Verstopfung

Definition

Kennzeichnend für eine Verstopfung ist ein zu seltener Stuhlgang. Der Stuhl ist häufig hart. Bei weniger als 1 Stuhlgang alle 3 Tage über längere Zeit spricht man defintionsgemäss von Verstopfung.
Ein weiteres Anzeichen für Verstopfung ist harter, trockener oder schwer (im Verdauungstrakt) zu befördernder Stuhl. Schmerzen während der Stuhlentleerung sind ebenfalls möglich.


Epidemiologie

– Verstopfung ist ein sehr häufig auftretendes Leiden. Ungefähr 20% bis 30% der Bevölkerung sind davon betroffen. Frauen sind häufiger davon betroffen als Männer: 80% aller Fälle von Verstopfung betreffen Frauen.

– Aus 2017 erhobenen Zahlen geht hervor, dass in den USA zwischen 12 % und 19 % der Bevölkerung von Verstopfung betroffen sind.

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Ursachen

Eine Verstopfung kann verursacht werden durch:
– zu fettige oder zu süsse und zu ballaststoffarme Ernährung (Mangel an Gemüse, Salat oder Früchten)
– zu langes Liegen während mehreren Tagen (z.B. im Krankenhaus). Aus diesem Grund verabreicht man bettlägerigen Personen oft einen Abführmittelsirup
– Wasser- und Flüssigkeitsmangel
– fehlende körperliche Bewegung oder Sport (körperliche Inaktivität)

Ursachen_rueckenschmerzen– Stress
– Ernährungsumstellung (z.B. während einer Reise)
– psychische Probleme
– Einnahme von bestimmten Medikamenten
– Fehlfunktion der Schilddrüse
– Menopause
– Schwangerschaft
– eine schwerwiegende Krankheit (z.B. Darmkrebs)
– Bestimmte Krankheiten beeinträchtigen das Nervensystem, wie z. B. Parkinson oder Multiple Sklerose.

Risikopersonen

Besonders Frauen sind von Verstopfung betroffen. Ältere Personen und Kinder sind ebenfalls häufiger vom Problem der Verstopfung betroffen.

Symptome

Kennzeichnend für eine Verstopfung ist eine zu seltene Stuhlentleerung. Fachpersonen sprechen von einer Verstopfung, wenn der Stuhlgang regelmässig weniger häufig als alle 3 Tage über längere Zeit ausbleibt.

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Dennoch gibt es keine genauen Richtlinien über die Häufigkeit der Stuhlentleerung. Wenn Sie trotz regelmässigem Stuhl ein Unbehagen während Ihrem Stuhlgang fühlen, sprechen Sie mit Ihrem Apotheker oder Arzt darüber, ob es sich um eine Verstopfung handeln könnte.

Kennzeichnende Symptome einer Verstopfung können Unterleibsschmerzen, Bauchschmerzen, Blähungen, Hämorrhoiden, Krämpfe, harter Stuhlgang oder auch ein Gefühl von unvollständiger Darmentleerung sein.

Bemerkung: Wenn Sie im Magen-Darmbereich ein Unbehagen fühlen: Hämorrhoiden, Schmerzen u.a. und Sie den Verdacht haben, an einer Verstopfung zu leiden, zögern Sie nicht, mit Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker darüber zu sprechen und abzuklären, ob ein Arztbesuch notwendig ist. In seltenen Fällen können einer Verstopfung schwerwiegende Krankheiten zugrunde liegen (z.B. Darmkrebs). Aus diesem Grund wird bei Verdacht auf Verstopfung stets empfohlen, sich von einer Fachperson beraten zu lassen.

Diagnose

Die Diagnose ‘Verstopfung’ kann entsprechend der vom Patienten beschriebenen Symptome durch eine Anamnese und/oder mit Hilfe von zusätzlichen Tests (z.B. Darmspiegelung, Blutkultur) gestellt werden. Versuchen Sie nicht, selber eine Diagnose zu stellen, sondern lassen Sie sich von einer Apothekerin oder einem Apotheker bzw. einer Ärztin oder einem Arzt beraten.

Komplikationen

Eine Verstopfung verursacht selten Komplikationen. In den meisten Fällen handelt es sich um eine gutartige Erkrankung. Dennoch kann eine Verstopfung in seltenen Fällen ein Symptom einer schwerwiegenden Krankheit wie z.B. Darmkrebs sein. Im Fall von Darmkrebs muss eine Verstopfung und die zugrundeliegende Krankheit dringendst behandelt werden, um einen Darmverschluss (Ileus) zu vermeiden. Bei älteren Personen, die an chronischer Verstopfung leiden, kann es ebenfalls zu einem Darmverschluss kommen (muss gelegentlich operativ behandelt werden).

Wann ist bei einer Verstopfung ein Arzt oder eine Apotheke aufzusuchen?

Im Falle von blutigem Stuhl (schwarz!) und starken Unterleibsschmerzen sollte ein Arzt aufgesucht werden, weil es sich um eine schwerwiegende Krankheit handeln könnte. Falls Sie das Gefühl haben, die Verstopfung könnte eine Nebenwirkung eines Medikamentes sein, dann sprechen Sie mit Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Denken Sie dabei auch Medikamente, die Sie nur gelegentlich einnehmen, wie z.B. Kopfwehtabletten.

Achtung: Es handelt sich nicht um eine vollständige Liste. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker um Rat.

Behandlung

Anmerkung: Die erste Behandlungsmaßnahme (vor der Einnahme von Abführmitteln) besteht darin, den Lebensstil zu ändern, d. h. für eine ballaststoffreichere Ernährung und mehr Bewegung zu sorgen. Ausführlichere Informationen finden Sie im Abschnitt Gute Tipps unten.

A. Oral verabreichte Medikamente (Sirup, Extrakte, Granulat)

Siehe auch:
– Rektal verabreichte Medikamente
– Pflanzen, die bei Verstopfung eingesetzt werden

Als oral verabreichte Medikamente gibt es verschiedene Arten von Abführmitteln:
– Füll- und Quellmittel
– Gleitmittel
– Osmotische Abführmittel
– Stimulierende Abführmittel
– Reizend wirkende Abführmittel

Füll- und Quellmittel

Was sind Füll-und Quellmittel?
Füll- und Quellmittel enthalten häufig Ballaststoffe oder Pflanzenschleim, die in Form von Pulver oder Granulat im Handel erhältlich sind.

Wie wirken Füll- und Quellmittel?
Es handelt sich um einen mechanischen Vorgang. Die Ballaststoffe binden Wasser und quellen. Dadurch wird die Darmtätigkeit angeregt und der Darminhalt wird schneller nach draussen befördert. Durch das Quellen wird das Volumen des Darminhalts grösser, was einen Defäkationsreflex (Stuhlgang-Auslösung) auslöst.

Darf man diese Mittel langfristig anwenden?
Ja, diese Art von Abführmitteln können langfristig (auch über Jahre) angewendet werden.

Gibt es Risiken bei Einnahme solcher Abführmittel?
Es muss darauf geachtet werden, das Verdauungssystem nicht zu ’verstopfen’ (Verstopfungsrisiko). Lesen Sie die Packungsbeilage solcher Medikamente und fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker unbedingt um Rat, falls Sie unsicher sind.

Ein guter Ratschlag:
– Vermischen Sie das Pulver oder das Granulat mit einer grösseren Menge Wasser, danach verrühren und sofort hinunterschlucken.
– Verwenden Sie ebenfalls Nahrungszusätze wie Weizenkleie (beispielsweise mit einem Joghurt zu vermischen).

*Namen der Präparate in der Schweiz

Colosan® Mite, Normacol®, Agiolax mite®, Metamucil®. Fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker um Rat. Pflanzliche Produkte (z.B. Feigen, Flohsamen): siehe unten

Achtung: Die oben genannten Medikamente sind nicht repräsentativ für alle auf dem Markt vorhandenen Arzneimittel. Es handelt sich in jedem Fall um eine unvollständige Liste, die nur als unverbindlicher Anhaltspunkt zur Orientierung angesehen werden soll. Für Fragen zu diesen oder weiteren Medikamenten lesen Sie bitte die Packungsbeilage und lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten.

Gleitmittel

Was sind Gleitmittel?
Gleitmittel enthalten mineralische Öle, d.h. Paraffin oder Vaseline.

Wie wirken Gleitmittel?
Gleitmittel verzögern die Wasseraufnahme, was den Stuhl gleitfähiger macht. Zusätzlich entsteht durch solche Abführmittel ein fettlöslicher Film, der die Wasseraufnahme verringert.

Darf man diese Mittel langfristig anwenden?
Nein, eine langfristige Anwendung solcher Abführmittel wird nicht empfohlen.

Gibt es Risiken bei Einnahme solcher Abführmittel?
Bei längerfristiger Einnahme besteht das Risiko, dass fettlösliche Vitamine A, D, E und K verringert aufgenommen werden. Es können insbesondere bei älteren Menschen auch Atemprobleme auftreten oder die mineralischen Öle können durch die Speiseröhre in die Lunge gelangen (Paraffinom).

* Namen der Präparate in der Schweiz
Von Ihrem Apotheker zusammengestellte Produkte (z.B. Paraffinöl u.a.), gelegentlich mit anderen Abführmitteln gemischt. Lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten.

Osmotische Abführmittel

Was sind osmotische Abführmittel?
Es handelt sich um Abführmittel, die Salz oder Zucker enthalten. Osmotische Abführmittel sind die am häufigsten verwendeten Abführmittel.

Wie wirken osmotische Abführmittel?
Wie der Name sagt, agieren osmotische Abführmittel durch Osmose, d.h. sie ziehen Wasser an und erleichtern, wie oben erwähnt, den Durchgang des Stuhls. Eine Wirkung kann innert kurzer Zeit, d.h. in 1-2 Stunden eintreten, oder aber auch später (in 1-2 Tagen). Dies hängt vom Präparat ab. Sprechen Sie mit Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker oder lesen Sie die Packungsbeilage.

Darf man diese Mittel langfristig anwenden?
Ja und nein, dies hängt vom Präparat ab. Generell wird geraten, ein Abführmittel eher nicht langfristig anzuwenden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker darüber. Häufig kann einer Verstopfung durch einfache Massnahmen (Sport, Ernährung; Änderung eines Medikamentes zur Behandlung einer anderen Krankheit) entgegengewirkt werden.

Gibt es Risiken bei Einnahme solcher Abführmittel?
Halten Sie sich gemäss Präparat an die angegebene Dosierung. Es kann zu Nebenwirkungen wie Blähungen, Krämpfen kommen, jedoch bestehen unseres Wissens keine schwerwiegenden Risiken.

*Namen der Päparate in der Schweiz
Cololyt® (osmotisches Abführmittel mit schnell eintretender Wirkung: 2 bis 3 Stunden), Importal® und Duphalac® (Lactulose: gezuckertes osmotisches Abführmittel mit langsam eintretender Wirkung: 2 bis 3 Tage). Fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker um Rat.

Achtung: Die oben genannten Medikamente sind nicht repräsentativ für alle auf dem Markt vorhandenen Arzneimittel. Es handelt sich in jedem Fall um eine unvollständige Liste, die nur als unverbindlicher Anhaltspunkt zur Orientierung angesehen werden soll. Für Fragen zu diesen oder weiteren Medikamenten lesen Sie bitte die Packungsbeilage und lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten.

Stimulierende Abführmittel

Was sind stimulierende Abführmittel?
Stimulierende Abführmittel regen die Darmbewegung an und beschleunigen die Passage des Darminhalts. Diese Mittel werden oft vor einem operativen Eingriff eingesetzt.

Wie wirken stimulierende Abführmittel?
Stimulierende Abführmittel fördern die Ansammlung von Wasser und Elektrolyten im Darm. Die Wirkung tritt häufig rasch ein.

Darf man diese Mittel langfristig anwenden?
Nein, es handelt sich um ein Abführmittel, die nur in seltenen Fällen angewendet werden. Nicht langfristig anzuwenden.

Gibt es Risiken bei der Einnahme solcher Abführmittel?
Diese Art von Abführmittel ist kontraindiziert bei schwangeren Frauen sowie bei Personen mit einem Darmverschluss. Gelegentlich enthalten diese Präparate Sennesblätter. Diese Substanz ist für unerwünschte Nebenwirkungen ebenfalls verantwortlich.

*Namen der Präparate in der Schweiz
Häufig auf Rezept im Handel erhältliche Medikamente. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Rezeptfrei im Handel erhältlich: Der Wirkstoff Bisacodyl enthalten in Dulcolax® oder Prontolax®. Lassen Sie sich von einer Apothekerin oder einem Apotheker zu den Medikamenten beraten.

Achtung: Die oben genannten Medikamente sind nicht repräsentativ für alle auf dem Markt vorhandenen Arzneimittel. Es handelt sich in jedem Fall um eine unvollständige Liste, die nur als unverbindlicher Anhaltspunkt zur Orientierung angesehen werden soll. Für Fragen zu diesen oder weiteren Medikamenten lesen Sie bitte die Packungsbeilage und lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten.

Reizend wirkende Abführmittel

Was sind reizend wirkende Abführmittel?
Es handelt sich häufig um Medikamente auf pflanzlicher Basis (z.B. Sennesblätter, Aloe, Rizinus, Faulbaum u.a.; siehe: Pflanzliche Präparate). Diese Pflanzen sind reich an Anthrachinonen.

Wie wirken reizend wirkende Abführmittel?
Verminderung der Peristaltik.

Darf man diese Mittel langfristig anwenden?
Nein, eine langfristige Anwendung wird nicht empfohlen.

*Namen der Präparate in der Schweiz
Präparate auf pflanzlicher Basis im Apothekenhandel erhältlich. Siehe: Pflanzliche Präparate

Achtung: Die oben genannten Medikamente sind nicht repräsentativ für alle auf dem Markt vorhandenen Arzneimittel. Es handelt sich in jedem Fall um eine unvollständige Liste, die nur als unverbindlicher Anhaltspunkt zur Orientierung angesehen werden soll. Für Fragen zu diesen oder weiteren Medikamenten lesen Sie bitte die Packungsbeilage und lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten.

B. Rektal verabreichte Medikamente (z.B. Zäpfchen)

Siehe auch:
– Oral verabreichte Medikamente
– Pflanzen, die bei Verstopfung eingesetzt werden

Was sind rektal verabreichte Medikamente?
Es handelt sich häufig um Medikamente in Form von Zäpfchen eingeführt, um eine Darmspülung mit Glyzerin oder um osmotische Abführmittel.


Wie wirken solche Abführmittel?
Die Zäpfchen mit Glyzerin weichen den Stuhl auf und machen ihn gleitfähiger. Die Darmspülung ist oft osmotisch wirksam.

Darf man diese Mittel langfristig anwenden?
Sprechen Sie mit Ihrer Apothekerin oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Ein Abführmittel soll eher nicht langfristig angewendet werden, vielmehr sollte man der Ursache einer Verstopfung auf den Grund gehen.

*Namen der Präparate in der Schweiz
Zäpfchen mit Glyzerin: Bulboid®; Präparat zur Darmspülung (osmotisch): Microklist®

Achtung: Die oben genannten Medikamente sind nicht repräsentativ für alle auf dem Markt vorhandenen Arzneimittel. Es handelt sich in jedem Fall um eine unvollständige Liste, die nur als unverbindlicher Anhaltspunkt zur Orientierung angesehen werden soll. Für Fragen zu diesen oder weiteren Medikamenten lesen Sie bitte die Packungsbeilage und lassen Sie sich von Ihrer Apothekerin oder Ihrem Apotheker beraten.

C. Neue Arzneimittel und sonstige Behandlungsmethoden bei Verstopfung

– Auf dem Markt gibt es spezifische Arzneimittel gegen Verstopfung, die normalerweise rezeptpflichtig sind. Sie sind vor allem dann angezeigt, wenn die frei verkäuflichen Arzneimittel (OTC) nicht ausreichend wirken. Zu diesen Arzneimitteln zählt man folgende Moleküle: Linaclotid, Lubiproston und Plecanatid.

– In manchen Fällen kann der Arzt auch Antidepressiva verordnen, insbesondere Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer. Diese Arzneimittel wirken hauptsächlich schmerzstillend, vor allem bei Patienten, die von Verstopfung und vom Reizdarmsyndrom zugleich betroffen sind.

– In manchen schweren und besonderen Fällen von Verstopfung kann ein chirurgischer Eingriff durchgeführt werden, vor allem um einen Teil des Dickdarms zu entfernen.

Zahlreiche Pflanzen haben eine abführende Wirkung. Hier die am häufigsten verwendeten:

Siehe auch:
– Oral verabreichte Medikamente
– Rektal verabreichte Medikamente

1. Pflanzen ohne reizerzeugende Wirkung; Füll- und Quellmittel, die man bedenkenlos langfristig anwenden kann (sofern keine andere Krankheit die Ursache für eine Verstopfung ist!)

– Der Flohsamen, eine Pflanze in Form von Samenkorn, die sehr wirksam gegen chronische Verstopfung ist.
– Die Feige, eine Pflanze mit äusserst effizient abführender Wirkung, man findet sie im Apothekenhandel häufig in Form von Sirup. Fragen Sie Ihren Apotheker für ein geeignetes Produkt auf Feigenbasis.
– Der Leinsamen, eine Pflanze, die wirksam gegen chronische Verstopfung ist.

2. Pflanzen mit reizerzeugender Wirkung. Diese Pflanzen sind reich an Anthrachinonen.

– Der Faulbaum ist als Abführmittel sehr wirksam, er wird oft mit anderen Präparaten vermischt zubereitet.
– Das Rizinusöl oder der Rizinus, eine wirksam abführende Pflanze, um eine kurzzeitige Verstopfung zu behandeln (für eine Behandlung einer chronischer Verstopfung nicht geeignet).
– Die Sennesblätter, nützlich, um eine gelegentliche Verstopfung bei Erwachsenen zu behandeln (Kontraindikationen zu beachten), fragen Sie Ihren Spezialisten um Rat.
– Der Rhabarber, nützlich, um eine gelegentliche Verstopfung zu behandeln.
– Die Aloe vera, eine Pflanze, die reich an Anthrachinonen ist und sich zur Behandlung einer gelegentlichen Verstopfung eignet.

Heilpflanzen

1. Pflanzen ohne reizerzeugende Wirkung; Füll- und Quellmittel, die man bedenkenlos langfristig anwenden kann (sofern keine andere Krankheit die Ursache für eine Verstopfung ist!)

– Der Flohsamen, eine Pflanze in Form von Samenkorn, die sehr wirksam gegen chronische Verstopfung ist.

figue_verstopfung– Die Feige, eine Pflanze mit äusserst effizient abführender Wirkung, man findet sie im Apothekenhandel häufig in Form von Sirup. Fragen Sie Ihren Apotheker für ein geeignetes Produkt auf Feigenbasis.

Leinsamen_verstopfung– Der Leinsamen, eine Pflanze, die wirksam gegen chronische Verstopfung ist.

2. Pflanzen mit reizerzeugender Wirkung. Diese Pflanzen sind reich an Anthrachinonen.

Faulbaum_verstopfung– Der Faulbaum ist als Abführmittel sehr wirksam, er wird oft mit anderen Präparaten vermischt zubereitet.
– Das Rizinusöl oder der Rizinus, eine wirksam abführende Pflanze, um eine kurzzeitige Verstopfung zu behandeln (für eine Behandlung einer chronischer Verstopfung nicht geeignet).

senne_verstopfung– Die Sennesblätter, nützlich, um eine gelegentliche Verstopfung bei Erwachsenen zu behandeln (Kontraindikationen zu beachten), fragen Sie Ihren Spezialisten um Rat.
– Der Rhabarber, nützlich, um eine gelegentliche Verstopfung zu behandeln.

aloe_verstopfung– Die Aloe vera, eine Pflanze, die reich an Anthrachinonen ist und sich zur Behandlung einer gelegentlichen Verstopfung eignet.

Eine weitere Heilpflanze:
Das ätherische Öl der Pfefferminze (Mentha x piperita) in Kapselform (200 mg ätherisches Pfefferminzöl) beugt Muskelkrämpfen im Magen-Darm-Trakt vor, wenn es 15 bis 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen wird. Pfefferminze wirkt nicht direkt gegen Verstopfung, trägt aber zur Linderung von Begleitsymptomen wie Bauchschmerzen bei. Wählen Sie Kapseln mit einem Schutz gegen Magensäure, um zu vermeiden, dass der Kapselinhalt im Magen freigesetzt wird und Sodbrennen verursacht.

Hausmittel

Abführtee (Species laxantes)
Faulbaum-Dekokt
Faulbaum-Tee
Flohsamen
Rhabarbertee
Rizinusöl

Ratschläge

– Viel Wasser trinken (1 bis 1.5 Liter pro Tag); dies fördert einen weichen Stuhlgang.

Ratschlaege_verstopfung

– Eine ballaststoffreiche Ernährung, mit Gemüse, frischen oder trockenen Früchten.

– Erwägen Sie wenn möglich eine Behandlung mit Heilpflanzen.

– Eine interessante Sache, um die Stuhlentleerung zu fördern, ist es, während dem Sitzen auf der Toilette die Beine horizontal anzuheben. Sie können auch einen kleinen Hocker hinstellen, um die Beine hochzulegen. Diese Position fördert die Stuhlentleerung und vermindert den Einsatz von Abführmitteln.

– Bei kleinen Kindern kann eine warme Strumpfhose den Transit begünstigen.

– Analysieren Sie Ihre Arzneimittel. Es ist möglich, dass eines der Arzneimittel, die Sie einnehmen, die Verstopfung begünstigt. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, ob ein Arzneimittel dabei ist, das möglicherweise eine verstopfende Wirkung ausübt.

Vorbeugung

– Viel Wasser trinken (1 bis 1.5 Liter pro Tag); dies fördert einen weichen Stuhlgang.

alimentation_verstopfung– Eine ballaststoffreiche Ernährung, mit Gemüse, frischen oder trockenen Früchten.

– Sich öfter bewegen oder Sport treiben. Zu langes Liegen kann die Darmentleerung hemmen.

– Wenn Sie Stuhldrang verspüren, sollten Sie die nächste Toilette aufsuchen, denn unterdrückter Stuhlgang kann die Verstopfung fördern.

– Mahlzeiten zu geregelten Zeiten essen, eine Verstopfung kann durch geregelte Mahlzeiten verringert werden.

– Die Einnahme von Probiotika kann die Vorbeugung einer Verstopfung unterstützen, da Probiotika insbesondere die Darmtätigkeit anregen. Eine wirksame Bakterienart ist das Bifidobacterium lactis.

Wie übersetzt man ​Verstopfung in andere Sprachen ?
  • Englisch: constipation

  • Französisch: constipation

  • Italienisch: stipsi – stitichezza

  • Portugiesisch: constipação

  • Spanisch: estreñimiento

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 09.10.2018 verändert.