Muskelkater

Definition

Definition-MuskelkaterMuskelkater definiert sich durch ein zunehmendes Schmerzgefühl und eine Steifheit in den Muskeln. Er tritt oft nach grossen physischen Anstrengungen auf oder ist eine Begleiterscheinung von gewissen Krankheiten wie der Grippe. Es handelt sich normalerweise um ein gutartiges Leiden und bringt selten eine Gefährdung des Patientenlebens.


Ursachen

In den meisten Fällen hat der Muskelkater einen mechanischen Ursprung. Die Muskulatur hat eine eingeschränkte Kapazität und erleidet keine übermässige Belastung oder Anstrengung. Wenn ihre Fähigkeiten überschritten werden, platzen die Blutgefässe und verursachen kleine Blutergüsse. Die Mikrotraumen zerreissen die Fasern und die Muskelhüllen und lösen eine Entzündung aus. So entsteht der Muskelkater.

Ursachen-Muskelkater

Die häufigsten Ursachen sind extreme Kontraktionen, d.h. übermässige Dehnungen der Muskeln. Nehmen wir das Beispiel des Aufsprungs beim Hochsprung: der Körper versucht den Schock abzufangen, indem er die Muskeln der unteren Extremitäten stark einsetzt. Wenn wir die Anstrengung gegenüber unserer physiologischen Toleranz übertreiben, wird die Muskulatur in Mitleidenschaft gezogen.


Anderes Beispiel: eine, für ein bestimmtes Ziel zu erreichen, schlecht trainierte Person, kann Opfer eines Muskelkaters werden. Dies ist ebenfalls bei einer Beanspruchung der Muskeln während Stunden und Tagen der Fall. Gewisse Faktoren wie der individuelle Gesundheitszustand, ungenügendes Aufwärmen vor physischen Aktivitäten oder mangelnde Hydratation des Körpers können einen Muskelkater fördern. Dessen Dauer und Intensität sind abhängig von der aufgewendeten Kraft.

Nicht mechanische Faktoren können ebenfalls einen Muskelkater auslösen. Es kann ohne muskuläre Anstrengung zu einem Muskelkater kommen. Dies kann z.B. bei infektiösen Pathologien wie bei einer Grippe, Hepatitis, Lungenentzündung, Malaria, Polio, Polyneuritis oder bei Typhusfieber auftreten. Es ist ebenfalls Teil von rheumatischen Symptomen und anderen Gelenkserkrankungen, sowie von Hormonerkrankungen oder gewissen Krebsarten. In gewisse Fällen ist Muskelkater eine Folge von Muskelerkrankungen oder Myopathien.

Medikamentöse Ursachen eines Muskelkaters können unerwünschte Wirkungen, eine Intoxikation oder eine Unverträglichkeit gegenüber einem Wirk- oder Hilfsstoff sein.

Halten wir im Gegensatz zu einem Krampf fest, dass Muskelkater eine Verletzung der Muskelzellen ist. Es ist kein Resultat einer Ansammlung von Milchsäure: diese geschieht etwa 1 Stunde nach der Anstrengung. Der Muskelkater hingegen tritt erst später auf.

Symptome

Symptome-MuskelkaterDer Muskelkater tritt einige Zeit nach einer physischen Anstrengung, die der Körper nicht erträgt, auf. Der Patient spürt muskuläre Schmerzen, die sich im ganzen Körper ausbreiten können und sich mit jeder Bewegung verschlimmern können. Er wird von einem Gefühl der Abhärtung und einer Schwierigkeit, sich zu bewegen, begleitet. Die stärkste Intensität der Symptome wird nach 24 bis 48 Stunden erreicht. In Abwesenheit von Komplikationen erholt er sich innerhalb von 5 bis 7 Tagen.

Ein nicht mechanisch verursachter Muskelkater tritt mit den Anzeichen der zugrundeliegenden Erkrankung auf. Bei Infektionen klagt der Patient über Fieber, Müdigkeit sowie über Kopf- oder Halsschmerzen. Zudem kann er verschnupft sein.

Wenn Sie den Arzt aufgrund von Muskelkater konsultieren, wird der Arzt Fragen stellen, um möglichst viele Informationen über die Umstände und die physischen Anstrengungen oder der Einnahme von Medikamenten herauszufinden. Er wird Sie ebenfalls über mögliche Leiden befragen, die zu diesem Muskelkater führen könnten. In diesem Fall müssen Sie vielleicht eine Blutentnahme, eine Röntgenaufnahme oder andere Untersuchungen erdulden, um das Problem besser zu erkennen. Es können auch klinische Untersuchungen vorgenommen werden. Obwohl Muskelkater gutartig ist, helfen die Untersuchungen die Ursache dieser Krankheit zu bestimmen und es von anderen Krankheiten mit ähnlichen Symptomen zu differenzieren.

Komplikationen

Muskelkater ist ein Leiden, das normalerweise nicht schwerwiegend ist. Wenn es einen mechanischen Ursprung hat, ist eine Komplikation wie Krämpfe, eine Zerrung oder Dehnung nicht auszuschliessen.

Behandlung

Ruhen Sie Ihre Muskeln während 24 Stunden aus und machen Sie weniger intensive Übungen, die Sie allmählich und langsam steigern können.

Nehmen Sie ein warmes Bad, gehen Sie in die Sauna oder wärmen Sie die schmerzenden Zonen. Dies hilft, die Schmerzen zu lindern. Achtung: Dies sollten Sie nicht machen, wenn Sie Fieber oder ein kardiovaskuläres Problem haben. Es kann die Herzleiden verschlimmern und im fiebrigen Zustand braucht der Körper eine Kühlung.

Der Arzt kann ein schmerzlinderndes oder muskelentspannendes Medikament verschreiben. Es ist wichtig, die Ratschläge zu befolgen, um mögliche Komplikationen oder Interaktionen mit anderen Medikamenten zu vermeiden.

Phytotherapie

Vor jeder sportlichen Betätigung sollten Sie Ihre Muskeln mit einer wärmenden Massage vorbereiten. Verwenden Sie dazu ein Massageöl mit Arnika, Macadamia, Traubenkernen und essentielle Öle von Wacholder, Ingwer, Lavendel und schwarzem Pfeffer.

Phytotherapie-Muskelkater

Nach physischer Anstrengung sollten Sie sich eine kleine Massage gönnen. Für ein bestmögliches Resultat können Sie dazu eine Ölmischung mit Ölen aus Ringelblume, Macademia, Wintergrünöl, Lorbeer, Lavendel, Majoran oder Myrrhe verwenden.

Die Homöopathie kann durch eine entzündungshemmende, schmerzlindernde und entspannende Wirkung ebenfalls unterstützend wirken. Sie können morgens, mittags und abends jeweils 5 Globuli Arnika CH9 einnehmen. Wenn sich der Muskelkater nach Bewegung schrittweise verbessert, können Sie ergänzend 3x täglich 3 Globuli Rhus toxicodendron CH5 einnehmen. Zudem können Sie die Muskeln mit einer Arnikasalbe massieren.

Ratschläge

Konsultieren Sie Ihren Arzt wenn:

– Der Muskelkater länger als 5 Tage bestehen bleibt

– Der Muskelkater von Fieber begleitet wird

– Sie nach einigen Tagen Ruhe keine Besserung Ihres Gesundheitszustandes beobachten können

– Ihre Gelenke geschwollen sind

– Sich Ihre Muskeln entkräftet fühlen

– Sie ein spezielles Gesundheitsproblem haben: Rheuma, Probleme mit der Schilddrüse.

Beachten Sie die folgenden Ratschläge und vermindern Sie damit das Risiko, an Muskelkater zu leiden:

Ratschläge-Muskelkater

– Versuchen Sie immer eine gute Grundkondition zu haben, bevor Sie eine grosse physische Anstrengung unternehmen.

– Wenn Sie nach längerer Sesshaftigkeit wieder Bewegung aufnehmen wollen, sollten Sie dies langsam und schrittweise tun.

– Bewegen Sie sich regelmässig. Aufwärmen vor dem Sport ist unabdingbar.

– Wenn Sie sesshaft sind, sollten Sie brüske Anstrengungen vermeiden oder besprechen Sie es mit Ihrem Arzt, wenn Sie neue Aktivitäten ergreifen wollen.

– Essen Sie diätetisch

– Dehnen Sie nach allen physischen Anstrengungen, um sich schneller zu erholen.

– Erkennen und respektieren Sie Ihre Grenzen.

– Nehmen Sie Nahrungsergänzungsmittel auf Basis von Selen, Vitamin A, C und E ein.

– Trinken Sie genügend vor, während und nach dem Sport, um sich besser zu hydrieren und die Toxine auszuscheiden.

Wie übersetzt man ​Muskelkater in andere Sprachen ?
  • Portugiesisch: –

  • Spanisch: –

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 20.03.2015 verändert.

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