Prostatisis

Definition

Prostatitis ist eine Entzündung der Prostata (des Prostatagewebes) und kann akut oder chronisch sein. Prostatitis betrifft nicht hauptsächlich alte Männer wie die Benigne Prostatahyperplasie, sondern kann in jedem Alter auftreten. Mit anderen Worten, auch junge Männer können davon betroffen sein.


Oft ist das Auftreten einer akuten Prostatitis die Folge oder Komplikation einer Harnblasenentzündung beim Mann.

Epidemiologie

Etwa 1 % der Männer ist von Prostatitis betroffen oder wird davon betroffen sein.

Ursachen

Prostatitis entsteht in der Regel durch eine Infektion. Die Ursache sind z. B. Krankheitserreger, die in die Prostata gelangen und eine Prostatitis auslösen können. Die Übertragung erfolgt insbesondere über die Harnröhre oder über das aus bereits infizierten anderen Organen stammende Blut.
Ein Bakterium mit der Bezeichnung Chlamydia kann eine Prostatitis auslösen.

Symptome

Akute Prostatitis:
– Hohes Fieber
– Schüttelfrost
– Schmerzen im Dammbereich (Perineum)
– häufiger Harndrang ohne Wasserlassen
– unangenehmes Gefühl beim Wasserlassen
– Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang
– möglicherweise Blut im Urin
– Schmerzen in der Lendengegend (etwa bei 1 von 4 Fällen)

Chronische Prostatitis:
Eine chronische Prostatitis kann sich vor allem durch Schmerzen in der Leistengegend aber auch im Hodenbereich äußern. Der Mann kann außerdem unter Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Erektions- und Ejakulationsstörungen leiden.
Außerdem können Symptome der akuten Prostatitis auftreten, wie z. B. Fieber.

Komplikationen

– Wenn Prostatitis bei einem alten Mann, der von einer Benignen Prostatahyperplasie betroffen ist, auftritt, können sich die Symptome der letztgenannten Erkrankung verschlimmern und im äußersten Fall eine Harnsperre auslösen.

– Entwicklung eines Abszesses (selten)

Behandlungen (Arzneimittel)

Die Behandlung der Prostatitis ist auf die Symptome ausgerichtet. Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Behandlung langwierig und kompliziert sein kann.

Wie bei der Harnblasenentzündung beruht diese Behandlung normalerweise auf der Einnahme von Antibiotika. Das Problem besteht jedoch darin, dass die Antibiotika nur mühsam in die Prostata gelangen. Bei den eingesetzten Antibiotika handelt es sich häufig um Chinolone (Ciprofloxacin, Ofloxacin, Norfloxacin). Es ist wichtig, bei der Einnahme der Antibiotika die Empfehlungen des Arztes genau zu befolgen. Die Behandlungsdauer umfasst in der Regel mehrere Wochen (z. B. drei Wochen).

Gute Tipps & Vorbeugung

– Trinken Sie viel.

– Bei intensiven und besonders ausgeprägten Prostatitis-Symptomen (Fieber, Schüttelfrost usw.), sollten Sie sich Ruhe gönnen.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 05.01.2018 verändert.