Menopause

Definition

Definition-MenopauseDie Menopause charakterisiert sich durch eine physiologische Aussetzung des Menstruationszyklus (durch ein Stoppen der hormonalen Ausschüttung, vor allem von Östrogen und Progesteron). Man spricht von der Menopause, wenn bei einer Frau die Menstruation während 12 aufeinanderfolgenden Monaten ausbleibt (sehen Sie unter Diagnostik Menopause).


Alter der Menopause

Die Menopause kommt normalerweise zwischen 50 und 52 Jahren. Allerdings kann dies zwischen 40 und 55 Jahren auftreten. In den USA ist das mittlere Alter 51 Jahre.

In Brasilien ist das mittlere Alter der Menopause 48 Jahre. Dies folgt aus einer Studie von Sao Paulo im Jahre 2010 mit 6000 Frauen, die während 2 Jahren beobachtet wurden.

Zusammenfassend gesagt, gliedert sich die Menopause in 2 Abschnitte (zusammen nennt man es Peri-Menopause):

– Prämenopause (kann mehrere Monate dauern, z.T. sogar Jahre), möglicherweise mit Symptomen der Menopause.

– Menopause (dauert zwischen 6 Monaten und 1 Jahr). Auf diesen Abschnitt folgt die Postmenopause (ebenfalls möglich mit Symptomen der Menopause).

Halten wir fest, dass die Menopause (also eigentlich die Postmenopause) etwa die Hälfte der Lebensdauer einer westlichen Frau repräsentiert (wenn man von einer Lebensdauer von etwa 80 Jahren ausgeht). Vor mehreren Generationen lebten nicht viele Frauen länger als bis zum Alter der Menopause.

Epidemiologie

Die University of Pittsburgh, die im Jahr 2016 eine Studie über Hitzewallungen durchgeführt hat (ausführlichere Informationen unter Symptome unten), geht davon aus, dass beinahe 80 % der Frauen gelegentlich an Hitzewallungen, Nachtschweiss oder an beiden Beschwerden zugleich leiden.

Ursachen

Ursachen-MenopauseDie Menopause betrifft alle Frauen und ist ein natürlicher hormonaler Prozess. Es handelt sich um eine physiologische Unterbrechung des Menstruationszyklus. Die Menopause wird durch das Abstellen der hormonalen Ausschüttung von Östrogen und Progesteron durch die Eierstöcke ausgelöst. Die Menopause kennzeichnet das Ende der Menstruation und der Fruchtbarkeit.
Die Gewichtszunahme, die in der Menopause häufig auftritt, folgt aus einem Abfall der Östrogenkonzentration, was eine Verminderung der Muskelmasse zur Folge hat und eine verminderte Kalorienzufuhr unentbehrlich macht.
In der Menopause ist es wichtig Nahrungsmittel zu essen, die weniger Kalorien enthalten. Die Ernährungsgewohnheiten müssen angepasst werden. Es ist insbesondere empfohlen, Nahrungsmittel

Ursachen für Hitzewallungen
– Im Oktober 2016 zeigte eine Studie, die von Forschern der University of California in Los Angeles (UCLA) durchgeführt und in der Fachzeitschrift Menopause veröffentlicht wurde, dass Hitzewallungen, aber auch Nachtschweiß auf genetische Varianten zurückgehen könnten, auf 14 Varianten, um genau zu sein, die sich alle auf dem Chromosom Nr. 4 befinden. Diese Varianten beeinflussen einen Rezeptor im Gehirn, der für die Freisetzung von Östrogen zuständig ist, was die vasomotorischen Symptome der Menopause (Hitzewallungen und Nachtschweiß) auslöst.
– Eine im Mai 2017 veröffentlichte Studie hat gezeigt, dass adipöse Frauen (BMI über 30) während der Wechseljahre mehr an Hitzewallungen leiden als schlankere Frauen. Eine mögliche Erklärung für diese ausgeprägteren Symptome bei adipösen Frauen ist, dass das adipöse Gewebe wie eine starke Wärmedämmung wirkt. Diese Isolierung erschwert die Wärmeverteilung, was dazu führt, dass adipöse Frauen mehr unter Hitzewallungen leiden. Diese Studie wurde am 29. Mai 2017 im führenden amerikanischen Wissenschaftsmagazin Menopause veröffentlicht.

Symptome

Halten wir zunächst fest, dass Wechseljahresbeschwerden von einer Frau zur anderen unterschiedlich ausfallen. Das bedeutet, dass manche Frauen sehr ausgeprägte und schwere Symptome aufweisen, während bei anderen nur leichte Symptome oder gar keine auftreten.
Man muss auch wissen, dass eine operative Entfernung des Uterus und der Eierstöcke eine Menopause ohne Übergangsphase auslöst (keine Prämenopause). In diesem Fall sind die Symptome im Allgemeinen sehr ausgeprägt und äußern sich insbesondere in Form starker Hitzewallungen.


Man unterscheidet zwischen den Symptomen der Prämenopause (1) und der Menopause (2).

1. Mögliche Symptome der Prämenopause (vor und/oder nach der Menopause)

– Normalerweise unregelmässige Menstruation (stärker oder im Gegenteil schwächer), zu kurze Blutungen mit möglichen Zwischenblutungen

– Psychische Probleme: Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Traurigkeit


– Physische Probleme: schmerzende Brüste, Kopfschmerzen, Migräne, Gewichtszunahme, unregelmässige Hitzewallungen, häufigere Blasenentzündungen.

– Manchmal ähnliche Symptome wie in der Menopause (sehen Sie weiter unten)

2. Mögliche Symptome der Menopause (dauert zwischen 6 Monaten und 1 Jahr, statistisch im Alter von 52 Jahren. Achtung, die Hitzewallungen können während mehreren Jahren auftreten).

– Amenorrhoe (Abwesenheit der Menstruation oder Stopp)

Hitzewallungen (auf Englisch Hot Flashes) und Nachtschweiß.
Hitzewallungen treten insbesondere bei einer gestörten Ausschüttung der als Katecholamine bezeichneten Hormongruppe auf. Ausführlichere Informationen über die Ursachen finden Sie in unserem umfassenden Ratgeber über die Wechseljahre

Die häufigsten Formen von Hitzewallungen
Hitzewallungen treten insbesondere im Gesicht, sowie im Hals- und Brustbereich auf. Die Haut kann sich rot färben. Wie Fieber können auch Hitzewallungen zu Schüttelfrost mit dem Gefühl von kaltem Schweiß führen. Das durch diese Hitzewallungen ausgelöste Schwitzen ist manchmal so intensiv, dass das Bett ziemlich durchnässt ist.

Dauer der Hitzewallungen
– Im Jahre 2011 hat eine Studie gezeigt, dass die Hitzewallungen im Durchschnitt 10 Jahre andauern, genauer gesagt während etwa 11 Jahren nach dem Beginn der Menopause.
Eine amerikanische Studie, die vom Wake Forest Baptist Medical Center in Nordcarolina (USA) im Februar 2015 publiziert wurde hat gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Frauen in der Menopause während mehr als 7 Jahren unter vasomotorischen Symptomen, wie Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen, litten. Es ist eine interessante Studie, da sie die lange Dauer der typischen Symptome der Menopause zeigt. Eine Studie, die im JAMA Internal Medicine (online Version) publiziert wurde hat ebenfalls gezeigt, dass Frauen, die früh in die Menopause eintreten, die Tendenz haben noch länger unter diesen Symptomen zu leiden (etwa 12 Jahre).
– Eine Studie, die an der University of Pittsburgh durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass sich Hitzewallungen, aber auch Nachtschweiss, nicht bei allen Frauen in gleicher Weise äussern. Die Forscher bestätigen die oben erwähnten Ergebnisse, denen zufolge Hitzewallungen durchschnittlich über einen Zeitraum von 7 bis 10 Jahren nach der letzten Regelblutung andauern. Im Rahmen dieser Studie analysierten die Forscher ungefähr 1500 Frauen über einen Zeitraum von durchschnittlich 15 Jahren (was den Median darstellte, um genau zu sein) vor und während der Menopause. Sie stellten grosse Unterschiede fest, die sowohl von der Ethnie als auch vom Körpergewicht und von sonstigen Lebensgewohnheiten abhingen. Beispielsweise bestand bei adipösen Frauen eine höhere Wahrscheinlichkeit, vorzeitig (d. h. vor Einsetzen der eigentlichen Menopause) an den Symptomen der Menopause zu leiden, als beim Durchschnitt. Bei Frauen, die gelegentlich oder häufig Alkohol konsumierten, bestand eine hohe Wahrscheinlichkeit, über einen längeren Zeitraum an den Symptomen der Menopause zu leiden, und insbesondere an Hitzewallungen. Diese Studie wurde in der Ausgabe Juli 2016 der Fachzeitschrift Menopause: The Journal of the North American Menopause Society veröffentlicht.

– Kutane und schleimige Anzeichen (Allergien, ….)

– Vaginale Trockenheit. Anschließend kann es zu Schmerzen und Problemen beim Geschlechtsverkehr kommen

– Atrophie der Genitalorgane

Blasenstörungen: Harnblasenentzündung, Harnwegsinfekte, Harninkontinenz treten häufiger auf. Harninkontinenz in den Wechseljahren entsteht insbesondere aufgrund eines Rückgangs der Elastizität im Bereich der Vagina und der Harnröhre. Manchmal bewirkt ein leichtes Husten oder Lachen bereits einen Urinverlust.

– Psychische Probleme: Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Traurigkeit und Depression

Schlafstörungen

– Physische Beschwerden: schmerzende Brüste, Kopfschmerzen, Migräne

– Erhöhung des kardiovaskulären Risikos (Infarkt, usw.)

– Gewichtszunahme und insbesondere Erhöhung des abdominalen Fettes

Gewichtszunahme in der Menopause:
In den USA vermutet man, dass ab dem 50. Lebensjahr die Frauen 0.5kg Körpergewicht pro Jahr zunehmen. Ab dem 3. Jahr nach der Menopause erhöht sich vor allem das abdominale Fett (oft beobachtet man eine Verschiebung des Fettes von den Oberschenkeln gegen die Taille) Eine tiefe Östrogenkonzentration in diesem Lebensabschnitt erklärt diese Veränderung des Fettes. Im Jahre 2008 litten in den USA 73.8% aller Frauen über 60 Jahren an abdominalen Übergewicht. Dies erhöht das Risiko für Diabetes und vor allem kardiovaskuläre Krankheiten (Infarkt, Schlaganfall, usw.). Lesen Sie die Ratschläge bezüglich der Problematik der Zuckereinnahme am Abend und der Ursachen der Menopause, um den Einfluss der Östrogene in der Gewichtszunahme zu verstehen.

– Trockene Haut (Verminderung der Talgdrüsen)

– Osteoporose (langfristig). Zur Information: diese Krankheit kann nicht mit einer Hormonersatztherapie behandelt werden (lesen Sie unter Behandlung). Jedoch kann die Einnahme der Bisphosphonate eine positive Wirkung haben (Verbesserung der Verkalkung und der Knochendichte um 70%).

– Eine Hypothyroiditis. In der Menopause ist diese endokrine Erkrankung sehr häufig

– Haare werden feiner

Anmerkung zu den psychischen Symptomen der Menopause
Eine schweizerische Studie, die im Jahr 2016 veröffentlicht wurde und sich auf die Untersuchung von 168 Frauen stützte, hat gezeigt, dass Frauen in den Wechseljahren nicht häufiger an Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen, wie z. B. Angstzuständen, leiden als vor dieser Phase im Leben der Frau. Mit anderen Worten, die Menopause soll keine Auswirkung auf die psychische Gesundheit der Frau haben. Zwei schweizerische Institutionen, die im Kanton Zürich beheimatet sind, die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) und die ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) haben diese Studie, die im Juni 2016 in der Fachzeitschrift World Psychiatry veröffentlicht wurde, durchgeführt.
Wir weisen darauf hin, dass vor dieser schweizerischen Studie von 2016 andere Forschungsprojekte, insbesondere amerikanische Studien, einen Zusammenhang zwischen der Menopause und einer erhöhten Anfälligkeit für Depressionen und andere psychische Erkrankungen, wie z. B. Angstzustände, unterstellt haben.

– Typ-2-Diabetes. Einer Studie zufolge, die im Juli 2016 in der Fachzeitschrift Menopause veröffentlicht wurde, besteht bei Frauen, deren Menopause vor Vollendung des 46. Lebensjahres einsetzt (wir weisen darauf hin, dass das durchschnittliche Eintrittsalter in die Menopause in den USA bei 51 liegt) ein um 25 % höheres Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken als bei Frauen, deren Menopause zwischen 46 und 55 Jahren einsetzt. Bei Frauen, deren Menopause nach Vollendung des 55. Lebensjahres einsetzt, besteht ein um 12 % höheres Risiko, dass sie diese Form des Diabetes zu entwickeln. Die Studie wurde von Dr. Erin LeBlanc von Kaiser Permanente in den USA durchgeführt und analysierte die Daten von 124’000 Frauen (die aus der amerikanischen Datenbank Women’s Health Initiative stammten).

Behandlungen

Das Hauptziel der Behandlungen besteht in der Linderung und Verringerung der Wechseljahresbeschwerden.

Behandlungen-Menopause

Hormontherapie:
Der Arzt kann eine Hormonersatztherapie (HET) verordnen. Allerdings sind manche Frauen Risikopersonen (z. B. bei Brustkrebs in der Familie) und sollten die Einnahme von HET vermeiden.
Studie aus dem Jahr 2017 über HET
Laut einer Studie, die im September 2017 veröffentlicht wurde, erhöht die HET nicht das Risiko eines vorzeitigen Todes der Frau, sowohl in Bezug auf allgemeine Ursachen als auch auf Krebs oder Herzkrankheiten. Diese langfristigen Ergebnisse stammen aus dem umfassendsten, klinischen Versuch über die Hormontherapie, der jemals durchgeführt wurde. Frauen, die durchschnittlich 7 Jahre lang Östrogen oder durchschnittlich 5 Jahre lang eine Östrogen-Progesteron-Kombination eingenommen haben, wiesen während der Nachbetreuung (Follow-up), die 18 Jahre dauerte, im Vergleich zu Frauen, die ein Placebo (wirkungsloses Medikament) erhalten haben, keinen Anstieg des Mortalitätsrisikos auf. An dieser Studie haben über 27’000 Frauen teilgenommen. Die Forscher haben nur die Frauen untersucht, die HET-Präparate auf Östrogen- oder Progesteron-Basis in Kapselform (pill auf Englisch) einnahmen. Die Einnahme anderer Darreichungsformen wie Gel, Pflaster oder Spray, wurde nicht berücksichtigt. Diese Studie wurde vom Brigham and Women’s Hospital in Boston (USA) durchgeführt und am 12. September 2017 im Wissenschaftsmagazin Journal of the American Medical Association (DOI: 10.1001/jama.2017.11217) veröffentlicht.
Ausführlichere Informationen zur HET siehe Anmerkungen unten.

Zudem gibt es auch alternative Therapien (lesen Sie unter Phytotherapie Menopause) und ebenfalls gewisse Medikamente:

– Tief dosierte Antidepressiva wie z.B. Venlafaxin (Efexor). Dieses Medikament könnte die Hitzewallungen um 60% vermindern. Dieses Medikament ist rezeptpflichtig und kann mögliche Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen hervorbringen. Besprechen Sie es am besten mit Ihrem Arzt.

Im August 2013 erhielt Paroxetin in den USA von der FDA eine Erweiterung der Indikationen: Hitzewallungen. Die empfohlene Dosierung ist 7,5mg abends vor dem Schlafengehen (Quelle: Pharmavista.net, 10.08.2013). Zwei klinische Studien haben die Überlegenheit gegenüber Placebo gezeigt.

– Gabapentin (Neurontin), erlaubt es die Schmerzen zu lindern, hat aber auch eine positive Wirkung auf die Hitzewallungen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

– Behandlungen gegen die Osteoporose (z.B. Bisphosphonat)

– Vaginale Östrogene (als Tabletten, Ring, Vaginalcreme,…) gegen die vaginale Trockenheit, die den Geschlechtsverkehr beeinträchtigen kann. Die Östrogene wirken lokal gegen die Trockenheit. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Gegen die vaginale Trockenheit können Sie in der Apotheke auch freiverkäufliche, befeuchtende Gels kaufen.

Bemerkungen zur HET:

Die Hormonersatztherapie (oder HET) in der Menopause ist nicht immer gleich. Man unterscheidet Therapien mit nur Östrogen von solchen die Östrogen und mikronisiertes Progesteron (ähnliche Struktur wie das natürliche Progesteron) kombinieren. Diese zwei Therapien haben keine (oder weniger) Risiken Brustkrebs auszulösen, als die klassischen Hormonsubstitutionstherapien.

Für die klassischen Therapien (Östrogene mit synthetischem Progesteron) empfehlen die Ärzte die Anwendung in der Menopause nur wenn die Patientin Hitzewallungen verspürt. Zudem dürfen keine Kontraindikationen vorliegen (sehen Sie weiter unten). Der Arzt muss immer den Nutzen gegen das Risiko der HET abwägen und Sie informieren. Die Dauer der Behandlung sollte 3 Jahre nicht überschreiten. Sie können nach Absprache mit Ihrem Arzt ebenfalls in Betracht ziehen, eine Alternativbehandlung mit Heilpflanzen durchzuführen.

Eine solche Vorsicht bei der Verschreibung der HET folgt aus der Erhöhung der Anzahl Brustkrebsfälle unter einer HET um 40%. 40% kann als viel erscheinen, aber wenn man davon ausgeht, dass 5 von 1’000 Frauen über 55 Jahren mit oder ohne THS an Brustkrebs erkranken, sind es mit der THS 7 Frauen, d.h. 2 mehr mit HET. Dies ist wenig oder viel, woher auch die Schwierigkeit stammt, ob man die HET nehmen soll oder nicht. Nur Ihr Arzt kann Sie gut informieren und abwägen, ob es in Ihrem Fall Sinn macht.

Die Einnahme von Hormonen gegen die Osteoporose ist nicht belegt und nur für diese Indikation, wird die Hormonsubstitution nicht empfohlen.

Kontraindikationen der HET:

– Frauen, die während der ersten 5 Jahre nach Beginn der Menopause keine Hormone einnahmen (z.B. wenn eine Frau mit 60 Jahren eine HET möchte und bereits mit 50 Jahren in die Menopause ging. Dies ist eine Kontraindikation, da mehr als 5 Jahre vergangen sind und sie in dieser Zeit keinen Kontakt mit HET hatte)

Behandlungen-Menopause– Tabak, wenn eine Frau raucht

Bluthochdruck

– HDL <0.9mmol/l

Cholesterin >= 6.2mmol/l

– Triglyceride >= 22mmol/l

Nicht vollständige Liste aller Kontraindikationen. Für eine detailliertere Auskunft können Sie die Packungsbeilage der HET lesen.

  1. HET und Müdigkeit: interessante Bemerkungen

Die Einnahme einer HET während der Menopause hat keine Wirkung gegen die Schlafstörungen während diesem Lebensabschnitt.

Wenn die nächtlichen Hitzewallungen durch eine HET vermindert werden können oder natürliche Medikamente für die Menopause eine Wirkung zeigen, können die Schlafstörungen mit einer HET nicht geheilt werden. Dies zeigt eine Untersuchung vom Jahre 2005 von der Universität von Michigan (USA).

Phytotherapie

Je nach Symptomen der Menopause werden verschiedene Pflanzen verwendet.

Phytotherapie-Menopause

Cimicifuga (Traubensilberkerze) ist die wirksamste Heilpflanze gegen die Beschwerden der Menopause und wirkt gegen alle wichtigsten Symptome (inkl. Hitzewallungen).

Depression (leichte bis schwere)

Phytotherapie-Menopause

Johanniskraut

Melisse

Traubensilberkerze

Allgemeine Symptome der Menopause

– Soja: Achtung. Gewisse Studien sprechen von einer positiven Wirkung der Isoflavone von Soja, andere sind kritischer (eine Studie im Jahre 2011 hat die Wirkungslosigkeit von Soja in der Menopause gezeigt), insbesondere bei den Frauen, die unter Brustkrebs leiden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Eine Studie, die am 21. Juni 2016 in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass die Verwendung von Heilpflanzen, wie z. B. Soja, Trauben-Silberkerze (Cimicifuga), Rotklee, manche Pflanzen aus der traditionellen chinesischen Medizin, bzw. von Phytoöstrogenen in Form von Pflanzenmolekülen wie Isoflavonen, mit einer leichten Verringerung der vaginalen Trockenheit und der Häufigkeit von Hitzewallungen bei Frauen in den Wechseljahren in Zusammenhang steht. Dagegen war die Wirkung dieser Pflanzen oder Naturheilmittel auf den Nachtschweiß nach Angaben der Forscher unwesentlich.
Im Rahmen dieses Forschungsprojekts, das insbesondere vom Erasmus University Medical Center in Rotterdam (Niederlande) durchgeführt wurde, wurden mehr als 60 zu diesem Thema veröffentlichte Studien, an denen insgesamt 6.000 Frauen teilgenommen hatten, analysiert.

Hitzewallungen

Menopause-PhytotherapieSalbei (Blätter). Lesen Sie: Salbeitinktur

– Cimicifuga/ Traubensilberkerze

Lesen Sie: Hausmittel gegen Hitzewallungen

Schwarzkümmel, lesen Sie unter Ratschläge Hitzewallungen

Schlafstörungen

Baldrian

Fenchel und (Post-)Menopause
Fenchel wirkt gegen die typischen Symptome der Post-Menopause: Hitzewallungen, Schlafstörungen, vaginale Trockenheit und Angststörungen. Diese Schlussfolgerungen stammen aus einer Studie, die iranische Forscher mit 79 Frauen im Alter von 45 bis 60 Jahren durchgeführt haben. Die Probandinnen nahmen über einen Zeitraum von 8 Wochen zweimal täglich eine Kapsel mit 100 mg Fenchel ein. Im Vergleich zu den Frauen der Kontrollgruppe (Placebo) erlebten die Frauen, die Fenchel eingenommen hatten, eine deutliche Besserung der typischen Symptome der Post-Menopause. So gelangten die Forscher zu dem Schluss, dass Fenchel diese Symptome wirksam bekämpft, ohne nennenswerte Nebenwirkungen zu verursachen. Diese Studie wurde am 17. Mai 2017 im amerikanischen Wissenschaftsmagazin Menopause veröffentlicht.

Ratschläge und Prävention

Empfehlungen zur Gewichtszunahme und zur Menopause

Ratschläge-Menopause– In der Zeit nach der Prämenopause und der Menopause, verändert sich der Metabolismus der Frau. Die Fettmasse erhöht sich und die Muskelmasse vermindert sich (lesen Sie Ursachen); zudem verändert sich der Energieverbrauch.
Zusammenfassend und einfach gesagt: die Frau hat die Tendenz Gewicht zuzunehmen, insbesondere bei einer Ernährung mit zu viel Zucker (Glukose).
– Deshalb wird empfohlen, abends keinen Zucker zu essen (schnelle Zucker wie Schokolade, Sodas, usw.). Insbesondere am Abend ist dies ein Problem, weil in der Nacht die Frau fast keine Energie verbraucht. Die Gewichtszunahme durch den Konsum von Zucker am Abend, basiert auf der Umwandlung und Speicherung des Zuckers in Fett, wenn zu dieser Zeit kein Energieverbrauch stattfindet.

Es wird empfohlen, Zucker vor allem am Morgen zu essen. Die Spezialisten sind der Meinung, dass eine Frau durch zu zuckerreiche Ernährung (vor allem abends) durchschnittlich in einem Jahr bis zu 6kg Körpergewicht zunehmen kann.

Die Frauen nehmen ab 50 Jahren pro Jahr im Durchschnitt 0.5kg Gewicht zu. Die Zunahme von abdominalem Fett nimmt nach dem 3.Jahr nach der Menopause rapide zu. Die gleichen Änderungen werden bei Frauen aus verschiedenen Regionen weltweit beobachtet.

In den USA betrifft Fettleibigkeit 65.5% der Frauen im Alter von 40 bis 59 Jahren und 73.8% im Alter über 60 Jahren. Eine Ansammlung von abdominalem Fett erhöht das Risiko für Diabetes und vor allem für kardiovaskuläre Krankheiten; die erste Ursache von Todesfällen in der Menopause.

– Essen Sie gesund, insbesondere viele Früchte und Gemüse und versuchen Sie regelmässig Omega-3-Fettsäuren zu essen. Eine gut ausgewogene Ernährung erlaubt eine bessere Gewichtsregulation.

Eine veröffentlichte Studie in der Zeitschrift Menopause hat im Jahre 2012 gezeigt, dass postmenopausale Frauen, die vor allem Früchte, Gemüse und Getreide konsumierten, Gewicht verloren und weniger Hitzewallungen hatten.

– Betreiben Sie regelmässig Sport, um die Gewichtszunahme einzuschränken. Das Ziel ist das abdominale Fett zu verringern (lesen Sie unter Symptome Menopause). Um Gewicht zu verlieren oder es zu stabilisieren, empfehlen die Ärzte sich jeden Tag mindestens 30 Minuten zu bewegen; z.B. durch schnelles Gehen oder Tanzen.

Ratschläge bei Hitzewallungen in der Menopause

Prävention-MenopauseBei Hitzewallungen können Sie folgende praktische Ratschläge befolgen
– Vermeiden Sie es, bestimmte Kleider zu tragen: insbesondere zu heisse Kleidung oder synthetische Kleidung auf Basis von Nylon.
– Verwenden Sie Eisbeutel und legen Sie sie auf den Körper. Sie können ebenfalls eine kalte Dusche nehmen oder kaltes Wasser auftragen. Das Ziel ist es, dass die Umgebung möglichst kalt ist.
– Versuchen Sie zu entspannen, zögern Sie nicht Entspannungstechniken zu verwenden (insbesondere durch Regulation der Atmung).
– Vermeiden Sie es zu rauchen (könnte Hitzewallungen fördern)

– Vermeiden Sie es, heisse Getränke oder Alkohol zu trinken (während den Wallungen) oder sehr stark gewürzte Speisen zu essen.

– Regulieren Sie die Temperatur Ihres Schlafzimmers; es sollte möglichst kühl sein.

–  Die Einnahme von 400 IE Vitamin E pro Tag könnte gegen die Hitzewallungen helfen. Achtung vor übermässigem Vitamin E Konsum (sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker).

– Bevorzugen Sie Früchte, Gemüse und Getreide (lesen Sie weiter unten).

– Treiben Sie regelmässig Sport oder bewegen Sie sich. Gemäss einer Studie haben Frauen, die Sport betreiben, weniger und kürzere Hitzewallungen.

– Verwenden Sie eventuell Heilpflanzen wie z.B. die Traubensilberkerze (Wirkung unter anderem gegen die Wallungen).

Typ-2-Diabetes und Menopause
– Wenn bei Ihnen die Menopause vor Vollendung des 46. Lebensjahres oder nach Vollendung des 55. Lebensjahres einsetzt (ausführlichere Informationen unter der Rubrik Ursachen oben), erhöht sich das Risiko einer Typ-2-Diabetes-Erkrankung. Zur Verringerung dieses Risikos ist die Bekämpfung von Adipositas und Übergewicht durch gesunde Ernährung und regelmässige Bewegung von entscheidender Bedeutung. Diese Verhaltensweisen beugen dem Auftreten von Typ-2-Diabetes wirksam vor.


Quellen:
Journal of the American Medical Association (DOI: 10.1001/jama.2017.11217)

Wie übersetzt man Menopause (Wechseljahre) in andere Sprachen ?
  • Englisch: menopause
  • Französisch: ménopause
  • Italienisch:  menopausa
  • Portugiesisch: menopausa
  • Spanisch: menopausia
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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 09.10.2018 verändert.