Hepatitis

Definition

Definition_hepatitisBei einer Hepatitis handelt es sich um eine akute oder chronische Leberentzündung. Da zahlreiche Ursachen für eine Hepatitis in Frage kommen, unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten von Hepatitis. Eine Hepatitis kann durch Viren (bis heute zählt man folgende 7 Virushepatitiden: A, B, C, D, E, F und G), durch toxische Substanzen und Medikamente, durch Alkoholmissbrauch, Bakterien oder Parasiten verursacht werden.


Im Abschnitt Ursachen der Hepatitis finden Sie eine genauere Beschreibung der verschiedenen Ursachen, die zu dieser Erkrankung führen können. Eine Hepatitis ist meist akuter Art, kann sich jedoch gelegentlich zu einer chronischen Hepatitis entwickeln, wenn die Erkrankung länger als 6 Monate andauert.

Die Symptome einer Hepatitis können je nach Ursache verschieden sein. Es gibt jedoch symptomatische Anzeichen, die bei allen Hepatitisarten in der gleichen Form auftreten: Ikterus (Gelbsucht), dunkler Urin, heller Stuhlgang, Brechreiz oder Empfindlichkeit beim Aufdrücken auf die Lebergegend.

Wie die Hepatitis übertragen wird, hängt ebenfalls von der Ursache der Erkrankung ab. Im Abschnitt Ursachen der Hepatitis finden Sie eine genauere Beschreibung der verschiedenen Ursachen dieser Erkrankung.

In den meisten Fällen tritt eine Leberentzündung in akuter Form auf und klingt dann ohne jegliche Folgen spontan wieder ab. Wird eine Hepatitis jedoch nicht fachgerecht behandelt, kann sie in einer chronischen Hepatitis enden, zu einer Zirrhose, ja sogar zu Krebs führen.

Epidemiologie

Epidemiologie_hepatitisEinige Statistiken und Zahlen über Hepatitis:

– Die virale Hepatitis tötet jedes Jahr 1,4 Millionen Menschen und infiziert weltweit Hunderttausende von Menschen [Quelle: WHO, Juli 2013].

– China weist die grösste Anzahl von Hepatitis B – Fällen auf und Ägypten ist weltweit die Nummer 1 bei der Anzahl der Hepatitis C – Infizierten [Juli 2011].

In Frankreich ist schätzungsweise mehr als eine von hundert Personen (ungefähr 700’000 Personen) von Hepatitis betroffen.

Hepatitis B
In der Schweiz sind rund 20’000 Personen von Hepatitis B betroffen. In Frankreich sind dies ungefähr 180’000 Personen.

Hepatitis C
Laut der internationalen Gesundheitsorganisation sind weltweit 150 Millionen Personen mit dem Virus der Hepatitis C infiziert.

Ursachen

Ursachen_hepatitisWie bereits im Abschnitt Definition von Hepatitis erwähnt, können mehrere Ursachen für eine Hepatitis verantwortlich sein. Deshalb werden auch mehrere Arten von Hepatitis unterschieden – verursacht durch Viren, schädliche Substanzen oder Medikamente, akute Hepatitis verursacht durch Alkohol, Bakterien oder Parasiten.

Virushepatitide Typ A, B, C, D oder E treten am häufigsten auf. Eine Hepatitis kann aber auch durch andere Viren verursacht werden, durch das Epstein-Barr Virus (EBV) sowie durch das Zytomegalievirus (CMV) (das die Blutzellen infiziert). Ebenso kann das Pfeiffer’sche Drüsenfieber durch eine Hepatitis verursacht werden.

Hepatitis Awird durch das Virus A verursacht. Die Übertragung des Hepatitis-A-Virus erfolgt fäkal-oral, insbesondere durch fäkalienverseuchte Nahrungsmittel, fäkalienverseuchtes Wasser (insbesondere in Drittweltländern) und durch Verzehr von Meeresfrüchten. Die Inkubationszeit beträgt 15 bis 45 Tage. Hepatitis A ist die ungefährlichste aller Hepatitis Arten, weil durch sie keine chronische Erkrankung verursacht werden kann. Bei einigen älteren Patienten kann diese Art von Hepatitis trotz allem tödlich enden. Hepatitis A wird gelegentlich als “Reisehepatitis” bezeichnet, weil sich häufig Touristen oder Reisende mit diesem Virus anstecken, besonders in Süd- und Ostländern.

Hepatitis Bwird durch das Virus B verursacht. Übertragen wird es über die Blutbahn (mit dem Virus infizierte Bluttransfusionen oder durch den Gebrauch verunreinigter Spritzen, etwa bei Drogenabhängigkeit), durch Geschlechtsverkehr und über Körperflüssigkeiten wie Speichel. Eine Erkrankung an Hepatitis B kann chronisch werden und Zirrhose oder Krebs zur Folge haben.

Ein Übertragungsweg von Hepatitis B, welcher selten in Betracht gezogen wird, ist die Übertragung in einem Maniküresalon. In einer Stadt wie z.B. Sao Paulo in Brasilien sind 8% des Personals Hepatitis B- Träger (sehr wahrscheinlich wurden sie durch Klienten infiziert). Somit nimmt die effiziente und fachgerechte Desinfektion aller bei einer Behandlung zu verwendenden Instrumente eine Schlüsselposition ein. Eine kleine Wunde zum Beispiel rund um den Fingernagel genügt um sich mit dem Hepatitisvirus zu infizieren, zum Beispiel durch ein mit dem Virus infiziertes Maniküregerät.

Hepatitis Cwird durch das Virus C verursacht, das über die Blutbahn übertragen wird (Risiko bei Bluttransfusionen, Blutern (Hämophilie), Drogenabhängigen, Dialysepatienten, Geschlechtsverkehr oder bei möglicher Übertragung über die Plazenta, eher selten der Fall). Die Inkubationszeit beträgt 30 bis 100 Tage.

Hepatitis Dwird durch das Virus D verursacht, das über die Blutbahn oder durch Sperma übertragen wird. Hepatitis D tritt nur bei Personen auf, die auch mit dem Hepatitis-B-Virus infiziert sind. Es kann sich um eine gleichzeitige Infektion (die Person infiziert sich mit dem Virus B und dem Virus D gleichzeitig) oder um eine Superinfektion handeln (die Person trägt das Virus B bereits in sich und infiziert sich mit dem Virus D). Die Inkubationszeit beträgt 45 bis 180 Tage. Fast ausschliesslich Drogenabhängige sind von dieser Art von Hepatitis betroffen. In 80% aller Fälle wird die Hepatitis D zu einer chronischen Erkrankung und entwickelt schnell eine Zirrhose.

Hepatitis Ewird durch das Virus E verursacht, das fäkal-oral übertragen wird. Eine Hepatitis E ist häufig akut und gutartig ohne chronische Folgen. Die Sterberate jedoch bei schwangeren Frauen ist mit 20% am höchsten.

Risikopersonen_hepatitisHepatitis F und G sind unserer Meinung nach eher seltener auftretende Hepatitisarten.

Toxische oder medikamentöse Hepatiden werden durch die Aufnahme bestimmter Medikamente verursacht oder durch Schadstoffe, die die Leber hochgradig zerstören können. Dies ist der Fall z.B. beim Verzehr von grünem Knollenblätterpilz (Giftpilz). Bestimmte lebertoxische Medikamente wie Paracetamol, sollten massvoll eingenommen und die vorgeschriebene Dosierung eingehalten werden. Das häufig verschriebene Medikament Sortis®, ein cholesterinsenkendes Medikament, das Atorvasatin enthält, kann in seltenen Fällen Hepatiden verursachen (zwischen 1:1’000 und 1:10’000). Die Behandlung mit diesem Medikament sollte unverzüglich unterbrochen werden.

Die akute Alkohol-Hepatitis ist eine toxische Form von Hepatitis, die durch übermässigen Alkoholkonsum verursacht wird. In der Folge entwickelt sich eine Zirrhose und es kommt zu einer massiven Zerstörung der Leber.

Die akute, bakterielle oder parasitäre Hepatitis kann infolge bestimmter Krankheiten auftreten, wie Tuberkulose, Maltafieber, Leptospirose oder Bilharziose. Bei bereits immungeschwächten AIDS-Kranken können bestimmte opportunistische Keime eine akute, bakterielle Hepatitis verursachen.

Chronische Hepatitiden: Die Ursachen von chronischen Hepatitiden sind im Allgemeinen den Ursachen der akuten Hepatitiden ähnlich. Wie im Abschnitt Definition von Hepatitis bereits erwähnt, ist eine chronische Hepatitis eine Hepatitis, die länger als 6 Monate dauert. Chronische Hepatitiden können durch Viren (vor allem die Hepatitiden B und C) sowie durch Medikamente verursacht werden.

Weiter gibt es eine chronische, so genannte auto-immune Hepatitis, von der vor allem junge Frauen betroffen sind. Bei dieser Art von Hepatitis werden Auto-Antikörper gegen die Leberzellen produziert, d.h. der Körper zerstört sich selber.


Risikopersonen

Hier finden Sie die einzelnen Risikopersonen:

– Reisende (Hepatitis A, B und C), bei Risikoverhalten wie beim Verzehr von fäkalienverseuchten Nahrungsmitteln oder beim Trinken von fäkalienverseuchtem Wasser, bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr
– Drogenabhängige (Hepatitis B, C oder D) bei Gebrauch von infizierten Nadeln
– Immungeschwächte Personen (z.B. AIDS-Kranke, transplantierte Personen)
– Alkoholiker
– Gesundheitspersonal
– Personen, die mehrere Bluttransfusionen erhalten haben
– Dialysepatienten
– Personen mit Risikoverhalten bei Geschlechtsverkehr (beispielsweise ungeschützter Geschlechtsverkehr)

– Manikürepersonal (mehr Informationen unter Ursachen der Hepatitis B)

Symptome

Hepatitis Symptome

Symptome_hepatitisWie im Abschnitt Definition von Hepatitis erwähnt, sind die Symptome je nach Art der Hepatitis verschieden. Es gibt jedoch bestimmte Symptome, die bei allen Hepatitisarten in der gleichen Form auftreten: Ikterus (umgangssprachlich «Gelbsucht»). Bei einer Gelbsucht handelt es sich um eine Gelbfärbung der Haut, der Schleimhäute und der Bindehaut der Augen.

Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Beschreibung der Symptome der verschiedenen Hepatitisarten.

Hepatitis A:In der Regel handelt es sich um eine akute Entzündung, die bei Kindern unbemerkt verläuft. Bei Erwachsenen ist dies nicht der Fall (in 2/3 aller Fälle).
Die Krankheit verläuft in 3 Phasen:
1. Pseudo-grippale Symptome: Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen
2. Ikterus-Phase begleitet von schwerer Müdigkeit (=Kraftlosigkeit). Diese Phase dauert in der Regel 2 Wochen an. Anzeichen der Ikterus-Phase sind: Dunkler Urin, heller Stuhlgang, Brechreiz und Appetitlosigkeit.
3. Rekonvaleszenz-Phase: Dauert 2 bis 6 Wochen (oder länger). Die Anzeichen verschwinden nach und nach, die Müdigkeit kann jedoch anhalten.

Hepatitis B:In der Regel sind nur 10% bis 25% der Hepatitis B Fälle symptomatisch. Die Symptome sind identisch mit den Symptomen der Hepatitis A.

Hepatitis C:In der Regel sind nur 5% bis 10% der akuten Hepatitis C Fälle symptomatisch. Die Symptome sind identisch mit den Symptomen der Hepatitis A. In der Regel dauert es bis zu 30 Jahren, bis es zu einer Zerstörung der Leber durch das Virus der Hepatitis C kommt. Jedoch Achtung: Bei Personen, die Träger des HI-Virus (AIDS) sind, ist das Risiko einer frühzeitigeren Zerstörung der Leber grösser.

Hepatitis E:Eine Hepatitis E zeigt sich bei Männern häufig in Form einer asymptomatischen und in der Regel gutartigen Hepatitis (schwere Müdigkeit, Verdauungsprobleme, Gelbsucht und gelegentlich Fieber). Besonders schwer verläuft die Hepatitis E bei schwangeren Frauen, bei immungeschwächten Personen und bei Personen, die bereits an einer Lebererkrankung leiden.

Akute Alkohol-Hepatitis: Kann asymptomatisch (=keine Symptome aufweisen) sein. Die am häufigsten auftretenden Anzeichen sind jedoch Fieber, eine geschwollene Leber und Gelbsucht.

Chronische Hepatitiden: In der Regel treten die gleichen mehr oder weniger schwerwiegenden Symptome wie bei einer akuten Hepatitis auf: Unterleibsschmerzen, Müdigkeit, Gelbsucht.

Diagnose

Eine Diagnose von Hepatitiden wird wie folgt gestellt:


– Durch eine Blutentnahme, bei der eine massive Zunahme der Leberenzym-Werte aufgrund einer Zerstörung des Lebergewebes festgestellt wird.

– Durch Serologie, bei der das Verursacher-Virus identifiziert wird.

– Durch eine Leberbiopsie, bei der man den Grad der Zerstörung der Leber misst. Eine Leberbiopsie wird bei einer Hepatitis, die länger als 6 Monate andauert, durchgeführt.

Komplikationen

Der Krankheitsverlauf einer Hepatitis hängt sowohl vom Zustand der Leber vor Krankheitsbefall ab als auch von der Ursache.

Hepatitis-Viren treten in der Regel in akuter Form auf und heilen von alleine aus. Die Stammviren B und C können gelegentlich in einer chronischen Krankheit enden, Zirrhose oder Krebs können die Folge sein.

Komplikationen einer Alkohol-Hepatitis sind in der Regel Bewusstseinsstörungen, Blutungen im Verdauungstrakt, Bauchspeicheldrüsenentzündung. Eine Alkohol-Abstinenz verbessert die Prognose deutlich.

Medikamentöse Hepatitiden heilen bei Absetzen der Medikamente (Medikamente, die den Körper vergiftet haben) aus.

Bakterielle Hepatitiden heilen in der Regel durch Einnahme von spezifischen Antibiotika aus.

Wann Zum Arzt

Wann_zum_arzt_hepatitisBei Verdacht auf Hepatitis sollten Sie unbedingt einen Arzt aufzusuchen, weil eine Hepatitis eine schwerwiegende Krankheit sein kann und nur ein Arzt eine genaue Diagnose stellen und eine gezielte Behandlung einleiten kann. Vermeiden Sie bei einem Verdacht selber Medikamente auszuprobieren, sondern lassen Sie sich erst genau untersuchen.

Behandlung

Behandlung_hepatitisMan unterscheidet 2 Formen von Behandlungen bei einer Hepatitis

1. Vorsichtsmassnahmen (Impfung)

2. Behandlungen (Therapie)

1. Die Vorsichtsmassnahmen hängen von der jeweiligen Hepatitisform ab:

Hepatitis A (“Reisehepatitis”)

– Hygienische Vorsichtsmassnahmen wie Händewaschen, Vorsicht beim Verzehr von Nahrungsmitteln, insbesondere Rohkost und Meeresfrüchte, vor allem auf Reisen.
– Impfung für Reisende und Risikopersonen (beispielsweise für Berufe im Gesundheitsbereich). Beispiel eines Impfstoffes in der Schweiz: Havrix®.

Hepatitis B

– Verwendung von Präservativen
– Gebrauch von neuen und sterilen Spritzen
– Impfung für Reisende, Personal im Bereich Gesundheit, Drogenabhängige u.a.. Beispiel eines Impfstoffes in der Schweiz: Engerix®-B.

Bei den Säuglingen ist es wichtig zu überwachen, dass sie alle drei Hepatitis B- Impfungen erhalten, denn sie erhalten so einen lebenslangen Schutz gegen diesen Virus. In gewissen Risikoländern gehört die Hepatitis B – Impfung zum Impfplan, wobei es in Nicht- Risikoländern (wie die Schweiz) nur für Säuglinge und Personen indiziert ist, welche einem gewissen Risiko ausgesetzt sind.

Hinweis: Es existiert eine kombinierte Impfung gegen Hepatitis A und B (Twinrix®), welche 3 mal durchgeführt werden muss, um im Normalfall einen lebenslangen Schutz zu erhalten (Vorgehen: 1. Impfung; 2. Impfung nach 1 Monat; 3. Impfung 6 Monate nach der 1. Impfung).

Hepatitis C

– Sicherheit bzw. ausreichende Kontrolle von Bluttransfusionen (Spenderblutuntersuchung).

Hepatitis D

– Verwendung von Präservativen
– Gebrauch von neuen und sterilen Spritzen

Hepatitis E

– Hygienische Vorsichtsmassnahmen wie Händewaschen, Vorsicht mit Nahrungsmitteln, insbesondere Rohkost und Meeresfrüchte, vor allem auf Reisen.

Alkohol-Hepatitis

– Alkoholabstinenz

2. Die Behandlungsarten hängen ebenfalls von den verschiedenen Hepatitisformen ab:

Bei den Virus-Hepatitiden, die in der Regel in 1 oder 2 Monaten von selbst ausheilen, besteht die Behandlung vor allem darin, sich auszuruhen und keinen Alkohol zu konsumieren, was die Leber belasten könnte. Eine allgemeine Müdigkeit kann über längere Zeit andauern.

Hepatitis A

Kein chronischer Verlauf, einzige Behandlung: Sich ausruhen (siehe: Behandlung von Hepatitis A mit Homöopathie)

Chronische Hepatitis B

Interferon-alpha

Chronische Hepatitis C

Kombination Interferon-alpha und Ribavirin. Im fortgeschrittenen Stadium, bei Leberzirrhose oder Leberkrebs bleibt als einzige Behandlung eine Lebertransplantation.
Lebertransplantation.

Es gibt neue Therapien wie das Telaprevir oder das Boceprevir, welche gegen das HCV- Virus Typ 1 (überwiegender Virustyp in Europa) aktiv sind. Sie sind sehr vielversprechend in ihrer Wirkung in Kombination mit den ersten beiden, welche weiter oben beschrieben wurden. Diese neuen Therapiekonzepte sind bereits in gewissen Märkten verfügbar (USA, Schweiz,…).

Die beiden Medikamente verbessern ganz wesentlich die Therapiechancen (z.B. 70 auf 90% der Patienten konnten durch Telaprevir geheilt werden und dies innerhalb von 6 Monaten anstelle der 12 Monate der herkömmlichen Therapie).

Diese zwei neuen Medikamente sind Proteaseinhibitoren und erhöhen das Ansprechen des Virus auf die Therapie (in Korrelation mit der klinischen Heilung) verglichen mit der einzigen klassischen Zweiertherapie (Interferon und Ribavirine). [Quelle: Pharmavista.net, Juni 2011].

Heilpflanzen

Die Pflanzenheilkunde ist nicht die Behandlung erster Wahl, um eine Hepatitis zu behandeln, kann jedoch als ergänzende Massnahme eingesetzt werden, um den Zustand der Leber zu verbessern. Bevor Sie mit einer Behandlung beginnen, empfehlen wir Ihnen, Ihren behandelnden Arzt um Rat zu fragen.

Heilpflanzen_hepatitisWir empfehlen Ihnen das in der Schweiz erhältliche Medikament LIV 52®, ein Medikament nach tibetischer Medizin und mit verschiedenen Heilpflanzen (wie Schafgarbe). Diese tibetische Kräutermischung soll als Ergänzung zu einer klassischen Behandlung von Hepatitis C wirksam sein, um den Zustand der Leber zu verbessern.

chardon_marie_hepatitisNachfolgend sind Heilpflanzen aufgeführt, die eine positive Wirkung (dank Polyphenolen) auf die Leber haben und die sich bei Hepatitis als wirksam erweisen können.

Mariendistel, in Form von Tabletten oder Kapseln

Homöopathie

Homoeopathie_hepatitisIm Anfangsstadium einer Hepatitis A kann es hilfreich sein, zusätzlich homöopathische Mittel einzusetzen, um dem Körper den Weg in Richtung Gesundheit zu zeigen. Wenn Sie homöopathische Mittel anwenden wollen, sollte die Behandlung individuell angepasst werden. Ein guter Homöopath kann unter Berücksichtigung individueller Faktoren (durch exakte Schilderung Ihrer Beschwerden, Verschlimmerungs- und Verbesserungsfaktoren) das passende Mittel auswählen.

– Phosphorus triiodatus 7CH, 5 Globuli alle 10 Tage

– Phosphorus triidodatus 5CH + Lycopodium clavatum 5CH, beide Mittel abwechselnd einzunehmen: 2 Globuli von Phosphorus triidodatus an einem Tag einzunehmen, 2 Globuli von Lycopodium clavatum am folgenden Tag einzunehmen.

– Nux vomica 5CH, Bryonia alba 5CH, Berberis vulgaris 4CH, 2 Globuli von jedem Mittel ein Mal täglich einzunehmen.

– Chelidonium

– Chelidonium Comp., 10 Tropfen 2 Mal täglich einzunehmen

Fragen Sie eine Apothekerin oder einen Apotheker bzw. eine Ärztin oder einen Arzt, welche/r in Homöopathie ausgebildet ist, bevor Sie selber ohne Beratung Homöopathie einsetzen. Falsch eingesetzte Homöopathie schadet mehr als dass sie nützt.

Ratschläge

Ratschlaege_hepatitis– Bettruhe

– Vollständige Alkoholabstinenz

– Absetzen von hepatotoxischen Medikamenten (z.B. Paracetamol u.a.)

Vorbeugung

Vorbeugung_hepatitis– Hygienische Vorsichtsmassnahmen wie Händewaschen, Vorsicht beim Verzehr von Nahrungsmitteln, Rohkost und Meeresfrüchten, vor allem auf Reisen (Hepatitis A und E).

– Impfung für Reisende und Personen aus Risikoberufen (Berufe im Gesundheitsbereich), Personen mit Risikoverhalten (Sextouristen, Drogenabhängige), (Hepatitis A, B).

– Gebrauch von neuen und sterilen Spritzen (Drogenabhängige), (Hepatitis B und D).

– Verwendung von Präservativen (Hepatitis B und D)

– Alkoholabstinenz (Alkohol-Hepatitis)

– Fragen Sie in Maniküresalons selbst nach, ob sie jedes Instrument vor dem Gebrauch desinfizieren.

Wie übersetzt man ​Hepatitis in andere Sprachen ?
  • Englisch: hepatitis

  • Französisch: hépatites

  • Italienisch: epatite

  • Portugiesisch: hepatite

  • Spanisch: hepatitis

 

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 09.10.2018 verändert.