinzipiellen Faktoren für die Entstehung von Bulimie sind die Medien (Fernsehen, Zeitschriften, Internet, etc.). Eine Umfrage in Nadroga, einer Provinz Finji (Insel), hat ergeben, dass die Indizenz für Erbrechen bei Mädchen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren im Jahre 1995 bei 0% lag. Nach der Einführung des Fernsehens im Jahre 1998, erhöhte sich dieser Wert auf 11%.

Darüber hinaus wird in der heutigen Welt ein gewisses Schönheitsideal, z.B. im Fernsehen, vorgegeben, woran sich viele junge Menschen orientieren.

Risikogruppen Bulimie

Risikogruppen_BulimieEssstörungen treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Jugendliche und junge Erwachsene sind besonders häufig von dieser Erkrankung betroffen.

Bulimie tritt vor allem in den entwickelten Ländern in der Mittel- bis Oberschicht auf.

Es existieren spezielle Risikogruppen, bei denen es häufig zu Essstörungen kommen kann. Dazu zählen unter anderem Tänzer, Modelle, Turner, Läufer, Schauspieler, usw.

Symptome Bulimie

Nachfolgend finden Sie einige körperliche Symptome bei einer Erkrankung an Bulimie:

Symptome_bulimie

Hypotonie

– Tachykardie (Herzrasen)

– Trockene Haut

– Unregelmäßige Menstruation

– Die Abnutzung des Zahnschmelzes (bei Menschen, die viel Essen und es anschließend Erbrechen)

Diagnose Bulimie

Diagnose_BulimieDie Diagnose von Bulimie wird durch den behandelnden Arzt (in der Regel ein Psychiater) gestellt.

Andere Fachleuchte (beispielsweise Psychologen) können die Verhaltensweisen einer Bulimie erkennen, jedoch keine konkrete Diagnose stellen.


Komplikationen Bulimie

Die Komplikationen einer Bulimie wirken sich auf viele Organe und Systeme im menschlichen Körper aus. Dies ist abhängig von der Art und der Häufigkeit der kompensatorischen Verhaltensweisen.

Komplikationen_bulimie

Nachfolgend finden Sie einige Komplikationen aufgelistet, welche gegebenenfalls auftreten können:
– Austrocknung (Dehydratation)
– Hypokaliämie, metabolische Alkalose
– Hypertrophie der Speicheldrüse
– Reflux
Durchfall und Malabsorption
Verstopfung
Hypotonie
– Tachykardie
– Herzrhythmusstörungen
– Zahnprobleme
– Aspirationspneumonie

Behandlung Bulimie

Behandlung_bulimieDie Behandlung der Bulimie erfolgt zusammen mit einer multidisziplinären Gruppe (Ärzte, Ernährungsberater und Therapeuten).

Das Ziel dieser Rehabilitation ist eine einheitliche Ernährung, welche aus drei Hauptmahlzeiten und zwei kleineren Zwischenmahlzeiten pro Tag besteht.
Nachfolgend finden Sie einige Medikamente zur Behandlung der Bulimie:
– Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (z.B. Fluoxetin, Citalopram, Fluvoxamin, Sertralin)

bulimie_Behandlung – Trizyklische Antidepressiva (Desipramin, Imipramin, Nortriptylin)
– Topiramat, Trazodon
– Monoaminoxidasehemmer – MAO-Hemmer
Die Anwesenheit und Unterstützung der Familie, ist für die Effizienz und die Effektivität der Behandlung besonders wichtig.

Heilpflanzen Bulimie

Bei einer Bulimie existieren keine Heilpflanzen zur direkten Behandlung dieser Erkrankung. Es können jedoch einige Heilpflanzen zur Reduzierung der Angstzustände verwendet werden:

Kawa_bulimie

Kava  (Piper methysticum), in Form von Kapseln oder Tabletten
Passionsblume, in Form von Kapseln
– Baldrian, in Form von Kapseln oder Tabletten

Heilpflanzen_bulimieLavendel, in Form von Tee oder Kapseln
Hopfen, in Form von Kapseln oder Tabletten
– Rhodiola, in Form von Kapseln oder Tabletten.

Ratschläge Bulimie

Ratschlaege_bulimieBei einer Bulimie handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die in vielen Fällen langwierig und auch schmerzhaft sein kann. Die Unterstützung der Familie ist für die betroffene Person besonders wichtig. In manchen Fällen ist auch eine Familientherapie notwendig, da die Bulimie-Erkrankung eine schwierige Situation für die gesamte Familie darstellt.

Das Problem an- und erkennen, zählt zu den ersten Schritten der Genesung.
Sprechen Sie mit jemanden über die Erkrankung. In manchen Fällen ist es schwer, sich mit jemanden über die Krankheit zu unterhalten, vor allem wenn die Erkrankung verheimlicht wird. Es ist jedoch wichtig, sich über dieses Thema auszutauschen, um zu erfahren, dass man mit dieser Krankheit nicht alleine ist und Unterstützung erhält.
Suchen Sie sich professionelle Hilfe. Wie bei jeder anderen Krankheit ist die Behandlung mit professioneller Hilfe leichter.
Für Familienmitglieder und Freunde: Es ist wichtig, die betroffene Person zu unterstützen und Mitgefühl auszusprechen. Einschüchterungen, Beleidigungen, Schuldzuweisungen oder herablassende Kommentare sollten auf jeden Fall vermieden werden.

Vorbeugung Bulimie

Eine vorgeugende Maßnahme gegen Bulimie ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sollte ein Familienmitglied besonders schlank sein oder sich gegebenenfalls viel mit diesem Thema beschäftigen, kann dies gleich einen Einfluss auf andere Familienmitglieder haben.

Es ist wichtig, mit den Kindern über die inneren Werte einer Person zu sprechen und auch zu vermitteln, dass nicht nur die äußerlichen Werte wichtig sind. Vermeiden Sie einschränkende Regelungen.

Wie übersetzt man ​Bulimie in andere Sprachen ?
  • Englisch:

  • Französisch:

  • Italienisch:

  • Portugiesisch:

  • Spanisch:

 

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 15.12.2017 verändert.