Antibiotika

Einführung

gelule-vert-frDie Antibiotika gehören zu einer wichtigen Klasse von Medikamenten für die Gesellschaft. Ohne diese Medikamente gäbe es viel mehr Tote und zahlreiche chirurgische Eingriffe wären aufgrund des Infektionsrisikos unmöglich (z.B. Postoperative Infektionsrisiken bei einer Herztransplantation).


Leider beobachtet man in den letzten Jahren immer mehr Fälle von Resistenzen auf Antibiotika. college paper writers Anders gesagt: in der Vergangenheit ermöglichten die Antibiotika die Behandlung von vielen Infektionskrankheiten. Jetzt sieht man, dass gewisse Personen wegen einfachen Infektionen sterben (oft Spitalinfektionen), da die Antibiotika nicht mehr wirksam sind.

Nur in den USA (etwa 5% der Weltpopulation) vermutet die CDC (staatliche Gesundheitsbehörde) etwa 23’000 Todesfälle aufgrund von Antibiotikaresistenzen.

Man vermutet, dass etwa 50% der verschriebenen Antibiotika beim Menschen (halten wir fest, dass auch bei Tieren viele Antibiotika verordnet werden) unnötig sind. Creapharma hat bereits erwähnt, dass bei viral bedingten Halsschmerzen und Sinusitis die Antibiotika nicht wirksam sind.

Viele Todesfälle werden noch heute durch Bakterien verursacht. Die Mehrheit der Todesfälle bei einer Grippe sind nicht wegen des Virus an und für sich, sondern aufgrund einer bakteriellen Superinfektion, die z.B. eine Pneumonie verursachen. In diesem Fall können nur Antibiotika das Leben des Patienten retten.

Definition

Antibiotika gehören zu einer Klasse von Medikamenten, die zur Behandlung von bakteriellen Infektionen sehr häufig verschrieben wird.

Bakterielle Infektionen sind für viele Krankheiten verantwortlich, die in der Vergangenheit (vor der Entdeckung von Antibiotika) jährlich viele Millionen Todesfälle zur Folge hatten. Die wichtigsten bakteriellen Infektionen sind die Tuberkulose, die Lungenentzündung, Angina, Bronchitis, Harnwegsinfektionen, Abszesse, Akne, usw. Es handelt sich um die meist verschriebene Medikamentenklasse der Welt.

Achtung: in den letzten Jahren hat man allerdings eine grosse Zunahme von Antibiotikaresistenzen beobachtet.

Das Wort Antibiotika bedeutet im etymologischen Sinn: gegen (anti) lebende Organismen (biotisch). Das Wort biotisch bedeutet hier gegen die Bakterien. Antibiotika können natürlicher oder synthetischer Herkunft sein.

Geschichte der Antibiotika- Entdeckung des Penicillins

1928 war Dr. Alexander Fleming der Erste, der ein Antibiotikum entdeckte: den Schimmelpilz Penicillium. Diese Substanz erlaubt(e) die Hemmung der Entwicklung gewisser Bakterien in einer Kultur. Diese bedeutende Entdeckung, eine der wichtigsten im 20. Jahrhundert, erlaubte einige Jahre später (1940er) das Inverkehrbringen des Antibiotikums Penicillin (Penicillin G), das Millionen von Menschenleben retten konnte und immer nochwrite my essay reviews kann.

Dies öffnete ebenfalls neue Wege für die Forschung und Entwicklung von neuen Antibiotikaklassen, die nachfolgend gegen die Tuberkulose, die Lungenentzündung, Hautinfektionen, usw. eingesetzt werden konnten.

Editorial über Antibiotika : Vergangene und zukünftige Forschung (von Xavier Gruffat, Apotheker, Editor von Creapharma)

Gemäss unseren Informationen, war das Inverkehrbringen von neuen Antibiotika vor allem in den 50er, 60er und 70er Jahren wichtig. In den letzten 30 bis 40 Jahren gab es eine gewisse Zaghaftigkeit seitens der Pharmaindustrie, um neue Antibiotika zu entwickeln, die eine geringere Resistenz, weniger Nebenwirkungen und eine bessere Galenik aufzeigen können (z.B. eher Tabletten als Injektionen).

Es scheint, dass es wissenschaftliche Erklärungen gibt (es ist nicht immer einfach, neue Antibiotikaklassen zu finden), aber auch wirtschaftliche Gründe für dieses Phänomen verantwortlich sind. Ausserdem ist es für die Pharmafirmen rentabler Medikamente zu entwickeln, die während Jahrzenten eingenommen werden (z.B. Antihypertensiva, Medikamente gegen Diabetes,…), als Antibiotika, die nur punktuell eingenommen werden (z.B. einmal pro Jahr). Das Geschäftsmodell der Behandlungen von chronischen Krankheiten ist viel rentabler. Genauso wie normalerweise eine Firma, die Konsumgüter herstellt (Nestlé, P&G, Unilever, Colgate) rentabler ist als ein Buchverlag (punktueller Verkauf).

Die Staaten
Allerdings versuchen die Pharmafirmen, die immer stärker dem Preisdruck der Politik (z.B. von Schlüsselmärkten wie der USA oder Europa) unterlegen sind, die Forschung nach Antibiotika und Impfungen auszuweiten. Es gibt also einen gewissen Optimismus; hoffen wir dennoch, dass dieses Aufwachen nicht zu spät ist (Risiko von Entwicklung von Resistenzen). Im November 2013 hat die mächtige und reiche Pharmafirma Roche den Kauf eines kleinen spezialisierten Labors für Antibiotika (Polyphor) angekündigt.

Die verschiedenen Länder sollten ebenfalls die Forschung für neue Antibiotika unterstützen.

Antibiotikaklassen

In der untenstehenden Tabelle finden Sie einige Informationen über die Klassifizierung der Antibiotika (Antibiotikaklassen). Wir erwähnen ebenfalls die Markennamen der Schweizer Produkte. Achtung: Die Medikamente sind alle rezeptpflichtig. Keine Selbstmedikation!!

Es kann verschiedene Klassifikationen der Antibiotika geben, aber wir waren der Ansicht, dass die Tabelle, die auf den chemischen Strukturen der Antibiotika und auf die Wirkung auf die Bakterien für die Patienten und Fachpersonen (Ärzte, Apotheker, Krankenpfleger, usw.) interessant sein könnte.

Antibiotikafamilie Wichtigste Moleküle – Wirkstoffe Indikationen Wichtigste Nebenwirkungen* Wirkung auf die Bakterien (Wirkmechanismus) Galenische Formen
Penicilline (Betalaktame)
Amoxicillin + evt. ein Hemmer der Laktamase=
Clavulansäure
Diverses (Bronchitis, Lungenentzündung, ORL, Meningitis) Durchfall, Allergien (bis 5% der behandelten Patienten), renale und digestive Toxizität,… Hemmer der Zellwandsynthese (bakterizid) – per os, injizierbar, lokal
Ampicillin
Penicillin G
Penicillin V
Piperacillin
Cephalosporine(Betalaktame)
Erste Generation
– Cefaclor
– Cefazolin
Diverse (Bronchitis, Lungenentzündung, ORL, Meningitis, …) Allergien, renale Toxizität (hohe Dosen) Hemmer der Zellwandsynthese (bakterizid) – per os, injizierbar
Zweite Generation
– Cefamandol
– Cefuroxim
Allergische Reaktonen, Hämorrhagien
Dritte Generation
– Cefixim
– Cefpodoxim
– Cefotaxim
– Ceftazidim
– Ceftriaxon
Antibiotikafamilie Wichtigste Moleküle – Wirkstoffe (Markennamen in der Schweiz) Indikationen Wichtigste Nebenwirkungen* Wirkung auf die Bakterien (Wirkmechanismus) Galenische Formen
Aminoglykoside
Streptomycin Tuberkulose Toxizität des Gehörs (Ototoxizität) und renale Toxizität (Nephrotoxizität, normalerweise reversibel). Hemmer der Proteinsynthese (bakterizid) – per os, injizierbar, lokal
Neomycin Sensible Keime, z.B. Infektionskrankheiten der Augen, Darmerkrankungen, infizierte Wunden , schwere Krankheiten
Tobramycin
Amikacin
Gentamicin
Makrolide
AzitromycinErhytromycinRoxithromycinClarithromycin ORL, genitale Infektionen Allergien, digestive Toxizität, hepatische Toxizität Hemmer der Proteinsynthese (bakterizid) – per os, injizierbar, lokal
Antibiotikafamilie Wichtigste Moleküle – Wirkstoffe (Markennamen in der Schweiz) Indikationen Wichtigste Nebenwirkungen* Wirkung auf die Bakterien (Wirkmechanismus) Galenische Formen
Tetrazykline
Doxyclin
Minocyclin
Akne, genitale und pulmonale Infektionen Allergien, digestive Toxizität, hepatische und neurale Toxizität Hemmer der Proteinsynthese (bakterizid) – per os, injizierbar, lokal
(Fluoro)Chinolone (=Hemmer der Gyrase)
Ciprofloxacin
Levofloxacin
Moxifloxacin
Norfloxacin
Ofloxacin
Harnwegsinfekte (Blasenentzündung), genitale Infektionen Allergische Reaktionen, Toxizität des Gehörs Hemmer der bakteriellen Gyrase (bakterizid) – per os, injizierbar,
Antibiotikafamilie Wichtigste Moleküle – Wirkstoffe (Markennamen in der Schweiz) Indikationen Wichtigste Nebenwirkungen* Wirkung auf die Bakterien (Wirkmechanismus) Galenische Formen
Sulfonamide
Sulfamethoxazol und Trimethoprim=
Co-trimoxazol
Sulfazalazin
Beim Versagen mit anderen Antibiotika
be Harnwegsinfekten, genitalen Infekten, Morbus Crohn (Sulfazalazin)
Allergien, Bluttoxizität, renale Toxizität Hemmer der Synthese der Tetrahydrofolsäure (bakteriostatisch) – per os, injizierbar, lokal
Andere (Diverse)
– Fosfomycin
– Clindamycin
– Thiamphenicol
– Imipenem
– Metronidazol
– Vancomycin
Verschieden (Blasenentzündung, Akne, genitale Infektionen) Verschieden, in Abhängigkeit des Antibiotika verschieden – per os, injizierbar, lokal
Antituberkulotika
Ethambutol
Isoniazid
Pyrazinamid
Rifampicin
Streptomycin
Tuberkulose verschieden verschieden – per os

Resistenzen gegen Antibiotika

Resistenzen gegen Antibiotika definieren sich durch die Tatsache, dass das Bakterium gegen eines oder mehrere Antibiotika unsensibel (resistent) wird. Man kann sagen, dass das Bakterium eine Art gefunden hat, um gegen das Antibiotikum zu kämpfen und durch verschiedene Mechanismen, wie z.B. durch die Synthese von Enzymen (Beta-Laktame), das Antibiotikum inaktiviert.

Bei einer Antibiotikaresistenz ist es beunruhigend, dass das Medikament zu Beginn in der Zerstörung von Bakterien wirksam und aktiv war und mit den Jahren fast oder gar keine Wirkung mehr aufweist. Es ist ein grosses Risiko für die Menschheit.

Um die resistenten Bakterien zu benennen, spricht man auch von superresistenten Bakterien (super-bugs auf Englisch). Es handelt sich um Bakterien, die auf die klassischen Antibiotika mit einem breiten Wirkspektrum, wenig Nebenwirkungen und häufigem Gebrauch nicht reagieren. Der Arzt muss daher Antibiotika wählen, die gezielter wirken und leider oft mehr Nebenwirkungen aufweisen, die für den Patienten schwerwiegend verlaufen können. In gewissen Fällen, ist das Antibiotikum schlicht und einfach unwirksam und es kann zum Tod des Patienten kommen.

Gewisse Wissenschaftler vermuten, dass man sogar in eine « prä-antibiotische » oder « post-antibiotische » Ära gefallen ist (abhängig vom Referenzzeitpunkt). Anders gesagt: wir müssen zusehen, wie gewisse Menschen vor unseren Augen sterben, weil es keine wirksame Therapie mehr gibt, was vor der Entdeckung der Antibiotika ebenfalls der Fall war. Bei der Grippeepidemie 1918, gab es Dutzende von Millionen Toten, insbesondere aufgrund der Abwesenheit von Antibiotika. Allerdings ist die Mehrheit der Menschen nicht aufgrund des Virus gestorben, sondern durch eine bakterielle Superinfektion, die die Lungen betraf (bakterielle Lungenentzündung).


Die CDC schätzt, dass in den USA jährlich etwa 2 Millionen Menschen durch antibiotikaresistente Bakterien infiziert werden. 23‘000 Menschen werden daran sterben. Zum Vergleich: Dies ist mehr als die Anzahl Morde, die in den USA jedes Jahr beobachtet werden.


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Man kann die Erhöhung der Antibiotikaresistenzen durch einen missbräuchlichen (z.B. bei viralen Erkrankungen ist es unwirksam), übermässigen oder nicht fachgerechten (Dosierung und Behandlung wird nicht korrekt ausgeführt) Gebrauch erklären. Man muss sicher ebenfalls die Intelligenz der Natur erwähnen, um diese Erhöhung der Resistenzen zu erklären.

In gewissen Ländern ist es möglich, Antibiotika ohne Rezept zu erhalten und es wird auch bei Tieren sehr oft eingesetzt. Diese zwei Tatsachen können ebenfalls die Erhöhung der Resistenzen erklären.

Die amerikanische FDA vermutet, dass 80% der in der USA verkauften Antibiotika bei Tieren eingesetzt werden. Das Problem ist, dass bei Tieren Antibiotika in tiefen Dosierungen eingesetzt werden und so das Risiko für die Entwicklung von Resistenzen erhöht wird.

Wie bei der Ökologie und seiner Problematik, kann der Mensch einen grossen Beitrag dazu leisten, die Resistenzen durch eine verminderte Konsumation von Antibiotika und eine fachgerechte Anwendung zu vermindern. In Frankreich gab es eine öffentliche Kampagne mit dem Slogan „Les antibiotiques c’est pas automatique! (nicht automatisch Antibiotika einnehmen)“, die in den letzten Jahren eine positive Auswirkung bezüglich der Antibiotika Einnahme gehabt hat. Im 2013 wurde sie nicht mehr weiter verbreitet.

Beispiele von Krankheiten, die immer mehr Resistenzen aufzeigen: Gonorrhoe (lesen Sie nachfolgenden Abschnitt) und Durchfall, der durch Clostridium difficile verursacht wird.

Wichtigste antibiotikaresistente Bakterien (gemäss einem Rapport der WHO Ende April 20104)

– E. coli: löst Harnwegsinfekte wie eine Blasenentzündung aus

– Klebsiella pneumoniae: verursacht Lungenentzündungen

– Staphylococcus aureus: löst Blutvergiftungen aus

– Streptococcus pneumoniae: löst Lungen- und Mittelohrentzündungen aus

– Salmonelle non typhoide: löst Durchfall aus

– Shigella: löst Durchfall aus

– Neisseria gonorrhoea: löst Gonorrhoe aus (lesen Sie weiter unten)

Antibiotikaresistenzen bei der Gonorrhoe

In den USA sind gemäss einer Studie, die im Jahre 2009 durchgeführt wurde, 25% der Gonokokken ultraresistent gegenüber Penicillin, Tetrazyklin und Fluorochinolon, sowie bei Kombinationen von diesen Molekülen.

Deshalb verschreiben gewisse Ärzte lieber Cephalosporine. Leider beobachtet man auch bei dieser Antibiotikaklasse immer mehr Resistenzfälle. Es wird empfohlen, Cephalosporine als Injektion und nicht als Tablette zu verwenden.

Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Interaktionen

Die Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Interaktionen hängen von der Antibiotikaklasse und sogar vom Molekül selber ab. Nachfolgend fassen wir die wichtigsten unerwünschten Wirkungen der Antibiotika zusammen.

– Nebenwirkungen der Antibiotika (im Allgemeinen):

Die wichtigsten Nebenwirkungen der Antibiotika sind Komplikationen im Gastrointestinaltrakt wie Durchfall, Vaginalmykosen (durch Candida albicans verursacht) und Allergien.

Manchmal können gewisse Antibiotika ebenfalls Hautausschläge an der Sonne verursachen.

Für eine ausführliche Auflistung aller Nebenwirkungen, können Sie die Packungsbeilage lesen und Ihren Spezialisten um Rat fragen.

– Kontraindikationen der Antibiotika (im Allgemeinen):

Allergien gegen das Antibiotikum. Man vermutet z.B., dass 5% der Bevölkerung gegen Penicillin allergisch ist.

Für eine Auflistung der Kontraindikationen Ihres Antibiotikums, lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Spezialisten um Rat.

– Interaktionen der Antibiotika (im Allgemeinen):

Jedes Antibiotikum kann potentiell zu Interaktionen führen. Vor allem die Interaktion mit der Verhütungspille gilt es zu beachten (gewisse Antibiotika können die Wirksamkeit der Pille vermindern und der Schutz ist nicht mehr 100%).

Ein interessantes Beispiel einer Interaktion ist z.B. das Doxyclin (ein Antibiotikum, das in der Schweiz unter dem Namen Vibramycin® verkauft wird) mit dem Rennie® (auf Basis von Calciumcarbonat und Magnesiumcarbonat gegen Magenbrennen). Die Einnahme von Rennie® inaktiviert das Vibramycin®. Daher sollte man während dieser Antibiotikabehandlung nicht gleichzeitig Rennie® einnehmen.

Ein anderes Beispiel ist die Interaktion von N- Acetylcystein (wird gegen produktiven Husten eingesetzt). Zwischen N-Acetylcystein und verschiedenen Antibiotika vom Typ Amoxicillin, Penicillin, Tetrazyklin, Cephalosporin, Aminoglykosid, Makrolid und Amphotericin kann es zu einer Interaktion kommen. Halten Sie einen Abstand von 2 Stunden zwischen der Einnahme dieser 2 Medikamente ein.

Für eine Auflistung der Interaktionen Ihres Antibiotikums, lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Spezialisten um Rat.

Ratschläge für die Einnahme von Antibiotika

Nachfolgend einige praktische Ratschläge, die der Arzt oder Pharmazeut den Patienten bei der Abgabe von Antibiotika mitgeben kann:

– Die verschriebene Dosierung muss korrekt eingehalten werden (die genaue Anzahl Tabletten einnehmen, die Zeiten einhalten, wissen ob man sie nüchtern einnehmen muss,…).

Wenn der Arzt z.B. während 10 Tagen morgens und abends Antibiotika verschreibt (Packung mit 20 Tabletten), muss die Packung beendet werden, auch wenn man sich nach dem 5.Tag besser fühlt. Sonst erhöht man das Risiko für Resistenzen in der Bevölkerung.

– Wenn Sie auf eine Antibiotikaklasse allergisch sind (z.B. auf Penicillin oder seine Derivate), sollten Sie unbedingt Ihren Arzt informieren. Eine Allergie ist bei der zweiten Exposition immer stärker. Man muss daher eine Alternative zu dieser Substanz finden.

– Vermeiden Sie das Trinken von Milch bei der Antibiotika Einnahme. Die Milch kann die Absorption des Antibiotikums einschränken.

– Vermeiden Sie ebenfalls Alkohol. Oft vermindert Alkohol die Wirksamkeit der Antibiotika. Sowieso ist Alkohol nicht empfehlenswert, wenn man krank ist und es trägt nicht zur Genesung bei.

– Wenn Sie schwanger sind, sollten Sie Ihren Arzt fragen, ob Sie dieses Medikament wirklich einnehmen dürfen (keine Selbstmedikation). Man muss wissen, dass gewisse Antibiotika während der Schwangerschaft schädlich sein können.

– Antibiotika führen oft zu Durchfall. Um dieses Verdauungsproblem einzuschränken, können Sie viel Joghurt (reich an Milchsäurebakterien, die die zerstörte Darmflora wieder aufbauen) essen oder in der Apotheke nach Präparaten mit Milchsäurebakterien verlangen (z.B. Bioflorin®).

– Fragen Sie Ihren Apotheker um Rat, wenn Sie andere Medikamente in der Selbstmedikation einnehmen, um mögliche Interaktionen zu vermeiden. Interaktionen können z.B. mit der Verhütungspille (Verminderung der Wirksamkeit der Pille) und gewissen Antazida wie Rennie® (Inaktivierung des Antibiotikums, vor allem wenn es sich um Doxyclin handelt) auftreten.

Wie übersetzt man ​Antibiotika in andere Sprachen ?
  • Englisch: antibiotics

  • Französisch: Antibiotiques

  • Italienisch: antibiotici

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 20.02.2018 verändert.