Ernährung bei Gicht

Pflanzliche Purine ja, tierische Purine nein


Definition_gichtEine hohe Menge an Harnsäure im Blut kann zu sehr schmerzhaften Gichtanfällen führen. Weil die Harnsäure ein Abbauprodukt von Purinen ist, ist es wichtig, möglichst wenige zu konsumieren (tierische). Die Purine stammen aus dem Metabolismus

von DNS, die man im Zellkern von Tieren und Pflanzen findet.

Man unterscheidet bei den Purinen solche von tierischer und solche von pflanzlicher Herkunft.

Mehrere wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass der Konsum von Purinen tierischen Ursprunges, das Risiko für Gichtanfälle erhöht. Diese purinreichen Nahrungsmittel sollten vermieden werden:

  • rotes Fleisch, Schwein und Lamm
  • Gewisse Organe wie Leber, Nieren oder Milke
  • Meeresfrüchte, Krevetten, Hummer, Muscheln, Sardellen oder Sardinen

Alkohol sollte ebenfalls vermieden werden, da es den Harnsäurespiegel im Blut erhöht, weil die renale Ausscheidung dieser Substanz vermindert wird.

Allerdings haben Purine pflanzlichen Ursprungs keine Erhöhung der Gichtanfälle zeigen können.

Halten wir fest, dass Milchprodukte, die Purine enthalten können, das Risiko für Gicht eher senken könnten.

Nahrungsmittel, die wenige Purine enthalten sind:

  • Milchprodukte mit wenig Kalorien (z.B. light)
  • Frische Früchte und frisches Gemüse
  • Nüsse
  • Getreide

Stark fruktosehaltige Nahrungsmittel vermeiden; vor allem solche mit industriellem Ursprung

Wissenschaftliche Studien haben eine Verbindung zwischen einer stark fruktoselastigen Ernährung und der Gicht untersucht. Die Fruktose ist ein

Zucker, der natürlicherweise in Früchten, Gemüsen und Honig vorkommt. Die Fruktose, als Maissirup, wird oft vielen Nahrungsmitteln und industriellen Getränken beigefügt (wie dies in

den USA der Fall ist). Man findet diesen Zucker oft auch in grösseren Mengen in Sodas und anderen gezuckerten Getränken.

Um die Gicht einzudämmen, sollten Sie folgende Nahrungsmittel und Getränke vermeiden:

  • gezuckerte Getränke wie Sodas und Jus
  • Getreide, industrielles Brot, Glace und Bonbons
  • Industrielle Ernährung, insbesondere solche, die man in Fastfood Restaurants findet (Schnellverpflegung)

Gewisse Früchte enthalten eine grössere Menge Fruktose. Deshalb sollte der Konsum auf 1 bis 2 Portionen pro Tag beschränkt sein. Dies sind:

  • Äpfel, Pfirsiche, Kirschen (gewisse Studien haben allerdings eine positive Wirkung bei Gicht gezeigt), Datteln, Birnen, Trauben, Zwetschgen,…

Um Gichtanfälle zu vermeiden, sollte man auch den Zucker- und Salzkonsum einschränken.

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Details der Redaktion: Dieser Artikel wurde am 09.08.2018 verändert.