Tetanus (Wundstarrkrampf)

Definition

Definition_tetanusBei Tetanus handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium (Clostridium tetani) verursacht wird. Durch die Entstehung eine Giftes wird das Immunsystem angegriffen und Lähmungen verursacht.


Die Bakterien befinden sich auf dem Boden und treten fast überall in unserer Umwelt auf. Über Wunden gelangt der Erreger letztendlich in den menschlichen Körper.

Bei nicht rechtzeitiger Behandlung kann die Krankheit tödlich verlaufen. In einem Zeitraum von 3 Tagen bis zu 3 Wochen nach der Infektion kommt es zu Krampfanfällen und Lähmungserscheinungen.

Eine Tetanus-Erkrankung kann durch eine routinemässige Impfung im Voraus verhindert werden. Da in Deutschland viele Menschen über einen ausreichenden Impfschutz verfügen, ist eine Erkrankung äußerst selten.

Ursachen

Bakterien
Die für diese Krankheit verantwortlichen Bakterien sind Clostridium botulinum. Letzteres ist in Boden, Staub und tierischen Exkrementen enthalten. Genauer gesagt, wird Tetanus durch ein Gift verursacht, das von Sporen des Bakteriums Clostridium tetani produziert wird.

Eindringen in den Körper
Bei Verletzungen, Einbrüchen der Haut (Wunden, Blutungen, Brennen, Brennen, Beißen, Rosenbuschstiche, Krampfadern bei älteren Menschen) kann das Bakterium in den menschlichen Körper eindringen und sein Gift produzieren.

Das Bakterium mag Orte ohne Sauerstoff (anaerob); es gedeiht am besten in schmutzigen und tiefen Wunden.

Übertragung
Tetanus ist nicht ansteckend und wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Inkubationszeit
Die Inkubationszeit variiert zwischen 8 und 15 Tagen, danach treten klinische Anzeichen auf.

Krankheit fast verschwunden
In westlichen oder industrialisierten Ländern (z. B. Brasilien) ist die Tetanuskrankheit durch die seit 1939 obligatorische Impfung fast verschwunden. So sind die Patienten oft ältere Menschen und leben auf dem Land.

Entwicklungsländer
Leider ist diese Impfung in Entwicklungsländern nicht obligatorisch. Es wird daher bei Geburten (geburtshilflicher Tetanus) unter unhygienischen Bedingungen gefunden.

Risikogruppen

Folgende Personen gehören zu den Risikogruppen einer Tetanusinfektion:

– Personen ohne ausreichenden bzw. gar keinen Tetanus-Impfschutz

– Ältere Menschen ( geboren vor dem Jahr 1939)

– Personen die viel Gartenarbeit betreiben

Diabetiker

– Kinder (die z.B. viel draußen spielen)

Symptome

Sobald die Bakterien in die Wunde gelangen, können sie ein Gift produzieren, das die Arbeitsfähigkeit der Muskeln beeinträchtigt. Dies kann zu einer Versteifung der Muskeln und zu einer Versteifung der Muskeln führen.

Die Inbukationszeit bei Tetanus beträgt drei Tage bis zu drei Monaten.

Die ersten Anzeichen einer Tetanuserkrankung sind:

– Der Erkrankte hat Anzeichen einer Grippe, die durch die typischen Symptome wie z.B. Kopfschmerzen, Mattigkeit und Müdigkeit begleitet werden.

– Eine Kontraktion des Kiefers (Trismus, wo der Mund nicht mehr geöffnet werden kann und eine Verkrampfung der mimischen Muskulator entsteht.

Weiterer Verlauf:

– Es folgt eine vom Kopf und Nacken ausgehende Muskelstarre des langen Rücken- und Bauchmuskels. Danach folgen Muskelkrämpfe in den Armen, Beinen, Kehlkopf und dem Zwerchfell.

Tetanus kann eine sehr schwere Erkrankung sein, besonders wenn sie die Atemmuskulatur betrifft, die manchmal zum Tod des Patienten führt.

Diagnose

Die Diagnose wird klinisch durch einen Arzt gestellt. Eine Erkrankung kann vorliegen, wenn der Patient an einer Dauerkontraktion der Halsmuskulator und Muskelkrämpfen leidet. Siehe auch „Symptome Tetanus“.

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Komplikationen

Die Komplikationen bei dieser Erkrankung sind Lähmungen, Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzrhythmusstörungen).

Alle Patienten müssen intensivmediznisch behandelt werden. Sollte die Erkrankung unbehandelt bleiben, führt dies meistens zum Tod.

Wenn der Verdacht einer Tetanus-Infektion besteht, ist es notwendig schnellst möglichst einen Arzt zu konsultieren.

Behandlung

Es ist möglich Tetanus zu behandeln und entsprechend vorzubeugen. Durch eine Impfung kann eine Tetanuserkrankung schon im vornherein verhindert werden.

Die infizierte Wunde wird schnellstmöglichst chirugisch versorgt und die verunreinigten Bereiche entfernt. Es wird Antibiotika verabreicht, um die Tetanus-Bakterien abzutöten. Jedoch hilft Antibiotika nicht gegen die Toxine der Erreger.

Bei einem schweren Krampfanfall kann der Arzt Benzodiazepine verabreichen. Dieses Medikament erzeugt eine entspannende Wirkung.

Impfung gegen Tetanus

Es existieren verschiedene Impfstoffe gegen Tetanus. Diese können als Einzel- oder Kombinationsimpfstoff verabreicht werden. Die Impfung erfolgt nach einem genauen Zeitplan.

In der Regel werden die Impfungen 3 Mal, alle 2 Monate durchgeführt. Anschließend erfolgt eine Auffrischungsimpfung alle 10 Jahre.

Man muss eine Auffrischung vornehmen, da die Immunität gegen Tetanus nicht definitiv ist.

Halten wir fest: Wenn sich eine Person verletzt, die Wunde verschmutzt ist und die letzte Impfung (z.B. Auffrischimpfung) vor 5 Jahren war, muss sofort eine Auffrischimpfung durchgeführt werden. Hatte die Person die letzte Auffrischimpfung gegen Tetanus 2013 und er fügt sich 2018 (oder 2019, 2020,…) eine verschmutzte Wunde zu, muss die für 2023 (10 Jahre später) geplante Impfung vorgezogen werden und nach der Verletzung sofort gespritzt werden.

– Impfung nur gegen Tetanus


– Kombinationsimpfstoffe gegen Tetanus

1. Diphtherie + Tetanus

2. Diphterie + Tetanus + Pertussis

3. Diphterie + Tetanus + Polio

4. Diphterie + Tetanus + Pertussis + Polio

5. Diphterie + Tetanus + Pertussis + Polio + Haemophilus influenzae B

6. Diphterie + Tetanus + Pertussis + Hepatits B + Polio + Haemophilus influenzae B

Sollte kein oder ein nur unzureichender Impfschutz bestehen, ist eine simultane Immunisierung notwendig. Dabei wird eine Injektion mit Formol abgeschwächten immunogenen Toxins (Tetanol) verabreicht. Nach einiger Zeit erfolgen weitere Impfungen, um einen langfristigen Schutz zu gewährleisten.

Ratschläge

– Es wird empfohlen, dass ältere Kinder und Erwachsene alle 10 Jahre erneut gegen Tetanus geimpft werden (so genannte “Booster”-Impfung), um sicherzustellen, dass ein hohes Maß an Immunität oder Schutz gegen Tetanustoxin erhalten bleibt.

– Reinigung und Desinfektion von Wunden. Jedes Mal, wenn eine Person eine Verletzung erleidet, die mit Erde oder Staub verunreinigt sein kann, besteht die Gefahr, dass Tetanus entsteht.

– Injektion von Ig (Immunglobuline) in alle vermuteten Wunden.

Quellen und Referenzen:
Mayo Clinic.

Wie übersetzt man ​Tetanus (Wundstarrkrampf) in andere Sprachen ?
  • Englisch: tetanus

  • Französisch: tétanos

  • Italienisch: tetano

  • Portugiesisch: tétano

  • Spanisch: tétanos

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 22.05.2019 verändert.