Hautkrebs

Definition

Definition_HautkrebsBei Hautkrebs spricht man von einem bösartigen Tumor der Haut. Man kann dabei zwischen Nichtmelanom-Hautkrebs und dem Melanom unterscheiden. Zu dem Nichtmelanom-Hautkrebs gehört das Basalzellkarzinom, welches am häufigsten auftritt und dabei weniger aggressiv ist. Das Plattenepithelkarzinom ist im Gegensatz zum Basalzellkarzinom wesentlich aggressiver und wächst schneller.


Das Melanom (schwarzer Hautkrebs) ist die gefährlichste und aggressivste Hautkrebsart, da es Metastasen bilden kann. Dieser Tumor kann die Melanozyten erreichen. Bei den Melanozyten handelt sich um Hautzellen, die Hautpigmente (Melanin) produzieren. Man unterscheidet folgende Melanome: Noduläres Melanom, Malignes Melanom oder das Lentigo-Maligna-Melanom.

Nachfolgend finden Sie eine Auflistung anderer Hautkrebsarten:

– Merkelzellkarzinom;

– Kaposi-Sarkom;

– Talgdrüsenkarzinom;

– Mikrozystisches Adnexe Karzinom.

Eine israelische Studie der Universität Tel Aviv hat gezeigt, dass die Heilungschancen sehr hoch sind, wenn das Melanom frühzeitig entdeckt wird, d. h. vor der Bildung von Metastasen. Wird das Melanom jedoch erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt, wenn bereits Metastasen im Organismus vorhanden sind, so verläuft die Krankheit meist tödlich. Diese Studie wurde im August 2016 in der Zeitschrift Nature Cell Biology veröffentlicht.

Epidemiologie

Epidemiologie_HautkrebsDas Melanom hat mit etwa 4% eine niedrigere Inzidenz als andere Hautkrebsarten, jedoch ist es für die meisten Todesfälle bei Hautkrebs verantwortlich. In den entwickelten Ländern liegt die geschätzte Überlebenschance für die nächsten 5 Jahre bei circa 73%. In den Entwicklungsländern liegt diese Zahl bei etwa 56%. Der Durchschnitt weltweit beträgt 69%. Die höchste Rate liegt in der Südosttürkei. Vor allem Menschen zwischen 30 und 60 Jahren sind von dieser Krankheit betroffen.

Deutschlandweit erkranken jährlich etwa 160’000 bis 170’000 Menschen an Hautkrebs.

Das maligne Melanom ist die am verbreiteteste und häufigste Form von Hautkrebs und macht etwa 70% der Fälle aus.

Das noduläre Melanom ist für etwa 15% der Hautkrebs-Erkrankungen verantwortlich. Es kann Geschwüre verursachen, welche nicht heilen. Es kann am gesamten Körper auftreten und Menschen im Alter zwischen 20 und 60 Jahren betreffen.

Das akrolentiginöse Melanom macht circa 10% der Fälle von Hautkrebs aus. Vor allem ältere Menschen sind von diesem Melanom betroffen. Es tritt vorwiegend an den Handflächen, Fußsohlen oder an den Schleimhäuten auf.

Das Lentigo Melanom ist die seltenste Art von Hautkrebs. Es macht 5% aller Erkrankungen aus. Normalerweise sind ältere Menschen betroffen. Dieses Melanom wird häufig durch Sonneneinwirkung verursacht, welche die Haut schädigt.

Tropische Länder haben ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Hautkrebs. Zu diesen Ländern zählt z.B. Australien, welches eine der höchsten Hautkrebsraten hat. Ein Grund dafür ist auch die geografische Lage dieses Landes, welches sich in der Nähe des Ozonlochs befindet und somit schädlichen Sonnenstrahlen ausgesetzt ist.
– Die Männer sterben laut Forschungen des Research UK in England häufiger am malignen Melanom als Frauen. Bei der gleichen Anzahl von diagnostizierten Fällen ist die Mortalitätsrate der Männer 70% höher als die der Frauen

Die Gründe für diesen Unterschied im Geschlecht sind noch nicht vollständig geklärt. Vielleicht liegt es an der späteren Diagnose bei den Männern oder es gibt biologische Ursachen. Man weiss ebenfalls, dass bei Frauen Melanome häufiger auf Beinen und Armen auftreten, wohingegen sie bei Männern eher auf der Brust oder am Rücken zu finden sind. Das Problem am Rücken ist es, dass man sie schwerer identifizieren kann. Daher sollte man sich regelmässig vom Arzt oder von einer anderen Person (z.B. Partner) untersuchen und die Muttermale am Rücken so kontrollieren lassen.


Im Jahr 2016 ging man davon aus, dass alle 52 Minuten irgendwo auf der Welt ein Mensch an den Folgen eines malignen Melanoms stirbt.

Das Auftreten des Melanoms hat einer Mitteilung der Universität Tel Aviv zufolge im Jahr 2016 zahlenmäßig stark zugenommen.

Ursachen

Genau wie bei anderen Krebsarten, sind genetische und umweltbedingte Faktoren mit der Entstehung von Hautkrebs verbunden.

Ursachen_HautkrebsDie ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) ist eine der Hauptursachen für die Entstehung von Hautkrebs. Durch diese Strahlung erfolgt eine DNA-Schädigung. Außerdem trifft es die Gene, welche das Zellwachstum kontrollieren. Diese Schädigung entwickelt sich zunehmend und entsteht durch eine ganze Reihe von Verletzungen der DNA, wodurch es zu einem unkontrollierten Wachstum kommt.
Es existieren 2 Arten von ultravioletten Strahlen: UVA- und UVB-Strahlen. Bisher wurde vermutet, dass übermäßige UVB-Strahlen alleinig für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich sind. Neue Forschungen haben jedoch belegt, dass auch UVA-Strahlen eine der Ursachen sein können. Andere Ursachen können UV-Strahlen von Solarien oder UV-Lampen sein. Deren Strahlung führt zu Schäden an der DNA, welche einen Sonnenbrand verursachen können, der zu Schmerzen, Rötungen und Schwellungen führen kann.

Genetische Faktoren zählen auch zu den Ursachen für die Entwicklung von Hautkrebs. In diesem Fall ist der Krebs erblich bedingt und wird mit den Genen der Eltern vererbt.

Andere Faktoren, welche das Risiko von Hautkrebs erhöhen können:

– Exposition gegenüber ionisierender Strahlung (z.B. Strahlentherapie);

– Genetische Syndrome, beispielsweise Xeroderma pigmentosum;

– Chronische Wunden der Haut, z.B. Geschwüre und Verbrennungen;

– Rauchen, da es das Risiko für die Entstehung eines Plattenepithelkarzinoms erhöht;

– Eine Infektion mit dem Humanen Papillomvirus (HPV), welches mit der Bildung eines Plattenepithelkarzinoms verbunden ist.

– Karzinom am Genitalbereich und den Nägeln;

– Genetische Faktoren (Hautkrebs in der Familie, etc.).

Risikogruppen_Hautkrebs

Risikogruppen

Eine der Hauptursachen für die Entwicklung von Hautkrebs, ist die Exposition der ungeschützten Haut gegenüber UV-Strahlen. Menschen, die eine sehr helle Haut haben, besitzen einen geringeren Schutz gegenüber dem natürlichen Sonnenlicht und haben aus diesem Grund ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Hautkrebs. Personen mit vielen Muttermalen oder Sommersprossen, zählen ebenso zu den Risikopersonen.
– Menschen mit Immunitätsproblemen ( Krankheiten, die das Immunsystem beeinträchtigen).

Weitere Risikogruppen sind Menschen, bei denen Hautkrebs oder genetische Erkrankungen (z.B. Xeroderma pigmentosum) bereits in der Familie aufgetreten sind.

Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko für Personen, die sich an Orten mit viel Sonnenlicht (tropische Länder) aufhalten oder der Sonne ohne ausreichenden Schutz (z.B. Landarbeiter) ausgesetzt sind.

Symptome

Symptome_HautkrebsHautkrebs wird durch eine abnormale Vermehrung von Hautzellen verursacht. Die Symptome von Hautkrebs können je nach Art und Stadium der Erkrankung variieren.

– Das Basalzellkarzinom ist häufigste Art von Hautkrebs. Diese Form von Hautkrebs tritt in Form gelblicher-rötlicher Pappeln mit einem perlschnurartigen Randsaum auf. Am Häufigsten tritt es im Kopf- und Halsbereich auf und befällt selten andere Organe.

– Ein Plattenepithelkarzinom ist die zweithäufigste Hautkrebsart. Es entsteht durch schwer lichtgeschädigte Haut oder durch chronische Wunden. Es sollte besonders auf Verletzungen geachtet werden, die häufig bluten oder schlecht heilen.

– Beim Melanom handelt es sich um die seltenste Art von Hautkrebs, aber auch gleichzeitig um die gefährlichste Form, welche häufig zum Tode führt. Das Melanom ist durch geschwärzte Läsionen und schlecht definierten Grenzen gekennzeichnet. Die Farbe und der Durchmesser ändern sich nach einiger Zeit. Menschen mit heller Haut, sowie Personen bei denen bereits in der Familie Hautkrebs aufgetreten ist, sind besonders anfällig für die Entstehung eines Melanoms.

Wir weisen darauf hin, dass nicht alle Hautveränderungen gleich auf eine Hautkrebserkrankung hinweisen. Die meisten Flecken auf unserer Haut sind gutartig und stellen somit keine Gefahr für die Gesundheit dar.


Die Selbstuntersuchung ist hilfreich bei der Früherkennung von Hautkrebs. Dies gilt besonders bei Melanomen. Zur Selbsterkennung können Sie die 4 unten stehenden Faktoren (bekannt unter dem Namen ABCDE-Regel) benutzen:

– Asymmetrie des Flecks

– Gezackte Ränder

– Verschiedene Farben

– Durchmesser größer als 0,5 cm

Sollte eines dieser Symptome bei Ihnen auftreten, konsultieren Sie umgehend einen Arzt.

Diagnose

Diagnose_HautkrebsDie frühzeitige Diagnose von Hautkrebs ist äußerst wichtig, denn umso früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die erste Diagnose erfolgt durch eine Sichtprüfung des behandelnden Arztes. Dadurch wird festgestellt, ob sich Flecken oder Geschwüre auf der Haut gebildet haben.
Darüber hinaus kann der behandelnde Arzt einige andere Untersuchungen durchführen, um das Stadium der Hautkrebserkrankung zu erfahren. Zu diesen Methoden zählen u.a. Röntgenuntersuchungen, Biopsie, Bluttests, etc. Mit den Ergebnissen der Biopsie kann der Arzt die Größe und Tiefe des Hautkrebses prüfen. Die Bewertung von Clark (der Grad der Invasion durch den Tumor) und Breslow (Dicke der Tumormasse – Werte sind in Klammern angezeigt) werden beim malignen Melanom verwendet und sind wie folgt aufgeteilt:

– Stadium I: die Tumorzellen beschränken sich nur auf die Epidermis;

– Stadium II: der Tumor dringt in die papilläre Dermis ein und überquert die Basalmembran (<0.75mm);

– Stadium III: der Tumor befindet sind in der papillären Dermis und erstreckt sich zwischen der papillären und retikulären Dermis (0,76 – 1,5 mm);

– Stadium IV: in dieser Phase tritt der Tumor in die retikuläre Dermis ein (1,51 – 4 mm);

– Stadium V: der Tumor dringt in das subkutane Gewebe ein (>4 mm).

Im Falle eines Basalzellkarzinoms, kann der behandelnde Arzt eine körperliche Untersuchung durchführen, um die Diagnose stellen zu können. Bei Verdachtsfällen von einem Plattenepithelkarzinom, muss vom Arzt eine Biopsie durchgeführt werden, um die Diagnose zu bestätigen, da es ansonsten zu einer Verwechslung mit anderen Krankheiten kommen kann. Sollte ein Melanom vermutet werden, muss ebenfalls eine Biopsie erfolgen.

Zur weiteren Diagnose steht ein Dermatoskop zu Verfügung. Es handelt sich dabei um eine nichtinvasive Untersuchung, wodurch beispielsweise ein malignes Melanom frühzeitig erkannt werden kann.

Komplikationen

Das Melanom zählt zu den gefährlichsten Hautkrebsarten, da es sich auf andere Organe ausbreiten kann (Metastasierung). Dies kann zur Bildung neuer Tumore führen. Zu den betroffenen Organen zählen die Lymphknoten, die Lunge und das Gehirn. Das Risiko für die Bildung von Metastasen ist abhängig von der Größe des Melanoms. Aus diesem Grund ist eine frühe Diagnose, sowie Behandlung äußerst wichtig.

In manchen Fällen kann sich das Melanom bereits im frühen Stadium in die anderen Organe ausbreiten. Dies ist der Fall, wenn das Melanom sehr klein ist und bei der Diagnose noch nicht erkannt wird. Es ist wichtig zu wissen, wo genau der Krebs entstanden ist, da viele Tumore eine unterschiedliche Behandlung erfordern.

Wenn der Krebs sich auf die anderen Organe ausgebreitet hat, kann es zu einer großen Anzahl von Komplikationen kommen, welche schließlich auch zum Tod führen können.

Behandlungen

Die Behandlung von Hautkrebs ist abhängig von der Art des Krebses (Nichtmelanom-Hautkrebs oder Melanom) und dem Stadium der Krebserkrankung (Tiefe des Krebses).

Die Behandlung von Nichtmelanom-Hautkrebs

Bei Nichtmelanom-Hautkrebs besteht die erste Behandlung in der chirurgischen Entfernung des Tumors. In der Regel wird zusätzlich etwas umliegendes Hautgewebe entfernt. Ganz abhängig vom Ausmaß des Basalzellkarzinoms, kann es mit topischen Wirkstoffen wie Tazaroten und Imiquimod behandelt werden. Darüber hinaus kann eine Strahlentherapie zum Einsatz kommen.

Im Falle eines Plattenepithelkarzinoms, ist das Verfahren die chirurgische Entfernung des Tumors oder die Anwendung einer Strahlentherapie. Eine weitere Möglichkeit bietet die photodynamische Therapie. Es handelt sich dabei um eine Behandlung, bei der Tumore oder Gewebsveränderungen mit Licht und einer speziell auf die Haut aufgetragene Crème behandelt werden.

Behandlung von Melanomen

Im Falle eines Melanoms, wird die Tumormasse durch einen chirurgischen Eingriff entfernt. Es handelt sich dabei um den primären Eingriff. Kleine Tumore können dabei vollständig entfernt werden, wobei bei den größeren Tumoren nur ein kleiner Teil entfernt werden kann. Adjuvantien können nach der Chirurgie verabreicht werden, wenn ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Metastasen besteht. In diesem Fall kann eine Chemotherapie, Strahlentherapie oder Immuntherapie zur Behandlung eingesetzt werden.

Zur Chemotherapie bei Melanomen zählen unter anderem Dacarbazin, Temozolomid, Carmustin, Cisplatin, Vincaalkaloide (Vinblastin) und Taxane (Paclitaxel und Docetaxel).

Bei einer frühzeitigen Diagnose eines Melanoms, besteht eine gute Chance auf Heilung. Es ist jedoch wichtig, dass das Melanom noch keine Metastasen gebildet hat. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, eigene Untersuchungen mit Hilfe der ABCD-Regel durchzuführen. Sollten Sie den Verdacht auf eine Hautkrebserkrankung haben, so konsultieren Sie umgehend einen Dermatologen.

Ipilimumab

Neue Behandlungen (Stand 2013) wie das Ipilimumab (Yervoy®) sind besonders bei fortgeschrittenen Melanomen wirksam. Eine Studie, die im September 2013 erschienen ist hat gezeigt, dass Ipilimumab die Überlebensrate der Patienten bis zu 10 Jahren verlängern kann (gemäss Pr Stephen Hodi, der bei dieser Studie teilgenommen hat). Ipilimumab ist ein monoklonaler Antikörper, der in den USA seit 2011 durch BMS (Bristol Myers Squibbs) vertrieben wird. Ipilimumab ist nur bei 15% der Patienten wirksam und hat eine vernachlässigbare Toxizität (Quelle: sda, Schweiz, September 2013).
Eine andere Studie hat eine 5-Jahres-Überlebensrate bei Patienten gezeigt, die Ipilimumab eingenommen haben.
Pr. Hodi hat beim Studieren der Daten von 1800 mit Ipilimumab behandelten Patienten eine mittlere Überlebensrate von 11,4 Monaten gezeigt. Zudem gab es für etwa 1/5 dieser Patienten eine deutlich bessere Prognose: 3 Jahre nach Behandlungsbeginn waren 22% immer noch am Leben, 7 Jahre danach waren es noch 17%. Das längste Überleben waren 9,9 Jahre (quelle: sda, 2013).
Gemäss Pr. Hodi, war die Verlängerung der Lebensdauer unabhängig von der Dosierung oder von zusätzlichen Behandlungen.
Gemäss unseren Informationen, war Ipilimumab 2013 in der Schweiz nicht erhältlich (es ist auf der Referenzseite von kompendium.ch nicht gelistet).

Heilpflanzen

Heilpflanzen_HautkrebsEinige Heilpflanzen, wie beispielsweise “Aloe Vera“, können als ergänzende Behandlung gegen Hautkrebs eingesetzt werden. Studien haben gezeigt, dass Wunden schneller heilen, wenn sie mit Aloe Vera behandelt werden.

Eine Forschung des Pharmakologie-Institutes “Center for Health Sciences” an der Universität von Texas, hat Stoffe in Pflanzen untersucht, welche eine schützende Wirkung gegen Hautkrebs haben. In diesen Studien wurden Resveratrol (gefunden in der Rinde und dem Samen von roten Trauben), Ellagsäure (kommt in einigen Beeren und Nüssen vor), sowie Calcium-D-Glucarat (entsteht in Früchten und Gemüsen) untersucht. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die Kombination von Resveratrol und Ellagsäure eine gute Wirkung gegenüber der Tumorentwicklung bei Hautkrebs hat.

Andere Pflanzen werden weiter untersucht, um mehr über die Aktivität bei der Vorbeugung von Hautkrebs zu erfahren. Es ist äußerst wichtig, vor der Behandlung mit Heilpflanzen einen Arzt oder Apotheker zu konsultieren, um mehr über die Heilpflanzen zu erfahren.

– Der Genuss von 1-4 Tassen Kaffee pro Tag soll das Risiko eines Melanoms, einer schweren Hautkrebsform, um 25 % verringern. Diese Metaanalyse (Untersuchung von Studien) wurde im November 2015 in der Fachzeitschrift American Journal of Clinical Dermatology veröffentlicht. Dabei wurden Kaffeetrinker und Personen, die dieses Getränk nie konsumieren, miteinander verglichen. Anscheinend sind im Kaffee mehrere Antioxidantien enthalten, welche die UV-Strahlen der Sonne auf zellulärer Ebene abblocken, was die Tumorbildung eindämmt. Eine umfangreiche Studie (Metastudie oder umbrella review auf Englisch), die am 22. November 2017 in der britischen Zeitung The BMJ veröffentlicht wurde (DOI: 10.1136/bmj.j5024), hat einen Zusammenhang zwischen dem Genuss von 3 Tassen bzw. 3 bis 4 Tassen Kaffee pro Tag und einer Verringerung des Hautkrebsrisikos bzw. des allgemeinen Mortalitätsrisikos und des durch Herzkrankheiten bedingten Mortalitätsrisikos nachgewiesen.

Ratschläge

Ratschlaege_hautkrebsBei folgenden Veränderungen sollten Sie achtsam sein:

– bei schlecht heilenden Wunden;

– Flecken auf der Haut, welche sich stetig vergrößern;

– Bildung neuer Hautflecken;

– Prüfen Sie stets die ABCDE-Symptome;

– Bei Veränderungen der Haut, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden.

– Achten Sie auf den Sonnenschirm: Studien haben gezeigt, dass mehr als 2/3 der UV-Strahlen durch das Gewebe des Sonnenschirms durchdringen und unsere Haut erreichen. Verwenden Sie aus diesem Grund Sonnenmilch und achten Sie auf Kleidung, welche die Körperstellen bedecken.

Vorbeugung

Vorbeugung_Hautkrebs– Die Exposition gegenüber Sonnenstrahlen zählt zu den Hauptursachen für die Entstehung von Hautkrebs. Aus diesem Grund wird von Ärzten empfohlen, die Sonne zwischen 10:00 und 16:00 Uhr zu meiden, da in diesem Zeitfenster die UV-Strahlen erhöht sind.

– Vermeiden Sie die Nutzung von Solarien. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhöhen diese das Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs.

– Verwenden Sie immer Sonnenschutzmittel, welche mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 15 gekennzeichnet sind. Tragen Sie die Sonnenmilch alle 2 bis 3 Stunden erneut auf, auch wenn diese wasserfest ist. Für weitere Fragen, konsultieren Sie Ihren Hautarzt.

– Tragen Sie die Sonnenmilch 30 Minuten vor dem Sonnenbaden auf.


– Sollten Sie im Freien arbeiten, wird das Tragen langer Kleidung, Kopfbedeckung und einer Sonnenbrille empfohlen. Das Aufsuchen von schattigen Plätzen ist ebenfalls sehr wichtig.

– Auch mit der Verwendung von Sonnenschutzmitteln, sollte der übermäßige Aufenthalt in der Sonne vermieden werden. Durch die intensive Sonneneinstrahlung kann es zum Sonnenbrand kommen, welcher der Auslöser für die Entstehung von Hautkrebs sein kann.

– Schützen Sie sich vor reflektierenden Oberflächen, wie Beton, Sand oder Wasser.

– Nehmen Sie Vitamin D ein. Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Vitamin D das Immunsystem stärkt, was das Risiko für Hautkrebs vermindert.

Wie übersetzt man Hautkrebs in andere Sprachen ?
  • Englisch: skin cancer
  • Französisch: cancer de la peau
  • Italienisch: tumori della pelle
  • Portugiesisch: câncer de pele
  • Spanisch: cáncer de piel
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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 09.10.2018 verändert.