Denguefieber

Zusammenfassung Denguefieber

DenguefieberDas Denguefieber ist eine Krankheit, die durch einen Virus vom Typ Flavivirus verursacht wird. Übertragen wird er durch einen Mückenstich der sogenannten Aedes aegypti, wobei es 5 verschiedene Serotypen gibt: DEN1, DEN2, DEN3, DEN4 oder DEN5. Diese Infektionskrankheit ist vor allem in den tropischen und subtropischen Regionen endemisch, insbesondere im Sommer oder in der Regenzeit. Die Aedes aegypti ist ebenfalls verantwortlich für die Übertragung von Chikungunya.
Das Denguefieber löst grippale Symptome aus, in gewissen Fällen kann man potentiell tödlich verlaufende Komplikationen beobachten (schweres Denguefieber oder hämorrhagisches Fieber). Bei früher Diagnose und mit angemessener Behandlung ist die Mortalitätsrate unter 1% (Quelle WHO, September 2013). Zurzeit gibt es keine spezifische Behandlung gegen Denguefieber oder das schwere Denguefieber.


Erhöhung der Anzahl Fälle von Denguefieber

In den letzten Jahrzenten beobachtete man eine starke Steigerung der Inzidenz von Denguefieber, die WHO vermutet, dass im September 2013 mehr als 2,5 Milliarden Menschen, d.h. mehr als 40% der Weltbevölkerung, einem Risiko für Denguefieber ausgesetzt waren. Es könnte weltweit jedes Jahr zwischen 50 und 100 Millionen Fälle von Denguefieber geben.

Übertragung

Die Übertragung von Denguefieber geschieht durch den Stich einer Mücke (Aedes aegypti), die mit dem Virus infiziert ist. Die Mücke ist tagaktiv. Die Mücke überträgt den Virus durch den Speichel, der beim Stechen in die menschliche Haut abgegeben wird. Das Virus vermehrt sich anschliessend im menschlichen Blut. Es vermehrt sich im sauberen und stehenden Wasser, deshalb muss man in Endemiegebieten alle Objekte, die stehendes Wasser enthalten können, entfernen.

Symptome und Diagnostik

Die Symptome des klassischen Denguefiebers beinhalten Muskelschmerzen, erhöhtes Fieber, Gelenksschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, Augenschmerzen, rote Flecken, usw.

Beim hämorrhagischen oder schweren Denguefieber (schwere Form der Krankheit) findet man Symptome der klassischen Dengue, aber es treten Blutungen nach dem Sinken des Fiebers auf. Beim hämorrhagischen Dengue muss man bei abdominellen Schmerzen, Zyanosen oder Blutungen sehr aufpassen (sofort zum Arzt!).

Die Diagnostik basiert auf einer Anamnese (Geschichte) und der vom Patienten geschilderten Symptome.

Bluttests können manchmal notwendig sein, um gewisse Krankheiten zu bestätigen (man kann sie mit der Grippe verwechseln). Kürzlich wurde eine Studie publiziert, die sich auf die Entwicklung von einer Diagnostik für eine frühe Bestimmung des Denguefiebers, konzentriert hat. Ein Beispiel ist die Suche des NS1 Proteins des Virus.

Behandlung

Die Behandlung geschieht symptomatisch und beinhaltet die Pflege der Symptome (Schmerzen, Fieber). Man sollte die Einnahme von Acetylsalicylsäure vermeiden. Neue Behandlungen sind in der Testphase und verwenden humane, natürliche Antikörper.

Die beste Präventionsmethode ist die Verwendung von Antimücken Lotionen während dem Tag und vor allem dem Vermeiden von stagnierenden Gewässer in Städten oder Vororten (z.B. die grossen Städte der südlichen Hälfte von Rio de Janeiro in Brasilien). Man sollte zudem in die Bäder Chlor geben.

Definition Denguefieber

Definition Denguefieber

Das Denguefieber ist eine akute Infektionskrankheit mit einer variablen Schwere, die durch ein Flavivirus, das durch eine Mücke übertragen wird, ausgelöst wird. Es gibt 4 verschiedene Arten von Denguefieber (DEN1, DEN2, DEN3, DEN4). Eine fünfte Art von Virus wurde in den letzten Jahren entdeckt (Stand Feb. 2016).
Die Krankheit kann sich leicht oder schwer entwickeln. In der leichten Form hat der Patient Symptome, die sehr ähnlich der Grippe sind mit Fieber und Muskelschmerzen. Bei der schweren Form (auch hämorrhagisches Fieber genannt) ist der Arzt einem Sterberisiko ausgesetzt, weil der Blutdruck stark abfallen kann.

Epidemiologie

Gemäss der WHO leiden weltweit jedes Jahr etwa 390 Millionen Menschen unter Denguefieber. Etwa 96 Millionen benötigen eine Behandlung. Infizierte Personen leben zu grossen Teilen in tropischen und subtropischen Regionen von Asien, Lateinamerika (Brasilien, Antillen…) und im Pazifik (Australien). Es handelt sich normalerweise um semi- und urbane Zonen, die betroffen sind.

Mehr als 2,5 Milliarden Menschen (gemäss der WHO) sind direkt oder indirekt von Dengue betroffen.

Denguefieber tötet jedes Jahr 12‘500 Menschen (gemäss der WHO).

Anfangs 2013 (Januar bis April), war vor allem Paraguay von Dengue betroffen. Man zählte am 20. April 2013 45 Todesfälle und 65‘000 Erkrankte. Die Zunahme der Denguefälle war auch in Brasilien zu beobachten. Vom 1. bis 23. Januar 2013 wurden in Brasilien 635’000 Fälle und 108 Todesfälle vom Gesundheitsministerium registriert.

Im Staat Sao Paulo in Brasilien gab es zwischen dem 1. Januar und 27. April 2015 mehr als 122 Todesfälle; mehr als im ganzen letzten Jahr 2014. Gemäss dem brasilianischen Gesundheitsministerium am 15. November 2015 litten in diesem Jahr bereits etwa 1,5 Millionen Brasilianer unter Dengue.

Ursachen

Ursachen Denguefieber

Denguefieber wurde durch das Arbovirus der Gattung Flavivirus übertragen (lesen Sie weiter unten unter Übertragung, um die Krankheit besser zu verstehen). Es gibt 5 verschiedene Serotypen dieses Virus: DEN1, DEN2, DEN3, DEN4 und DEN5.

Eine Person, die von Denguefieber Typ DEN1 infiziert wurde, kann theoretisch diese Krankheit mit diesem Serotyp nicht mehr erhalten, da das Immunsystem sich wehren kann. Hingegen kann sie am Typ 2  und eventuell auch Typ 3 oder 4 erkranken. Halten wir fest, dass die Reihenfolge nicht gegeben ist. Es kann sich eine Person auch z.B. zuerst mit dem Typ 2 und anschliessend Typ 1 infizieren. Ein gleiches Individuum kann also maximal 4 Mal an Dengue erkranken.

Wie wir im Abschnitt Risikopersonen sehen werden, hat eine Person, die zum zweiten Mal an Denguefieber erkrankt ein höheres Risiko, eine schwere Form von Dengue zu entwickeln. Eine Impfung wäre also willkommen, um alle Komplikationen zu vermeiden. Die Forscher arbeiten weltweit an einem Impfstoff gegen Denguefieber.

Risikopersonen Denguefieber

Denguefieber trifft nicht eine bestimmte Bevölkerung, wenn es nicht Risikopersonen sind (sehen Sie unter Statistik und Ursachen).

Gemäss einer Studie, die im April 2013 in Brasilien vom Gesundheitsministerium publiziert wurde, vermutet man, dass Menschen über 60 Jahren ein 12 Mal höheres Risiko haben, an Denguefieber zu erkranken als junge Leute. Die genaue Ursache dieser Mortalität ist nicht wirklich etabliert. Die hohe Inzidenz für chronische Krankheiten wie Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen bei Menschen über 60 Jahren, könnten das Risiko erklären.

Risikogruppen für das hämorrhagische Denguefieber (sehen Sie unter Symptomen) sind vor allem Kinder und Menschen, die bereits zuvor einmal an Dengue erkrankt sind. Eine Person, die bereits einmal an Dengue erkrankt ist, hat also ein höheres Risiko, eine schwere Form zu entwickeln.

Übertragung Denguefieber und Informationen über Mücken

Die Übertragung des Virus geschieht durch den Stich einer weiblichen Mücke Aedes aegypti (unser Foto) oder Aedes albopictus. Die männliche Mücke sticht keine Menschen und kann so auch keinen Virus übertragen. Diese weiblichen Mücken stechen während dem Tag. Das Virus, das sich im Speichel der Mücke befindet, mischt sich mit dem Blut der gestochenen Person.

Die Mücke Aedes aegypti befindet sich hauptsächlich in den tropischen und subtropischen Regionen. Die Saison der Übertragung ist hauptsächlich in der Regenzeit und normalerweise im Sommer (dies ist in den in Brasilien in den Städten von Rio de Janeiro und Sao Paulo in den Monaten Januar und Februar der Fall. Aber in den Monaten März und April gibt es auch eine grosse Anzahl von Denguefällen).

Interessante Informationen über die Mücke, die Dengue überträgt

Die weibliche Mücke von Aedes aegypti lebt im Durchschnitt 50 Tage. Sie hängt ihre schwarzen Eier mit etwa 1mm Durchmesser während dem ganzen Lebenszyklus auf. Das Blut, das die Mücke während dem Stechen saugt, stärkt ihre Eier. Von der Entwicklung der Eier bis zum Schlüpfen der Larven zählt man etwa 10 Tage. Die Eier können bis zu 450 Tage überleben. Mit den Flügeln können die weiblichen Mücken etwa 3mm hoch und 5mm breit werden. Eine weibliche Mücke kann verschiedene Menschen stechen.

Übertragung von Mensch zu Mensch

Es gibt keine direkte Kontamination zwischen Menschen.

Ort der Proliferation

Die Mücken wachsen in der Nähe von Gebieten, wo sie Wasser sammeln, wie z.B. in Gefässen, Autopneus, Pfützen, Flaschen, Blumentöpfen, usw. Diese Orte sind mit Larven gefüllt und daher Nester für Ihre Entwicklung, wahre Quellen für Denguefieber.

Man kann ebenfalls festhalten, dass das Risiko für einen Reisenden, Denguefieber zu erhalten, in einer Höhe über 1500m sehr gering ist.

Symptome Denguefieber

Klassisches Denguefieber

Symptome DenguefieberDie ersten Symptome des klassischen Denguefiebers sind Fieber (38 bis 40°C ), Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen im ganzen Körper, Muskel-und Gelenksschmerzen, Erbrechen und Übelkeit, rote Flecken auf dem Körper, Abdominalschmerzen (vor allem bei den Kindern), starke Müdigkeit, Hautausschlag (Rash) oder Augenschmerzen.
Die WHO vermutet ein Denguefieber bei hohem Fieber, das von zwei der folgenden Symptome begleitet ist: schwere Hirnhautentzündung, Schmerzen hinter dem Auge, Muskel- und Gelenkschmerzen, Erbrechen, Übelkeit, Adenopathie oder Hautausschlag.

Diese Symptome können bis zu 1 Woche andauern (normalerweise 2 bis 7 Tage) mit einer vorteilhaften Besserung, ausgenommen der Müdigkeit, die mehrere Wochen bleiben kann.

Die Symptome treten nach einer Inkubationszeit von 4 bis 10 Tagen nach dem Mückenstich auf (die mit dem Virus kontaminiert war).

Hämorrhagisches oder schweres Denguefieber

Beim hämorrhagischen oder schweren Denguefieber (eine schwerere Form der Erkrankung) sind die ersten Symptome ähnlich wie beim klassischen Denguefieber und dauern 3 bis 4 Tage. Nach dieser Periode sinkt das Fieber und es treten Blutungen im Körper auf; hauptsächlich im Zahnfleisch, in den Nasenhöhlen, im Gastrointestinaltrakt oder in den Genitalien. Diese Blutungen können den Organen schwere Schäden beifügen und zum Tod führen. In Brasilien stellt der Gesundheitsminister gewisse Symptome fest, die ein Zeichen für ein hämorrhagisches Denguefieber sein können:

  1. Starke Bauchschmerzen (sind gegen die gewöhnlichen Behandlungen resistent) oder Abdominalschmerzen
  2. Agitation oder Lethargie (Müdigkeit)
  3. Andauerndes Erbrechen, mit oder ohne Blut
  4. Schneller oder schwacher Puls
  5. Schmerzhafte Hepatomegalie
  6. Kalte Extremitäten, bleiche und kalte Haut
  7. Blutdruckabfall (Hypotension)
  8. Blutungen in Nase, Zahnfleisch oder unter der Haut
  9. Zyanose
  10. Rote Flecken auf der Haut
  11. Exzessiver Durst und trockener Mund
  12. Atembeschwerden

Risiko für hämorrhagisches Denguefieber und Immunität

Man sollte wissen, dass Menschen, die in der Vergangenheit unter Denguefieber litten (einer der 5 Serotypen), ein erhöhtes Risiko für ein Hämorrhagisches oder schweres Denguefieber bei einer Infektion mit den anderen vier Serotypen haben. Wenn eine Person z.B. am DEN1 erkrankt ist, hat er ein höheres Risiko bei einem erneuten Stich mit DEN2, 3, 4 oder 5  am hämorrhagischen Denguefieber zu erkranken. Jeder Serotyp kann zu einem hämorrhagischen Denguefieber führen.

Wenn man an Denguefieber mit einem bestimmten Serotyp erkrankt ist, entwickelt man eine lebenslange Immunität gegen diesen Virus. Ist man z.B. an DEN1 erkrankt, kann man an diesem Serotyp nicht nochmals erkranken. Man kann aber an DEN2, 3, 4 oder 5 erkranken, wenn er diese zuvor noch nie hatte. Theoretisch kann also eine Person 5 Mal an Denguefieber erkranken, einmal mit jedem Serotyp.


Die WHO ist der Meinung, dass die Warnsymptome eines schweren Denguefiebers zwischen 3 und 7 Tagen nach den ersten Symptomen auftreten, zusammen mit einer Senkung des Fiebers (unter 38 Grad). Man kann also schwere Abdominalschmerzen, Erbrechen, Hyperpnoe, Blutungen im Zahnfleisch, Müdigkeit, Agitation, Blut im Erbrochenen, usw. beobachten.

Der Tod kann 24 bis 48 Stunden nach der kritischen Phase auftreten; eine medizinische Behandlung ist also notwendig, um Komplikationen und Todesrisiken zu vermeiden.

Bei allen verdächtigen Symptomen sollte ein Arzt konsultiert werden.

Triage des Denguefiebers

In gewissen Ländern, die stark von Denguefieber betroffen sind (z.B. Brasilien), haben die Behörden eine Triage entwickelt, um die Effizienz und die Behandlung in Pflegestationen und beim Pflegepersonal zu verbessern. Die Patienten werden in 4 Gruppen eingeteilt:

– In der Gruppe A handelt es sich um Patienten, die keine Anzeichen von Blutungen haben (Hämorrhagien). Sie haben keine gefährlichen Symptome, nur klassischen Symptome von Denguefieber (Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, usw.). Diese Patienten müssen von den Unidades de Atenção Primária em Saúde (freie Übersetzung: medizinische Gemeinschaften für die Erstbehandlung) behandelt werden.

– In der Gruppe B handelt es sich um Patienten, die spontane oder hervorgerufene Blutungen (Blutungen im Zahnfleisch, in den Schleimhäuten oder im Gastrointestinaltrakt). Diese Patienten müssen von den Unidades de Atenção Secundária em Saúde (medizinische Gemeinschaft für die sekundäre Behandlung) mit Beobachtung behandelt werden.

– Die Gruppe C enthält Patienten, deren Symptome sehr ausgeprägt sind, wie z.B. häufiges Erbrechen, posturale Hypotension, Somnolenz, Atembeschwerden, schneller Abfall von Blutplättchen, starke Blutungen, usw. Diese Patienten müssen von den Unidades de Atenção Terciária de Saúde (medizinische Gemeinschaft für die tertiäre Behandlung) betreut werden und intern in einer Einrichtung (Spital, usw.) gepflegt werden.

– In der Gruppe D zeigen die Patienten sehr schwere Symptome und sind deshalb in einem Schockzustand mit einer Zyanose, kalten Extremitäten, schnellem Puls, arterieller Hypotension, usw. Diese Patienten müssen sehr schnell durch die Unidades de Atenção Terciária de Saúde (medizinische Gemeinschaft für die tertiäre Behandlung) behandelt werden und liegen auf der Intensivstation.

Risikogruppen für Denguefieber

Menschen, die in endemischen Regionen für Denguefieber leben (normalerweise in den tropischen oder subtropischen Gebieten wie in Lateinamerika oder Südostasien) gehören zur Risikogruppe. Die Patienten, die bereits einmal vom Denguevirus befallen waren, haben ein höheres Risiko, eine schwere Form dieser Krankheit zu entwickeln (hämorrhagisches Denguefieber).

Diagnostik

Diagnostik DenguefieberDie Diagnose des Denguefiebers basiert auf einer Anamnese (Geschichte des Patienten und der Krankheit), einer Beobachtung der Symptome, manchmal einer Blutuntersuchung (die die Art und den Schweregrad des Denguefiebers zeigt) sowie spezifischen Untersuchungen. Um den Serotyp des Virus zu bestimmen (sehen Sie unter Ursachen oder Symptomen) braucht es 4 Tage nach der Infektion eine Blutuntersuchung. Für das hämorrhagische Denguefieber gibt es spezielle Untersuchungen. Es ist wichtig, dass die Diagnose vom hämorrhagischen Denguefieber schnell gestellt wird, da es bei fehlender Behandlung zum Tode führen kann.

Zusätzliche Untersuchungen können nach dem Auftreten der Symptome durchgeführt werden, wie z.B. das Isolieren des Virus, die Bestimmung der Antigene auf fixiertem Gewebe, Test der Hemmung des Hämagglutinins und das RT-PCR (Real Time PCR). Diese Tests sind spezifischer und erlauben die Bestätigung der Infektion.

Der Schnelltest verwendet die Methode der Immunchromatografie und bestimmt und unterscheidet sowohl das IgG wie auch das IgM. Bei dieser Untersuchung kann man die 4 verschiedenen Serotypen mit einer Sensibilität von etwa 99% bestimmen.

Ein anderer neuerer Test sucht das virale Protein NS1, das am Tag 1 bis 3 der Erkrankung auftritt. Diese Untersuchung zeigt, dass die Infektion akut und beim Patienten aktiv ist. Der Test hat eine Sensibilität von 70% im Vergleich mit PCR. Es dient einer frühzeitigen Diagnosestellung.

Gemäss der WHO gibt es 4 Kriterien, die die Diagnose des hämorrhagischen Fiebers erleichtern:

– Fieber während 2 bis 7 Tagen

– Erhöhung der vaskulären Permeabilität, die sich durch die Extravasion von Plasma manifestiert, eine Hämokonzentration und Ergüsse.

– Thrombozytopenie (Blutplättchen < 100‘000/mm3)

– Tendenz für Blutungen


Komplikationen

Patienten mit nicht behandeltem Denguefieber haben eine Mortalität von 30%. Sie müssen sofort behandelt werden, sonst gibt es ein ernsthaftes Risiko zu sterben.

Eine besonders wichtige Komplikation ist das Dengue-Schock-Syndrom. Der Patient zeigt einen schwachen Puls, Agitation, Bleichheit und verliert das Bewusstsein. Es gibt neurologische Komplikationen wie Delirium, Somnolenz, Depression Koma, Irritabilität, Psychose, Demenz, Amnesie, Paralyse und Zeichen einer Meningitis. Andere Komplikationen können das kardiorespiratorische System wie die Lungen betreffen, hepatische Insuffizienz, eine digestive Blutung oder pleurale Bewegungen. Halten wir fest, dass der Patient bei fehlender Behandlung sterben kann.

Das Denguefieber mit dem Serotyp 4 beschäftigt die Ärzte und andere Gesundheitsorgane, vor allem in Brasilien, da es einen neuen Serotyp 4 gibt, der in diesem Land auftritt, der das hämorrhagische Fieber bei bereits erkrankten Personen auslösen kann.

Die Behandlung des Denguefiebers hat zum Ziel, die Symptome der Krankheit wie Fieber, Unwohlsein, Muskelschmerzen, usw. zu behandeln. Es gibt keine spezifische Behandlung und zurzeit auch keine Impfung (Stand Feb. 2016).

Zur Einnahme eines Paracetamol Präparates (Fieber senken und Schmerzen lindern) ist es wichtig, viel zu trinken und sich auszuruhen. Sie können als Alternative zum Paracetamol auch einen Entzündungshemmer wie Ibuprofen einnehmen. Vermeiden Sie Aspirin (Acetylsalicylsäure), da dies das Blut verdünnt und beim hämorrhagischen Fieber sehr gefährlich sein kann.

Bei Denguefieber ist es auf jeden Fall immer angebracht, einen Arzt zu kontaktieren. Falls Sie Anzeichen eines hämorrhagischen Fiebers haben, muss dies notfallmässig geschehen (lesen Sie unter Symptomen).

Was sollte man konkret tun, wenn man vermutet, mit dem Denguevirus infiziert zu sein?

  1. Ab den ersten Symptomen sollten Sie einen Arzt konsultieren.
  2. Behandeln Sie die Symptome bis der Vermehrungszyklus beendet ist (etwa 1 Woche)
  3. Trinken Sie Wasser oder Flüssigkeiten
  4. Ruhen Sie sich aus
  5. Verwenden Sie immer vom Arzt verschriebene Medikamente (respektieren Sie die Dosierung und die Dauer der Behandlung)
  6. Verwenden Sie keine Medikamente auf Basis von Acetylsalicylsäure (Aspirin)

Es gibt keine spezifische Behandlung gegen Dengue. In gewissen Ländern (Mexiko, Philippinen, Brasilien) gibt es eine Impfung auf dem Markt, die von Sanofi Pasteur vertrieben wird.

Tipps

– Wenn Sie Denguefieber haben, sollten Sie nie Aspirin (oder andere Medikamente mit Acetylsalicylsäure) verwenden

– Konsultieren Sie immer einen Arzt. Dies ist sicherer und beim hämorrhagischen Denguefieber immer notwendig

Vorbeugung

Vorbeugung Denguefieber– Um die Proliferation von Mücken (Überträger von Denguefieber) zu vermeiden, sollte man nie stehendes Wasser in einem Gefäss oder anderen Utensilien in der Nähe des Hauses stehen lassen. Insbesondere gilt dies für die tropischen Zonen (urbane oder periurbane Regionen in tropischen und subtropischen Gebieten). Es wird insbesondere empfohlen, in die Unterteller von Blumentöpfen Sand zu geben, Flaschen nach unten zu kehren, Wasservorräte zu decken und Bäder bedecken oder Chor beigeben. Zudem sollte man draussen keine Pneus lagern.

– Man sollte Anti-Mücken-Spray verwenden (normales Mückenspray, muss nicht spezifisch gegen Dengue sein) und diesen gut auf die unbedeckten Stellen des Körpers auftragen (Hals, Hände, Knöchel, usw.) sowie auch die Kleider besprühen.

– Geben Sie Chlor in die Bäder im Freien.

– Wenn Sie einen kleinen Teich haben, geben Sie Fische bei, da diese die Mückenlarven fressen.

– Wenn Sie in einem Endemiegebiet für Denguefieber leben, sollten Sie Ihre Nachbarn informieren, wenn Sie stehendes Wasser sehen. Der Kampf gegen Denguefieber ist ein kollektiver Kampf.

– In gewissen endemischen Regionen (z.B. Brasilien) können Beamte der Regierung oder der Gesundheitsbehörde zu Ihnen nach Hause kommen, um Sie in der Prävention zu unterstützen. Zögern Sie nicht, diese zu kontaktieren.

Wie übersetzt man Denguefieber in andere Sprachen ?
  • Englisch: dengue
  • Französisch: Dengue
  • Italienisch:  dengue
  • Portugiesisch: dengue
  • Spanisch: dengue
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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 18.02.2016 verändert.

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