Medikamentenallergien

Definition

Medikamentenallergien zählen zu einer der potentiellen Ursachen für Allergien: die häufigsten allergischen Reaktionen sind die Sofortreaktionen wie: Urtikaria, Asthma oder in schweren Fällen ein anaphylaktischer Schock (Bewusstseinsverlust und respiratorische Probleme). Es kann ebenfalls zu einer verzögerten Reaktion kommen. Diese ist gefährlicher und kann zu einer Zerstörung von Blut- und Knochenmarkzellen führen.


Schliesslich gibt es noch photoallergische Reaktionen: nach der Sonnenexposition (selbst bei sehr kurzer Exposition und mit Sonnencrème) entstehen rote Flecken und Schmerzen auf der Haut. Dies kann bei Antibiotika, Entzündungshemmern, Diuretika sowie bei gewissen Pflanzen oder Parfums der Fall sein.

Die allergischen Reaktionen auf Medikamente sind allerdings sehr selten. Sie repräsentieren trotzdem einen wichtigen Teil von möglichen Komplikationen nach der Einnahme von Medikamenten (andere Komplikationen können sein: Nebenwirkungen, Interaktionen,…).

Medikamente, die Allergien auslösen können

2-3% der Bevölkerung sind auf Antibiotika allergisch und insbesondere auf Penicillin. Gewisse sind auf andere Antibiotikaklassen wie Cephalosporine, andere auf Aspirin (Salicylate) und wieder andere auf nichtsteroidale Entzündungshemmer oder Anästhetika, Blutdruckmittel, usw. allergisch.

Alle allergischen Reaktionen auf Medikamente, die wir vorher erwähnt haben, sind vom Soforttyp.

Halten wir ebenfalls Beispiele von Allergien vom verzögerten Typ fest: dies wären z.B. Allergien auf Sulfamide, Chloramphenicol oder Pyrazole.

Theoretisch kann jedes Medikament eine Allergie verursachen. Ein Medikament ist für den Organismus eine fremde Substanz und verlangt vom Körper immer eine gewisse Toleranz gegenüber dem Fremdstoff. Manchmal bringt diese Toleranz Probleme.

Halten wir fest, dass eine Person ebenfalls eine Allergie gegen die Hilfsstoffe (alle Substanzen, die den Wirkstoff umgeben um Halt, Farbe, Volumen, usw. zu geben) entwickeln kann. Es ist daher bei einem Verdacht auf eine Medikamentenallergie wichtig, die gesamte Zusammensetzung zu lesen.

Fragen und Antworten zu diesem Thema – Praktische Fälle vom Creapharma Forum

Allergie auf Ketoprofen, Allergie auf Ketum®

” Nach dem Auftragen von Ketum® sind bei mir Blasen und Verbrennungen aufgetreten. Warum?”
Es handelt sich um eine gut bekannte Nebenwirkung. Beim Auftragen von Ketoprofen (im Ketum® enthalten), muss man sich vor der Sonne schützen und dies bis 2 Wochen nach der Anwendung. Wie Sie leider erfahren mussten, kann es zu Verbrennungen kommen. Sie können eine Salbe gegen Verbrennungen, wie z.B. Biafine® auftragen.
Antwort von Van, verantwortliche Apothekerin des Forums Creapharma.fr : eine interaktive Internetseite, auf der man mitwirken kann.


Gute Ratschläge

Es ist wichtig, die Medikamente gut zu kennen, die man verträgt und die, auf die man allergisch ist ebenfalls (solche die z.B. Juckreiz, Urtikaria, Durchfall, usw. auslösen). Die letzteren sollten nicht mehr eingenommen werden, da eine zweite Einnahme die Reaktion verschlimmern und es gefährlich sein kann. Es ist ebenfalls hilfreich zu wissen, dass gewisse Allergien Kreuzallergien verursachen. Das bedeutet, dass eine Substanz, die ähnlich wie das allergisierende Molekül ist, ebenfalls eine Allergie auslösen könnte.

Es wird daher empfohlen, nahe chemische Substanzen ebenfalls zu vermeiden. Sprechen Sie bei einer Medikamentenallergie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Er kann das Medikament durch ein anderes, ebenso wirksames ersetzen (z.B. Penicillin gegen ein nicht allergisierendes Antibiotikum austauschen).

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 04.01.2018 verändert.