Hepatitis E

Hepatitis E ist eine auf den Menschen übertragbare virale Erkrankung (Zoonose), die in Europa selten vorkommt. Beim Menschen zeigt sie sich in Form einer Hepatitis, die meist asymptomatisch verläuft und normalerweise harmlos ist. Wenn Symptome auftreten, kann es sich um starke Müdigkeit, um Verdauungsbeschwerden, um Gelbsucht und manchmal um Fieber handeln. Schwere Formen können bei schwangeren Frauen, bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem (vor allem bei Transplantationspatienten) und bei Personen, die bereits von einer Lebererkrankung betroffen sind, beobachtet werden.

Die Übertragung auf den Menschen erfolgt hauptsächlich über das Trinkwasser oder über den Verzehr von Nahrungsmitteln auf der Grundlage von roher Schweine- und Wildschweinleber, die durch den Hepatitis-E-Virus infiziert ist, aber ebenso durch rohe oder nicht ausreichend gekochte Muscheln.
Eine Ansteckung durch Blutübertragung ist auch möglich, kommt aber seltener vor.

In den meisten Fällen heilt eine Infektion mit diesem Virus von allein, ohne dass Arzneimittel erforderlich sind. Dennoch wird die Prävalenz einer chronischen Hepatitis-E-Erkrankung nach den Angaben der schweizerischen Seite Pharmavista.net bei Transplantationspatienten auf 1 bis 3 % geschätzt.

Quellen: Ministerium für Gesundheit und Sport, Paris – Pharmavista.net (abgerufen am 2. November 2016)

 

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 27.12.2017 verändert.