Hepatitis B

Definition

Definition_hepatitis_BHepatitis B ist eine Infektionskrankheit, welche eine Entzündung der Leber verursacht und sich häufig chronisch entwickelt. Die Krankheit wird durch das Hepatitis-B-Virus (HBV) verursacht.


Epidemiologie

Epidemiologie_hepatitis_BDie Weltgesundheitsbehörde (WHO) schätzt, dass etwa 2 Milliarden Menschen weltweit Kontakt mit dem Hepatitis B Virus (HBV) haben. 325 Millionen Menschen sollen von der chronischen Form betroffen sein.

Regionen in Asien, Afrika oder Südamerika sind besonders stark von Hepatitis B betroffen. In Deutschland leiden ca. 250.000 – 500.000 an der chronischen Form der Hepatitis B.

Ursachen

Ursachen Hepatitis B

Hepatitis B wird durch das Virus HBV verursacht, welches der Familie der Hepadna-Viren klassifiziert wird. Das Virus existiert im Blut, Speichel, Speichel, Vaginal sekret und der Muttermilch.

Übertragung von Hepatitis B

Die Übertragung des Virus kann durch den direkten Kontakt mit Speichel, Blut und Körperflüssigkeiten erfolgen. Bluttransfusionen sind der häufigste Übertragungsweg von Hepatitis B. Gemeinsame Ursachen_hepatitis_BNutzung von Spritzen und Nadeln bei intravenösen Drogenabhängigen zählt auch den Übertragungswegen. Darüber hinaus ist ungeschützter Geschlechtsverkehr einer der Gründe, weshalb die Krankheit oft übertragen wird.

Unsterile Gegenstände(Geräte für die Maniküre, Akupunktur, etc.) können ein erhöhtes Übertragungsrisiko darstellen. Aus diesem Grund ist darauf zu achten, dass diese vor der Behandlung desinfiziert werden.

Es ist außerdem zu beachten, dass infizierte schwangere Frauen das Virus auf den Säugling übertragen können.

Risikogruppen

Es existieren verschiedene Risikogruppen für eine Hepatitis B Infektion:

– Personen mit promiskuitiven und ungeschütztem Sexualverhalten;

– Menschen, die Drogen injizieren;

– Mitarbeiter von Gesundheitsberufen, die Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten haben;

– Menschen, die Bluttransfusionen oder Dialysen benötigen, obwohl dieses Risiko bereits durch spezifische Tests vor der Transfusion minimiert wurde;

– Maniküre Mitarbeiter.

Symptome

Etwa 75% der Hepatitis-B-Patienten sind asymptomatisch. Auch in diesen Fällen besteht die Möglichkeit, dass sich die Krankheit chronisch entwickelt. In den restlichen 25% der Fälle kann eine akute Infektion durch Gelbsucht (Haut- und Bindehaut gelblich), Fieber, Appetitlosigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Unwohlsein, dunklen Urin, Übelkeit und Juckreiz am Körper charakterisiert werden. Nach dieser akuten Phase, die ca. 2 bis 3 Wochen andauert, verschwinden die Symptome allmählich und der Zustand des Patienten bessert sich langsam.

Bei der chronischen Form der Hepatitis B sind keine spezifischen Symptome zu beobachten. Es können einzelne Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit und Gelbsucht auftreten.

Diagnose

Diagnose_hepatitis_BDie Diagnose von Hepatitis B lässt sich anhand serologischer Tests stellen. Bei dieser Diagnoseform kann der spezifische Marker im Blutplasma (Serum) für das HBV-Virus identifiziert werden. Diese serologische Marker enthalten:

– Antigene HBsAg, HBeAg und HBcAg;

– Antikörper gegen Antigene: anti-HBs, anti-Hbe und anti HBc;

– Antikörper gegen die Hepatitis-B-Core-Antigen IgM.

Andere Exame zeigen den Leberzellschaden bei einer akuten Virushepatitis:

– Niveau der Leberenzyme ALT (Alanin-Aminotransferase) und AST (Aspartat-Aminotransferase);

– Gesamthöhe der zirkulierenden Bilirubin und Alkalische Phosphatase (beide in der Regel etwas höher),

– Zahl der neutrophilen Granulozyten und Lymphozyten;

– DNA-Analyse der viralen DNA-Polymerase.

Komplikationen

Hepatitis B kann sich zu einer chronischen Krankheit entwickeln, bei der nicht spezifische Symptome auftreten können. Andere Symptome während der chronischen Phase sind Leberschäden. Zu diesen gehören Leberzirrhose und die damit anfallenden Komplikationen wie z.B. Bauchwassersucht (Aszites), Magenblutungen, spontane bakterielle Peritonitis, Hepatische Enzephalopathie), sowie die Entwicklung eines Hepatozellulären Karzinoms.

Behandlung

Die akute Phase einer Hepatitis-B-Infektion, wo speziell Übelkeit, Erbrechen und Juckreiz auftreten, wird mit Medikamenten behandelt. Bei Bedarf kann auch eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr erfolgen. Es ist ratsam, dass keine alkoholischen Getränke konsumiert werden.

Während der chronischen Phase der Krankheit kann eine Behandlung mit Interferon oder Nukleosidanaloga erfolgen. Deren Aufgabe ist es, die virale Replikation zu unterbrechen und das Immunsystem anzuregen. Die am häufigsten verwendeten Medikamente sind Lamivudin und Interferon (pegylierte oder koventionelle). Andere Optionen sind Adefovir, Tenofovir und Entacavir. Die injizierbare Behandlung dauert ca. 4 bis 8 Monate, und benötigt immer eine medizinische Auswertung, um über die genaue Behandlungsdauer zu entscheiden.

Wenn die chronische Phase der Hepatitis B zu einer Leberzirrhose oder gar zu Leberversagen führt, ist in einigen Fällen eine Lebertransplantation notwendig.

Impfung gegen Hepatitis B

Die Impfung gegen Hepatitis B wird in drei Schritten durchgeführt.

1) Durchführung der ersten Impfung gegen Hepatitis B

2) Ca. 1 Monater später erfolgt die zweite Impfung

3) Ein halbes Jahr nach der Zweitimpfung wird die dritte Impfung durchgeführt, die einen 10-jährigen Impfschutz gegen Hepatitis B garantiert.


Heilpflanzen

Heilpflanzen_hepatitis_BDie Verwendung von Heilpflanzen zählt nicht zur Hauptbehandlung dieser Krankheit. Viel mehr dienen sie als ergänzende Maßnahme, um die akuten Symptome wie z.B. Übelkeit und Erbrechen zu verbessern.

Einige dieser Heilpflanzen sind:

chardon_marie_hepatitis_B– Chilenischer Bold diese Heilpflanze besitzt eine krampflösende Wirkung und wird gegen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt.

 

artichaut_hepatitis_B– Andere Pflanzen beinhalten Artischocken, Mariendisteln, und dem Zweizahn.

Vor jeder Behandlung mit Heilpflanzen ist es wichtig dieses mit dem behandelnden Arzt abzusprechen

Homöopathie

Homeo_hepatitis_BEine homöopathische Behandlung sollte individuell erfolgen. Ein Homöopath sollte konsultiert werden, da dieser am besten entscheiden kann, welche Mittel verschrieben werden können. Einige Behandlungen umfassen Phosphorus 12 CH und 200 CH.

Ratschläge

Ratschlaege_hepatitis_BEs wird empfohlen, dass sich Patienten, die an Hepatitis B leiden keinen Alkohol konsumieren und keine Medikamente einnehmen, welche die Leber schädigen. Der behandelnde Arzt wird Sie informieren, welche Medikamente gut verträglich sind, sowie welche Maßnahmen im Falle einer Infektion zu ergreifen sind.

Vorbeugung

Vorbeugung_hepatitis_BDie Vorbeugung von Hepatitis B wird durch folgende Maßnahmen gegeben:

– Gebrauch von Kondomen in allen sexuellen Beziehungen;

– Verwendung von Einwegspritzen;

– Vermeiden Sie den gemeinsamen Gebrauch von Besteck und anderen Gegenständen wie Tassen oder Teller;

– Serologische Test vor Transfusionen und einer Hämodialyse;

– Vorherige Immunisierung durch eine Impfung, welche in Krankenhäusern oder bei Ärzten erhältlich ist;

– Achten Sie bei Maniküresalons darauf, dass die Geräte vor dem Gebrauch desinfiziert werden;

Wie übersetzt man ​Hepatitis B in andere Sprachen ?
  • Englisch: hepatitis B

  • Französisch: hépatite B

  • Italienisch: epatite B

  • Portugiesisch: hepatite B

  • Spanisch: hepatitis B

 

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 09.10.2018 verändert.